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Russland: Stalin wird in Schulbuch als "hervorragende Persönlichkeit" gefeiert

Zwei Professoren haben das Schulbuch "Geschichte Russlands 1917-2009" geschrieben und ernten dafür nun harsche Kritik von Menschenrechtlern und Historikern.

In dem Buch wird Diktator Stalin als "hervorragende Persönlichkeit" bezeichnet. Zudem wird er dafür gelobt, dass er die Sowjetunion "vom Ackerpflug zur Atomwaffe geführt" hat.

Der Vize-Direktor des Historischen Instituts, Wladimir Lawrow, will gegen das Buch klagen. Des Weiteren will die Föderation Jüdischer Gemeinden ein Verbot des Buches, da gegen Juden gehetzt wird.


WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Russland, Verbot, Buch, Persönlichkeit, Josef Stalin
Quelle: www.krone.at
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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.09.2010 20:52 Uhr von Plazebo2
 
+7 | -0
 
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@ BastB: Dafür steht in den deutschen Schulbücher eine einseitige Sicht der Dinge.

[ nachträglich editiert von Plazebo2 ]
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21.09.2010 22:05 Uhr von dr.b
 
+4 | -1
 
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@BastB: also "hervorragende Persönlichkeit" ist für mich keine moralische Bewertung, sondern eher eine der Prägnanz.
Ich kann weder hier noch in der Quelle irgendwelche wirklichen Belege für ausdrückliches Lob oder einseitig positive Darstellung erkennen. Sollte es so sein, frage ich mich warum es nicht sichtlich gemacht wird?
Ich denke es geht eher darum, daß die Darstellung nicht negativ genug ist. Manche Bücher haben aber keinen moralisch wertenden Charakter, sondern eine einheitlich beschreibende Sprache. Gerade Chroniken sind oft mehr oder minder eine Aufzählung, die mit recht platten Einleitungen beginnen. Über Hitler könnte man schreiben er war ein eindrucksvoller Redner der seine Fähigkeiten nutzte um Deutschland wirtschaftlich an die europäische Spitze zu führen, dann ganz Europa in einen vernichtenden Krieg der Millionen Todesopfer zur Folge hatte.
Je nachdem welche Passage man zitiert kommt ein anderer Sinn raus.....
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22.09.2010 00:58 Uhr von Bleifuss88
 
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Man muss dafür: die russische Mentalität verstehen. Stalin hat für Mütterchen Russland große Siege errungen. Da wird schnell mal vergessen, dass er von der grausamkeit her Hitler in Nichts nachstand. In unseren schulbüchern würde heute vermutlich dasselbe stehen, hätte Deutschland den Krieg gewonnen, die heute verehrten Attentäter vom 20. Juli 1944 wären Terroristen gewesen. Der Sieger schreibt halt die Geschichte.
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07.02.2011 18:58 Uhr von Pliegl
 
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@dr.b: Einen Massenmörder als "hervorragende Persönlichkeit" zu bezeichnen ist leider einfach zu positiv...

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