Forschern gelingt es einfache Gedanken eines Patienten aus dem Gehirn abzulesen
Als "Locked-in" wird ein Zustand bezeichnet, bei dem die Muskeln eines Menschen vom Gehirn nicht mehr angesprochen werden können. Aber auch alle gängigen direkten Kommunikationsmöglichkeiten wie Mimik, Gestik und Sprache sind muskelabhängig und somit für solche Personen ein Ding der Unmöglichkeit.
Forscher haben es jetzt aber geschafft, bei einem Epilepsie-Patienten über Elektroden die Hirnströme direkt am Denkorgan abzulesen. Daraus wurde eine Art Lexikon geschaffen, mit dem sich einfache Gedanken lesen lassen. Man kann verschiedene Begriffe wie "ja", "nein" oder "hungrig" unterscheiden.
In zwei bis drei Jahren soll diese Technik schwer gelähmten Menschen eine Art der Kommunikation ermöglichen. Die Trefferquote für die Wörter ist besser als man es durch raten erwarten würde, muss aber trotzdem noch weiter ausgebaut werden. Man plant demnächst die Anzahl der Elektroden zu erhöhen.