12.09.10 11:29 Uhr
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Situation des Atomlagers Asse dramatischer als bisher angenommen

Nachdem man bisher davon ausging, dass sich im Atommülllager Asse ca. 1.300 Fässer mit mittelradioaktivem Müll lagern, muss diese Zahl nun dramatisch nach oben korrigiert werden. Denn es kommen noch ca. 14.800 Atommüllbehälter hinzu. Diese wurden als leicht radioaktiv deklariert, sind es aber nicht.

Außerdem liegen die Fässer auf verschiedenen Etagen. Diese Informationen wurden letzten Freitag durch den Abschlussbericht vom ehemaligen Betreiber des Atommüllagers Asse in Remlingen bei Wolfenbüttel bekannt.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) will ca. 126.000 Atommüllfässer aus der Asse holen (ShortNews berichtete). Da der Salzstock einsturzgefährdet ist und Wasser einzubrechen droht, sollen die Behälter ausgelagert werden.


WebReporter: ulkibaeri
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Situation, Asse, Fass, Atomlager
Quelle: www.kreiszeitung.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.09.2010 11:29 Uhr von ulkibaeri
 
+2 | -4
 
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Mann oh Mann was da wieder los ist. Zum Glück wohne ich nicht dort in der Gegend. Hoffentlich bekommen die den Müll da rechtzeitig raus, sonst steht den Leuten eine strahlende Zukunft bevor. hrhr
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12.09.2010 12:02 Uhr von usambara
 
+7 | -2
 
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eigentlich weiß man gar nicht, was die (Atom) -Industrie alles dort hat versenken lassen.
Zudem muss man wieder die verstrahlten Leichen zweier Atomtechniker bergen, die im Kernkraftwerk Gundremmingen im November 1975 ums Leben gekommen waren.
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12.09.2010 13:01 Uhr von uhlenkoeper
 
+8 | -1
 
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Im Gegensatz zu Dir, Ulkibaeri, habe ich nicht das Glück, woanders zu leben. Ich "genieße" diesen besonderen Lebensraum im Einzugsbreich von Asse, Schacht Konrad,Morsleben, Krümmel, Brunsbüttel und Gorleben. Alles im 100km-Umkreis von mir.

Mal ehrlich:
warum wundert sich eigentlich noch jemand, dass die Wendländer sich so vehement gegen Gorleben wehren ? Sie erleben doch seit über 20 Jahren, wie sie von der Atomwirtschaft und der Politik verarscht werden, wenn man sich mal die Leukämiefälle in der Elbmarsch anschaut. Und jetzt wieder, wenn man sich die immer neuen Hiobsbotschaften (oder genauer gesagt: das Aufdecken von Schweinereien im Verlauf der "normalen Einlagerung") bei der Asse anschaut.
Warum wundert sich eigentlich niemand, dass alle anderen, außer den Wendländern, heilfroh sind, wenn Gorleben und kein anderer Standort erkundet wird ? Jeder ist doch sich selbst der Nächste und heilfroh, den Dreck nicht selbst vor der eigenen Haustür zu haben, oder ?

Und noch mal ehrlich:
ich finde es megascheiße, dass diese Nachricht, die nicht nur die Menschen rund um Wolfenbüttel auf die Palme bringen sollte, so scheinbar niemanden mehr vom Sessel hochreißt.
In der Asse droht der Supergau mit Folgen für den gesamten Norddeutschen Raum. Und niemanden interessiert´s?

Leute, dann sind wir doch selbst schuld, wenn die Politik in Union mit der Atomlobby uns alle für doof verkaufen (wie auch grade letzte Woche mit dem Vorabkommen zwischen Regierung und Atomwirtschaft mal wieder belegt) und in eine strahlende Zukunft jagen ... Und uns (Steuerzahler) auch noch dafür löhnen lassen. Wenn nicht direkt, dann durch die Hintertür, denn wer kommt denn für die Folge- und Sanierungskosten der Asse auf ? Die Verursacher ? Nein, der Steuerzahler. Genauso wie bei vielen anderen Versicherungs- und Sicherheitskosten der Atomwirtschaft !
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12.09.2010 13:06 Uhr von maki
 
+6 | -4
 
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Was bin ich froh, dass die Atomtechnik im WESTEN: soooo sicher ist.
:-DDDDD

Naja, ist ja alles scheissegal, solange der Kapitalismus funktioniert und die Kohle höchst demokratisch aus Steuerzahlers Taschen ungebremst in die Geldsäcke der (mehrfach) menschenverachtenden Energiemafia strömt.
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12.09.2010 13:08 Uhr von tutnix
 
+4 | -0
 
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wo kommen die fässer eigentlich hin? wär ja mal interessant zu wissen.
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12.09.2010 13:30 Uhr von uhlenkoeper
 
+6 | -0
 
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@tutnix: Nachdem ursprünglich die Asse nur verfüllt werden sollte, sich dieses aber als zu unsicher herausstellte und die Angaben der damaligen Betreiber sich als heute als nicht vertrauenswürdig herausstellten, ist jetzt beabsichtigt, die Fässer zu bergen und im 20km entfernten Schacht Konrad endzulagern ...

Für die Rückholung ist ein Zeitraum von 10 Jahren eingeplant worden, die Kosten belaufen sich schätzungsweise auf 2 Milliarden Euro. Wobei BM Röttgen schon angekündigt hat, dass dieser Betrag wohl eher Richtung 4 Mrd. tendieren wird.
Meine Prognose ist: auch dieser Wert wird nicht ansatzweise ausreichen. Wetten ?
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12.09.2010 13:38 Uhr von ckh
 
+8 | -0
 
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L Ü G E N P A C K! Dieser schwäbische Schlachtruf sollte Allgemeingut werden. Jetzt ist doch so langsam genug, liebe Leute. Das wird alles schlicht und ergreifend untragbar!

Plötzlich tauchen zehn mal so viele Fässer auf WEIL SIE FALSCH DEKLARIERT WAREN!!! Warum rollen hier keine Köpfe? Für einen Kinderf***er fordern wir "Schwanz ab!" und "Lebenslänglich!". Der ruiniert das Leben von ein, zwei Kindern (ohne das relativieren zu wollen). Aber diese miesen Energieverbrecher ruinieren das Leben von tausenden Menschen AUF UNABSEHBARE ZEIT hinaus! Und die bekommen allerhöchstens Geldstrafen!

Wie sollen wir das unseren Kindern erklären?
"Äh, weißt Du, wir ham da nix dagegen gemacht, weil, hmm, das Fernsehprogramm war so vielseitig und unterhaltsam, und es gab so tolle Konsolenspiele. Und raus auf die Straße gehen und Demonstrieren, weißt Du, das war damals einfach nicht mehr so chic..."

Bleibt nur noch, mit Heine zu klagen: "Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht..."
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12.09.2010 13:59 Uhr von cav3man
 
+1 | -3
 
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Endlager: Wieso sind die Menschen in Führungspositionen eigentlich immer so beschränkt? (naja okay fast immer)

Es gibt glaube ich heute nur eine "halbwegs" vernünftige Lösung für Atommüll. Verglasen und einbetonieren direkt am AKW. Das ist halbwegs günstig, sicher und wenn man mal eine endgültige Lösung findet kann man das Zeug einfacher dahin bringen.

Falls irgendjemand weiß ob die Methode die ich angeprochen habe auch größere Probleme aufweißt, würd ich mich über konstruktive Kritik freuen.

[ nachträglich editiert von cav3man ]
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12.09.2010 14:06 Uhr von cav3man
 
+3 | -1
 
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Frühere Methode: Sorry für den Doppelpost.. aber das wollte ioch noch loswerden.

Viele wissen das gar nicht, aber ratet mal wo der Atommüll früher gelagert wurde?
Der wurde einfach ins Meer geworfen. Nach Schätzungen mehrere millionen Tonnen.
Glücklicherweise ist es heute verboten Atommüll ins Meer zu werfen... von einem Schiff aus.
Daher wird das jetzt einfach per Pipeline gemacht.
Im französischen Wiederaufbereitungslager zB werden jährlich 500 millionen Liter radioaktives Abwasser in den Golfstrom geleitet... völlig legal.
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12.09.2010 17:44 Uhr von SXMPanther
 
+5 | -0
 
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Warum: überrascht es mich jetzt nicht so etwas zu lesen?
Ihr habt wohl vergessen wer als Umweltministerin in Asse Schindluder getrieben hat? War das nicht eine Frau Angela Merkel die ihr heute Bundeskanzlerin schimpft? Mittlerweile sind die Kraftwerksbetreiber ja nicht mehr für Asse zuständig, sondern die Bundesregierung. Jetzt kommt auf einmal raus wer da wo und wie geschlampt hat. Aber ist doch sowieso egal, die Kosten übernimmt sowieso der Steuerzahler.

Ihr solltet verdammt nochmal euren Arsch aus dem Sessel heben und dem Politikerpack in Berlin zeigen das ihr es leid seid ständig verarscht zu werden. Stattdessen lamentiert ihr wieder rum und es passiert nichts.

Wer hat denn den Atomkonsens ausgehandelt? Wars die Bundesregierung? Nein, es war nicht die Regierung, es war die Wirtschaft. Die Regierung darf jetzt dafür bluten und ihr werdet dafür gemolken. Steht endlich auf und tut einmal was gegen diese Vetternwirtschaft anstatt vor dem Fernseher zu sitzen und euch verblöden zu lassen.

Alle 4 Jahre dürft ihr wählen wer euch verarscht. Der Kurs ändert sich trotzdem nie. Da hilft keine Linke und keine Rechte, die werden alle von der Wirtschaft geschmiert.

BRD = Bananen Republik Deutschland.
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03.10.2010 09:22 Uhr von mort76
 
+0 | -0
 
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SXMpanther, dafür blutet ganz sicher NICHT unsere Regierung, sondern in erster Linie die Wendländer und in zweiter Linie die Steuerzahler.

Und sogar das Schmiergeld für dieses Gesocks kommt per Stromrechnung aus unserer Tasche, schließlich hat sich schonmal jemand von dem Verein verplappert und verraten, daß die Herrschaften über die hohen Strompreise eine Kriegskasse füllen, um für den Atomausstieg gerüstet zu sein, bzw. wohl eher, um ihn zu verhindern.
Und das hat ja nun offensichtlich auch funktioniert...

Ich vermute mal, daß IM Erika aka Angela Merkel auch absolut erpreßbar ist- entweder mit Asse oder ihrer Stasi-Vergangenheit.

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