Genf: Direktor eines Islam-Zentrums rechtfertigt Steinigungsurteile mit Abschreckung
Hani Ramadan, Direktor von einem Schweizer Islam-Zentrum, rechtfertigt das Urteil gegen Sakineh Mohammadi Ashtiani. Er sieht darin eine abschreckende Wirkung und befürwortete damit das Steinigungsurteil. Die Iranerin war wegen Mordes und Ehebruchs zu dieser Strafe verurteilt worden.
Weltweit setzen sich Menschen für das Leben Ashtianis ein und fordern ihre Freilassung. Zweifelhaft ist auch wie das Urteil zustande kam. Es gibt keine Augenzeugen des Ehebruchs und auch keine Beweise für den Mord. Nach Menschenrechtsorganisationen soll das Geständnis durch Folter erzwungen worden sein.
Hani Ramadan bezeichnete schon im Jahre 2002 bei einem Interview Steinigungen bei Ehebruch als "göttliches Gesetz".