Großbritannien: Pastor verschaffte Personen durch 360 Scheinehen legalen Aufenthalt
Durch den "Verkauf" von Scheinehen hat ein britischer Pastor einer Reihe von Personen ohne Papiere die Berechtigung zum Aufenthalt verschafft. Aufgefallen war letztendlich ein gravierender Anstieg von Hochzeiten im Ort St.-Leonards-on-Sea um das Dreißigfache.
Der Fall ist in der Geschichte Großbritanniens bislang der größte seiner Art. Den Vorteil in der britischen Regelung, dass man bei einer anglikanischen Trauung keine zusätzlich standesamtliche Trauung absolvieren muss, nutzte der Pastor mit seinen beiden Komplizen aus.
So habe er gegen Zahlungen der zumeist aus Nigeria stammenden Immigranten, die Frauen aus Osteuropa heirateten, die für ihn und seine Komplizen einbringlichen Ehen geschlossen. Zusätzlich wuchsen die Einnahmen der Kirche im Halbjahr auf 22.000 Pfund. Alle drei Betrüger erhielten vier Jahre Haft.