22.09.10 16:44 Uhr
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Entstehung von Leben - War die "Ursuppe" eigentlich Eis?

Viele Theorien zur Entstehung von Leben gehen von einer warmen, flüssigen "Ursuppe" als Habitat für erste Biomoleküle aus. Eis gab es damals laut diesen Theorien wegen der hohen Temperaturen auf der Erde gar nicht. Neue Studien zeigen aber, dass saisonale und polare Eisbedeckungen möglich waren.

Forscher aus dem britischen Cambridge haben nun Experimente gemacht, um katalytisch aktive RNA-Moleküle, auch Ribozyme genannt, in eisiger Umgebung zu beobachten. Die Temperaturen machen den Replikationsprozess zwar langsamer, schützen aber auch vor einer Zersetzung der Replikationsprodukte.

Somit können längere Produkte entstehen, die aus bis zu 32 Nukleotiden aufgebaut sind. Das entspricht wiederum der Größe von kleinen Ribozymen. Im Eis können auch die hohen Konzentrationen entstehen, die für die chemischen Prozesse nötig sind. Die RNA-Replikation lief demnach in Eisporen ab.


WebReporter: Getschi
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Leben, Eis, Entstehung, Urzeit, Suppe
Quelle: www.scinexx.de

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22.09.2010 19:33 Uhr von K.T.M.
 
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Zu dem Thema gab es mal eine Dokumentation im Fernsehen.

Der Hamburger Physiker Hauke Trinks glaubt, dass das Leben in den Poren von Meereis entstanden ist. Beim Gefrieren des salzhaltigen Wassers bilden sich im Eis Hohlräume, in denen flüssiges Wasser mit hohem Salzgehalt und anderen vorher im Wasser enthaltenen Substanzen existiert. Diese kalten Kammern eignen sich offenbar als Bioreaktor. Trinks zeigte in Zusammenarbeit mit dem Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, dass sich in ihnen aus biologischen Grundbausteinen langkettige Moleküle mit mehr als 400 Basenpaaren bilden können. (Quelle: http://www.welt.de/...)

In den Grenzflächen zu den Eiszellen herrscht ein pH-Wert von 5 - 6 mit einer entsprechend hohen Konzentration von Wasserstoffionen, in der Flüssigkeit dagegen Werte von 8 - 9 mit sehr viel weniger Wasserstoffionen. Das bedeutet - ähnlich wie in lebenden Zellen - starke und zeitlich veränderliche Potenzialdifferenzen an den Grenzflächen innerhalb sehr kurzer, räumlicher Abstände - weniger als 1 Millionstel Millimeter. So, glaube ich, konnte eine wichtige Energiequelle für chemische Reaktionen sichtbar gemacht werden. (Quelle: http://www.stern.de/...)

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