Anklam/Vorpommern: Archäologen finden 1.400 Jahre alten Münzschatz in der Erde
Ein Team um Michael Schirren vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege hat in Anklam (Vorpommern) einen außergewöhnlich wertvollen Münzschatz entdeckt. Der Schatz war auf einem Acker vergraben und besteht hauptsächlich aus Silbermünzen bzw. Münzfragmenten und anderen Silbergegenständen.
Insgesamt konnten 82 Münzen und Münzfragmente geborgen werden, außerdem fand man einen silbernen Armreif und zwei Silberbarren. Die Münzen sind zwischen 1.200 und 1.400 Jahre alt und stammen aus damals sehr weit entfernten Regionen, beispielsweise dem heutigen Irak, Afghanistan und Nordafrika.
Die mit arabischen Schriftzeichen versehenen Münzen gelangten vermutlich über osteuropäische Handelsrouten nach Pommern, wo sie gegen Waren eingetauscht werden sollten. Warum ihr Besitzer sie stattdessen in dem Acker vergrub, ist aber noch unklar. Ein Grund könnte die Angst vor einem Überfall gewesen sein.