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Philipp Rösler: Kritik von allen Seiten wegen beschlossener Gesundheitsreform

"Wir sind fest davon überzeugt, dass unser Gesundheitssystem besser wird, aber definitiv nicht teurer". Das waren die Worte von Philipp Rösler (FDP) im Jahr 2009. Übrig geblieben ist davon nichts. Zwei Zeitungen nannten die Reform "Röslers Reform-Ruine" oder titelten "Große Pläne, kleingemacht".

Die gesetzliche Krankenversicherung wird ab 2011 für alle Versicherten teurer, das wurde am heutigen Mittwochmorgen im Bundeskabinett beschlossen. Der Beitrag zur GKV steigt von 14,9 auf 15,5 Prozent. 7,3 Prozent zahlen die Arbeitgeber und 8,2 Prozent der Arbeitnehmer.

Jedoch wird der Arbeitgeberbetrag gleichzeitig eingefroren. Das heißt: Sollte es in Zukunft Kostenerhöhungen geben, gehen diese allein zu Lasten der Versicherten. Rösler sah sich in der Vergangenheit auch mit Vorwürfen konfrontiert, dass er im Vorteil für die private Krankenversicherung handele.


WebReporter: Crushial
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Krankenkasse, Philipp Rösler, Gesundheitsreform
Quelle: www.bild.de
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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.09.2010 20:54 Uhr von usambara
 
+11 | -1
 
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ein Solidaritätszuschlag für die Pharmaindustrie und für Rösler später ein schönes Pöstchen...
Die Private abschaffen

[ nachträglich editiert von usambara ]
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22.09.2010 21:22 Uhr von Barni_Gambel
 
+12 | -2
 
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Auch Philipp Rösler ist: ein Beispiel für misslungene Integration...

Wär der doch in Vietnam geblieben....
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22.09.2010 22:33 Uhr von anderschd
 
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Wieder ein Schlag in: Magengrube aller hart Arbeitenden.

Und gelb/schwarz Wähler schreien juchuuuuuuuuuuuhhhhhhhhh

Hat das irgendwann ein Ende?
Jaa, ich weiß....

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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22.09.2010 23:38 Uhr von harzut
 
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Die armen Arbeitgeber: Sie tun soviel um Arbeitsplätze zu schaffen.
Deshalb müssen die Arbeitnehmer wohl auch bald die Wartungen an den Maschienen von ihrem Lohn bezahlen. Denn ohne laufende Maschienen werden alle Arbeitsplätze ins Ausland verlagert.

Das war ironisch gemeint.

Wann verstehen diese Zahlenjongleure endlich, dass die qualifizierten Mitarbeiter, die unter anderem die Machienen bedienen, die wertvollste Kapitalanlage sind. Ohne diese Menschen wären die Maschienen nur ein Haufen von Metall, Plastik und Gummi.
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23.09.2010 02:39 Uhr von manbearpig
 
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Wenn alle dagegen sind, ist das ein gutes Zeichen, denn dann ist die Reform sicherlich sehr ausgewogen.

Die Begründungen für die Schritte der neuen Reform sind durchaus schlüssig und viele mutige Schritte in die richtige Richtung.
Natürlich überzeichnet jede Interessensgruppe die Folgen der ihr betreffenden Änderungen maßlos.
Die schrittweise Abkopplung der Beiträge vom Lohneinkommen hin zu einem größeren Anteil Steuerfinanzierung ist meiner Meinung nach der richtige Schritt, denn so werden alle Einkünfte, auch Zins- und Mieteinnahmen, zur Finanzierung des Gesundheitssystems herangezogen. Dies wird natürlich auf Seite der Arbeitnehmervertreter gerne unterschlagen.
Über 9 Jahre SPD-Verantwortung im Gesundheitsressort haben bei gegenüber den Pharmakonzernen auch keine Erfolge gebracht. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen zur Senkung der Arzneimittelkosten, mit Zwangsrabatten und Preisfestlegungen, muten fast schon sozialistisch an.
Anstatt zu nur meckern, sollten wir uns freuen, dass endlich Bewegung ins System kommt.

Liebe Leute, lasst euch nicht von den Journalisten für dumm verkaufen. Nicht umsonst wird die schwarz-gelbe Gesundheitsreform nur sehr oberflächlich dargestellt. Letztlich hört man nur, dass alle dagegen sind und es werden unpopuläre Maßnahmen hervorgehoben.

Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass die Gesundheitsausgaben demnächst die Kosten für Mobilität als anteilig größte Ausgabe am verfügbaren Einkommen ablösen werden.

Wenn die Journalisten mal wieder arbeiten würden und selber denken, dann könnten sie erkennen, dass die jetzige Regierung durchaus mutige und richtige Entscheidungen trifft.
Es sollte für jeden ein Alarmzeichen sein, wenn prominente Politiker plötzlich den Rückzug antreten. Politik besteht nicht nur aus Ideen und Visionen, sondern aus harter Arbeit, Mehrheiten organisieren und sich nicht von Interessensgruppen zermürben lassen. Jede Entscheidung mit Lobby- bzw. Klientelpolitik abzuwerten ist zwar einfach aber nicht zielführend. Warum wurde bei der MwSt.-Senkung für Übernachtungen so gut wie nie erwähnt, dass auf Business-Kunden ausgerichtete Hotels a la Mövenpick, von dieser Senkung gar nichts haben, sondern eher sogar Nachteile. Das würde eine sachliche Auseinandersetzung erfordern und wie bereit Journalisten und Politiker dazu sind haben wir ja alle im Fall Sarazin erlebt.

Mittlerweile haben nicht nur Lobbyisten, sondern vor allem die Medien die Pokitik derart im Würgegriff, dass kaum mutige Entscheidungen getroffen werden können, aber ständig angemahnt werden.


[ nachträglich editiert von manbearpig ]
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23.09.2010 06:40 Uhr von Krawallbruder
 
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Was ich mich frage wir gesetzlich Versicherten sollen die Kosten alleine tragen.

Nicht nur das die ARBEITGEBER außen vor bleiben, nein, die gesetzlich Versicherten sollen somit auch ALLEINE für den medizinischen Fortschritt aufkommen von dem ALLE, auch die ARBEITGEBER und die PRIVATVERSICHERTEN profitieren!!!

Ganz ehrlich Leute, so wird das Volk mit Füßen getreten und zum FUßVOLK degradiert!!

Aber sowas hat man davon wenn man Idioten wie den Rösler aus der Gosse holt und ihnen in Deutschland Bildung (aus der Einbildung wird) und ein Leben in Wohlstand bietet...!
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23.09.2010 07:24 Uhr von Boardieman2002
 
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Ungerecht: Es ist ncht gerecht das die kommenden Erhöhungen nur noch die Arbeitnehmer bezahlen müssen über die Zusatzbeiträge, die Arbeitgeber aber nicht mehr. Muss wieder rückgängig gemacht werden. Raus auf die Strasse Leute
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23.09.2010 09:11 Uhr von Lord_Dragon
 
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@Krawallbruder: Privatversicherte zahlen schon lange für Alles alleine. Jede Kostensteigerung wird auf die Beiträge umgewälzt.

Für medizinischen Fortschritt zahlen Privatversicherte sogar mehr als GKV-Versicherte. Ein Arzt kann sich sogar den Fortschritt durch GKV-Honorar gar nicht leisten. Teure Geräte können nur gekauft werden, wenn man auch Behandlungen der Privatversicherte mit einkalkuliert. Für Röntgen, Sonographie, CT oder MRT zahlt ein Privatversicherte das dreifache, als ein Kassenpatient.
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23.09.2010 09:23 Uhr von Lord_Dragon
 
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Mentalität von GKV-Versicherten: muss man ändern. Versicherungen sind nur dazu da, um sich abzusichern, wenn Versicherungsfall eintritt. Viele GKV-Versicherte versuchen aber alles aus der Kasse rauszuholen, obwohl gar kein Versicherungsfall vorliegt. Bei "Plusminus" wurde gezeigt, wie Kassenpatienten Gesundheitsreisen machen, nur um von der Kasse Geld zu kriegen.

Ich habe schon so viele Male gesehen, wie ältere Damen Haufen von Überweisungen von Ihren Hausärzten verlangen nur um sich bei den Ärzten durchchecken zu lassen, ohne das es Beschwerden gibt. Für die Kosten interessieren sich die Damen nicht. Kein Wunder wenn die Beiträge immer steigen, denn Versicherte sind an Kosteneinsparungen gar nicht interessiert.
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23.09.2010 10:51 Uhr von travel2earth
 
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Verantwortungslos: Zwar kann ich verstehen, dass die Kosten explodieren, aber daran ist doch wohl die Regierung selbst Schuld. Wer der Pharmalobby in den Allerwertesten kriecht und die Höchstgrenzen für Medikamente aufhebt, wer im Irrglauben der freien Marktwirtschaft mehr als 230 Krankenkassen samt eigenem Verwaltungsapparat zulässt und wer nicht an Hartz IV Empfänger denkt, für die jeder Cent zählt, der hat in meinen Augen seinen Auftrag, dem Volke zu dienen total verfehlt. Viele haben seit Jahren KEINE Gehaltserhöhung bekommen, also ist der kleine Mann mal wieder derjenige, der die Zeche zahlt.

Ich bin dafür, dass man Politiker für ihre (Fehl-)Entscheidungen haftbar macht, wie jeden anderen Bundesbürger auch.

Herr Rösler, Sie gehören weggesperrt.
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23.09.2010 11:05 Uhr von Lord_Dragon
 
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@travel2earth: Verantwortungslos handeln aber auch die Patienten. Viele rennen wegen kleinen Erkältungen zu den Ärzten. Ältere Menschen gehen einfach ohne Symptome bei Spezialisten durchchecken, es werden unnötige Kuren und Gesundheitsreisen gemacht. Keiner von diesen Leuten interessiert sich für die Kosten. Es heißt doch immer:"Ich zahle Beiträge und will für mich Maximum rausholen." So kann aber Versichertengemeinschaft nicht funktionieren.

Klar muss die Politik auch vieles tun! Aber es kann doch nicht sein, dass Menschen einfache Sachen nicht verstehen. Je mehr man Gesundheitssystem in Anspruch nimmt, desto mehr werden die Kosten steigen. Sparwille ist aber bei GKV-Versicherten nicht da.

P.S. Es sind ca. 160 Kassen und nicht 230.Außerdem haben gerade die großen Kassen prozentual die teuerste Verwaltung. Gäbe es keine kleinen, sparsamen Kassen, dann hätten wir noch mehr Verwaltungsausgaben.
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23.09.2010 14:32 Uhr von Lord_Dragon
 
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@Gringe Commander: Alles schön und gut, aber die Realität sieht anders aus. In Deutschland werden Arbeitgeber mit ca. 40% Sozialversicherungsabgaben belastet. Da ist Unfallversicherung nicht mit eingerechnet. Weitere Erhöhungen zu Lasten Arbeitgeber dürfen auch nicht sein, weil man damit die Lohnkosten weiter erhöht. Arbeitsplatzabbau in Deutschland will ja auch niemand haben.

Zu der Streikkultur in Frankreich sage ich nur, dass man mit Gehirn streiken muss. In Frankreich wird momentan wegen Renteneintrittsarter gestreikt. Nur haben die Streikenden aber keine Vorschläge. Klar wollen Sie alle früher in Rente, aber Frage der Finanzierung können Streikende nicht klären. Es kann ja auch nicht sein, dass Jugend immer mehr belastet wird, schließlich können Sie nichts gegen leere Rentenkassen tun. Eigentlich müssen die Verursacher (frühere Generation) dafür gerade stehen.
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23.09.2010 21:28 Uhr von travel2earth
 
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@Lord_Dragon: Okay, 230 Kassen waren es vor einigen Jahren mal - nun sind es 169, was aber immer noch viel zu viel ist. Jede hat seinen eigenen Vorstand, Geschäftsführer, Haupt- und Abteilungsleiter, die bezahlt werden wollen.

Ich muss mich aus beruflichen Gründen jeden Tag aufs Neue mit Arztabrechnungen herumärgern und diese auf Richtigkeit und Wirtschaftlichkeit überprüfen. Es gibt für Arzthonorare einen Topf mit einem bestimmten Betrag X, der unter allen Ärzten aufgeteilt werden muss. Dazu wird für jedes Quartal ein s.g. Punktwert ermittelt. Also unterm Strich verdient ein normaler Hausarzt etwas mehr als seine Arzthelferin im Monat.

Die allerwenigsten Patienten gehen aus langer Weile zum Arzt. Klar, einige verkennen das Gesundheitsprinzip und rennen tatsächlich wegen jeden kleinen Pups zum Onkel Doktor, aber wie gesagt - das ist der minimaler Prozentsatz. Außerdem will es die Gesellschaft doch so, oder lernen die jungen Leute noch was von Omas Kräuterkunde oder anderen Naturheilmittel, die uns heute noch helfen ?

Schwerwiegend kommt noch hinzu, dass die Kosten für Arztbesuche den allerkleinsten Teil der gesamten Gesundheitskosten schlucken. Am meisten geht tatsächlich durch Verwaltungskosten der Krankenkassen, Medikamente und nicht zu vergessen die Krankenhäuser drauf.

Ich finde es ein Unding, dass wir alle die Forschung der Pharmalobby mitbezahlen, die sich eh an den in Deutschland zu horrenden Preisen vertriebenen Medikamenten dumm und dämlich verdient, oder wie erklärt es sich, dass im Ausland alle Medikamente meist wesentlich günstiger sind, obwohl der Lebensstandard mit unserem gleichzusetzen ist? Wie ist es zu verstehen, dass z.B. ein Röntgengerät bei uns für 250.000 EUR vertrieben wird und in anderen europäischen Nachbarländern für nur die Hälfte? Hier gehört der Riegel vorgeschoben - aber nein, die Pharmalobby ist der heilige Gral der Politiker und damit unantastbar.
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24.09.2010 09:38 Uhr von Lord_Dragon
 
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@travel2earth: Röntgengerät würde in Russland das Zweifache oder das Dreifache kosten.

Wir finanzieren Forschung. Einerseits zahlen wir mehr Geld für Medikamente, andererseits bringen wir die Industrie weiter.

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