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ARD-Test: Gesunde Frauen gingen zum Arzt - Sechs von zehn bekamen Antibiotika

Das ARD-Wirtschaftsmagazin "Plusminus" hat während eines Tests erschreckende Beobachtungen gemacht. Im entsprechenden Fall hat das Magazin gesunde Frauen wegen angeblicher Blasenbeschwerden zu Ärzten geschickt. Sechs von zehn Patientinnen wurde daraufhin auf Verdacht ein Antibiotikum verschrieben.

Dabei haben manche Ärzte sogar Urintests gemacht, die negativ ausgefallen sind. Sogar sogenannte "Reserveantibiotika" wurden verschrieben, die eigentlich nur eingesetzt werden, wenn andere Antibiotika nicht wirken.

Jetzt warnt das wissenschaftliche Institut der AOK, Wido, eindringlich vor dem leichtfertigen Verschreiben von Antibiotika, das verheerende Resistenzen verursacht. Der Infektionsspezialist Dr. Alexander Friedrich befürchtet den Nutzungsverlust von Antibiotika und fordert Mithilfe von der Politik.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Test, Arzt, ARD, Antibiotika, Verschreibung
Quelle: www.rp-online.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.09.2010 14:10 Uhr von mvb
 
+42 | -6
 
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Nichtmal: den Ärtzten kann man heute vertrauen...
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12.09.2010 14:22 Uhr von Dracultepes
 
+29 | -2
 
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Und hätte keine von 10 was gekriegt hätte PlusMinus die Story umgeschrieben zu:" Ärzte glauben ihren Patienten nichtmehr".

Der Test ist negativ und die Patientin die wahrscheinlich noch nicht negativ in erscheinung getreten ist sagt sie hat schmerzen. FÜr mich sind das eher gute Ärzte die dann handeln. Allerdings ist das mit den Reserveantis scheiße.
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12.09.2010 14:41 Uhr von Pils28
 
+30 | -0
 
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Belügt man seinen Arzt, kommt vermutlich eine: falsche Diagnose bei heraus. Und das eine Krankenkasse findet, dass weniger Arzneien verschrieben werden sollten, ist auch nicht verwunderlich.
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12.09.2010 14:45 Uhr von Susi222
 
+2 | -8
 
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Ich: verstehe nur nicht, warum du dir die Antibiotikum dann brav hast verschreiben lassen, sie in der Apotheke geholt hast und jetzt landen sie bei Dir im Müll. Das ändert doch an der ganzen Situation nichts. Also ich rede mit meinem Arzt, wenn ich hin gehe und sage ihm, wenn ich etwas nicht nehmen möchte....
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12.09.2010 14:54 Uhr von Dracultepes
 
+10 | -0
 
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@susi222: Er hat sie sich nicht geholt.
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12.09.2010 15:00 Uhr von Susi222
 
+2 | -5
 
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Okay, hast recht!!! Aber trotzdem verstehe ich nicht, dass er keinen Schneid gehabat hat zum Arzt zu sagen, dass er die nicht möchte! Wenn ich zum Arzt gehe (und das muss ich leider oft) Dann erhoffe ich mir richtig und echte Hilfe und das geht doch nur mit beiderseitigen offenen Diskussionen. !!! Außerdem, Warum war er denn dann beim Arzt, wenn er hinterher sowieso das tut , was er für richtig hält. Entderder man geht zum Arzt, weil man Hilfe brauacht, oder man geht nicht, weil man es selbst im Griff hat... Oder war das alles nur wegen der Krankschreibung?
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12.09.2010 15:05 Uhr von claeuschen
 
+17 | -0
 
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Die forschen Pharmaunternehmen empfehlen: Antibiotika zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot.
Was für Hühner und Schweine gut ist, kann für den gemeinen Kassenpatienten nicht verkehrt sein.
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12.09.2010 15:08 Uhr von XvT0x
 
+6 | -3
 
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UNGLAUBLICHER test...

wenn ich zum mediamarkt gehe und sage das meine grafikkarte kaputt ist bekomm ich auch ne neue grafikkarte... ein arzt kann nicht wissen wann ein patient lügt oder nicht...achja und:
@mvb
ärzte, schreibt man OHNE "t" zwischen r und z............
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12.09.2010 15:11 Uhr von Kater Carlo
 
+6 | -0
 
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@ Susi222: Meistens weiß man eh im voraus, dass der Arzt bei einer Erkältung nicht viel tun kann.
Man muss aber trotzdem hin, da man eine Krankmeldung für den Arbeitgeber braucht.

MfG

Carlo
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12.09.2010 15:45 Uhr von Jones111
 
+2 | -1
 
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Also ich denke mal, da müssen wir bald noch mal eine FDP-Reform bekommen. Die Ärzte und Krankenkassen bekommen zu wenig Geld, also müssen die normalgesunden Arbeitnehmer, die selten Probleme haben, überteuerte und unnötige Antibiotika bezahlen.

In jeder Arztpraxis sollten antibiotische Pillen wie Lutschbonbons verteilt werden, um unsere Gesundheit zu fördern.

P.S.: Ironie könnte teilweise und unabsichtlich enthalten sein ;-).

[ nachträglich editiert von Jones111 ]
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12.09.2010 16:18 Uhr von saber_
 
+6 | -1
 
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ich war mal beim arzt um paar ueberweisungen fuer eltern zu holen und hab ihn dabei auf eine sportverletzung angesprochen die ich mir zugezogen hab...

bei einer uebung hats in meinem brustkorb geschnalzt und danach war die haelfte des muskels weich wie sau und es tat weh.... hab alles geschildert wie es war und er hat einmal meinen arm nach hinten bewegt...

ich fragte ob es was schlimmeres waere oder ob ich einfach ein wenig den muskel ausruhen muss und es dann von alleine weggeht...

dann ist er kommentarlos zu seinem schreibtisch und hat die ueberweisungen unterschrieben und wohl auch ein rezept fuer mich...

paar tage spaeter kam meine mutter auf mich zu und sprach mich darauf an wofuer ich so starke schmerzmittel denn braeuchte....

anstatt mir einfach zu sagen das alles in ordnung sei und das da nichts schlimmeres passiert ist und das nach ner weile von alleine wieder verheilt (hat nen monat gedauert) gibt der mir einfach schmerzmittel:>
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12.09.2010 20:15 Uhr von rolf.w
 
+2 | -1
 
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Nunja: Was jetzt nicht in der Quelle steht, ist, zu welchen Ärzten die Frauen geschickt wurden. Da gibt es ja mehrere Möglichkeiten, da wäre der "einfache" Allgemeinmediziner/Hausarzt, oder der Frauenarzt, oder aber auch der Urologe. Der Hausarzt, nun, der kennt viele Möglichkeiten und sollte einen, bei einem unbestimmten Befund eigentlich weiter überweisen. Frauenärzte und Urologen sollten hier handfeste Befunde erbringen.
Auch ist in der Quelle nicht näher beschrieben, wie die Frauen ihre Blasenprobleme selbst diagnostiziert haben.
Bei einem unbestimmten Befund, hätte eigentlich eine Ultraschalluntersuchung und/oder eine Blasenspiegelung vorgenommen werden müssen.
Gerade, wenn die Urinproben negativ sind, hätte so verfahren werden müssen. Es könnten auch ganz andere Organe, zB. die Nieren für Probleme sorgen.
Aber betrachten wir das ganze doch mal aus der Sicht des Patienten.
Der geht zum Hausarzt und klagt sein Leid. Der Patient erwartet aber auch rasche Hilfe. Gerade bei bestehenden Schmerzen. Bei den Fachärzten wäre man zwar besser aufgehoben aber ohne Termin wird es schwierig, überhaupt den Arzt zu sehen, solange man sich nicht vor Schmerzen an der Rezeption krümmt.
Ich vermute hier auch, dass es die Testerinnen dem Arzt sehr leicht gemacht haben und keineswegs kritisch die Rezepte hinterfragten.
Wie jemand hier schon richtig schrieb, wenn man seinen Arzt belügt, darf man sich über Fehlentscheidungen nicht wundern.
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12.09.2010 21:08 Uhr von shadow#
 
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Was erwartet ihr eigentlich? Da kommen Frauen zu Arzt und beschreiben eine Blasenentzündung...
Eine Krankheit die relativ unproblematisch aber auch häufig ist, die wohl jeder beschreiben kann und gegen die nur Antibiotika helfen.
Wo ist das jetzt verwunderlich, oder gar schlimm, das 6 von 10 Frauen Medikamente bekommen?
Wenn ich meinem Arzt sage ich hab ne Blasenentzündung, geh ich auch mit Antibiotika nach Hause.

Das einzige das hier schlimm ist, ist die Geschichte mit den Reserveantibiotika.


@mvb
Was ist das denn für ein Unsinn?
Hier können, wenn überhaupt, die Ärzte ihren Patientinnen nicht mehr vertrauen!

@rolf.w
Überweisungen? Ultraschall auf dem du was genau sehen möchtest?
Eine Blasenspiegelung???
Alles was mir dazu einfällt ist eine Mischung aus "Weisst du eigentlich was das kostet?" und "Du hast sie doch nicht mehr alle!"...
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12.09.2010 21:53 Uhr von lamm78
 
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dat is nur die spitze des eisberges...

ps. am besten lassen sich privat versicherte ausnehmen.
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12.09.2010 22:08 Uhr von floridarolf
 
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bei welchem arzt waren denn die armen?bestimmt bei dr med taugenix dr med cannabis hätte bestimmt geholfen wenn man ihn lassen würde wer ironie findet darf 10 euro praxisgebür bezahlen DU BIST DEUTSCHLAND DU BIST LOBBYIST
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12.09.2010 22:31 Uhr von LocNar
 
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Genau so.... und Sagrotan für alle.

Heutzutage wird so viel gespritzt und zu 99.99% von Bakterien gereinigt (Quelle:Sagrotan ^^)..... wie sollen wir (und vor allem die Kinder) da noch eigene Antikörper bilden ???

Ich finde das Testergebnis erschreckend..... zum Glück habe ich einen Doc, der mir sogar Medikamente verweigert, zumal er von meiner Vorgeschichte weiss (egal jetzt...).
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13.09.2010 08:05 Uhr von PeterLustig2009
 
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@saber_: Schon lustig dass du zu jedem Thema ne Story nennen kannst in der du ebenfalls schlechte Erfahrungen gemacht hast :)

Und wenn ein Arzt nciht mit dir spricht frage ich mich wieso du dir das gefallen lässt und nciht mal nachfragst.

Also ich würd ja wissen wollen was mein Arzt mir verschreibt oder was er für ne Diagnose stellt
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13.09.2010 08:07 Uhr von PeterLustig2009
 
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@News: Was erwartet man denn.

Ich geh zum Arzt und sag ich hab dort und dort Schmerzen. Die Indizien sprechen für ne Blasenentzündung. Jeder halbwegs normal denkende muss in diesem Falle Antibiotika verschreiben!!

Lächerlich das jetzt negativ auszulegen
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13.09.2010 08:45 Uhr von The222do
 
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Um die klaffende Unwissenheit zu lindern 1. Antibiotikaresitenz versteht sich nicht als "Mauer/Blocker" der Antibiotika, sondern vielmehr als neue Bakterienpopulation. D.h. wenn 99 von 100 Bakterien das "BKN-Gen" haben und ein Bakterium das "BKA-Gen", dann wird das Antibiotika nach Schlüssel-Schloss-Prinzip das "BKN-Gen" vernichten. Wird nun eine ungünsitge Konstellation oder über einen langen zeitraum unkontrolliert viel von BKN-Killern eingesetzt, haben die BKA-Gen Träger (vorerst 1%) einen entscheidenden Evolutionsvorteil (sie überleben die antibiotika). Nach einiger Zeit wird sich das Verhälltniss in Richtung 50% BKN- zu 50% BKA-Gen wandeln, was bedeutet, dass wenn ein antibiotikum vorerst 50% der vorhandenen Zielgruppe zerschlug, es jetzt nicht mehr 50 von 100, sondern nur noch 25 von 50 (usw) Prozent zerstört.

2. Es gibt einen gewissen Anteil an "Gesunden Hausfrauen" welche sehr gerne beim Arzt sind - egal was auch immer für eine Erkrankung vorliegt. Jeder aus der Materie weiß, dass es auf der einen Seite die gibt die immer noch nicht beim Arzt sind selbst wenn ihr Leben ernsthaft bedroht scheint, während andere beim ersten Husten nicht nur in die Apotheke, sondern davor noch zu ihrem Hausarzt wandern.
Solche Leute hindern den Fluss des Planwirtschaftlichen Gesundheits-Prinzips, mit anderen Worten könnte der Arzt auch sagen: "Es gibt hier auch noch Patienten die tatsächlich Hilfe brauchen.."
Des weiteren gibt es viele Anzeichen die relativ sicher auf Bakteriellbedingte Krankheiten hinweisen. Die Situation sieht also wie folgt aus: Diagnose: "Es könnte eine Virusinfektion sein, aber auch eine bakteriell bedingte.. Das kann ich ihnen noch nicht sagen Frau Müller.
Am besten wäre es wenn wir abwarten und uns den Krankheitsverlauf anschauen, Frau Müller."
FR. Müller sagt: "Ich würde aber schon ganz gerne schnell wieder gesund werden" - Sie denkt "Der Sender soll ja auch was sehn für sein Geld"
Er sagt "Ich kann ihnen hierbei nicht gewährleisten, dass es überhaubt hilft, aber wahrscheinlich wird es helfen"
Er denkt "Im Wartezimmer sitzen noch Menschen die tatsächlich Hifle brauchen"

Keep that in mind folks.
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13.09.2010 14:28 Uhr von Hallominator
 
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Ja... und? Man sollte eben nur zum Arzt gehen, wenn man wirklich krank is... das weiß aber eigentlich jeder.
Mich erstaunt eher, dass 4 von 10 eben KEINE Antibiotika bekommen haben. Da scheint der Arzt wohl richtig untersucht zu haben und nich sinnlos drauf los Medikamente verteilt.
Is doch gut, oder nich? Ich hätte sonst gedacht, dass mindestens 9 von 10 Antibiotika bekommen
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13.09.2010 16:59 Uhr von PeterLustig2009
 
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@aspartem_gift: Und ein Bluttest der diese Ergebnisse liefert kann natürlich jeder Arzt in seiner Praxis machen nicht wahr :)
ROFL du bist fast noch besser als saber ;)


Wer ist denn schuld daran dass die Medien deswegen so ein Fass aufgemacht haben?? Und wenn es doch angeblich so gefruchtet hat, frage ich mich wieso so viel impfstoff unverbraucht vernichtet wird. Scheint ja richtig gut funktioniert zu haben wenn nur ein Bruchteil zur Impfung gegangen ist :P

Aber was red ich du schreist ja schon seit Jahren bei jeder News auf die Politiker. Scheint bei dir eher eine Frage des Neides anstatt eine Frage desr Überzeugung zu sein. Und vor allem wieder eine Verallgemeinerung. Bei wievielen Hausärzten warst du denn schon dass du ein allgemeines Bild zeichnen kannst??
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14.09.2010 22:23 Uhr von BaMeRo
 
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Ich habe mal eine Geschichte gelesen,
Ein Mann hatte ein Mückenstich und ist aufgrund von mehreren Fehldiagnosen gestorben.

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