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Lothringen: Neue Hanf-Plantagen sollen entstehen

Wie die Metzer Tageszeitung "Républicain Lorrain" berichtete, sollen in der Grenzregion zu Deutschland große Hanf-Plantagen entstehen.

Die Anbaufläche soll eine Größe von 2.500 Hektar haben. Dieser Hanf, auch Cannabis genannt, werde jedoch nur zur Herstellung von Fasern, Öl und Tierfutter genutzt. Denn Hanf sei vielseitig verwendbar und liefere ökologisch einwandfreie Materialien.

Im Mittelpunkt der neue Strategie steht eine neue Anlage zur Faserproduktion in der Grenzgemeinde Creutzwald. Diese soll ab 2011 12.000 Tonnen Hanfstroh verarbeiten können. Zudem entstehen 25 neue Arbeitsplätze. Bei dem Projekt sollen deutsche und französische Bauern teilnehmen.


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WebReporter: dp_sz
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bauer, Cannabis, Plantage, Anbau, Hanf
Quelle: www.sol.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.09.2010 09:22 Uhr von Strange00
 
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Also wäre "naschen" nicht sehr sinnvoll bzw. nutzlos.... ^^
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03.09.2010 09:25 Uhr von deewed
 
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da sieht man: wozu Hanf eigentlich alles taugt!
außerdem ist es weit aus "gesünder" wie Alkohol!
Die Wirtschaft profitiert der kleine Mann profitiert...was wollen wir mehr?

LEGALIZE it!
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03.09.2010 09:30 Uhr von SystemSlave
 
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Warum die Wunderpflanze Hanf verboten wurde 1: Hanf wurde in China schon seit langem genutzt. Er lieferte den Chinesen nicht nur wohlschmeckende und nahrhafte Samen, auch die Stängel mit ihren besonders langen und nahezu unverwüstlichen Fasern wusste man schon früh zu schätzen. Bereits im Shen nung pen Ts´ao king, einem vermutlich ungefähr zu Beginn unserer Zeitrechnung verfassten chinesischen medizinischen Text, beschreibt der Autor, wie Hanf als Heilmittel gegen Malaria, Rheuma und viele andere Unpässlichkeiten eingesetzt werden kann.

Über Indien und die antiken Hochkulturen im heutigen Irak trat der Hanf seinen Weg um die Welt an. In Europa sind die ältesten Funde ca. 5.500 Jahre alt und stammen aus dem Raum Eisenberg. Aus der Gegend des heutigen Litauen stammen Funde von Hanfsamen ca. 2500 v. Chr. und eines Hanffadens ca. 2300 v. Chr.

Die alten Griechen und ihre ägyptischen Nachbarn kleideten sich oft mit Hanf – Kleidung aus Hanfgewebe wird von Herodot (450 v. Chr.) erwähnt. Hanf und Flachs waren lange Zeit die wichtigsten Faserpflanzen Europas. Plinius der Ältere schreibt, dass Hanf Schmerzen lindere, und Pedanios Dioscurides berichtet von der Wirksamkeit des Saftes der Hanfsamen gegen Ohrenschmerzen. Vom Mittelalter bis in die Neuzeit wurden aus Hanf Mittel zur Linderung von Wehenkrämpfen und nachgeburtlichen Schmerzsymptomen gewonnen.

Es war von 1631 bis Anfang 1800 möglich die Steuern in Amerika mit Hanf zu zahlen.

Es war im 17. und 18. Jahrhundert verboten sich zu weigern Hanf anzupflanzen. Wer sich im Bundesstaat Virginia in den Jahren 1763 bis 1769 weigert Hanf anzupflanzen ging ins Gefängnis.

George Washington und Thomas Jefferson, die Gründerväter der Vereinigten Staaten, haben Hanf angepflanzt. Jefferson hat sogar Hanfsamen aus China über Europa in die USA geschmuggelt.

Benjamin Franklin besass einer der ersten Papierfabriken in Amerika die Hanf verarbeitete.

Über Tausende Jahre fuhren alle Schiffe auf den Weltmeeren mit Hanfseilen.

Bis 1820 wurden alle Stoffe, Bekleidung, Tischtücher, Betttücher, Vorhänge usw. aus Hanf gemacht, bis Webstühle für die Baumwolle eingeführt wurden.

Alle Schulbücher wurden aus Hanf oder Flachs bis 1880 gemacht.

Die erste Gutenberg-Bibel, dann Landkarten, die ersten Entwürfe der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten sowie die Verfassung wurden mit Papier aus Hanf geschrieben.

Die erste Kulturpflanze die in den USA angebaut wurde war Hanf. Im Jahre 1850 war das Rekordjahr für die Hanfernte und in Kentucky wurden alleine 40´000 Tonnen Hanf geerntet. Hanf war die meist verkaufte Feldfrucht bis ins 20. Jahrhundert.

Alle berühmten Künstler wie Rembrandt und Van Gogh haben ihre Bilder auf Hanfleinen gemalt.

Im Jahre 1916 hat die US-Regierung vorausgesagt, dass bis 1940 alle Papierformen aus Hanf hergestellt werden und es keinen Grund mehr gebe Bäume abzuholzen. Studien der Regierung zeigten, das 1 Morgen mit Hanf 4,1 Morgen mit Wald entsprach. Das Landwirtschaftsministerium plante ein entsprechendes Ausbauprogramm dafür.

Farben und Lacke wurden aus Hanfsamenöl bis 1937 gewonnen. 58´000 Tonnen Hanfsamen wurden in Amerika 1935 zur Farbherstellung verwendet.

Das erste Fliessbandauto von Henry Ford, das Model-T, wurde gebaut um mit Hanfbenzin zu fahren und die Karosserie des Autos war aus Hanf gefertigt. Auf seinem grossen Besitz wurde Ford mitten zwischen seinen Hanffeldern fotografiert. Das Auto „gewachsen aus der Erde“ hatte Plastikpaneelen aus Hanf, dessen Schlagfestigkeit 10 Mal stärker war als Stahlblech.



Hanf wurde im Jahre 1938 zur „Milliarden Dollar Feldfrucht“ ernannt, als das Geschäft mit Hanf die eine Milliarde Dollar überschritt.

Die Zeitschrift Mechanical Engineering hat in seiner Ausgabe vom Februar 1938 einen Artikel mit dem Titel „Die profitabelste und begehrenswerteste Feldfrucht im Anbau“ veröffentlicht. Dort stand, dass wenn Hanf mit modernster Technologie angebaut werden würde, es das wichtigste landwirtschaftliche Produkt der USA und sogar der ganzen Welt werden könnte.

Im Jahre 1942 brachte das US-Landwirtschaftsministerium einen 14-minütigen Propagandafilm heraus, "Hemp for Victory", in dem es die “patriotische Pflicht der amerikanischen Bauern” wäre, 350’000 Morgen Hanf pro Jahr für die Kriegsanstrengung anzupflanzen.
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03.09.2010 09:32 Uhr von SystemSlave
 
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Warum die Wunderpflanze Hanf verboten wurde 2: Alle Bauern wurden dazu verpflichtet den Film anzuschauen und mussten eine Bestätigung unterschreiben, sie hätten den Film gesehen. Bauern die zur Anpflanzung von Hanf bereit waren, wurden vom Kriegsdienst befreit, und ihre Familie ebenfalls, so wichtig war der US-Regierung der Hanf während des II. Weltkriegs. Für die Bauern war es paradox, denn vor und nach dem Krieg war Hanf verboten, obwohl es im Film mit den Worten gepriesen wurde:

„... als die griechischen Tempel noch neu waren, war Hanf bereits alt im Dienste der Menschheit. Über Tausende Jahre wurde diese Pflanze für Schnüre und Bekleidung in China und sonst wo im Osten verwendet. Über Jahrhunderte vor 1850, waren alle Schiffe die auf hohe See gingen mit Hanfseilen und Segeln betakelt. Für den Seemann, wie auch für den Henker, war Hanf unersetzbar …”

„... jetzt wo die Philippinen und Ostindien als Quelle für Hanf in den Händen der Japaner ist ... muss amerikanischer Hanf den Bedarf der Armee und der Marine, sowie der Industrie abdecken …”

“… die Marine hat schwindende Reserven. Wenn sie aufgebraucht sind, wird amerikanischer Hanf wieder zum Dienst erscheinen; Hanf um Schiffe zu vertäuen, Hanf für Zugseile, Hanf für Takelage und Ausrüstung; Hanf für unzählige Anwendungen in der Marine, auf Schiffen wie an Land. Genau wie in den Tagen als die „Old Ironside” auf dem Meer siegreich mit ihren Hanfsegeln fuhr. Hanf für den Sieg!“

Das US-Landwirtschaftsministerium bestätigte, dass der Hanfanbau nicht die Umwelt schädigt. Im Gegenteil. Sie kamen zum Schluss, Hanf produziert viermal mehr Zellstoff als Holz und vier bis siebenmal weniger Abfall.

“… die langen Wurzeln durchdringen und lockern das Erdreich und hinterlassen es in perfekten Zustand für die nächstjährige Anpflanzung. Die dichten Blätter und die Wuchshöhe von drei bis vier Meter verhindert alle Unkräuter.“

„Hanf, diese Feldfrucht kann unermesslich zur amerikanischen Landwirtschaft und Industrie beitragen.“

Später hat das US-Landwirtschaftministerium geleugnet jemals diesen Film in Auftrag gegeben zu haben, der den Hanf so lobte, bis zwei Kopien auftauchten und sie der Lüge überführte. Auch sie waren bereit die Vorteile des Hanfs zu unterdücken und sich der Konzernlobby und Drogenpolitik zu beugen, zum Nachteil der Landwirtschaft und des ganzen Landes.

Im Jahre 1930 hätte der Fortschritt bei den Landmaschinen, wenn man es auf Hanf angewendet hätte, eine industrielle Revolution ausgelöst. Millionen von neuen Arbeitsplätzen wären dadurch geschaffen worden mit Tausenden neuer Produkte.
Hätte man Hanf nicht verboten, hätte diese Wunderpflanze Amerika aus der grossen Depression geführt!
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03.09.2010 09:48 Uhr von Mario1985
 
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Das Hanf aus dem Die Hanffaser gewonnen wird, ist vom THC gehalt recht niedrig..... Cannabis umschreibt Hanf welches auch zum high werden durch Konsum geeignet wäre, das ist dieses hanf auf keinen Fall, da könnte man Kettenraucher werden vom dem Zeug und würde kaum eine Wirkung feststellen. Wobei das dann wohl bei einer Polizeikontrolle nachweisbar wäre.
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03.09.2010 11:53 Uhr von Hodenbeutel
 
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Sehr schön, Hanf ist eine unglaublich nützliche Pflanze aus der man so ziemlich alles herstellen kann (Kleidung, Seile, Papier, Medikamente..) und bietet dabei sogar noch vorteile gegenüber den "Normalen" Methoden der herstellung, so wächst eine Hanfpflanze sehr viel schneller als ein Baum, was bei der Papiergewinnung durchaus gut für unsere Wälder wäre wenn man derartige Projekte weiter ausbauen würde :)

Ich denke, es ist so langsam an der Zeit das die Menschen begreifen was für eine nützliche Pflanze Hanf ist, dabei spreche ich garnichtmal von Hanf als Rauschmittel.. wobei eine Legalisierung hier selbstredend auch angebracht wäre :)
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03.09.2010 12:12 Uhr von So_Icey_Boy
 
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Wer, wie, Gras: "Denn Hanf sei vielseitig verwendbar und liefere ökologisch einwandfreie Materialien."---- WOOORD!!!!

Und man kann es besteuern... na Deutschland, wär das nicht was..hmmm???

zwingt mich nicht meine eier in die mikrowelle zu heben und nach calfornien auszuwandern... denn eigentlich wohne ich ganz gerne hier in good old germany.
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03.09.2010 12:38 Uhr von U.R.Wankers
 
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Industriehanf: hat keine psychoaktive Wirkung und macht höchstens Kopfschmerzen.

Eine anspruchslose und hoch-ergiebige Industriepflanze, mit enormen Verwertungsmöglichkeiten, idiotischerweise mit extrem hohen Auflagen verbunden.
Ich habe mich mit einem Bauern unterhalten, der es anbaut: Genehmigungen und Ämterrennei, man muss das ganze einzäunen, etc pp, ein Riesen-Aufstand und hohe Kosten.
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03.09.2010 13:13 Uhr von MrKlein
 
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ach: schade... bei dem titel hab ich mich zwar gewundert aber doch gefreut^^
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03.09.2010 13:26 Uhr von SeriousK
 
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profesionell schaut das dann so aus: http://www.img-up.me/...
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03.09.2010 16:18 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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03.09.2010 17:57 Uhr von Dracultepes
 
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@DesWahnsinnsFetteKuh: Nur weil ihr euer Leben nicht geregelt gekriegt habt und einfach anfälliger für Süchte seid muss ich drauf verzichten?

Geile Einstellung.

Komischerweise ist in meinem Freundeskreis niemand der Cannabis missbraucht und keiner ist abhängig und depressiv ist auch keiner.

Ganz ehrlich, was juckt mich das andere damit nicht umgehen können, ich kann es und ich möcht es.

Es gibt viele die sind Computersüchtig und ja sogar Fernsehsüchtige kenne ich. Verbieten wir die jetzt deswegen?
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03.09.2010 18:41 Uhr von Hodenbeutel
 
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@DesWahnsinnsFetteKuh: Hier geht es um Industriehanf, das ist dir möglicherweiße entgangen, also lies die News doch noch einmal :)
Aber auch so, dein Kommentar ist schwachsinn, ich kenne niemanden der nur auf grund von Cannabis ein Drogenproblem entwickelt hat, auch ich selbst hatte nie eins, und ich hab über einen längeren Zeitraum wirklich viel geraucht, trotzdem war es kein Problem vom einen auf den anderen Tag aufzuhören und inzwischen, ein paar Jahre später, hin und wieder mal etwas zu rauchen.
Was die Suchtgefahr und den damit verbundenen Sozialen abstieg angeht, sehe ich eine sehr viel größere Gefahr in der legalen Droge Alkohol.
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03.09.2010 22:41 Uhr von Wurstwasserpfeiffe
 
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@ Matthias: Nein.

Hanf ist nicht gleich Hanf.
Aus Industriehanf hat man das THC irgendwie genetisch heraus extrahiert.
Deswegen findet man Industriehanfsamen auch noch in Vogelfutter.
Soll heissen.
Du kannst ein ganze Feld davon quartzen...und merkst NIX:D
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04.09.2010 00:41 Uhr von LocNar
 
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Lasst das Hanf frei natürlich nur das potente ^^
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04.09.2010 03:23 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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Wie gesagt Dracultepes: Schuld an den psychischen erkrankungen sind ja die Menschen nicht das dope.
Da man aber keinen schnelltest für psychosen oder shizpophrenie machen kann, geschweigedenn vorraussagen kann, das jemand jemals eine depression bekommt, aus der sich in kombination mit THC eine abhängigkeit entwickelt, wäre die einzig logische konsequenz kontrollierte Abgaben in Apotheken. Da kann dann jeder der keine Probleme hat sich einfach sein dope legal kaufen und die jenigen, die nich drauf klar kommen sind zumindest auch gleich dort wo ihnen weiter geholfen werden kann.

Das es hier um Industriehanf geht ist mir schon klar, aber bei dem wort "hanf" fängt jeder kleinkiffer, der merkt wie harmlos gras ist, an zu schreien legalisiert es wegen den steuern. Das ist purer Blödsinn und den werde ich nicht einfach so stehen lassen, weil ich mich als halbwegs normalen mensch ansehe der halt nich soviel glück mit dem ach so ungefährlichen dope hatte. Und ich weiss das unmengen von leuten damit ebensowenig klarkommen, auch wenn sie sich selbst für die grössten halten. Mir ist auch klar das ich mit der einstellung als was weiss ich für ein unterschichtiges wesen betrachtet werde, aber da muss man halt erstmal landen bevor man versteht was ich sage.
Und darum werde ich es mir nicht verkneifen auf jedes "alkohol ist viel schlimmer" und jedes "wieviel steuern der staat damit einnehmen könnte" meinen senf dazu zu geben.

Das argument, das Drogen ein teil unserer gesellschaft sind die einen umgang und keine prohibition fordern führt ja nichteinmal jemand an, was im übrigen der einzige punkt ist den ich nachvollziehen kann und unterstütze. Alles andere wirkt auf mich als reine interessenpolitik.
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04.09.2010 08:47 Uhr von hujiko-san
 
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@DesWahnsinnsFetteKuh: Deine, bzw. eure Erfahrungen in Ehren.

Wie jede andere psychoaktiv wirkende Substanz kann auch THC Psychosen triggern. Das gilt aber auch für Alkohol, ja sogar für Koffein. Primitiviert gesprochen, gilt das für jede Substanz die auf den dopaminergen Neurotransmitterhaushalt einwirkt. Auf Grund der halluzinogenen Komponente und den teils doch extremen Konsumformen, findet dieser Prozess jedoch nicht ganz so schleichend statt. Es ist jedoch unzulässig die Substanz als ursächlich zu betrachten.
Das Gegenspiel wären hier Amphetamine. Diese können bei mittelfristigem Missbrauch tatsächlich als ursächlich für die Entwicklung psychischer Phänomene aus dem psychotischen Formenkreis angesehen werden.

Das Depressive und anderweitig psychisch vulnerable Individuuen sich von Drogen jeglicher Couleur angezogen fühlen, ist kein Geheimnis. An dieser Stelle verweise ich aber lieber auf eine andere höchst gefährliche Stoffgruppe: die Benzodiazepine (Stichwort Faustan). Viele Depressive werden nicht nur auf Grund der meist vorhandenen Komorbiditäten mit Selbigen therapiert. Die Abhängigkeitsentwicklung geht äußerst schnell von statten, findet auf psychischer und physischer Ebene statt und der Entzug wird von Betroffenen gerne vom Schweregrad her mit dem Opiatentzug verglichen.
Im Übrigen weiß ich nicht, worauf du immer mit deinen Depressiven hinaus willst? Bei langfristigem Gebrauch und den entsprechenden Konsummustern entwickelt sich bei so ziemlich jedem eine psychische Abhängigkeit, die man nicht unterschätzen sollte. Das vermag aber auch Koffein. Siehst du, gleich mal ein frühmorgendliches Tässchen ansetzen.

Die gegenwärtige Drogenpolitik verhindert so ziemlich jeden logischen Umgang mit der Problematik. Vor allem der Jugendschutz und die Kontrolle des Materials bleiben auf der Strecke. Das Geld, was wir im Moment in die kaum funktionierende Strafverfolgung pumpen, sollte lieber für entsprechende Maßnahmen verwendet werden. Obendrein verhindert die Kriminalisierung und die Stigmatisierung durch die Gesellschaft wirksam, dass Problemkonsumenten sich frühzeitig um Hilfe bemühen. Die im Moment bei mafiösen Strukturen anfallenden Geldmittel durch den Verkauf, sollten lieber für den Ausbau der Hilfsleistungen verwendet werden. Manchmal kommt bei mir die Fantasie auf, unsere politische Führungsebene hätte irgendein Interesse daran, dass diese Unsummen auch weiterhin in diese Kanäle fließen. Nur so kann ich mir die Blindheit für das Offensichtliche erklären.

Im Moment zahlen wir als Volkswirtschaft doppelt und dreifach drauf. Strafverfolgung, welche die Problemkonsumentenzahl nicht einzudämmen vermag, Prävention, und hinterher räumen wir den Kriminellen noch nach, in dem wir die Folgeschäden zu korrigieren suchen. Nichts, die Prohibition erfüllt keinerlei Sinn, außer der Gesellschaft nachhaltig zu schaden.

Ob die Abgabe nun über Apotheken oder anderweitig erfolgt, ist mir egal. Hauptsache es wird ein halbwegs funktionierender Jugendschtuz etabliert und kein mit Schwermetall oder anderweitig versetztes Zeug verkauft.

Und zum Thema Interessenspolitik:
Ich selber konsumiere außer Koffein und Nikotin rein gar nichts. Ich trinke ja nicht einmal Alkohol. Das ist aber kein Grund, warum mir eine sinnvollere Drogenpolitik nicht am Herzen läge.
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04.09.2010 12:56 Uhr von Hodenbeutel
 
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@Matthias1979: Das ist Schwachsinn, dadurch das du Männliche und Weibliche Pflanzen zusammen hälst sinkt der THC gehalt nicht automatisch auf 0, der einzige effekt ist das die Weiblichen Pflanzen befruchtet werden und Samen statt Blüten tragen.

Industriehanf ist eine von hunderten Sorten (Geh mal nach Holland, da hast du in der Regel ne größere auswahl als hier, White Widow oder Northern Lights sind z.B. Sorten von zwei völlig verschiedenen aufzuchten) Die speziell für ihren zweck gezüchtet wurde und der Sinn ist eben das keiner auf die Idee kommt den Bauern ihr einkommen wegzurauchen ^^
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04.09.2010 13:11 Uhr von Wurstwasserpfeiffe
 
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@ Matthias: Dann hab ich da noch 2 Fragen:

1.Wieso finde ich in z.B. Vogelfutter Industriehanfsamen?
Es wäre für einen Grower doch ein leichtes die Dinger bis in die Blüte wachsen zu lassen.
Die Kerle entsorgen.Die Mädels aufziehen.
Wenn dem so wäre, wäre alles in dem IHanfsamen drin ist illegal, oder?
Ich bin insofern der Meinung, das selbst in der Blüte der IHanf KEIN oder KAUM THC enthält.


2.Man kann das Geschlecht des Samens beeinflussen?
Wie das denn?
Gutes Zureden?*lach*:D

@ Hodenbeutel

Genau so hab ich das auch vernommen.
Der THC GEhalt hat rein gar nichts mit den Kerlen zu tun.
Die sind nur dazu da um Samen zu produzieren indem Sie das Weibchen bestäuben.-

IHanf ist nahezu THC Frei.Egal in welchem Stadium.
Nnur deswegen darf das auch als Futter verwendet werden.

[ nachträglich editiert von Wurstwasserpfeiffe ]
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04.09.2010 13:36 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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hujiko-san: "Im Übrigen weiß ich nicht, worauf du immer mit deinen Depressiven hinaus willst? Bei langfristigem Gebrauch und den entsprechenden Konsummustern entwickelt sich bei so ziemlich jedem eine psychische Abhängigkeit, die man nicht unterschätzen sollte. Das vermag aber auch Koffein."

Das problem ist der Teufelskreis, den man bei Koffein nicht hat.
Menschen die THC konsumieren um sich das leben schön zu kiffen, sind oft derart sediert und antriebslos, dass simpelste vereinbarungen unmöglich werden, womit das soziale und berufliche/schulische leben oft stark beeinträchtigt wird. Man kann kiffen im übrigen in den Schulnoten feststellen.
All dies führt zu weiteren negativen faktoren die die depression und somit die abhängigkeit verstärken.
Dieser Umstand ist weder bei Nikotin noch bei Koffein zu beobachten, bei alkohol auch nur sobald ein exzessiver konsum stattfindet.

Wie gesagt, ich finde eine vernünftige Drogenpolitik auch wichtig, aber bitte nicht immer rumschreien das es ja alles so verdammt harmlos wäre.
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04.09.2010 17:25 Uhr von Hodenbeutel
 
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@Wurstwasserpfeiffe: Nein, es stimmt schon das es Feminisierte Samen gibt, diese werden nicht durch "Gutes Zureden" Feminisiert, es werden ganz einfach Pflanzen gezüchtet die nur "Weibliche Samen" Tragen.

EDIT.
@DesWahnsinnsFetteKuh:
Und wie soll man das an den Schulnoten feststellen?
Ich bitte um aufklärung...

[ nachträglich editiert von Hodenbeutel ]
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07.09.2010 14:41 Uhr von floridarolf
 
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thc statt cdu: die sollen endlich hanf als medizin für schwerkranke zugängich machen dann freut ich auch der arzt denn er bekommt dann sein morphium nicht mer los
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07.09.2010 14:43 Uhr von floridarolf
 
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hc statt fdp: der wirkstoff thc heilt auch krebs deshalb it hanf auch verboten weil dein arzt sont nix mit seinen pharma platzebos verdienenwürde dubist deutschland

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