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Hilfe bei Depressionen: So genannter "Euphorie-Schaltkreis" wurde entdeckt

Forscher der Universitäten Bonn, British Columbia und Washington State fanden einen neuen möglichen Ansatz zur Linderung von Depressionen. Bis in die 80er Jahre wurde bei Patienten mit Depressionen eine von vier Hirnregionen chirurgisch zerstört und brachte bei 70 Prozent der Patienten Linderung.

Die Forscher fanden nun bei der Auswertung dieser alten Operationen heraus, dass die vier Hirnareale, die in völlig verschiedenen Regionen liegen, alle mit dem medialen Vorderhirnbündel verbunden sind. Dieser so genannte "Euphorie-Schaltkreis" verbindet den Hirnstamm mit der stirnseitigen Hirnrinde.

Professor Dr. Volker Coenen, Neurochirurg an der Universitätsklinik Bonn, möchte nun versuchen, mit Elektroden im Schädel über das mediale Vorderhirnbündel diese Hirnregionen zu stimulieren und so die Symptome der Depressionen zu verringern.


WebReporter: ulkibaeri
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Gehirn, Therapie, Depression, Euphorie, Neurochirurgie
Quelle: de.news.yahoo.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.09.2010 16:08 Uhr von ulkibaeri
 
+10 | -2
 
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Es gibt so viele Menschen mit unbehandelten Depressionen. Und so viele könnten durch diese Behandlung starke Verbesserungen der Lebensqualität erreichen! Hauptsache da werden denen die Gefühle nicht generell abgeschaltet.
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14.09.2010 16:25 Uhr von shadow#
 
+10 | -2
 
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WTF? @ulkibaeri
Was hat das mit denjenigen zu tun die schlicht und ergreifend nicht zum Arzt gehen oder deren Arzt unfähig ist?
Bevor irgendjemandem Elektroden in den Schädel implantiert werden gibt es noch eine ganze Reihe harmloserer Behandlungsansätze!
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14.09.2010 17:26 Uhr von 19paul69
 
+1 | -1
 
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Vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung: Dem Autor kann ich nur zustimmen, da diese Region für die Gefühle im allgemeinen verantwortlich ist.
Wem nützt ein Mensch der keine Depressionen mehr hat aber dafür nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden kann?

An Shadow:
Was verstehst du unter harmlose Behandlungsmethoden?
Kitzeln? Witze erzählen?
In der Psychologie und Neurologie gibt es keine harmlosen Behandlungen. Selbst wenn sie harmlos anmuten, haben sie einen tieferen Sinn und sind ein tiefer Eingriff (positive Manipulation) in die Psyche des Menschen. Dabei ist es egal, ob es psychologische oder medikamentöse Therapien sind.
"Was hat es mit denjenigenzu tun..." -> um zum Arzt zu gehen, muss erst mal erkennen das man Hilfe braucht und das ist oftmals ein harter und steiniger Weg, besonders in unserer Leistungsgesellschaft.
Depressionen sind für die Betroffenen die Hölle und sind nicht mit nen Schokoriegel zu therapieren.

[ nachträglich editiert von 19paul69 ]
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14.09.2010 17:49 Uhr von shadow#
 
+3 | -0
 
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@19paul69: Physikalisch "harmlos" im Vergleich zur Neurochirurgie dürfte so ziemlich alles sein...
Diese doch recht extreme Therapiemethode ist nur bei Patienten angebracht, bei denen die üblichen Behandlungsmethoden nicht anschlagen.
Welchen Nutzen Menschen mit bisher unbehandelten Depressionen davon haben müsst ihr mir jetzt aber echt mal erklären...
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14.09.2010 19:34 Uhr von mitTH_RAW_Nuruodo
 
+2 | -1
 
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Immer mehr Menschen erkranken an Depressionen: Da sind neue Forschungsergebnisse immer gut. Dass Elektoschocks am besten gegen Depressionen helfen war allerdings schon länger bekannt. Wenn man mit Medikamenten und Therapie nicht gegen Depressionen ankommt, ist das schon heftig, aber Elektronen im Hirn sind auch nicht ohne.
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14.09.2010 20:15 Uhr von punk-duell
 
+2 | -0
 
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boah ey: das einnert mich an so einen film über kafka. da haben sie auch einem im hirn rumfuhrwerkt
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15.09.2010 08:37 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+1 | -0
 
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Häufigkeit: Allgemein ist die Nachricht gut.

Nur frage ich mich, warum es so viele Depressionen gibt. Wenn man immer wieder eins auf den Deckel bekommt, muss man sich nicht wundern, daß ein Teil der Bevölkerung in Depressionen ausbricht. Eine gewisse Toleranz hat jeder Mensch. Aber irgendwann ist eben Schluß.

Mit so einer Entdeckung wird die Toleranz nach oben gedrückt, damit die Leute noch mehr ertragen können. Aber das hat bestimmt auch seine Grenzen. Ein Nerv, der überreizt ist, reagiert nicht mehr.
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15.09.2010 09:54 Uhr von aggromon
 
+1 | -0
 
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Ich bin zwar wirklich begeistert davon, dass man: immer mehr über die Funktionalität des Gehirns herausfindet und mittlerweile sogar manipulative Eingriffe möglich sind, aber solche, für uns rein negativen Zustände wie Depressionen sind wichtig, um uns erkennen zu lassen, dass wir so nicht weiterleben sollten und uns lieber überlegen sollten, was man ändern kann, um sie los zu werden.
Leider ändert sich der Mensch meistens nicht und greift anstelle dessen zu Alkohol und Drogen.
Jetzt hat man zwar eine wahrscheinlich gesündere, aber sicher auch teurere Alternative gefunden, aber Probleme werden damit trotzdem nicht gelöst und kommen jeden Tag aufs neue wieder.

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