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Optogramme - Abbilder des letzten Blicks vor dem Tod eines Lebewesens

Die Optografie ist seit ihren Anfängen Mitte des 17. Jahrhunderts ein wissenschaftliches Grenzgebiet. Sie beschäftigt sich mit den letzten Bildern, die ein Lebewesen vor dessen Tod sieht - das ist möglich, weil der letzte optische Sinneseindruck auf der Netzhaut der Augen eingeprägt werden kann.

Die ersten Untersuchungen in diese Richtung unternahm ein Jesuitenpater im 17. Jahrhundert. Tiefer gehende, medizinische Experimente wurden in den 1870er Jahren von Fritz Boll und Wilhelm Kühne durchgeführt. Letzterer zeichnete damals auch die ersten so genannten Optogramme - Abbilder der Netzhaut.

Die Versuche wurden zwischen 1970 und 1997 wiederholt - mit demselben Ergebnis: Auf der Netzhaut zeigten sich die schemenhaften Abbilder des letzten Bildes, das die Tiere - in diesem Fall Kaninchen - vor ihrem Tod sahen. Das einzige gesicherte Optogramm von einem Menschen stammt aus dem Jahr 1880.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Tod, Netzhaut, Optogramm, Optography
Quelle: artandevents.mediaquell.com

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.09.2010 17:17 Uhr von alphanova
 
+37 | -5
 
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Der Artikel ist hochinteressant, auch wenn man beim Lesen vielleicht ein bisschen Gänsehaut bekommt.

Für kriminalistische Zwecke sind solche Untersuchungen allerdings weniger geeignet, weil sie direkt nach dem Tod durchgeführt werden müssen und auch keine klaren Bilder liefern, sondern nur Umrisse.
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12.09.2010 17:40 Uhr von CyberAgeNRW
 
+21 | -11
 
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in zukunft wird das verfahren vielleicht doch dazu beitragen, verbrechen aufzuklären. mit fingerabdrücken und DNA-tests fing es auch mit versuchen an und heute gehöhren diese verfahren zum standard!
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12.09.2010 18:00 Uhr von EduFreak
 
+63 | -3
 
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das sowas tatsächlich möglich ist. hielt ich fürn hollywood-märchen ("wild wild west")
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12.09.2010 18:29 Uhr von Sakura.
 
+5 | -4
 
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Eigentlich ein interessantes Themengebiet in der Naturwissenschaft. Da aber die Versuche bislang nie eindeutige Ergebnisse lieferten, eher nur schemenhafte Abbildungen, gehört der letzte Blick vor dem Tod in die Kunst mit rein.

Alles in allem wiegesagt interessant, auch wenn für die Aufklärung von Morde dieses Verfahren wohl eher weniger geeignet sein wird, da die Belichtung mind. 3 Minuten dauern muss und anschließend in kürzester Zeit der Augapfel bearbeitet werden müsste.

Aber das ist schon sehr lange bekannt und wie in der "news" steht, wurden letzte Versuche 1997 gemacht, daher frage ich mich gerade, was daran "neu" ist?

Das Verfahren ist alt, die Versuche lange her... suche gerade die Neuigkeit daran ; )
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12.09.2010 18:57 Uhr von H-Star
 
+19 | -2
 
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eher unsinn als nützlich: zitat spiegel:
Der Versuch war gelungen, zumindest aus wissenschaftlicher Sicht. Den Kriminalisten mussten die Ophthalmologen jedoch enttäuschen. Die Belichtungszeiten waren zu lange, die erforderliche Lichtintensität zu hoch, und die Optogramme zu kurzlebig. Ein Opfer müsste seinen Mörder in einem hellbeleuchteten Raum aus der Nähe anstarren, und nur wenn der Täter sofort die Blutzufuhr komplett unterbricht - den Anderen also köpft - und gleich das Licht ausmacht, hätte die Polizei zumindest theoretisch die Chance, auf der Netzhaut des Getöteten etwas erkennen zu können. Vorausgesetzt natürlich, sie findet die Leiche nur eine Viertelstunde nach der Tat.
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12.09.2010 21:50 Uhr von Earaendil
 
+5 | -3
 
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@sakura: für mich wars es neue,und ich wette für den ein oder anderen leser auch..da haste die "news" ;)
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12.09.2010 22:49 Uhr von TheBearez
 
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@Earendil: "für mich wars es neue,und ich wette für den ein oder anderen leser auch..da haste die "news" ;) "


Der Begriff "News" wird aber nicht auf die selektive Wahrnehmung bzw. Wissen zugeordnet, sondern der objektiven allgemeinen Aktualität.

Das heißt nur weil du etwas aus dem Jahre 1765 nicht kennst, ist es noch lange keine News. Es ist dann nur Wissen.


Und da sich SN als Newsportal abstempelt und nicht als Wissensportal, sollte es auch bei dem bleiben, was es vorgibt zu sein.
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12.09.2010 22:49 Uhr von Sakura.
 
+1 | -0
 
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@ Earaendil: Das macht das nicht unbedingt zu einer Neuigkeit. Im Prinzip wird das in der "News" selbst sogar gesagt, da es bereits seit dem 17. Jhd. bekannt ist. Selbst das hat man nicht heutzutage erst rausgefunden. Es ist eher ein kurzer Bericht über das Verfahren oder die Möglichkeit, aber keine Entdeckung.
Relativ gesehen wäre dann das Wort Quant nämlich auch eine News schon, denn sicherlich gibt es genug Menschen, die nicht wissen, was sich darunter verbirgt oder es gar bislang nie gehört haben.

Trotzalledem find ichs natürlich gut formuliert und ausgedrückt. Autor hat aufs Wichtigste Bezug genommen usw.
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12.09.2010 22:58 Uhr von Earaendil
 
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erbsenzähler :-P: ich versteh ja eure argumente..ich weiss,es ist nicht NEU...aber dennoch interessant...
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13.09.2010 11:57 Uhr von xenonatal
 
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Sehr interessant, aber: wo hat sich die NEWS versteckt ?
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13.09.2010 12:44 Uhr von borgdrone
 
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@CyberAgeNRW: neeee

es wird mehr Opfer ohne Augen geben
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13.09.2010 16:34 Uhr von Eckhaat
 
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Pah: ein völlig maskierter Täter reicht da schon. Was will man bei "schemenhaften Umrissen" denn dann noch erkennen.
Aber interessant zu wissen, das sowas generell möglich ist. Ich habe das auch immer unter das Thema "Urban Legends" abgetan.
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13.09.2010 17:36 Uhr von Retarder
 
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Augenscan: Man kann auch die letzte Fotokopie eines Kopierers nachträglich feststellen. Ist auch (expliziert in Geheimdiest-kreisen) schon seit Jahren bekannt.
Die elektrostatisch aufgeladene Negativtrommel wird erst mit der nachfolgenden Kopie gelöscht und neu mit Tonerpulver bestreut.
Aber durch die Digitalisierung können auch Fortschritte beim Menschen/Tieren bestimmt erfolgen.
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13.09.2010 17:44 Uhr von Shiophan
 
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Optogramme: das wäre ein Fortschritt, den wir brauchen können. Optimal, wenn wir es weiter entwickeln könnten.

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