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Hydroxylmoleküle könnten die Funktion lunarer Teleskope beeinträchtigen

Erdgestützte Teleskope müssen bei ihrer Arbeit mit einer Vielzahl von Problemen kämpfen, etwa Wolken oder atmosphärische Lichtstreuungseffekte. Daher gilt der Mond als idealer Standort für optische Teleskope, denn dort gibt es diese Probleme nicht. Eine neue Studie widerlegt diese Annahme nun zumindest teilweise.

Zhao Hua von der chinesischen Akademie der Wissenschaften hat sich intensiv mit den vor einigen Monaten entdeckten lunaren Wasser- und Hydroxylkreisläufen beschäftigt. Ihm zufolge wird durch die ultraviolette Strahlung der Sonne deutlich mehr Hydroxyl verdampft, als man bisher angenommen hatte.

Bei bestimmten Wellenlängen kann es dabei ebenfalls zu Lichtstreuungseffekten kommen, ausgelöst durch Photonen, die von den Hydroxylmolekülen re-emittiert werden. Unter Umständen könnte dies die Funktion optischer Teleskope auf dem Mond beeinträchtigen. Radioteleskope wären davon jedoch nicht betroffen.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Mond, Astronomie, Funktion, Teleskop
Quelle: www.scinexx.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.09.2010 17:57 Uhr von alphanova
 
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An solchen Ergebnissen kann man nachvollziehen, wie empfindlich moderne optische Teleskope schon sind. Im Vergleich zur Moleküldichte der Erdatmosphäre ist die Hydroxyldichte auf dem Mond verschwindend gering - und trotzdem könnte sie die Optik der Teleskope stören.
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21.09.2010 19:54 Uhr von x5c0d3
 
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Was soll ich sagen? Wie immer ein doppeltes Plus. Danke!

Um Deinen Satz mit der Empfindlichkeit aufzunehmen: Heutzutage sind die Spiegel der Teleskope bis auf molekularer Ebene glatt. Da hat jede winzige Störung riesige Auswirkungen :)

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