Kosmischer Kannibalismus: Astronomen beobachten Spiralgalaxienwachstum
Spiralgalaxien, wie die Milchstraße, wachsen durch Einverleibung von Zwerggalaxien. Diese werden dabei stark verformt, sodass Sternströme um die größere Galaxie entstehen. In Zeiträumen von Milliarden von Jahren verändern sich diese Sternströme, bis sie komplett mit der Spiralgalaxie fusionieren.
Eine Forschergruppe aus Heidelberg hat solche Sternformationen nun auch bei anderen Galaxien gefunden. Die Astronomen benutzten dabei drei Teleskope, um damit bis bis zu 50 Millionen Lichtjahre entfernte Objekte zu beobachten. Die besagten Vorgänge kennt man von der Milchstraße seit über zehn Jahren.
Das Forschungsergebnis kann Aufschluss über die Häufigkeit von Verschmelzungen solcher Galaxien geben. Damit kann man dann die bereits vorhandenen Modelle zur Evolution der Galaxien überprüfen. Diese müssen die Fusionsrate, welche die Forscher bestimmen, natürlich korrekt reproduzieren können.