08.09.10 11:13 Uhr
 3.570
 

Prototyp einer Kunststoff-Felge entwickelt

Das Fraunhofer-Institut hat eine neuartige Felge auf Basis von SMC-Kunststoffen (Sheet Moulding Compound) gefertigt und getestet. Dabei erreichten die Forscher eine Gewichtsersparnis von bis zu 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Alu- oder Stahl-Felgen. Die relative Festigkeit sei dabei höher.

SMC ist ein Kunststoff auf Duromer-Basis, der mit Glaslangfasern verstärkt wurde. Diese Technik ist in der Automobilherstellung nicht neu, bisher wurden allerdings nur Verkleidungen für Türen, Motorhauben oder Heckablagen mit dieser Methode gefertigt.

Bei ersten Tests zeigten sich die neuartigen Felgen gegenüber Aluminiumrädern deutlich überlegen. Auch bei Kratzern oder Bordsteinremplern schnitten sie nicht schlechter ab als herkömmliche Felgen. Die Anfälligkeit gegenüber Witterungs- und Umwelteinflüssen müsse allerdings noch untersucht werden.


WebReporter: Jolly.Roger
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Auto, Forscher, Entwicklung, Prototyp, Kunststoff, Felge
Quelle: auto.t-online.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Studie: AfD-Wähler sind keine Abgehängten, sondern einfach radikal rechts
London: Fettberg in Kanalisation soll in Biodiesel umgewandelt werden
Kunststoffe mithilfe von Enzym aus Algen synthetisierbar

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
08.09.2010 11:13 Uhr von Jolly.Roger
 
+11 | -1
 
ANZEIGEN
Eine weitere Gewichtsersparnis von 30 Prozent würde dem Komfort zu gute kommen, je geringer die ungefederten Massen sind, desto besser.
Stabil genug scheinen die Dinger auch zu sein.

Die Optik ist noch etwas ungewöhnlich (siehe Bild), aber die Felgen können ja beliebig lackiert werden.
Kommentar ansehen
08.09.2010 11:28 Uhr von jaxdeluxe
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
sehrh interessant: ein serh Interessantes Forschungsgebiet und wie der Autor schon sagt, eine feine Sache im Hinblick auf Komfort und Gewichtersparniss.
Allerdings sollte man noch die Tests zu den genannten Witterungs- und Umweldeinflüssen abwarten, da Kunststoffe im allgemeinen nunmal teilweise recht stark auf Themperaturdifferenzen reagieren und so sehr schwankende Stoffeigenschaften besitzen.

[ nachträglich editiert von jaxdeluxe ]
Kommentar ansehen
08.09.2010 11:55 Uhr von Showtime85
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
Alter Hut: ein Felgenhersteller hatte Kunststofffelgen schon vor jahren in seinem Bestand. Leider gibts diese Felgen nicht mehr, aufgrund der Witterungseigenschaft. Bei denen lag aber die Gewichtsreduzierung bei knapp 50 %

Mal schauen wie Wetterständig die neuen SMC Felgen sind.
Kommentar ansehen
08.09.2010 13:04 Uhr von kingoftf
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
Wenn die: Kunststoffe dann durch Sonneneinstrahlung die Weichmacher verlieren und verspröden, dann werden die sehr bruchanfällig.
Genau daran scheitert es wohl noch.
Kommentar ansehen
08.09.2010 14:14 Uhr von Jolly.Roger
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
Weichmacher: "Genau daran scheitert es wohl noch. "

Nein, Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff...
Duromere können auch durch Hitze nicht mehr verformt werden. Deshalb werden sie im Haushalt auch z.B. als Hitzeschutz verwendet und auch im Motorraum findet man da etliche Teile. Die Heckklappe des 6er BMW Coupè ist z.B. aus SMC-Kunststoff hergestellt.

Das SMC-Material ist eben ein solches Duromer...
Die sind extrem Temperaturbeständig.
Kommentar ansehen
08.09.2010 14:44 Uhr von jaxdeluxe
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@ Jolly.Roger: Das stimmt, allerdings sind sind diese Kunstoffe meist sehr spröde oder habe ich das falsch im Hinterkopf?
Kommentar ansehen
08.09.2010 16:06 Uhr von Jolly.Roger
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@jaxdeluxe: "Das stimmt, allerdings sind sind diese Kunstoffe meist sehr spröde oder habe ich das falsch im Hinterkopf?"

Prinzipiell ist das schon richtig.
Die Harze werden sehr hart und spröde, deshalb mischt man ja auch die Fasern mit dazu, die machen das Ganze "weicher".

Man muß bei der Herstellung von SMC-Bauteilen sehr aufpassen. Die leichten Bestandteile wie das Harz oder die Zusätze fließen schneller als die Fasern. Deshalb kann es passieren, dass sich Bereiche ohne Fasern bilden, also Harzflächen. Und die können spröde werden und sogar abblättern. Man muß eben aufpassen, dass die Mischung überall gleich ist. Dann hast du ein sehr hartes und festes, aber nicht spödes, zerbrechliches Material.
Kommentar ansehen
08.09.2010 18:07 Uhr von SeriousCee
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
nicht schlecht: werden die denn auch billiger wie alu felgen oder kosten die auchn vermögen?
Kommentar ansehen
08.09.2010 18:24 Uhr von Jolly.Roger
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
Billiger? "werden die denn auch billiger wie alu felgen"

Ist die Frage ernst gemeint?
*hust*

Wenn wir viel, viel Glück haben sinken die Preise für Alu-Felgen.
Wobei der Rohstoff ja auch immer teurer wird, und die Energiekosten bei der Erzeugung erst.

Aber die neue Felge dürfte wohl kaum billiger als Alufelgen sein. Für so eine technologische Revolution!
Kommentar ansehen
09.09.2010 07:22 Uhr von jaxdeluxe
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@ Jolly.Roger: Danke für deine ausführliche Erklärung, bzgl der Sprödigkeit der SMC-Bauteile.

"Wenn wir viel, viel Glück haben sinken die Preise für Alu-Felgen."

Da würde ich allerdings nicht von ausgehen, da der Bedarf an Aluminium gerade in der Automobilindustrie immer mehr zunimmt (immer mehr Elektronikbauteile machen die Fahrzeuge schwerer, also muss an anderer Stelle Gewicht eingesparrt werden). Da Aluminium im vergleich zum Stahl vergleichsweise schwerer, bzw teurer herzustellen ist werden die Preise dort wohl nicht sinken (ähnlich wie bei Produkten aus Carbonfasern)
Kommentar ansehen
09.09.2010 11:12 Uhr von JesusSchmidt
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
so ein käse. ich verstehe nicht, warum man ein paar kilos bei felgen sparen will, wenn das auto sowieso 2 tonnen wiegt. die ersparnis bei alu-felgen geht ja schon in den bereich des lächerlichen. dafür verzichtet man auf die robustheit von gutem stahl? nee, danke. ich fahr auch mal auf feldwegen oder kopfsteinpflaster usw. alufelgen taugen nix. kunststoff dann wahrscheinlich noch weniger.
Kommentar ansehen
12.09.2010 12:56 Uhr von wussie
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@JesusSchmidt: Äh, hast du jemals Physik gehabt? Schonmal was von Rotationsmasse gehört? Was meinst du wohl warum man Felgen aus Aluminium oder Magnesium macht?

Weniger Rotationsmasse im Antriebsstrang (Felgen gehören dazu) = mehr Leistung die man auf die Straße bringen kann.
Schon jetzt werden Schmiedefelgen wegen Gewichtseinsparung sehr teuer verkauft.
Wenn man das auch mit Kunststoff verwirklichen könnte, dann würde das sehr viel weniger kosten und vor allem noch mehr Gewicht einsparen.

Ich frage mich aber wieso die 3 Jahre an Forschungsgeldern in sowas stecken, wenn sie jetzt erst die Umwelteinflüsse testen, und das die 3 Jahre komplett zunichte machen kann. Da wollte jemand wohl einfach nur Geld haben...

[ nachträglich editiert von wussie ]
Kommentar ansehen
02.11.2010 15:07 Uhr von Seravan
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
ausserdem: durch die Verringerung der ungefederten Masse (Reifen,Bremsen, Radnabe etc) wird der Fahrkomfort und die Sicherheit erhöht. Wenn die Bauteile zu schwer sind können Sie nicht schnell genug abgedämpft werden was im Falle von Bodenwellen etc. zum Kontaktverlust zur Fahrbahn zur Folge hat.

Je geringer das Gewicht umso besser ist das Verhalten.

Refresh |<-- <-   1-13/13   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?