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Familie des "Ötzi"-Entdeckers erhielt nach langem Rechtsstreit Finderlohn

Ein lang währender Streit vor Gericht um den Finderlohn des 1991 gefundenen "Ötzi" hat nun ein Ende gefunden. Die Familie von Helmut Simon aus Nürnberg, der das 5.000 alte Skelett in 3.210 Meter Höhe fand, bekam nun 175.000 Euro ausbezahlt.

Die noch gut erhaltene Mumie des später mit Namen "Ötzi" versehenen Sensationsfundes hat Südtirol viel Geld durch Tourismus eingebracht. Ein Museum sei gar für die Mumie errichtet worden, das für viele Interessenten sich zu einem Magnet entwickelt hat.

Ursprünglich war Südtirol nur zu lediglich 50.000 Euro Finderlohn-Zahlung bereit. Jetzt habe man sich geeinigt. Simon wurde als Entdecker des "Ötzi" anerkannt und dessen Witwe bekommt den vorgenannten Betrag.


WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Familie, Rechtsstreit, Ötzi, Finderlohn, Südtirol
Quelle: www.orf.at

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.09.2010 06:46 Uhr von brycer
 
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@Terrorstorm: Ich schätze mal dass eben gerade deswegen der Rechtsstreit so lange gedauert hat.
Ob man das Objekt (die Mumie) als Leiche definiert oder als Kulturgut oder sonstwie, mit dem Südtirol aber auch einiges an Geld gemacht hat?
Die Auffassung dass an Toten niemand irgendein Eigentumsrecht hat teile ich auch! Aber wenn niemand daran ein Eigentumsrecht hat, dann könnte doch auch Südtirol nicht das große Geld damit machen und ein eigenes Museum dafür einrichten. Auch hat man sich doch nach dem Fund erst mal gestritten, wem nun Ötzi gehört. Ich glaube Österreich hat da auch mit gestritten, da der Fundort im Grenzgebiet zu Südtirol lag.
Wenn man sich darum streiten kann, wem der Fund gehört, dann kann man aber auch für den Finder einen Finderlohn festsetzen.
Nur ist es wohl etwas schwierig einen Wert für den Fund fest zu setzen. ;-)
...
Alles in Allem eine komplizierte Sache, bei der sich diverse Winkeladvokaten nebenbei auch was in ihre Taschen wirtschaften konnten. ;-D
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24.09.2010 15:04 Uhr von speculator
 
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Archäologen oder Leichenschänder? Naja, ab einem (un)bestimmten Alter sind Leichen halt offenbar keine Leichen mehr, sondern kultur-historisch bedeutsame Objekte und archäologische Sensationen...

- Hätte es sich um König-Ötzis Grab mit riesigem Goldschatz gehandelt, wären die evtl. Ansprüche des Finders vielleicht klar geregelt gewesen, so wie es die deutschen Bundesländer mit ihren "Schatz-Regalen" gesetzlich festlegen.

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