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Liao Yiwu hat es beim 15. Versuch geschafft, China zu verlassen

Liao Yiwu, ein in China sehr umstrittener Schriftsteller und Poet, verlässt zum ersten Mal sein Heimatland China. Nach 14 gescheiterten Versuchen saß er in der Nacht zum Mittwoch in einem Flugzeug auf dem Weg nach Deutschland, wo er am Internationalen Literaturfestival (ilb) mitwirken will.

Liao ist überwältigt und kann sein Glück noch kaum in Worte fassen. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn obwohl sich die deutsche Bundesregierung um seine Anwesenheit bei der ilb bemüht hat, verhinderte die chinesische Regierung seine Ausreise wegen seiner kritischen Texte bereits 14 mal.

Umso mehr freut sich der Autor nun endlich, die Menschen kennen zu lernen, die seine Bücher lesen. Yiwu hat v.a. seit seinem Buch "Fräulein Hallo und der Bauernkaiser: Chinas Gesellschaft von unten" viele Fans in Deutschland. In seine Geschichten berichtet er über das "wahre China".


WebReporter: Krizzy...
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: China, Versuch, Schriftsteller, Liao Yiwu
Quelle: portal.gmx.net

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.09.2010 19:42 Uhr von joes-little-games
 
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Cool Als Antwort könnten wir beispielsweise Frieder Wagner zu einer offiziellen Film-Veranstaltung nach China schicken.
Für seinen Film "Todesstaub" bekam er sogar den Europäischen Fernsehpreis. Leider ist nun seine Karriere im Eimer.

http://www.nuoviso.tv/...
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19.09.2010 21:35 Uhr von Dracultepes
 
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@ joes-little-games: Den Fernsehpreis bekam er für "Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra" und zwar auf der Ökomedia 2004?

Und nicht für Todesstaub der darauf aufbaut. Interessant wird dann auch in welchen Quellen man den dann so findet und gerade in welchen nicht.

Uhhhhh Nuoviso. Den kann China gerne haben.

http://esowatch.com/...
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20.09.2010 03:03 Uhr von Perisecor
 
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@ joes-little-games: Uranmunition ist so gefährlich, dass in Tschetschenien, das von der UdSSR weiträumig damit eingedeckt wurde, ja heute auch gar keine Menschen mehr leben können.

Im Gegensatz zur NATO (bzw. den USA) hat die Sowjetunion die Geschosse und die getroffenen Fahrzeuge etc. nicht entsorgt...
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20.09.2010 10:53 Uhr von joes-little-games
 
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@Dracultepes: "Interessant wird dann auch in welchen Quellen man den dann so findet und gerade in welchen nicht."

Wo sollte man einen Regime-Kritiker unseres Landes heute zu Wort kommen lassen? In der Springer-Presse oder im ÖR, wo der Arbeitsplatz von Redakteuren und Journalisten auf dem Spiel steht? Und wir hier diskutieren über die Pressefreiheit in China?
Mit dem Finger auf andere zeigen können wir gut, um "unsere" eigenen Verbrechen zu übersehen. Was der Kommentar von Perisecor über mir wieder mal sehr gut zeigt.

Um die Zensur zu umgehen, muss es kritische Quellen wie Nuoviso oder Wikileaks geben. Die sind trotz übler Nachrede meist seriöser als BILD & co.

Und wenn es nun Minusse hagelt, freut es mich, einigen auf den Schlips getreten zu sein ;)

[ nachträglich editiert von joes-little-games ]
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20.09.2010 12:34 Uhr von Perisecor
 
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@ joes-little-games: Also ich sehe auf 3Sat, SWR, aber auch ZDF genug, teilweise auch sehr drastische, Kritik an Regierung, EU und NATO.


Ich wollte mit meinem Post auch nicht auf andere zeigen, sondern am besten Beispiel überhaupt klarmachen, dass Uranmunition nicht Tschernobyl 2.0 auslöst, sondern extrem begrenzt lokal schädlich ist - vor allem dann, wenn man das Zeug fix entsorgt.

Manche schieben ja direkt Panik, als hätte man die ganze Region mit Sarin eingenebelt.
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20.09.2010 13:05 Uhr von joes-little-games
 
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@Perisecor: Die auffällig vielen Krebsfälle und Fehlbildungen bei Kindern von Irakern, Afghanen oder Soldaten können kaum Zufall sein.
Das gefährliche ist der UranSTAUB, den man nicht einfach entsorgen kann.
Und die Halbwertszeit von 4,5 Milliarden(!!) von Jahren (etwa so lange wie unser Sonnensystem alt ist) ... die Gegenden, wo dieses Uranzeug die Böden verseucht, sind für immer unbewohnbar.

So verharmlosen würde ich das nicht, wenn man so deutlich die Auswirkungen sieht. Vielleicht solltest Du mal einen Blick in das Video werfen, das ich oben verlinkt habe, es ist sehr aufschlussreich.

[ nachträglich editiert von joes-little-games ]
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20.09.2010 13:21 Uhr von Perisecor
 
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@ joes-little-games: In jedem 3. Weltland gibt es viele Krebsfälle, u.a. weil es quasi keine Hygiene- und Umweltstandards gibt.
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01.10.2010 15:40 Uhr von Thimphu2003
 
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hier geht es um Liao Yiwu: und nicht um Uran-Munition aus Tschetschenien.

Gut, daß ein solcher Mann wieder den Mund aufmachen darf.

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