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Thilo Sarrazin warnt Bundespräsident Christian Wulff vor "Schauprozess"

"Der Bundespräsident wird sich genau überlegen, ob er eine Art politischen Schauprozess vollenden will, der anschließend von den Gerichten kassiert wird." sagte Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin in einem Interview mit der Zeitschrift "Focus".

In dem Interview äußert Sarrazin die Hoffnung, dass sich der Bundespräsident keinen politischen "Schnellschüssen" anschließen werde. Er erwarte von Christian Wulff eine vorherige Anhörung, bevor er eine Entscheidung trifft, zumal sich der Bundespräsident dem öffentlichen Diskurs verpflichtet habe.

Sarrazin ist weiterhin der Meinung, dass die Verfassungsrechtler eher auf seiner Seite stünden. Die Kritik der Bundeskanzlerin sieht er als Teil eines "Kesseltreibens", da seine Ansichten eine gewisse "Sprengkraft" in sich tragen. Seine Partei, die SPD, werde er nicht freiwillig verlassen.


WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bundespräsident, Thilo Sarrazin, Schauprozess
Quelle: www.finanznachrichten.de

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43 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.09.2010 12:33 Uhr von Teffteff
 
+20 | -87
 
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04.09.2010 12:52 Uhr von artefaktum
 
+31 | -5
 
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@Teffteff: >> Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass sich Thilo Sarrazin selbst zum Märtyrer machen will oder ihm die Fähigkeit abhanden gekommen ist auch nur ein einziges Wort der Versöhnung oder Relativierung zu äußern. <<

Ich wäre vor allem mal dafür, diesen Billigpathos des verfolgten Rufers in der Wüste kritisch zu hinterfragen (Sarrazin hinterfragt ja nach eigenem Bekunden auch gerne, mal sehen wie kritisch er da gegenüber sich selbst wäre)

Eine Entemotionalisierung hin zu mehr Sachlichkeit würde dieser Diskussion mal ganz gut tun.
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04.09.2010 13:04 Uhr von DieterKuhn
 
+43 | -6
 
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Sarrazin hat hier einfach recht: @TeffTeff
Er hat mehrmals ein gewisses Fehlverhalten eingeräumt, bspw. bei "Hart, aber Fair".
Kann man sich in der Mediathek der ARD nachträglich anschauen.

[ nachträglich editiert von DieterKuhn ]
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04.09.2010 13:06 Uhr von SXMPanther
 
+11 | -38
 
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04.09.2010 13:06 Uhr von Ned_Flanders
 
+17 | -6
 
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Alle Parteien halten sich meiner Meinung nach zu sehr bedeckt, was das Thema Thilo Sarrazin angeht.
Jetzt wäre doch die Möglichkeit von ganz rechts bis ganz links seine Stellung zu diesem Mann zu äußern. Die Bürger dieses Landes werden einfach mit Thilos Ansichten allein gelassen. Die Wortwechsel finden draußen auf der Straße statt.
Selbst Frau Merkel hat es lediglich mit Respekt zur Kenntnis genommen.

Ich wünsche mir einfach mehr Mut zu einem Pro oder Contra der Politiker. Von meinen nächsten Nachbarn, sei es draußen oder im Internet habe ich genug Meinungen gehört und gelesen.
Nun ist die Regierung und die Opposition dran !!!

[ nachträglich editiert von Ned_Flanders ]
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04.09.2010 13:13 Uhr von artefaktum
 
+27 | -1
 
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@XMPanther: "Märtyrer, auch Martyrer sind Menschen, die um des Bekenntnisses ihres Glaubens willen einen gewaltsamen Tod erdulden."

Ich glaube mal, das haben auch alle hier verstanden. Der Ausdruck wird im Deutschen allerdings auch gerne symbolisch gebraucht in Form von: Etwas für seine Überzeugung opfern (z.B. seinen Ruf).
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04.09.2010 13:16 Uhr von majastick
 
+29 | -2
 
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Ich hoffe: dass dieser Mann das erreicht was er sich jetzt vorstellt und damit all diesen Halunkenparteien eine Ohrfeige verpasst und dass sich Deutschland endlich mal wieder traut den Mund aufzumachen und zu sagen was hier Sache ist. Diese Politik richtet uns alle zu Grunde und muss unbedingt weg damit wir wieder eine echte Demokratie haben können wo eben nicht jeder der reinkommt geduldet wird und wo jeder sagen kann was er denkt!
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04.09.2010 13:17 Uhr von realsatire
 
+19 | -0
 
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@SXMPanther: Dann wäre die Richterin Heisig wohl als Märtyrerin einzuordnen, dagegen Sarrazin erst wenn er auch ums Leben kommt?

Zum Thema: Ich gehe davon aus, das Wulff nach kurzem Anstandszögern das Durchwinken wird, bei einer netten Tasse Sekt mit Angie.
Das Gericht wird dann zwar feststellen, das es nicht in Ordnung war ihn zu kündigen, aber durch bla und sülz das Vertrauensverhältnis massiv gestört ist, eine "kleine" Zahlung an Sarrazin und das Thema ist erledigt.
Seit wann urteilen Gerichte gegen die Regierung oder deren vertretenen Meinungen?

Wenn nach dem Parteiausschluss eine neue Partei von ihm gegründet werden sollte, werden neue Sachen gestartet, Überwachung durch Verfassungsschutz, immer wieder mal neue Vorwürfe gegen die Partei, "vergessene" Unterschriften, sehr viele ungültige Stimmen bei Wahlen etc.
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04.09.2010 13:26 Uhr von Alh
 
+25 | -5
 
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Hexenjagd: par excellence wird hier betrieben.
Nochmal: Sarrazin for President!
Meine Stimme hat er, weil er mit allem was er von sich gibt Recht hat.
Der Diskussionen bin ich leid, es wird Zeit zu handeln.
Wulff? Merkel? Gabriel? etc., alle in einen Sack und weg mit. Es wird Zeit für Volksabstimmungen und eine richtige Demokratie. Auf die jetztige Diktatur kann ich verzichten.
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04.09.2010 13:30 Uhr von artefaktum
 
+6 | -11
 
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@Alh: >> (...) eine richtige Demokratie <<

Zumindest für die, die die richtige Religion haben in deiner Demokratie. ;-)
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04.09.2010 13:40 Uhr von Götterspötter
 
+7 | -18
 
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04.09.2010 14:04 Uhr von Götterspötter
 
+3 | -16
 
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04.09.2010 14:04 Uhr von chitah
 
+8 | -18
 
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04.09.2010 14:30 Uhr von Wutanfall
 
+4 | -13
 
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Danke SPD: Das man so einen Querdenker in den Vorstand einer offziellen Institution der BRD steckt. Alles läuft auf ein Entscheid des Verfassungsgerichtes aus, aber lieber ein Ende mit Schrecken als auf Schrecken ohne Ende. Sarrazin würde weitermachen zum Schrecken für die SPD und für die Bundesbank.

Denn Sarrazin ist eine Gefahr für die SPD, denn durch die selbst verschuldete Einwanderungspolitik, auch gefördert durch die SPD(die von vielen Deutschen mit Migrationshintergrund) gewählt wird, kann man es sich einfach parteipolitisch nicht leisten so jemanden in den eigenen Reihen zu haben. Ob er nun richtig liegt oder nicht.

Sarrazin ist auch eine Gefahr für die Bundesbank, denn schließlich hat man einen Ruf, auch im Ausland, und dieser wird unweigerlich beschädigt wenn man einen kontroversen Ex-Politiker im Gremium hat der sich statt um finanzpolitische Angelegenheiten zu kümmern lieber Gedanken zur Einwanderung macht und diese provokativ unters Volk bringt.
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04.09.2010 14:45 Uhr von DieterKuhn
 
+4 | -3
 
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@MiaWuaschd: Du bist cool...:-)
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04.09.2010 14:54 Uhr von hofn4rr
 
+11 | -2
 
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@chitah: >> Ein Buch welches mit Zahlen arbeitet die anscheinend veraltet sind und in welchem bewusst(?) Entwicklungen der letzten Jahre ausgelassen werden weil sie seinen Thesen konträr laufen? <<

ihm wird in dem zusammenhang vorgeworfen, aus dem mikrozensus (statistisches bundesamt) von >2005< zitiert und abgeleitet zu haben.

davon abgesehen das ihm diesbezüglich nichts >falsches< aus dem jahr nachgewiesen werden konnte, bedienen sich seine kritiker auch nicht gerade von aktuellsten erhebungen (2007 - 2009).

zumal die art, wie die statistiken sich letztlich genau zusammensetzen, auch nicht jedes jahr gleich sind.

ähnlich der arbeitslosenstatistik, die man alle paar jahre nach belieben abändert, um künstlich den eindruck zu vermitteln, das die arbeitslosen doch immer weniger werden.

wegen dem aufschwung usw. ===>

das sarrazin, aber auch seine kritiker, unterschiedlich datierte erhebungen verwenden, um somit ihren standpunkt besser verkaufen zu können, dürfte ja klar sein.

p. s.
an der stelle möchte ich noch einmal an einen artikel der welt erinnern, mit vergleichsweise ähnlichen empörungspotential.
http://www.welt.de/...

caldwell:
>> In Deutschland ist die Zahl der zugezogenen Ausländer zwischen 1971 und 2000 um drei Millionen auf 7,5 Millionen gestiegen. Aber die Zahl der Berufstätigen aus dieser Gruppe blieb festgebacken bei zwei Millionen. 1973 waren 65 Prozent der Immigranten berufstätig, 1983 waren es nur noch 38 Prozent. Obendrein werden auch Zuwanderer alt und haben dann Anspruch auf Rentenzahlungen. Caldwell folgert: „Immigranten beanspruchen die Sozialsysteme mehr, als sie dazu beitragen.“ <<

auch in einer vermeintlichen demokratie, müsste es auch leuten wie sarrazin gestattet sein, wissenschaftler wie caldwell zu >zitieren<.
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04.09.2010 14:59 Uhr von Netznews
 
+7 | -7
 
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Ich persönlich finde schade, dass die akademischen und fleißigen Türken nie und nirgends wo erwähnt werden.

Und genau die werfen wir auch in einen Topf, wenn wir immer „DIE Türken“ sagen oder schreiben.

Mich persönlich haben viele deutschen überrascht, als ich erfuhr, dass Sie eine Türkische Abstammung haben.

Ich kenne genug Türkinnen, die kein Kopftuch tragen und selbst dagegen sind, wenn welche tragen.
Die kann man auch ruhig erwähnen und bei Ihren weiteren Integrations-Anstrengungen ermutigen.

Ich finde, wir sollten Sie nicht im Stich lassen und sagen vielleicht, 50% oder meinet wegen 60% der Türken müssen noch unsere Werte annehmen.

Übrigens, es sind nicht nur Türken und Araber, sondern auch andere Nationalitäten. Die können wir auch ruhig mal bei Namen nennen, wenn wir schon dabei sind.
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04.09.2010 15:34 Uhr von flokiel1991
 
+2 | -6
 
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Sarrazins aussagen: sind rechtlich nicht Falsch. Aber die gesamte Diskussion wirft ein schlechtes Bild auf Deutschland und allen beteiligten. Wäre das gesamte nicht so durch die Medien aufgebauscht worden, hätte das ganze niemanden interessiert und diese Konsequenzen wären niemals ergriffen worden.
Die Schlechte Presse hat der Bundesbank geschadet, auch wenn Sarrazin dafür gar nichts kann sondern nur Privat seine eigene Meinung zu der Welt vertritt.
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04.09.2010 15:44 Uhr von de_waesche
 
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typisch deutschland: sobald jemand etwas politisch inkorrektes sagt, wird von seiten der politik schnellstens alles daran gesetzt, diesen missstand zu unterbinden. geht es aber um bonuszahlungen etc., also die wirklichen missstände im system, dann wird widerum nur zögerlich und halbherzig dagegen vorgegangen. diese ganzen tabuthemen, die von sarrazin aufgegriffen wurden, gehören politisch enttabuisiert! dann würde sich nicht künstlich drüber aufgeregt. aber das kommt unseren lieben abgeordneten gerade recht - so können sie doch schön von den eigentlichen problemen ablenken.
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04.09.2010 15:57 Uhr von Netznews
 
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@Chrissi1205 hoffe, dass du Recht hast mit deiner Aussage, denn wir deutschen sind auch nicht alle gleich.

Wenn alle Menschen gleich wären, wäre ich glaube ich der Erste, der von der Klippe herunterhüpft.

Und ja, nur weil alle die Klippe runterspringen, muss man ja nicht selber runterhupfen.
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04.09.2010 16:23 Uhr von Alice_undergrounD
 
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eigentlich: kann wulff es sich nich erlauben, immerhin is er ja als bundespräsident auch dazu verpflichtet für die grundrechte, in diesem fall die meinungsfreiheit, einzutreten^^
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04.09.2010 17:06 Uhr von reihwie
 
+6 | -3
 
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hier hat sarrazin recht: der bundespräsident sollte sich genau überlegen was er hier entscheidet,denn sarazin hat einfach recht mit seinen äusserungen.
nur müsste er die gen-theorie vergessen
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04.09.2010 18:06 Uhr von tapay
 
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Meinungsfreiheit? Warum faseln so viele in diesem Zusammenhang von Meinungsfreiheit? Meines Wissens nach gibt es keine Ambitionen, das Buch auf den Index zu setzen und es bundesweit zu beschlagnahmen.

Wenn Sarrazin aus der SPD geworfen wird, das kann man nachvollziehen, denn sie ist die Partei der Arbeiter.

Wenn man in der Bundesbank glaubt, Sarrazins Äußerungen schaden dem Ansehen der Bundesbank, dann kann sie Maßnahmen einleiten, um dieses Ansehen wieder geradezurücken.

Und was Sarrazin da mit dem "Juden-Gen" verzapft, ist nun einmal mehr, als nur Blödsinn.

Man sollte bedenken, Rassismus fängt nicht erst bei der Herabsetzung an, sondern bei der kollektivistischen Zuschreibung von Charaktereigenschaften. Juden sind nicht "per se" intelligenter, ebenso wie Türken nicht "per se" dümmer sind. Und schon gar nicht aufgrund irgendwelcher Gene. Es gibt Bildungsprobleme, diese haben ihren Ursprung jedoch in Sozialisationsprozessen. Zu denen gehören übrigens sowohl kollektive Abgrenzungstendenzen als auch Ausgrenzungs/Diskriminierungstendenzen. Da muss sich jeder(!) Mensch für sich selbst an die eigene Nase fassen, ob das, was er tut, tatsächlich hilfreich ist. Kollektivistische Zuwandererschelte ist ebenso kontraproduktiv wie das Zurückziehen in eine Art Parallelgesellschaft(Was ich hier im Ruhrgebiet übrigens *beides* nur vereinzelt erkennen kann).
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04.09.2010 18:12 Uhr von floridarolf
 
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wer das liest ist doof
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04.09.2010 18:22 Uhr von farm666
 
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Kommt davon: wenn man seine meinung in Deutschland äussert!

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