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Deutscher Mieterbund kritisiert geplante Neuregelung der Hartz-IV-Sätze

Aktuelle Pläne zur Neuregelung der Hartz-IV-Sätze stoßen beim Deutschen Mieterbund (DMB) auf wenig Begeisterung. So sollen demnächst die Kommunen über die Obergrenze einer Pauschale für Unterkunfts- und Heizkosten bestimmen.

Bislang war es so, dass bei Angemessenheit die gesamten Miet- und Heizkosten von der Arbeitsagentur übernommen wurden. Durch die von der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen geplante Regelung kann es nun dazu kommen, dass die übernommenen Kosten bundesweit unterschiedlich ausfallen.

Vom Mieterbund kritisiert wird hierbei vor allem die fehlende Transparenz. Außerdem gehe man davon aus, dass es zu einigen Rechtsstreitigkeiten aufgrund der unterschiedlichen Höhe der einzelnen Pauschalen kommen wird.


WebReporter: jukado
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kritik, Hartz IV, Mieter, Ursula von der Leyen, Pauschale
Quelle: news.immobilo.de

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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.09.2010 13:18 Uhr von jukado
 
+11 | -3
 
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Meiner Meinung nach sollte man dazu noch nicht so viel sagen...schließlich sind es nur Pläne. Aber Recht hat der DMB schon. Wenn die Pauschalen wirklich unterschliedlich ausfallen, wäre das eine ganz schöne Frechheit. Ich finde: Gleiches Recht für alle.
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23.09.2010 13:52 Uhr von Schischkebap69
 
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23.09.2010 14:42 Uhr von SpiritOfMatrix
 
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@Schischkebap69: Ich bin in einer Zwickmühle! Einerseits Ich wünsche Dir nicht das Du jemals Arbeitslos wirst, anderseits wünsche ich Dir das Du mindestens 6 Monate von HATZ4YOU(absichtlich so geschrieben) leben musst. Mal sehen wie dann Deine Fahne im Wind steht. Immer diese Stammtischparolen. Die Einsicht kommt immer erst mit dem Schaden. Dann wirst Du für jeden €Cent dankbar sein. Und denk mal an allein stehende Mütter mit Kindern im Vorschulhalter. Oder 55 oder ältere Mitmenschen die nirgends mehr einen Job finden. Kranke Menschen die zu gesund sind um Rente zu beantragen und zu Krank sind um zu Arbeiten. Außerdem wo willst Du mir bitte zeigen, wie man 6-8 Millionen(wahrscheinlich noch mehr) Menschen, die momentan von Hartz4 leben(ich zähle die Mitmenschen die in 1Euro-Jobs und so weiter mit ein und schließe die aus die von ALG leben aus), bei knapp 400.000 ausgeschriebenen Jobs in Lohn und Brot bekommt? Mach mir das vor und Du bist meine neu Religion!

[ nachträglich editiert von SpiritOfMatrix ]
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23.09.2010 14:53 Uhr von Avater22
 
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Diese Hetze gegen Leute immer: Ich wünsch dem 69 auch mal dass er in so eine Lage kommt. Ich hat nen Unfall und 40%. Was denkst du wass ich seit 2004 probier. du hasst es erraten, Arbeit suchen. Meine Frau war Selbständig und ist dann Schwanger geworden. Nach der Geburt unseres Sohnes, was denkst wie die Chancen auf´m Markt waren. Wenn ich das immer höre: "Hartz4 geht doch arbeiten". Klar geh zu nem Arbeitsvermittler lass mich für 5 - 7 Euro rumschupsen.Richtige Vollzeit,Volllohn gibt es kaum noch in Deutschland. Aber wenn man einen Job hat, zum Glück, kann man ja über die anderen herziehen.
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23.09.2010 15:24 Uhr von Rapunz
 
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Ich fordere, nach genauer Prüfung, Zwangsarbeit für die Hartz IV Parasiten,
denn alle Andere, die gerechtfertigt Hilfe benötigen, leiden unter diese Parasiten ...
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23.09.2010 15:36 Uhr von esopherah
 
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pff: uns wenn die pauschale nicht genügt sollen sie eben unter der brücke pennen und die kinder an typhus verrecken.
Dann ist die schwarze pest auch bald wieder da....
Ich finde jeder hz4 empfänger hat das moralische recht jedem mit extremer gewalt zu das hab und gut zu entwenden.
Wenn unsere reichen nicht sozial sein wollen, müssen sie eben assozial beseitigt werden..
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23.09.2010 15:56 Uhr von Lord_Dragon
 
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23.09.2010 16:02 Uhr von Floppy77
 
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@Schischkebap69: Ich würde eher fordern, dass jeder für gleiche Arbeit gleichen Lohn/Gehalt bekommt, vor allem in angemessener Höhe.

Deutsche Firmen die Werke hier schliessen und dafür im Ausland billig produzieren lassen müssten mit hohen Strafen belegt werden und die Produkte von einer extra Steuer.
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23.09.2010 16:54 Uhr von Lord_Dragon
 
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@Floppy77: Das wird nicht durchgehen, da wir im WTO und EU sind. Wenn wir das tun, dann werden andere Länder deutsche Produkte mit Strafzöllen belegen. Da unser Wachstum auf Export basiert, ist so was fatal für unsere Wirtschaft.

Was wir brauchen ist höhere Qualifikationen für unsere Arbeitnehmer, damit diese Arbeitnehmer wettbewerbsfähig sind und auf dem Markt höhere Löhne einfordern können.

Leider ist es aber bei uns nicht unbedingt üblich, dass ALG II Empfänger noch z.B. mit 40 studieren gehen, weil BAFÖG auch bezahlt wird und man hat ja nicht weniger in der Tasche.

[ nachträglich editiert von Lord_Dragon ]
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23.09.2010 17:07 Uhr von realsatire
 
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Hausgemachtes Problem leider, früher gab es einen verbindlichen Mietspiegel, das wurde dann irgendwann durch die Vermieterlobby abgeschafft oder abgemildert.
Die Mieten sind seit Einführung des Euro wie andere Preise explodiert, Nebenkosten gehen teilweise extrem in die Höhe gegangen, auf jeder immer höher werdenden Rechnung steht dann als Rechtfertigung für weitere Mieterhöhungen das mit höheren Kosten gerechnet wird und diese demzufolge eingerechnet werden, etc.
Wenn gespart werden soll, dann richtig, nicht bei den Empfängern, sondern bei den Verursachern. Verbindlicher Mietspiegel, nicht nur für die Bezieher, sondern vor allem auch für die Vermieter. Zusätzlich überprüfen der Kosten, teilweise wird da gut gemauschelt bzw hochgerechnet.
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23.09.2010 17:24 Uhr von realsatire
 
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Dragon: Teilweise richtig, sehr oft wird von den Firmen aber auch ein sehr überzogener Anspruch auf den Bewerber gemacht, der nicht erfüllt werden kann.
Gibt dann auch so Witz-Stellenanzeigen bei denen ein Hausmeister gesucht wird, der aber auch Abschlüsse und Berufserfahrung als Administrator haben muß, zusätzlich auch als Chauffeur eingesetzt wird.
Eigentlich 3 Jobs, aber es wird dann gemischt und der Lohn natürlich auf Basis der gering bezahltesten Stelle festgelegt.

Generell ist es leider so, das sehr viele Jobs weggefallen sind, dadurch auch die vielen Stellensuchenden. Die größten Chancen auf einen schnellen Jobwechsel haben weiterhin diejenigen die aus einer Stelle heraus einen neuen Job suchen oder nur sehr kurz arbeitslos sind. Wenn erst ALG2 ansteht ist es schon zu spät leider, diese sind für Arbeitgeber uninteressant, egal wie qualifiziert.

Was nutzt es mit Ende 30 zu studieren, wenn man nach dem Studien ein Berufsanfänger ohne Praxis ist? Diese werden nicht gesucht.
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23.09.2010 18:04 Uhr von Avater22
 
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Lord_Dragon: Ich mach auch nen Minijob. Aber wieviel Minijobs bzw. Kleinjobs soll ich machen um meine Familie zu ernähren. Ach ja kann ja blos einen Minijob machen sonst muss ich volle Lohnsteuer zahlen. D.h. man geht fasst umsonst arbeiten. Gegen die Jobs hab ich nichts, nur ich find das man davon keine Familie ernähren kann. MAn versucht aus dem Sumpf rauszukommen und bekommt keine Steine sonder Felsen oder besser gesagt Gebirge in den Weg gelegt.
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23.09.2010 19:06 Uhr von Schischkebap69
 
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@all

Ok, nochmal. Ich hab es schon oft genug bei anderen Nachrichten als Kommentar geschrieben. Dann eben nochmal:

1. ich war auch schon Hartz4ler -> keine 2 Wochen hatte ich nen Job
2. mein Vater bekommt auch H IV. Der hat aber 40 Jahre gebuckelt-> Firma insolvent. Der bekommt nix mehr. Der hat aber seinen Dienst geleistet
3. Ich möchte auf keinen Fall dass das was ich schreibe als pauschal aufgefasst wird.
Ja, es gibt Leute mit Behinderung, Kindern, zu alt oder was weiß ich. Diese meine ich ausdrücklich NICHT!
Ich meine Leute die mit 20 oder 30 Jahren ohne trifftigen Grund keine Arbeit haben oder noch nie hatten.
Ich musste auch über 2 Jahre lang täglich 140km einfach zur Arbeit fahren. Und? Ich hatte kein Problem damit

4. Es interessiert mich nicht ob ihr mich beleidigt oder mich schlecht bewertet oder gar für einen schlechten unsozialen Menschen haltet. Ich hab meine Erfahrungen gemacht mit diesem Klientel-ich kenn da genug. Also verschont mich bitte mit euren Lehren über Menschen die ja so unschuldig sind...

5. ja, ich mir wäre es auch recht wenn die Löhne steigen würden. Wäre ja dumm wenn ich nicht so denke^^
nur das wird halt nicht passieren-leider. Also schaut man doch lieber was man selber schneller erreichen kann.
Nachdem man als kleiner Mann in D keinen Einfluss auf die Löhne hat sucht man sich nen Job.

6. die Chance das ich nochmal arbeitlos werde ist immer vorhanden. Nur ich werden, wenn das passiert, mir den Arsch aufreissen damit ich so schnell wie möglich wieder eine Arbeit finde-allein schon fürs Ego

@Minipet

stimmt! siehe Punkt 2

[ nachträglich editiert von Schischkebap69 ]
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23.09.2010 19:55 Uhr von Schischkebap69
 
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@lukulus: nein, ich war davor nicht arbeitslos
nein, nicht alle. les dir nochmal das oben durch...
sorry, will/wollte nicht pauschalisieren
ja, auch im Bekanntenkreis. Den sag ich das auch so
KA ob du ein Tier bist, ich hab nen Mund. Den reisse ich nicht weit auf sondern ich sage meine Meinung.
Zum Thema hab ich vorhin was gesagt
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23.09.2010 21:14 Uhr von wahrheit10
 
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@an die kebaptasche: was du hier für mist erzählst ist echt erbärmlich!
wieso soll man arbeiten für einen lohn arbeiten gehen, wenn man am ende des monats eh beim jobcenter speichel lecken muss, um überhaupt über die runden zu kommen? also ich würde das nicht machen ganz ehrlich, weil sich nichts an den menschen ändern muss, die hartz 4 beziehen sondern an dem Lohnniveau - die unternehmen, konzerne und mittelständler verdienen sich auf meinem rücken eine goldene nase und interssieren sich nicht für mein schicksal , meine finanzielle und soziale situation, also warum soll es mich kümmern. die meisten arbeitgeber zahlen absichtlich weniger, weil sie ja wissen, da ist der sozialstaat, der ihnen ihr lohn aufstockt!!! die löhne sollten mal nach einem jahrzehnt prozentual dem Lohnniveau der europäischen nachbarländer angepasst werden und dann kann man sich über die " faulen" arbeitslosen das maul zerreißen, sollten sie nicht arbeiten wollen.
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23.09.2010 22:04 Uhr von realsatire
 
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@stephanbo: Teilweise richtig, nur arbeiten die meisten Arges mit Mietspiegeln von vor zig Jahren, das inzwischen die Mieten real gestiegen wird, ist egal. Muß schließlich gespart werden, da ist dann auf einmal der Bundesrechnungshof als Drohung vorhanden.
Wie vorher geschrieben gab es in den meisten Gebieten vorher verbindliche Mietspiegel, bei denen auch die Willkür mancher Hausverwaltungen eingeschränkt war in Punkto Erhöhung.

Kann aktuell aus meinem Bereich (Umland Berlin) sagen, das viele von hier wegziehen mussten, da die Mieten spätestens nach Teilsanierung der Plattenbauten über dem Satz lagen. Wer jetzt denkt "ok, die 5 oder auch 20 Euro zahl ich dann selbst" bekommt unter Umständen bei einer Betriebskostennachzahlung das kalte Grausen. Dann kann die Arge nämlich diese Kosten als Darlehen geben, da der Mieter unangemessenen Wohnraum bewohnt.

Wer denkt die unsanierten Wohnungen wären noch sicher irrt sich auch, nicht erst durch den letzten harten Winter sind die Betriebskosten gestiegen, das passiert leider jedes Jahr durch steigende Preise der Fernwärme etc. Unsaniert heißt in dem Zusammenhang die "guten alten Platten" ohne Isolierung der Außenwände, also keine "Luxussanierungen" mit Fahrstuhl, größeren Fenstern etc.
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24.09.2010 06:58 Uhr von Schischkebap69
 
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@Lukulus: 2 Jahre Vollzeitschule für eine Fortbildung reichen auch um danach direkt in H IV zu rutschen
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24.09.2010 09:55 Uhr von Lord_Dragon
 
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@realsatire: Überzogene Ansprüche der Firmen kenne ich auch, aber wenn niemand gefunden wird, dann wird meistens trotzdem jemand eingestellt, der wenigstens ein paar Voraussetzungen erfüllt. Arbeiten muss ja jemand.

Klar kriegt man nach dem Studium nicht direkt einen tollen und super bezahlten Job. Man muss sich schon durchkämpfen. Schließlich ist man auch Berufsanfänger. Aber es ist besser als ohne eine Qualifikation oder mit einer veralteten Qualifikation (die niemand braucht) irgendwelche Jobs zu suchen.

Ein Beispiel: Mein Onkel hat eine Berufsausbildung als Maurer irgendwann in den Achtzigern Jahren gemacht. Er hat keine Weiterbildungen oder Fortbildungen. Außerdem gibt es auf dem Arbeitsmarkt keinen Mangel an solchen Arbeitskräften. Er hat früher relativ gut verdient. Seit 10 Jahren findet er aber keinen Job. Für unter 9 EUR/Std. will er gar nicht arbeiten. Auf Umschulungen hat er keine Lust. Also kriegt er ALG II. Das heißt, dass er sich nicht anpassen möchte. Irgendwelchen Beruf gelernt und hat irgendwelche Ansprüche, dass man ihn immer für gutes Geld beschäftigen muss. Das kann nicht funktionieren.

Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter. Man muss sich auch anpassen, damit man konkurrenzfähig bleibt. Wenn man nichts tut, dann geht man irgendwann unter. Wer braucht einen Maurer, der die neusten Baustandards nicht kennt? Niemand!
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24.09.2010 10:45 Uhr von computerdoktor
 
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@Avater22: "Meine Frau war Selbständig und ist dann Schwanger geworden" - wenn ich das lese, denke ich mir, dass ich spinne. Du selber arbeitslos, und dann schwängerst Du den Brötchenverdiener? Noch nie was von Verhütung gehört?

Nein, lehnt Euch nur zurück, fühlt Euch sicher im sozialen Netz, zieht uns das Geld nur aus der Tasche, vermehrt Euch wie die Karnickel, passt schon.

Mein Nachbar (Hartz4) hat einen größeren Flatscreen als ich, und braucht sich nicht um eine warme Wohnung zu sorgen, bekommt er alles vom Staat - das sind aber wir, die die Hälfte dessen abdrücken, was wir mit 60 Stunden und mehr in der Woche verdienen. Kommentar: "Selber schuld, wenn Du arbeiten gehst". Danke, Vorurteil bestätigt!
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24.09.2010 11:43 Uhr von tinagel
 
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@computerdoktor: willst du uns damit sagen das es dir mit Arbeit nicht besser geht als einem mit Hartz4? Denn alles andere was dort steht hört sich nur nach Neid an. Kannst es ja mal für dich testen und 1 Jahr auf Hartz4 Leben. Mal sehen ob du dann immer noch alles so ungerecht findest.
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24.09.2010 12:24 Uhr von computerdoktor
 
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@tinagel: Danke für das Angebot, aber als Selbständiger hafte ich mit allem, was ich in meinem bisherigen Leben erarbeitet habe, für alles, was ich geschäftlich mache. Sollte ich also einen Konkurs "bauen", ist automatisch auch Wohnung und alles andere weg, was ich mir in all der Zeit erarbeitet habe.

Ich habe aber auch Monate dabei gehabt, in denen mit grade mal ein paar Euro zum Leben geblieben sind. Mir hat aber in dieser Zeit keiner geholfen, denn als Selbständiger hat man keine Ansprüche zu stellen. Ich darf mir aber gerne den Arsch für Leute aufreißen, die ohnehin nicht arbeiten wollen - auch wenn das selbstverständlich nicht alle Sozialleistungsempfänger betrifft, aber es sind zumindest einige darunter.

Und nein, ich bin nicht "neidig" - ich finde es nur unverschämt. Jeder Bargeldtransfer ohne Gegenleistung ist für mich als Steuerzahler zu hinterfragen. Und wenn hier von seitens der Anspruchnehmer von Transferleistungen Forderungen gestellt werden, dann bekomme ich eben einen dicken Hals.

Selbstverständlich bin ich dafür, Menschen, die ohne Selbstverschulden in die Arbeitslosigkeit rutschen, zu unterstützen. Aber sicher nicht mit Bargeld-Transferleistungen bis zum Exitus. Wer nicht mehr in den Arbeitsprozess integriert werden kann, soll eben Gutscheine bekommen. Dann geht das Geld eben nicht für Flachfernseher drauf, sondern bleibt was es ist: Eine Garantie dafür, dass in diesem Land niemand verhungern muss. Dann wäre auch ein weiteres Problem gelöst, nämlich das der "Kinder um des Kindesgeldes wegen" - und die Kinder bekämen die Leistungen, die ihnen zustehen - und nicht: Papa versäuft, was übrig bleibt.

Die Realität ist leider hart, die Krise traf viele, aber man kann diejenigen, die für ihr (teilweise weniges) Geld arbeiten, nicht zu noch höheren Zahlungen verdonnern. Irgendwann ist Schluss.

[ nachträglich editiert von computerdoktor ]
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24.09.2010 13:18 Uhr von tinagel
 
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@computerdoktor: schon mal was von GmbH gehört? Gesellschaft mit beschränkter Haftung? Es gibt auch als Selbständiger zig Möglichkeiten sein persönliches Vermögen zu schützen.
Hinzu kommen noch tausende steuerliche Vorteile die ein Arbeitnehmer nicht nutzen kann.

Wie stellst du dir das mit den Gutscheinen vor?
Soll ich beim Bäcker einen 20 Euro Gutschein hinlegen und sagen ziehen sie 1,20 fürs Brot ab? Oder denkst du da an Essensmarken wie nach dem Krieg?

Schon mal an den immensen Verwaltungsaufwand gedacht? Ich persönlich bin deshaltb für das Grundeinkommen für jeden. Dann wären eben solche Diskussionen und die Neiddebatten vom Tisch.

[ nachträglich editiert von tinagel ]
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24.09.2010 13:37 Uhr von computerdoktor
 
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@tinagel: Ich war jahrelang Verfechter des "Grundeinkommens" - allerdings funktioniert das nur in einer perfekten Gesellschaft. Solange es Menschen gibt, denen es vollkommen egal ist, woher das Geld kommt, von dem sie ihr Essen kaufen, solange funktioniert das System nicht. Ich habe mich damit abgefunden, eigentlich schade darum...

Danke für den Tipp mit der GmbH. Leider funktioniert das nur solange, solange man keine Kredite von der Bank braucht. Sobald man nämlich zur Bank geht, unterschreibt man als Person, nicht als GmbH - oder man bekommt kein Geld. Und bis 100.000 Euro Gewinn ist die GmbH steuerlicher Unfug, mal abgesehen von den wesentlich höheren Kosten für die Buchhaltung. Und wo Deine "tausend steuerlichen Vorteile" stecken musst Du mir nochmal genauer schreiben. Die wirken nämlich zum Großteil erst für Firmen, die den klassischen "Kleinunternehmer" weit hinter sich lassen. Und ich erinnere an den ersten Satz, den der Finanzbeamte bei der Prüfung sagt: "Möchten Sie Selbstanzeige machen?" - jeder Unternehmer ist also von vornherein ein (Steuer-)Verbrecher, danke auch recht herzlich!

Das mit den Gutscheinen stelle ich mir tatsächlich so vor, dass es eine Zweckbindung für die Geldmittel gibt. Solche Gutscheine gibt es bereits, manche Firmen ohne Kantine geben diese Gutscheine als Essensbons aus, die in den umliegenden Restaurants angenommen werden. Wie wäre es z.B. mit einer Art Bankomatkarte, die einen fixen Betrag pro Monat aufgebucht bekommt, und die nur bei Lebensmittelgeschäften und nur für Lebensmittel/Hygieneartikel etc. verwendet werden kann? Damit wäre dem offenen Mißbrauch doch schnell vorgebeugt - und der Verwaltungsaufwand ist vernachlässigbar, da auf ein bestehendes System zurückgegriffen wird.
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24.09.2010 13:47 Uhr von tinagel
 
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@computerdoktor: mit dem Grundeinkommen seh ich im mom auch schwarz, ist halt immer noch ein Wunschdenken. Werde es wohl aber nicht mehr erleben.

Ich gebe dir recht das es in Deutschland zur Zeit einem nur unnötig schwer gemacht wird was die Selbständigkeit angeht. Und wie du auch sagst, ab einer bestimmten Firmengröße wird es leichter. Hier sollte dringend in Deutschland drüber geredet werden, damit man wieder überhaupt mal den Mut bekommt sich in diesem Land selbständig zu machen.

Das mit dem Bankomatkarten wird in der Praxis allerdings auch leicht umgangen. Beispiel: Ein Arbeitsloser bekommt alles gestrichen und nur noch Gutscheine für diesen Monat. (Gänige Praxis bereits jetzt). Da er aber unbedingt seine Zigaretten und Alkohol braucht, kauft er von einem Großteil des Geldes billiges Wasser, leert es aus und gibt die Pfandflaschen ab. Von dem Geld kauft er sich dann seine Pulle Schnaps.

Nur ein Beispiel von sicher vielen. Du siehst aber in der Praxis ist alles ein wenig komplizierter.
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24.09.2010 18:02 Uhr von Avater22
 
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computerdoktor: Ich bin nicht arbeitslos, ich bin Rentner, also zum Teil ich darf noch 5 h arbeiten.Deswegen Minijob, weil ich nichts anderes bekomme. Darf nicht an Maschinen nicht lange stehen und so weiter und so weiter. Keine Ausrede leider ernst. Meine Frau und ich wollten Kinder. Und da ich keine bekommen kann, blieb ja nichts anderes übrig. Aber klar wir gehen alle arbeiten Kinder sind egal und Rente dann mit 80. Da ja keine Kinder mehr da sind.

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