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Brückeneinsturz A2: Ursache für die ausgefahrene Kippmulde ermittelt (Update)

Die Aufräumungsarbeiten auf der Autobahn 2 bei Bielefeld dauerten noch bis in die Nacht, nachdem am Donnerstag ein Lkw die Fußgängerbrücke mit ausgefahrener Kippmulde rammte und sie zum Einsturz brachte (ShortNews berichtete).

Der Rest der Brücke musste aus Sicherheitsgründen auch abgerissen werden. Der Verkehr wurde danach auf der Autobahn 2 wieder freigegeben. Inzwischen steht auch die Ursache fest, warum die Kippmulde ausgefahren war.

Laut der Polizei hatte der 53 Jahre alte Lkw-Fahrer nach der letzten Betätigung der Kippmulde vergessen, die Sicherung für die Mulde wieder einzuschalten. Dadurch nahm der Druck bei erhöhter Motor-Drehzahl auf die Hydraulik zu und hob die Kippmulde automatisch an. Es kam zur Katastrophe.


WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Unfall, Autobahn, Lkw, Mulde, Kipper
Quelle: www.express.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.09.2010 09:38 Uhr von Haruhi-Chan
 
+7 | -3
 
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oh shit: Das wird teuer für den armen Mann, seine Rente kann er vergessen...
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17.09.2010 09:40 Uhr von LhJ
 
+3 | -1
 
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Tja das ist Pech für ihn. So ne Fußgängerbrücke wird auch nicht aus Erdnüssen erbaut sondern kostet ziemlich viel Geld und das hat der gute Mann mit seiner Schusseligkeit nun zunichte gemacht.
That´s life.
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17.09.2010 09:45 Uhr von dr.b
 
+15 | -0
 
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@ Haruhi-Chan: selbst sowas zahlt noch die Versicherung
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17.09.2010 09:53 Uhr von One of three
 
+10 | -2
 
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Hmmm: Eine Sicherung die man nach jeder Betätigung der Kippmulde selber einschalten muss.
Sehr sinnig, wenn es wirklich eine für die Sicherheit notwendige Vorrichtung ist.

Warum aktiviert sich eine solche Sicherung nicht automatisch in Ruhestellung der Kippmulde?
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17.09.2010 09:58 Uhr von Jolly.Roger
 
+8 | -0
 
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@Haruhi-Chan: Leute, selbst bei grober Fahrlässigkeit _muss_ die Haftpflichtversicherung solche Schäden regulieren.
Im schlimmsten Fall kann sie den Fahrer (genauer gesagt denjenigen, auf den die Versicherung läuft) mit höchstens 5.000 Euro in Regress nehmen. Das wars dann aber.

Sonst wäre eine Haftpflichtversicherung ja auch sinnlos. Bei Personenschäden gehen die Zahlen schnell mal in die hunderttausende. Kaum jemand könnte das aus eigener Tasche bezahlen.

Wenn ich mir überlege, was so alles an technischen Schnickschnack in so einen LKW eingebaut wird, ist es wirklich lächerlich, dass man diese Sicherung manuell AKTIVIEREN muss. Und erst recht, dass es überhaupt möglich ist, dass sich die Hydraulik nur wegen der erhöhten Motordrehzahl ausfährt...Hier sollte der Hersteller wirklich mal in die Verantwortung genommen werden. Am Geld kanns jedenfalls nicht liegen.

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
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17.09.2010 10:05 Uhr von misantroph
 
+0 | -4
 
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also: meine haftpflicht geht bis zu einem schaden von 10 millionen. ich denke mal, dass in diesem fall mehr zusammenkommt.
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17.09.2010 10:14 Uhr von Mario1985
 
+1 | -3
 
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dr.b: die frage ist einfach, wie schuldhaft der LKW Fahrer gehandelt hatte bzw die Handlung unterlassen hatte(wie in diesem Beispiel). Die frage ist ob die Versicherungen auch fahrlässigkeit abdeckt. Ich denke schon.
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17.09.2010 10:40 Uhr von 8bit
 
+0 | -8
 
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Laut der Polizei hatte der 53 Jahre alte Lkw-Fahrer nach der letzten Betätigung der Kippmulde VERGESSEN......da kann man ja noch von Glück reden, dass sowas nicht mehrmals am Tag passiert!

Zumal viele LKW-Fahrer nen IQ knapp unter Toastbrot haben müssen...
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17.09.2010 10:45 Uhr von kurzvor12
 
+3 | -1
 
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Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal....

Also misantroph, du hast 10 Mio Deckungssumme in deiner Privathaftpflicht - welche mit dem was hier passiert ist gar nichts zutun hat.
Kfz-Versicherung haben in der Regel Deckungssummen jenseits der 50.000.000+ grad im Industrie bereich.

Jolly, das stimmt zwar, aber woraus sollte sich hier ein Regress an den Fahrer bzw. den Versicherungsnehmer ergeben? Bestimmt nicht daraus eine "Sicherung" vergessen zu haben. Das ist in jedem Fall grob Fahrlässig, aber garantiert nicht im Bereich eines möglichen Regresses.

Und wok! - damit magst du zwar recht haben, aber genau das ist das Prinzip von Versicherung -> Solidarität. Ansonsten würde der ganze Quatschkram ja nicht funktionieren - und wenn Dir das nicht passt, musst du halt dein Auto verkaufen und Fahrrad fahren....

Und Mario, - ja - aufjedenfall, denn ansonsten wäre die Versicherung als solches sinnlos, da du ja nur fahrlässiges Verhalten überhaupt haftest...

[ nachträglich editiert von kurzvor12 ]
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17.09.2010 10:52 Uhr von Jolly.Roger
 
+2 | -0
 
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@kurzvor12: Stimmt, deshalb schrieb ich ja:
"Im schlimmsten Fall kann sie den Fahrer...."

Dazu reicht einfache Fahrlässigkeit nie aus, und selbst bei grober Fahrlässigkeit ist das nur selten drin.

"Die Sicherung vergessen" dürfte übrigens auch nicht zu einem Regress reichen. Würde ich sogar eher als einfache Fahrlässigkeit auslegen. Für "grob fahrlässig" müsste man ihm schon Absicht beim Ausfahren der Mulde nachweisen können.
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17.09.2010 11:05 Uhr von Mario1985
 
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8bit: wie du von einem auf alle schließt..... Wenn einer so ist dann sind alle so??? Es soll sogar Lkw Fahrer geben die nen hohen IQ haben, genauso sind nicht alle Verkäufer/innen strunzdoof. Genauso sind nicht alle Lehrer im Privatbereich arrogant... Aber nuja leb du weiter in deiner Welt, ist schon okay, dort kennt man dich wenigstens...
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17.09.2010 11:19 Uhr von Amdosh
 
+1 | -0
 
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Ausgefahren fahren teils nötig ! http://de.wikipedia.org/...
Im Hintergrund ist einer zu sehen, wie er fast entladen noch so fährt. Er ist direkt vor den Asphaltfertiger und kippt direkt in die Mulde. Je nachdem wie dick die Schicht ist, dauert es unterschiedlich lange, bis er vollständig leer ist.
http://de.wikipedia.org/...
Die Mulde vorne kann nicht alles aufnehmen und wenn die Möglichkeit besteht dass er direkt davor bleiben kann, wird es so gemacht, weil das Zeug heiss ist und so schnell wie möglich verarbeitet werden muss. Der Fertiger selbst schiebt den LKW dann ggf mit und bestimmt selbst das Tempo. Jedes anhalten von ihn kann man ggf auch in der Strasse sehen bzw spüren.
Eine direkte Sicherung gegen das fahren im ausgefahren Zustand oder nervigen Warnton kann es in den Fall nicht geben, weil es länger dauern kann.

[ nachträglich editiert von Amdosh ]
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17.09.2010 11:34 Uhr von kurzvor12
 
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hmmm: Jolly, wenn man ihm Absicht nachweisen könnte wäre es Vorsatz - zmd. bedingter Vorsatz (vgl. dolus eventualis). Für grobe Fahrlässigkeit reicht schon das "außer Acht lassen der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt im besonderen Maße" aus. Was ich hier m.E.n. aufjedenfall so sehen würde, da ein Fahrer mit seinem Fahrzeug und den dortigen Sicherungsmechanismen vertraut sein muss.

Wok, deswegen gibt es ja auch das Instrument des Regresses und ich garantiere dir, dass die Versicherung die ersten sind die nen Hersteller bei einem Mangel verklagen - eben um die gesamt´ Schadenquote der Gemeinschaft so gering wie möglich zu halten, oder glaubst Unternehmen XY freut sich die Kfz-Prämien erhöhen zu müssen weil das Deckungskapital nicht mehr ausreicht, so dass Kunden ohne Schäden zum neuen Jahr zu günstigeren Konkurrenten abwandern?
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17.09.2010 11:48 Uhr von Jolly.Roger
 
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im besonderen Maße: kurzvor12, ich sehe das etwas anders: Der in meinen Augen strittige Punkt ist das "im besonderen Maße" beim außer Acht lassen der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt.
Du hast Recht, was die Kenntnisse des Fahrers mit den Sicherheitsmaßnahmen betrifft, aber wie Amdosh erläutert hat, kann es auch im normalen Betrieb notwendig sein kann, mit ausgefahrener Mulde zu fahren. Daher würde ich eher für normale Fahrlässigkeit plädieren. Aber IANAL (I Am Not A Lawyer)...


@wok!
"Versicherungen sind eigentlich für Unglücksfälle da, nicht für Dummheit oder Schusseligkeit einzelner..."

Gäbe es denn ohne Dummheit oder Schusseligkeit noch Unglücksfälle ???

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
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17.09.2010 12:33 Uhr von w0rkaholic
 
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@wok! "Selbst wenn die Versicherung zahlt, habt ihr mal überlegt, wer dann wirklich zahlt? WIR !

(die, die hier auf Minus klicken, fahren wohl alle ohne Haftpflicht Auto? Was denkt ihr denn, woher die Versicherung das Geld bei solchen Fällen bekommt, und welche Beiträge daraufhin wieder steigen. Au Mann.....)"

Oh wow, und wer zahlt, wenn er es nicht zahlen kann weil er zufälligerweise kein Multimillionär ist und die Versicherung doch nicht einspringt? Auch wir! Er verliert seinen Job, geht pleite und kann sowieso nichts zahlen und liegt uns quasi noch mehr auf der Tasche! Scheiß auf die Brücke und auf das Geld, sei lieber froh, dass niemandem was passiert ist, auch dem Fahrer nicht! Menschen machen nunmal Fehler und kleine Ursachen haben eben ab und zu große Wirkungen, so wie hier!
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17.09.2010 15:56 Uhr von mort76
 
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wok, so ein dummer Fehler kann aber jedem passieren, und deswegen gibt es ja die Versicherungen.

Mach dir mal Gedanken darüber, ob du dir sicher bist, nie einen solchen Fehler zu machen, und dann mach dir mal Gedanken darüber, ob du dann gerne bis an dein Lebensende verschuldet sein wolltest und ob du das als gerecht und sinnvoll empfinden würdest.

Ich wette, dann würde sich deine Meinung aber mal ganz zügig ändern.

Leute wier du denken nur an sich selbst, schreien dann aber am lautesten nach Solidarität, wenn sie selber mal in der Patsche sitzen...

Ansonsten- der Mann arbeitetr als LKW-Fahrer, glaubst du, die verdienen so viel, daß er das jemals zurückzahlen könnte? Es zahlt also in jedem Fall dieAllgemeinheit, wie du es auch drehst und wendest, und das ist gut so.

Solange wir gewissenlosen Bankern ihr Spielgeld schenken, langt es dafür allemal noch.

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