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Barmer GEK: Krankenkasse beklagt sich über zu viele Arztbesuche der Deutschen

Laut einer Untersuchung der Barmer GEK gehen die Deutschen durchschnittlich 18 Mal im Jahr zum Arzt. Zu oft, wie Deutschlands größte Krankenkasse nun mitteilte. Zu viele Arztbesuche treiben die Gesundheitskosten in die Höhe. Acht von 18 Arztbesuchen würden wegen "geringen Anlässen" stattfinden.

Mit durchschnittlich 200 Besuchen pro Jahr gehen Dialyse-Patienten am häufigsten zum Arzt, dicht gefolgt von Patienten mit Herzinsuffizienz. Dort sind es im Schnitt 50 Besuche. Ein Großteil der übrigen Arztbesuche sei aber immer noch überflüssig.

Die Barmer sieht hier als Lösung die Hausarztverträge, die aber im Moment noch nicht für alle Kassen gelten. In diesem Fall verpflichtet sich der Patient vor Besuch eines Facharztes zuerst den Allgemeinmediziner aufzusuchen, der ihn dann weiter verweist. Das spart unnötige Arztkosten.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Krankenkasse, Barmer, Barmer GEK
Quelle: www.focus.de
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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.09.2010 19:57 Uhr von Pils28
 
+6 | -11
 
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Das Hausarztmodell befürworte ich! Aber Arztbesuche, nur weil bei der Diganose was harmloses herauskommt, als überflüssig zu betiteln, finde ich dreist.
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15.09.2010 20:12 Uhr von Pils28
 
+5 | -2
 
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Die Praxisgebühr ist auch quasi von den Kassen: eingeführt. Ärzte haben sich da mit Beißen und Kratzen gegen gewehrt. Die müssen pro Quartal 10€ an die Kassen abtreten. Auf ihre Kosten für Buchhaltung, Registrierkasse, Kassieraufwand, Inkasso, EC-Kartenzahlung bleiben sie sitzen.
Und Unfug kann man mit so manchen machen und Leute sollten sich nicht selbst diagnostizieren und sich dann frei mit Medis eindedecken können.
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15.09.2010 20:14 Uhr von Johnny Cache
 
+9 | -1
 
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Komische Ärzte: Also erst heute hat meine Mutter mal wieder versucht einen Termin bei einem Flebologen zu bekommen, da sie extreme Schmerzen im Bein hat und auch schon mal eine Thrombose hatte, aber der nächste Termin den sie ihr anbieten konnten war Ende November.
Wenn man schon in Schmerzfällen mal eben fast ein viertel Jahr warten muß kann man das Gesundheitssystem doch gleich in der Pfeife rauchen. Ich möchte nicht wissen wie viel Geld man einsparen könnte wenn eine Krankheit tatsächlich zeitnah behandelt würde.

Und warum man wegen jedem Scheiß zu einem Hausarzt soll der außer krankschreiben bei Erkältungen oft gar nichts kann möchte sich mir auch nicht erschließen. Zum einen verzögert es die Behandlung durch einen Experten, zum anderen kostet es noch zusätzliches Geld.
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15.09.2010 20:17 Uhr von Johnny Cache
 
+3 | -1
 
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@Pils28: Also daß die den Schwachsinn mit der Praxisgebühr mitgemacht haben ist ja wohl ihre Schuld. Jeder der auch nur ansatzweise bei Verstand ist hätte den Spinnern alle Vögel dieser Welt gezahlt als ein Inkassobüro für die zu spielen.
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15.09.2010 20:45 Uhr von dr.b
 
+3 | -0
 
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@berechtigt: ja, ohne Rezept bekommt man in einer Apotheke nicht mal Augentropfen die auch was bewirken ( nur Pseudoware). Um das Rezept zu bekommen sind halt 10 Euro in der Praxis fällig, für etwa 20 Sekunden Arbeit.
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15.09.2010 20:47 Uhr von MCIceT
 
+2 | -1
 
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Es kommt noch soweit, dass man: nur noch zahlen muß, aber man nicht mehr zum Arzt gehen darf. Man soll nur noch funktionieren und mit 70 in die kiste hoppen (Rente mit 70...), damit se an unser bestes kommen...

So long
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15.09.2010 20:56 Uhr von biertrinker23
 
+3 | -8
 
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wahr: ist natürlich, dass gerade viele Alte Leute, Hausfrauen oder Hartz4 Empfänger wegen Lächerlichkeiten dutzende Ärzte aufsuchen. Denen geht es oft nur um ein Schwätzchen mit dem netten Onkel Doktor.

Ich bin in meinem Leben noch nicht wegen einer Erkältung oder Grippe oder dergleichen zum Arzt gegangen
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15.09.2010 21:12 Uhr von realsatire
 
+7 | -0
 
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So kommt man auf solche Zahlen, man nehme chronisch schwerkranke Menschen die oft zum Arzt müssen und normale mehr oder weniger Gesunde die oft kaum einmal im Jahr gehen und Schwupps gehen alle zu oft zum Arzt.

Viele sparen sich die Gebühren für 2 Minuten Gespräch mit einem Arzt nach oft stundenlanger Wartezeit, bis es dann oft zu spät ist, so das es entweder chronisch oder unheilbar ist.

Zur Einführung der Praxisgebühr und mehr Zuzahlungen im Rahmen der Agenda 2010 sollten doch die Krankenkassen einsparen und insgesamt günstiger werden. Komisch das es immer teurer wird, obwohl doch soviel "eingespart" wird..
Stimmt, die Pharmahersteller verdienen weiterhin gut, aber nein, daran kann es nicht liegen.

Macht weiter so, immer schlechtere medizinische Versorgung, längere Wartezeiten für Fachärzte, noch mehr Medikamente die nicht verschrieben werden können, sondern für teures Geld selbst gekauft werden müssen.
Ergebnis ist dann wie gewünscht das Ableben vor oder kurz nach Einreichen der Grundrente, so wird fein gespart.

Es ist möglich das ein gewisser Anfall von Wahnsinn in Form von Ironie in diesem Text zu finden ist. ;)
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15.09.2010 21:18 Uhr von Pils28
 
+5 | -1
 
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@Johnny Cache: Dass Ärzte bei der Praxisgebühr mitgemacht haben, ist genauso ihre Schuld, wie deine beim erhöhen der Kassenbeiträge. Denn sinvoll ist das bei Gott nicht.

Und bitte nichts gegen Allgemeinmediziner, sind so ziemlich die vielseitigsten Ärzte. Bei Zahnschmerzen ist klar, dass man zum Zahnarzt gehst. Aber aufgrund welchen Fachwissens, soll ein Laie wissen, ob er zum Cardiologen, Pulmologen, Neurologen, Nephrologen oder zum Internisten gehen soll, wenn er sich krank fühlt?
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15.09.2010 21:44 Uhr von Glimmer
 
+1 | -11
 
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15.09.2010 21:46 Uhr von Glimmer
 
+2 | -16
 
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15.09.2010 21:52 Uhr von Starbird05
 
+1 | -1
 
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Ich finde das Hausarztmodel auch sehr gut.

Bin bei der Barmer GEK versichert und mache beim Hausarztmodel auch mit..

Der Vorteil alleine ist, ich muss die 10 Euro nicht zahlen.

Ich finde es auch OK das man erst zum Hausarzt geht, warum erst zum Facharzt und hohe Kosten verursachen? Das bringt uns allen nichts


Ich persönlich, gehe selten zum Arzt, wegen Durchfall oder ne leichte Grippe auf keinen Fall. Da kann man so wenn überhaupt in die Apotheke gehen.

Ich habe sogar Diabetes aber bin selten beim Arzt.

[ nachträglich editiert von Starbird05 ]
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15.09.2010 22:01 Uhr von RubbelDiKatz
 
+5 | -0
 
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der liebe Gesundheitsminister Rösler möchte das Hausarztmodell aber abschaffen. Die Leute sollen gleich zum Spezialisten ihrer Wahl gehen dürfen.

Also, wir haben einen Hausarzt, seit Jahren denselben. Wenn jemand krank ist, geht er dahin. Kann der Arzt das nicht selber behandeln, fackelt er nicht und überweist sofort an den notwendigen Facharzt. Aber ohne Fachwissen weiß man leider oft nicht, was man hat, sondern kann nur die Symptome feststellen.
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15.09.2010 23:47 Uhr von datenfehler
 
+7 | -0
 
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geringe Anlässe Genau! Wegen sowas geht man nicht zum Arzt. Man ignoriert Symptome solange, bis es ein großer und viel kostspieligerer ANlass wird... und vielleicht wird aus dem ganzen dann auch noch ein viel teuerer Krankenhausbesuch. Also Leute! Ignoriert euere Beschwerden solange, bis ihr ins Krankenhaus gekarrt werden müsst... Würden dann die Krankenkassen mal einen Taschenrechner in die Hand nehmen, würden sie feststellen, dass das doch keine gute Idee ist, aus einer kleinen Krankheit eine große Krankheit werden zu lassen (vieles vergeht eben NICHT einfach so von selbst und einfach irgendein frei erhältliches Mittel zu kaufen, ist meist auch keine Lösung...)
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16.09.2010 10:24 Uhr von Chibal
 
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also ehrlich Man kann doch nicht sagen "also wegen XYZ (z.B.: Husten) geht man nicht zum Arzt" oder solche Sprüche... ich glaube dass ist ein ganz gefährlicher Weg den man da einschlägt.
Ich selbst arbeite als Vermittler für eine Krankenversicherung (zum Glück privat... wir kürzen keine Leistungen ^o^), stecke also ganz gut in der Materie drin.
Jeder soll wegen was auch immer er möchte zum Arzt gehen. Wenn jemand, warum auch immer, dass Bedürfniss hat zum Arzt zu gehen und es nicht tut, so gibt es viele Menschen die sich daraufhin irgendwelche Folgekrankheiten einreden und den Krankenkassen 5x sosehr auf der Tasche liegen.
Und wie mein Vorposter schon sagte, es ist für den Laien nicht möglich anhand von irgendwelchen Symptomen eine diagnose zu erstellen. Nicht jeder der hustet hat auch Husten...
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16.09.2010 13:31 Uhr von kulifumpen
 
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@berechtigt: Ich glaube in der news kein wort zum thema anatolien oder integration gelesen zu haben...da sollte man seinen rechten arm ganz schnell wieder senken und deine kleine nazipropaganda auf deinem npd parteitag äussern...

Ich glaube JEDER dialyse patien wäre scheiss froh wenn er statt 200x nur 50x zum arzt gehen müsste im Jahr. Man kann es mit so einem scheiss echt zu weit treiben.

Sicherlich gibt es genug leute welche unbegründet den doc aufsuchen aber jemanden mit dialyse oder herzinsuffizienz als beispiel ranzuziehen ist echt krass. Als ob diese leute sich das ausgesucht hätten. Der gesamten pharma und arzt lobby wurde aber so derbst ins hirn geschissen, das geht echt garnicht. Am besten alle beiträge nochmal um 100% erhöhen aber bitte NUR für arbeitnehmer, wir wollen ja die armen, armen fdp wähler nich noch weiter schröpfen.

[ nachträglich editiert von kulifumpen ]
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16.09.2010 14:26 Uhr von John2k
 
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@Starbird05: Wenn ich Ohrschmerzen habe, dann gehe ich sicherlich nicht zum Hausarzt. Was wird er unternehmen? Richtig, er schreibt eine Überweisung zum Hno Arzt. Warum muss ich also meine, seine und die Zeit der Anderen Verschwenden und kann nicht gleich zum Arzt gehen, den ich für richtig halte. Das geht bei einer Privatversicherung auch anstandslos und das ohne Kostenexplosion.
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18.09.2010 14:29 Uhr von Plazebo2
 
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@ biertrinker23: Mein Freund das ist das Münchausen Syndrom. Eine ernst zu nehmende Psychische Krankheit. Wenn du Probleme damit hast dann geh doch selbst mal zum Psychologen.

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