22.09.10 07:19 Uhr
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Verursacht die Wehrpflicht-Aussetzung eine Flutwelle an Unis?

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) möchte erwirken, dass schon nächstes Jahr der Wehrpflicht ausgesetzt wird. Die Schulabsolventen können also künftig gleich in eine Ausbildung oder Universität wechseln, statt den Wehr- oder Zivildienst abzuleisten.

Doch der Zeitpunkt ist für die Unis unpassend, denn ab nächstem Jahr sorgt das verkürzte Abitur bereits für die doppelte Anzahl an Schulabgängern. Die jetzt schon überfüllten Unis werden nun noch damit konfrontiert, dass sich die Schulabgänger sofort einschreiben können.

Diese "Flutwelle" an Bewerbern wird den Numerus Clausus drücken, da nun auf die Fächer noch viel mehr Bewerber kommen. Wer also sein Lieblingsfach studieren möchte, muss eventuell ab Sommer 2011 noch viel bessere Noten als zuvor vorweisen, um einen Platz zu erhalten.


WebReporter: Haruhi-Chan
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Schule, Universität, Studium, Abschluss, Wehrpflicht, Flutwelle, Aussetzung
Quelle: www.spiegel.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.09.2010 07:19 Uhr von Haruhi-Chan
 
+11 | -9
 
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Doppelter Abiturienten-Abgang und keine Wehrdienst. Schlimmer konnte es die Unis nicht treffen.
Die Konkurrenz unter den Bewerbern ist groß und so wird es vermutlich viele Schüler geben die bereits jetzt schon mit eventuell schon einem 2.0 Abitur ihr Lieblingsfach vergessen können.
Wie hat sich der Verteidigungsminister das denn vorgestellt? Das wird bloß die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen in die Höhe schnellen lassen.
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22.09.2010 07:52 Uhr von don_Zoltan
 
+11 | -1
 
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Ausbildung: Das Problem erstreckt sich ja logischerweise dann auch auf den Ausbildungsmarkt. Besonders in "Qualifizieren"-Ausbildungsplätzen ist ja immer noch ein Mangel da (wenn auch gesamt wieder genügend Plätze frei sind, aber eben meist im Handwerk).
Wenn jetzt die Abiturienten direkt keine Chance auf Studium haben, da der Nummerus Clausus so niedrig ist. Und der Bund bzw. Zivildienst nicht da ist, wo die jungen Männer so und so ihr Jahr verbringen müssen (und damit auch ihre Note verbessern), dann werden viele versuchen in eine Ausbildung zu kommen, was bei Abiturienten eben nicht unbedingt im Handwerk ist.

Von daher wird das Problem immer weiter reichen.

Und das die Abiturienten damit alle früher ins Berufsleben kommen, wie viele erwarten, bezweifle ich auch.
Es werden nicht allzu viel mehr Ausbildungsplätze da sein, von daher werden auch nicht viel mehr eine Ausbildungsstelle haben. Und die, die keine Ausbildung bekommen und wgn. der Note auch nicht direkt studieren können, werden FSJ, Auslandsjahr, o.ä. machen.
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22.09.2010 08:14 Uhr von Sty_Stoned
 
+6 | -1
 
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Das: Problem bei dem Run auf die Unis, FHs, PHs, BAs wird nicht unbedingt die Wehrpflichtaussetzung sein, sondern die Tatsache dass es nächstes Jahr 2 Jahrgänge gibt die Abi machen.... da ist die Aussetzung der Wehrpflicht nur noch der Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringen wird.

FSJ oder Ausland verschiebt das Problem hierbei nur von Jahr zu Jahr, von Generation zu Generation.

[ nachträglich editiert von Sty_Stoned ]
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22.09.2010 08:15 Uhr von hugrate
 
+2 | -3
 
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ein punkt mehr: in der beispiel-liste der rubrik "nicht durchdachte aktionen" aber hauptsache im parlament schön abnicken... (obwohl ich die grundsätzliche idee der abschaffung voll und ganz teile! diese lösung ist absolut dilletantisch...)
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22.09.2010 08:30 Uhr von ElChefo
 
+22 | -0
 
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@Autorenkommentar: "Wie hat sich der Verteidigungsminister das denn vorgestellt?"

Ist nicht sein Job. Sein Job ist es, eine Armee planen und einzusetzen nach den Vorgaben des Parlaments und der Regierung. Etwaige Sozialverträglichkeit ist da nachrangig. Soldaten werden ja auch nicht gefragt, ob ihre Stationierung sozialverträglich ist und wie sie das mit ihrer Familie vereinbaren. Ganz zu schweigen davon, das die Bundeswehr nicht den Auftrag hat, das Studentenaufkommen an den Unis zu reduzieren.

Ausserdem: Alle wollten, das die Wehrpflicht abgeschafft wird, siehe dazu auch die Demonstrationen bei Gelöbnissen. Nun wir sie ausgesetzt, was dem Nahe kommt und "ihr" seid wieder dagegen? Irgendwie kann man es "euch" auch nicht recht machen...
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22.09.2010 09:40 Uhr von meinemeinungdazu
 
+1 | -2
 
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Wenn man will, ändert sich gar nichts. Soweit ich mitbekommen habe, soll zwar die Wehr-"pflicht" ausgesetzt werden, aber nicht der Wehrdienst als solches - also auf Freiwilligenbasis. (richtig?)
Wenn dem so ist, kann man doch trotzdem zum Bund, um z.B. so ein Jahr zu überbrücken.

Deshalb verstehe ich die Aufregung nicht, denn wer will, kann genauso weitermachen wie bisher. (wo ein Wille ist, ist auch eine Kaserne...)
Und mal ganz ehrlich, für manche wäre es schon ganz gut, dass sie lernen, ihr Bett mal selbst zu machen. ;-)))
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22.09.2010 09:52 Uhr von sicness66
 
+1 | -3
 
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Wieder mal ein Beispiel dafür, dass in der Politik nur von Wahl zu Wahl gedacht wird und Nachhaltigkeit keine Rolle mehr spielt. Im Normalfall plant man sowas nicht ad hoc sondern langfristig. Dazu kann man die Bildungsausgaben erhöhen, damit die Unis ausgebaut werden, die Qualität wird in der Zeit für die bisherigen Studenten steigen. Die NC´s werden fallen und mehr Abiturienten, die eigentlich in Ausbildung gegangen wären, an die Uni geholt. In den Folgejahren hätte man die Mehrzahl an Abiturienten und Wehrdienstlern aufgefangen und die NC´s hätten sich wieder angepasst...

Aber was ist schon normal
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22.09.2010 10:19 Uhr von chacko
 
+4 | -1
 
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Der "Run auf die Unis": ist doch nur eines der Probleme, die durch die doppelte Menge an Abiturienten entstehen. Ich selbst fange dieses Semester mit meinem Studium an und die erste Erfahrung die ich in diesem "neuen Leben" machen durfte war, dass der Wohnungsmarkt zum Beginn des Wintersemesters total übersättigt ist! Man hat bei jedem Zimmer in einer WG eine Konkurrenz von mindestens 30 anderen "Bewerbern".
Stellt euch die Situation jetzt mal mit doppelt so vielen Abiturienten vor! Ich glaube kaum, dass sich da genug Unterkünfte für alle finden lassen...
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22.09.2010 10:38 Uhr von SN_Spitfire
 
+1 | -0
 
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@chacko: Das Wohnungsproblem ist schon seit Jahren so extrem.
Selbst ich hatte schon anno dazumal Probleme eine Unterkunft fürs Studium zu finden.
Mittlerweile sollten aber die umliegenden Gegenden von Universitätsstädten sehr gut mit dem ÖPNV erreicht werden können.
Platz ist grundsätzlich genügend vorhanden. Die Frage ist nur, wie lange man tag täglich zur Uni fahren will und da versucht jeder so nah wie möglich dran zu kommen.

Als Gegenargument kann man genausogut sagen, dass jedes Jahr auch Studienabsolventen Wohnungen frei geben, da sie ins Berufsleben in einer anderen Stadt einsteigen.
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22.09.2010 10:41 Uhr von Lenhardt
 
+1 | -0
 
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noch mehr bedenken ich denke nicht nur ein run auf die unis ist ein problem, sondern auch der kampf um ausbildungsplätze. es wird viele geben die auf den arbeitsmarkt ausweichen, da werden nichtabiturienten nicht mit abiturienten konkurrieren können. da frage ich mich doch ernsthaft was ein hauptschüler arbeiten oder lernen soll. das riecht nach einem pulverfass der übelsten sorte.
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22.09.2010 10:51 Uhr von Hady
 
+6 | -0
 
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Flutwelle an Unis? Wohl eher Flutwelle an Studenten - aber egal. Das Credo bei SN heißt ja schon lange nur noch: Es ist richtig, solange der Leser ahnen kann, was gemeint ist.

Und zu einer Flutwelle wird es definitiv nicht kommen. Wie viel Prozent der Abiturienten mussten denn zuletzt noch zum Bund oder zum Zivildienst? War doch ein minimaler Anteil, der überhaupt noch gemustert wurde. Dass die Unis überfüllt sein werden, wird also nicht am Wegfall des Wehrdienstes liegen.
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22.09.2010 11:05 Uhr von Solo-Talent
 
+2 | -4
 
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Ich bin direkt von diesem Problem betroffen. Zum einen würde ich mich freuen wenn ich nach Abschluss meiner Ausbildung im nächsten Jahr keinen Zivil- oder Wehrdienst machen müsste, zum anderen möchte ich nach der 13ten Klasse direkt studiere, in dem Fall 2012. Und schon stehe ich im Konkurenzkampf mit den Doppelabiturienten bzw. denen, die im Vorjahr ihr Wunschfach aufgrund des zu hoch gestiegenen NC´s nicht studieren konnten.
Außerdem denke ich nicht, das Duale Studien und der Ausbildungsmarkt genügend Abiturienten und andere Schulabgänger schlucken kann, um die Studienplatzauswahl in der Wage zu halten.

Des weiteren entsteht in den Bereichen in denen zuvor Zivildienstleistende gearbeitet haben ja eine riesen Lücke, nicht das 6 Monate von denen effektiv ~ 4 Monate genutzt werden können (1 Monat zur Einarbeitung, 1 Woche Schulung und ca 2 Wochen Urlaub )zu wenig wären, Nein! Bald fehlen diese Kräfte auch noch ganz. In meiner aktuellen Firma würde großer Arbeitskräftemangel herrschen, der wiederum aus Kostengründen nicht mit Menschen gefüllt werden kann die bis jetzt arbeitslos sind den die wollen auch mehr als ~400€ sehen... Die Politik sollte die ganze Geschichte nochmals dringlich überdenken !

[ nachträglich editiert von Solo-Talent ]
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22.09.2010 11:27 Uhr von Perisecor
 
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@ Solo-Talent: Na dann arbeite doch du in diesen Berufen, die bald massenweise Stellen frei haben?

Das würde auch deine Studienprobleme lösen.
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22.09.2010 13:01 Uhr von ronny_d
 
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Dank Numerus Clausus kommen die doch eh alle zu uns ....(Ö)
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22.09.2010 13:53 Uhr von Zisch
 
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hehe: das stimmt ronny.. ich kenne mittlerweile mehr Deutsche die in Österreich studieren als in Deutschland.

[ nachträglich editiert von Zisch ]
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22.09.2010 14:04 Uhr von Alice_undergrounD
 
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ach das machts nun auch nich mehr wett xD: von unsrem ganzen jahrgang mit 90 schülern sinds nur 4 leute die zivi/bund machen^^ :)
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22.09.2010 15:06 Uhr von Haruhi-Chan
 
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@H311dr1v0r: Sorry für die "scheiß" News.
Wollte nicht, dass Sie sich dadurch unwohl fühlen.
Ich empfehle Ihnen sich aus ShortNews auszuloggen und am Besten nie wieder zurückzukehren, dann müssen Sie auch solche "scheiß"-News nicht lesen.
*Insert Beleidigung for H311dr1v0r here*
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22.09.2010 19:14 Uhr von Solo-Talent
 
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@ Perisecor: Was brabbelst du für einen Nonesense, man will ja nicht studieren nur weil es so toll ist sondern um mich fortzubilden und um einen entsprechenden Beruf ausüben zu können...

auf so einen geistlosen Gedankenerguss kann man wirklich verzichten ...
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02.10.2010 16:26 Uhr von Nathan01
 
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Es gibt auch Vorteile: Man kann das Ganze auch positiv sehen. Zum einen begrüße ich 100 % ig die Aussetzung der Wehrpflicht, vor allem weil sie extrem diskriminierend ist und in den letzten Jahren den jungen Männern sogar das Recht auf Gleichbehandlung genommen hat. Eine größere Ungerechtigkeit als die Wehrpflicht gibt es in diesem Land überhaupt nicht.

Gleichzeitig mit der Aussetzung werden aber die Freiwilligendienste eingeführt bzw. ausgebaut. Da ist es doch nur von Vorteil, wenn ein Teil der jungen Leute erst einmal nicht mit dem Studium anfangen kann oder gleich eine Lehrstelle findet.

Warum muss man nur immer gleich alles so negativ sehen? Typisch deutsch!

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