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SPD: Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke wird bei Machtwechsel gekippt

Der hessische SPD-Vorsitzende und Chef der Energie-Kommission der Bundes-SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, hat angekündigt, dass nach einer eventuellen Regierungsübernahme nach den nächsten Bundestagswahlen die Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke zurückgenommen werden.

Schäfer-Gümbel sagte: "Wir halten klar am Atomausstieg fest, wie er im Jahr 2000 in einem Vertrag von den Stromkonzernen mit der Bundesregierung verabredet wurde."

Er kritisierte die Kernkraftwerksbetreiber als Vertragsbrecher. Ihr einziges Ziel ist es, Profite einzufahren, aber die Sicherheitsrisiken müssen alle tragen.


WebReporter: leerpe
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, Atomkraftwerk, Machtwechsel, Laufzeitverlängerung
Quelle: www.open-report.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.09.2010 08:21 Uhr von frederichards
 
+18 | -6
 
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AKWs bremsen den Fortschritt! Jetzt ist es schon soweit, das kleinere regionale Kraftwerke nicht gebaut werden können, weil die AKWs zuviel Strom herstellen, dessen Müll uns noch mind. 20000 Jahre beschäftigen wird.

Diese überholte Technologie ist geeignet, die breite moderne Stromgewinnung und deren Opimierung um Jahrzehnte zu verschieben auf Kosten der Bevölkerung, kein anderer zahlt die Lagerung der "ausgelutschten" Brennelemente, die aber noch alles andere verstrahlen, wenn man nicht ständig aufpasst.

Die Rücklagen dafür (Rückbau der AKWs), zu denen die Betreiber verdonnert wurden in den 70er Jahren, stecken sowieso irgendwo in Unternehmen fest und werden garantiert nicht freigesetzt, um den Rückbau abzuwickeln. Da heisst es dann wieder, Staat, du bist für den Rückbau zuständig, nicht die Betreiber!

Gibt es schon eine Petition/Unterschriftensammlung gegen die einseitig von der Regierung geplante Verlängerung der Laufzeiten für AKWs?

[ nachträglich editiert von frederichards ]
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06.09.2010 09:26 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+8 | -2
 
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Jaaaa klar: So wie die Studiengebühren in NRW ab zu schaffen!

[ nachträglich editiert von DesWahnsinnsFetteKuh ]
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06.09.2010 10:26 Uhr von quade34
 
+2 | -3
 
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Einen Strompreis: von über 30 Ct./kWh kann sich Gabriel und Konsorten leisten. Wir nicht!!!! Auch alle Waren und Dienstleistungen sind vom Strompreis abhängig. Was kostet dann die Straßenbahnfahrkarte? 10 €? Die haben schon 2000 nur Unsinn angerichtet.
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06.09.2010 10:28 Uhr von Thingol
 
+0 | -0
 
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@tsunami13: MOmentan steht Rot-Grün in den Umfragen bei 48%, oder so. Das reicht für die Mehrheit im Bundestag...
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06.09.2010 10:47 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+0 | -0
 
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@ Thingol: Das setzt aber Bundestagswahlen vorraus.
Wo aber die SPD die Mehrheit hat, ist der Bundesrat. Für den Fall, dass es sich bei dem Gesetz zur Laufzeitverlängerung von AKWs um ein zustimmungspflichtiges Gesetz handelt, und das tut es evtl., könnte es vom Bundesrat gekippt werden.
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06.09.2010 11:46 Uhr von manbearpig
 
+2 | -2
 
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Insel der Glückseilgen: Wenn wir mal folgendes ansehen,

http://de.wikipedia.org/...

kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke irgendeinen nennenswerten Einfluss auf die mit dem AKW-Betrieb einhergehenden Probleme hat.

Stattdessen wird alleine die deutsche Industrie und der Verbraucher unter höheren Strompreisen zu leiden haben, und wir Atomstrom aus Tschechien oder Frankreich einkaufen.

Solange mit nicht jemand nachweisen kann, dass die Problematik der Endlagerung mit der Menge des Atommülls wächst, ist dies für mich kein Argument für einen vorzeitigen Ausstieg.

Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir in Deutschland für die Grundlastversorgung insbesondere der Industrie keine Alternative zu Kernenergie und fossilen Brennstoffen. In Wahrheit haben wir eigentlich nur abgewartet und gehofft, wenn die AKWs abgeschaltet werden müssen, werden sich schon Alternativen finden. Diese sind momentan Stromimport und fossile Brennstoffe.

Die Stromkonzerne bauen derzeit kräftig bei unseren Nachbarländern an AKWs mit und werden die Gewinne dann halt im Ausland machen und den deutschen Stromkunden für seine ideologische Verblendung zahlen lassen.


[ nachträglich editiert von manbearpig ]
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06.09.2010 12:05 Uhr von quade34
 
+2 | -3
 
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Der Stromkunde: ist nicht ideologisch verblendet, sondern die Wind- und Sonnenanbeter der SPD und der Grünen.
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08.09.2010 10:26 Uhr von no_trespassing
 
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Was nützt uns allein der Ausstieg? Wenn die anderen neue Meiler hochziehen?
Das einzige, was man wirklich als Argument hernehmen kann, ist die Endlagerung. Alles andere ist in Deutschland gequirlte Scheiße.

Die Verblödung grassiert immer weiter. Bei Umweltideologien merkt man das besonders deutlich.

- Wassersparen: Völliger Unsinn! Das Wasser wird 1:1 dem Kreislauf wieder zugefügt. In einigen Gemeinden Ostdeutschlands wird sogar viel zu wenig Wasser verbracht (aufgrund der geringen Einwohnerzahl). Folge: Die Leitungen werden nicht mehr richtig durchspült, es können sich Keime bilden und Fäkalgestank zieht durch die Nebenstraßen.

Richtig ist: In Deutschland kann jeder so viel Wasser verbrauchen, wie er will. Wenn jemand einen Swimmingpool im Garten betreiben will, kann er das ohne schlechtes Gewissen tun.

- Stromsparen: Genauso völliger Mist. Man kann in Deutschland soviel Strom verbrauchen, wie man lustig ist, man muss es nur bezahlen können. Wenn ich so Aktionen in der Zeitung lese wie: Heute ist "Licht Aus"-Tag. Pünktlich um 8 Uhr abends machen alle in Deutschland gemeinsam das Licht aus, um Umweltbewusstsein zu zeigen, dann denk ich mir nur: Bei euch ist schon lange das Licht aus - im HIRN! :-)

Richtig ist: Außer, daß man einen abrupten Stromverbrauchsabbruch bewirkt, der evtl. dazu führt, dass die Kraftwerksbetreiber nicht schnell genug die Kapazitäten herunterfahren können und die ganze Chose zusammenbricht, bewirkt dieser tolle Aktionismus NullkommaNull.

- Biosprit: Erst als Alternative gepriesen, dann dank der guten Lobby der Ölkonzerne gebrandmarkt. Man würde Nahrungsmittel in den Tank füllen. Medienwirksam hat man gleich noch Bilder veröffentlicht, wo Kistenweise Weizenbrot im Kofferraum liegt: "Seht her, soviel Weizenbrot verfrisst das Auto!"

Richtig ist: In Deutschland hergestellter Biosprit ist nachhaltig und konkurriert nicht mit den Lebensmitteln. Nahrungsmittelüberschüsse wurden sowieso nie nach Afrika verfrachtet - schon allein wegen der Import- und Exportbestimmungen. Selbst gespendete Kleidung wird oft nicht verschifft, weil man in manchen europäischen Häfen keine Ausfuhrgenehmigung für das Zeug bekommt und manchmal in Afrika die Einfuhr verweigert wird (da muss dann oft mit viel Bakschisch nachgeholfen werden).

- Und Atommeiler: Deutsche Kraftwerke sind die sichersten der Welt. Siemens hat hier gewaltiges Know-How, das viele Arbeitsplätze sichert und schafft. Photovoltaik-Anlagen und Windräder mögen zwar eine gute Ergänzung sein, aber jeder kennt mittlerweile die Nachteile.
Ohne die festgelegten Strompreise und die Abnahmegarantie von 20 Cent pro kwh könnten sich die mit Windrad und Solar erzielten Energien niemals am freien Markt durchsetzen. Der Verbraucher ist dadurch stark belastet, denn vor 10 Jahren kostete die kwh noch 7 Cent, heute 20 und mehr. Von den Entsorgungskosten der stark schwermetallhaltigen Solaranlagen redet heute noch keiner.

Also - was haben wir davon, wenn wir aussteigen und andere ziehen dafür künftig 20 neue Meiler hoch? Macht eine Atomwolke vor der Landesgrenze halt?

Hier hat man eine Grafik mit den im Bau befindlichen und geplanten neuen Meilern nur in Europa:

http://wiwo.circ-it.de/...

20 geplante neue allein in Russland. 18 Stück sind im Bau.
5 sollen in Italien gebaut werden, 4 in Rumänien. Und das sind nur die in Europa. Die USA und China werden nochmal so viele hochziehen. Und der Iran entdeckt das Atomfeld erst.
Die Welt setzt ganz auf Atomstrom, wir erleben quasi eine weltweite Rennaisance dieser Energiegewinnung.
Dazu sagen die Grünen nix. Oder liest man irgendwo auch nur ein einziges Argument gegen die weltweite Errichtung von AKWs und den Nutzen, den Deutschland mit seinem Alleinausstieg daraus zieht? Die beschränken ihre Show auf Deutschland und die Verblödeten ziehen mit.

Auch wenn wir weltweit führende Technologien bei alternativen Energien entwickelt haben, spricht nichts dagegen, die sichersten Meiler solange weiter zu betreiben, bis man alternative Kraftwerke zur Verfügung hat. Kohlekraft ist keine Alternative.

[ nachträglich editiert von no_trespassing ]
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17.09.2010 16:30 Uhr von mort76
 
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tsunami, es mag dir entgangen sein, aber Rot-Grün liegt momentan sehr deutlich VOR Schwarz-Gelb, und daß die Grünen fast so stark sind wie die SPD, läßt in Bezug auf die AKWs sehr hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

Rot-Grün- 49%
Schwarz-Gelb- 37%

Und da wäre noch die Linkspartei mit 8,5%.

http://www.wahlrecht.de/...

Also, Hähme ist hier fehl am Platz.

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