07.09.10 12:36 Uhr
 3.830
 

Rätsel um gewebezersetzende Wirkung von Vipernbissen gelöst

Vipern sind allesamt hochgiftig, jedoch bestehen Unterschiede in der Wirkung ihrer Bisse: Die Zersetzung des betroffenen Gewebes ist bei manchen Schlangenarten lokal beschränkt, während die Gewebeschäden bei anderen Arten deutlich umfangreicher sind und sogar ganze Körperteile umfassen können.

Dieser Sachverhalt war bislang rätselhaft, weil die Aminosäuresequenzen und auch die Struktur der Giftenzyme äußerst ähnlich sind. Klaus R. Liedl von der Universität Innsbruck hat in Kooperation mit zwei anderen Forschungsteams nun offenbar die Erklärung für die unterschiedlich starke Ausbreitung gefunden.

Er erstellte zunächst Computersimulationen auf Basis von kristallisierten Giftproteinen. Es zeigte sich, dass die Enzyme einen kleinen Bereich aufweisen, der mal mehr und mal weniger beweglich ist. Die agilere Variante verursacht Schäden am gesamten Körperteil - die unbeweglichere hat eine lokal begrenzte Wirkung.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Rätsel, Wirkung, Biss, Schlangengift, Gewebeschaden
Quelle: www.scinexx.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Wissenschaftler beendet die Theorie von Wasser auf dem Mars
Amerikanische Forscher haben bisher unbekannten Stoffwechselweg im Auge entdeckt
Menschlicher IQ sinkt seit 20 Jahren: Forscher vermutet Umwelthormone als Grund

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
07.09.2010 12:36 Uhr von alphanova
 
+24 | -2
 
ANZEIGEN
Wenn man das Bild anschaut, kann man gut nachvollziehen, dass diese Forschung enorm wichtig ist. Mit diesen Erkenntnissen könnten mittelfristig neue Medikamente entwickelt werden, welche die Ausbreitung der Gewebeschäden zumindest eindämmen.
Kommentar ansehen
07.09.2010 16:09 Uhr von Seb916
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
puh auf so ein heftiges Bild war ich nicht gefasst. Hatte Gott sei Dank gerade nicht gegessen.
Angesichts der heftigen Wirkung wäre es für die Betroffenen durchaus wünschenswert, wenn neue Erkenntnisse über die Heilung erlangt würden.
Kommentar ansehen
07.09.2010 16:37 Uhr von werwolf0815
 
+14 | -0
 
ANZEIGEN
oha: Das Bild zeigt kein Gewebenschaden sodern n Totalschaden...
Kommentar ansehen
07.09.2010 16:47 Uhr von daniel1xxx
 
+9 | -0
 
ANZEIGEN
Die Verletzung auf dem Bild wurde durch eine Terciopelo-Lanzenotter verursacht und jährlich sterben 125.000 an Schlangenbissen...
Kommentar ansehen
07.09.2010 22:43 Uhr von horus1024
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Biologische Waffe! der schlimsten Sorte!
Kommentar ansehen
08.09.2010 14:28 Uhr von Raginmund
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Interessante News: Eigentlich schon interessant. Frage nur wie hießen die anderen 2 Gruppen.

Ich meine es könnte später auch so heißen: Aus einem früheren Vipergiftexperiment, hat die Firma >Biowar< nun erfolgreich ein Biologisch vollständig abbaubaren Kampfstoff entwickelt das den Gegner sofort handlungsunfähig macht und ihn über eine Gewisse Zeit nicht sterben lässt sondern außerdem noch entsorgt...

Man soll ja nicht immer so schwarz sehen aber hier würde mir etwas mehr Transparenz schon gefallen.
Ist halt leider so das Entwicklungen selten nur positiv verwendet wurden.


[ nachträglich editiert von Raginmund ]

Refresh |<-- <-   1-6/6   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Pianist Justus Frantz trennt sich an Brotschneidemaschine Fingerkuppe ab
Auch nach Neuwahlen will FDP kein Jamaika-Bündnis
Hamburg: Oma verurteilt, die Enkelin in S-Bahn gewaltsam unter Rollator presste


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?