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Botaniker untersuchen mehr als 2.000 Jahre alte Pillen aus antikem Schiffswrack

Im Jahr 130 v. Chr. sank vor der italienischen Toskanaküste ein griechisches Schiff, welches mit Medizin und syrischen Glaswaren beladen war. Die wertvolle Fracht wurde bereits vor 20 Jahren geborgen, doch erst jetzt konnten Archäobotaniker genaue Analysen an den über 2.000 Jahre alten Pillen durchführen.

Alain Touwaide und Robert Fleischer untersuchten beispielsweise die vorhandene DNA, um die Bestandteile einzelnen Pflanzenarten zuordnen zu können. Sie konnten so über zehn verschiedene Pflanzenextrakte nachweisen, unter anderem von Karotte, Rettich, Sellerie, wilder Zwiebel, Kohl und Schafgarbe.

Außerdem fanden die Wissenschaftler auch Hibiskusextrakt, der vermutlich aus dem ostasiatischen Raum oder dem heutigen Indien oder Äthiopien importiert wurde. Ähnliche Medikamente benutzten auch die antiken griechischen Ärzte Galen und Dioscorides, die man zu Lebzeiten oft für Quacksalber hielt.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Pille, Pflanze, Schiffswrack, Botanik
Quelle: www.dailygalaxy.com

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.09.2010 11:44 Uhr von alphanova
 
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Der Vollständigkeit halber: Alain Touwaide arbeitet für das Smithsonian Institution´s National Museum of Natural History in Washington DC und Robert Fleischer ist für den ebenfalls in Washington DC ansässigen Smithsonian´s National Zoological Park tätig. Allein mit den Informationen wäre wohl die komplette Kernaussage verbraucht gewesen *lol*

Zum Thema: Heute ist die heilende Wirkung vieler Pflanzen anerkannt und findet oft Verwendung. Damals wurde es nicht selten als Quacksalberei abgetan.
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15.09.2010 18:18 Uhr von obiw4n
 
+3 | -0
 
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Lach: Extrakte aus Karotte, Rettich, Sellerie, wilder Zwiebel, Kohl ...sorry, aber da denke ich ganz spontan an eine Art antikes Maggi :-D

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