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IG Metall fordert drei Prozent höhere Löhne für Beschäftigte

Die Gewerkschaften sind der Meinung, dass die Konjunktur sich so gut entwickelt hat, dass die Arbeitnehmer dies durch Lohnerhöhungen zu spüren bekommen sollen. Der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber will diesbezüglich harte Tarifverhandlungen führen. Rückendeckung erhält er von Peter Bofinger.

Der berühmte Ökonome ermutigte Huber zu dieser Handlung. Eine Lohnsteigerung von drei Prozent wird angestrebt. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln, sieht das hingegen anders. Der Konjunktureinbruch wird bis Jahresende lediglich zu 80 Prozent wett gemacht sein.

Lohnerhöhungen stünden also gar nicht zur Debatte. Berthold Huber forderte indes etwas gegen die Einkommensschieflage zu unternehmen: "Eine der Ursachen für den Lohnrückstand in Deutschland liegt in der skandalösen Ausweitung des Niedriglohnsektors durch prekäre Arbeitsverhältnisse wie Leiharbeit."


WebReporter: Crushial
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Prozent, Forderung, Beschäftigte, IG Metall, Lohnerhöhung
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.09.2010 18:22 Uhr von Klassenfeind
 
+7 | -5
 
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Dieses Prozent gelaber: nervt !!!

Könnte man nicht sagen ....100 € für jeden, statt 2komma weiß ich nicht ...für jeden....da freuen sich nur und ausschließlich die Gutverdiener...
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11.09.2010 19:37 Uhr von SXMPanther
 
+7 | -1
 
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Er fordert: 3% Lohnerhöhung für die Beschäftigten...
Bei einer Forderung von 3% angefangen enden die Tarifverhandlungen ungefähr bei einer Lohnerhöhung von 2,1 bis 2,3% + Einmalzahlungen. Die durchschnittliche Inflation in Deutschland liegt bei 2,5%. Somit ergibt sich aus der Lohnerhöhung eine Lohnkürzung um 0,4%.
Entweder sind die Gewerkschaften zu doof zum rechnen, oder sie kriechen den Arbeitgebern in den Allerwertesten. Mal davon abgesehen das die erzielten Lohnerhöhungen der IG Metall als Vorreiter für andere Branchen dienen.
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11.09.2010 19:39 Uhr von koelnerjunge
 
+1 | -0
 
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Lohnerhöhung direkt wenn es mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht mehr Einkommen = höhere Kaufkraft.
Ich habe bis vor Kurzem bei einer Leihfirma gearbeitet und so genauso viel verdient wie jeder andere. Es gibt natürlich auch schwarze Schafe unter den Leihfirmen die gibt es aber auch eben so bei festangestellten.
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12.09.2010 00:08 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -3
 
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3 Prozent sind ein Witz SXMPanther hat völlig recht, wenn die mit 3 Prozent in die Verhandlungen gehen, muß man froh sein, wenn vor dem Komma dann entgültig eine 2 steht.

Kein Wunder, dass in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt so niedrig ist, die Leute können sich bei solchen "Lohnerhöhungen" ja immer weniger leisten...

Was soll der Blödsinn, Herr Huber?

Andere Gewerkschaften gehen doch auch mit 6 Prozent in die Verhandlung, alles unter 4 Prozent Endergebnis ist lächerlich.



@Klassenfeind:
Ja, super Vorschlag. Nennst du das soziale Gerechtigkeit?
Warum verdient nicht gleich jeder das selbe? Einheitslohn für alle als Konsequenz?

Naja, wer nicht Prozentrechnen kann...
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12.09.2010 00:09 Uhr von lamm78
 
+1 | -0
 
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ein nebeneffeckt von sklavenarbeit, damit hatten auch schon die römer zu kämpfen. die lösung dafür war einfach "KRIEG"

ma schauen wo wer einfallen ich tip auf afrika is nah koennten viele flüchtlinge herkommen und die ham bodenschätze.
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12.09.2010 00:34 Uhr von GLOTIS2006
 
+2 | -1
 
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Die durchschnittliche Inflation in Deutschland liegt eben gerade NICHT bei rund 2% wie hier und da behauptet wird. Bei Durchschlagen des außerordentlichen Geldmengenwachstums bis zum Bar- und Giralgeld reden wir hier von einem Wert von nicht unter 9% p.a. und wenn man sich mal die durchschnittliche Diätenerhöhung unserer Volksvertreter anschaut, dann weiß man sofort, dass diese einerseits die wahre Zahl kennen und zweitens, dass ich Recht habe, denn diese beträgt ebenfalls rund 9% p.a.

Wer hätte das gedacht. Da machen diese paar Prozent Lohnforderung gar nichts aus. Wenn, dann sollte man lieber 12% fordern, aber das würde unser System zusammen brechen lassen...
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12.09.2010 17:14 Uhr von speculator
 
+0 | -0
 
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Machtfrage: Natürlich wären höhere Erhöhungen angebracht!
- Aber wer soll die durchsetzen?
- Wie viele derer, die diese News lesen und kommentieren, sind Gewerkschaftsmitglieder?
- Wie ist es denn um die Streik- und Demonstrationsbereitschaft der Beschäftigten bestellt?

- Und dann sitzen die Gewerkschafter den Bossen gegenüber, die nicht nur drohen können mit Standortverlagerung, Outsourcing, Rationalisierung...

- Und wer unterstützt die Verhandlungsführer der Gewerkschaften aktiv mit Mitgliedsbeiträgen, Protest- und Streikbereitschaft und gewerkschaftlicher Mitarbeit? Letztlich wahrscheinlich keine 10% der Belegschaften, während die großen Unternehmen perfekt und zu nahezu 100% organisiert sind.

Echt: jeder der besser zu wissen meint, was man verlangen und kriegen kann, der hätte das auf der Mitgliederversammlung sagen sollen, bei der es um die Höhe der Forderungen ging!

Muss ich bloß bei uns schauen: zwar rund ein Drittel der rund 1000-köpfigen Belegschaft organisiert, aber bei den Mitgliederversammlungen lassen sich keine 20 Mann blicken... -unmittelbar im Anschluss an die Arbeitszeit und in unmittelbarer Nähe des Beschäftigungsortes.
- Und die Nicht-Mitglieder sind die ersten die kommen und fragen: müssts nicht bald mal wieder ne Lohnerhöhung geben?

Edit:
Wenns nach mir ginge, würden Tarifverträge und Tariflöhne nur für Gewerkschaftsmitglieder gelten und alle Nicht-Mitglieder sollten ihre Verträge beim Vorstellungsgespräch selbst+alleine aushandeln, dann wären wir endlich zu 100% organisiert und könnten für alle viel mehr erreichen...

[ nachträglich editiert von speculator ]
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21.09.2010 11:47 Uhr von marktwirtschaft
 
+1 | -0
 
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@Jolly.Roger: Leider kannst DU anscheinend keine Prozentrechnung denn Klassenfeind hat es, zwar verkürzt, aber im Prinzip richtig erkannt. Was eine Erhöhung um einen Eurobetrag mit Einheitslohn zu tun hat kannst du ja mal gerne erläutern. Der Abstand der einzelnen Lohngruppen bleibt doch gleich, wenn wie in seinem Beispiel, jeder 100,- mehr erhält.

Und genau darin würde der Vorteil liegen. Denn bei einer Lohnsteierung in Prozent, sagen wir der Einfachhalt 5%, erhält derjenige mit 1000,- Euro Lohn 50,- Euro mehr der mit 4000,- Euro allerdings bereits 200,- Euro mehr. Jetzt erklär mal wie der mit dem höheren Lohn seine Leistung um das 4-fache gegenüber dem mit geringerem Lohn gesteigert hat. Toll die Prozentrechnung! Hört sich fair an 5% für alle, ist es aber nicht. Der Abstand zwischen den Lohngruppen wächst und hat nichts mit der erbrachten Leistung zu tun.

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