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Atommüll-Endlager bald in privater Hand?

In den Entwürfen für das Atomgesetz, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen, ist ein Passus enthalten, der es ermöglichen soll, die Endlagerung in private Hände zu geben.

Die Energiewerke Nord könnten für diese Aufgabe vorgesehen werden. Da das Unternehmen sich zu hundert Prozent im Besitz des Finanzministeriums befindet, müsste sich der Bund selbst nur noch um die Einhaltung der Gesetze und nicht mehr um wirtschaftliche Aspekte kümmern.

Eine Sprecherin des Umweltministeriums erklärte, der Passus diene nur dazu, sich mehrere Möglichkeiten offenzuhalten, wie man mit der Endlagerung umgehe. Wohingegen dem Bundesamt für Strahlenschutz Überlegungen der Privatisierung nicht bekannt sind.


WebReporter: dylkto87
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Atommüll, Gorleben, Endlager, Privatisierung, Strahlenschutz
Quelle: sueddeutsche.de

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22.09.2010 06:15 Uhr von dylkto87
 
+6 | -1
 
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Was für eine unglaubliche Überlegung, die Hoheitsrechte für die Endlagerung zu Privatisieren. Warum machen sich nicht die Energiekonzerne allein die Mühe, das Atomgesetz zu schreiben, abzusegnen und durchzuführen. Dann könnte man es sich sparen regelmäßig die Bundesregierung dafür zu kritisieren. Und die könnte sich dann damit beschäftigen wo sie anderweitig sparen könnte, oder die bleiben gleich zu Haus und der Staat spart sich deren Diäten...
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22.09.2010 08:27 Uhr von usambara
 
+5 | -0
 
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werden die Kosten auch privatisiert? wohl kaum.
Damit ist auch jegliche Einsicht in die Endlagerpläne durch die Bevölkerung beendet.
Das Merkel Umweltminister Röttgen schon bei der Laufzeitverlängerung außen vor gelassen hat, war ein Wink in diese Richtung und eine Entmachtung.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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22.09.2010 09:19 Uhr von Frankenaffe
 
+1 | -0
 
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Die Gründe hierfür sind klar und deutlich, trotzdem lief mir beim lesen der Meldung ein Schauer über den Rücken.
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22.09.2010 09:24 Uhr von Guldenberg
 
+1 | -0
 
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Sehr gut denn alles was privatisiert wurde hat unser Leben so viel einfacher und schöner gemacht.

Für den Bürger heisst es in diesem Fall nicht:

Bürger -> Zahlt -> Staat "entsorgt"

sondern

Bürger -> Zahlt mehr (wer weiss, vielleicht steigen auch die Atommüllentsorgungskosten^^) -> Staat -> Privatwasauchimmer der natürlich keine Gewinnmaximierung im Sinn hat...

Alles auf Kosten der Gesundheit aller Deutschen.

Wer mir ein Minus gibt ist ein dreckiger Kommunist!

/ironie off
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22.09.2010 09:28 Uhr von Floppy77
 
+2 | -0
 
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Ich: seh mich in zehn Jahren im Wald schon über Brennstäbe stolpern...
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22.09.2010 13:27 Uhr von Azureon
 
+1 | -0
 
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Oder verschwindet auf wundersame Weise und das Zeug kommt irgendwie in falsche Hände. Es wird wohl nicht für Atomwaffen reichen, für schmutzige Munition jedoch allemal.

[ nachträglich editiert von Azureon ]
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22.09.2010 13:27 Uhr von usambara
 
+1 | -0
 
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@aspartam_gift: wer soll Müll ausgraben, der nicht atomwaffenfähig ist?
Welches Gehalt bekommen die Bergarbeiter, die das ab saufende Endlager Asse wieder auf graben müssen?
Natürlich wird privat eingelagert, kassiert und wenn es voll
ist oder ein Unfall passiert, wird Konkurs angemeldet.
Auch wird man nicht verhindern können, das private Entsorger
den Atommüll aus aller Welt annehmen.
Der Plan der Privatisierung wurde nach dem Ende der Kohl-Ära verworfen und nun wieder aus der Schublade gezogen.
http://www.spiegel.de/...

[ nachträglich editiert von usambara ]
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22.09.2010 14:39 Uhr von dragoneye
 
+0 | -2
 
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Umweltschutz JA, grüne Propaganda NEIN: Titel in Frageform sind doch nur der plumpe Versuch den Menschen Angst zu machen.

Ist der Papst Puffbesitzer?

Leben Aliens unter uns?

Ist Barack Obama ein Moslem?
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22.09.2010 17:38 Uhr von maki
 
+1 | -1
 
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Das birgt unglaubliches Gewinnpotential! Entsorgung teuer bezahlen lassen und das Zeugs sofort (ohne erst umständlich einzulagern) weiterverkaufen. :-)

Wie voll waren eigentlich die Koffer, die für diesen Deal zwischen Industrieschwein und korrupter Politikersau gewandert sind?

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