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Arzneimittelexperte: Monetik und Ethik sind für die Pharmaindustrie "unvereinbar"

Gerd Glaeske, Gesundheitsweiser und Arzneimittelexperte, sieht die Arbeit der Bundesregierung in Hinsicht auf eine Kostenbremse bei den Arzneimitteln als unlösbar an. Die Pharmaindustrie werde alle erdenklichen Lücken auszunutzen, um Preishürden zu umgehen.

Nach Meinung von Glaeske beschäftigt die Pharmaindustrie ganze Betriebsteile, die nur damit beschäftigt sind, jede erdenkliche Gesetzeslücke zu finden. Dabei zeigt diese Branche keinerlei gesellschaftliche Verantwortung. Die Begriffe Ethik und Monetik seien für die Pharmawirtschaft nicht vereinbar.

Auch die Ärzte wurden von Glaeske heftig kritisiert, denn ihre Arbeit sei mit der Arbeit der Apotheken und der Pharmaindustrie eng verknüpft. Ärzte hätten damit zu rechnen, dass sie Einkommensverluste hinnehmen müssen, sollten sie zu teure Medikamente verschreiben.


WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arzt, Kosten, Medikament, Bundesregierung, Pharmaindustrie, Ethik
Quelle: www.offenes-presseportal.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.09.2010 19:22 Uhr von anderschd
 
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Das ist ja alles: schön und gut. Nur, wir wissen das schon.
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02.09.2010 19:55 Uhr von Pils28
 
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Ärzte haben in Ihrer Software normalerweise: direkt eine automatische Vorentscheidung, was verschrieben werden darf. Dass sie "zuviel" oder "zu teure" verschriebene Arzneien selbst zahlen müssen, ist eine Frechheit. Wenn ich den Glaser wegen einer zerbrochenen Scheibe rufe, lass ich ihn meine Scheibe auch nicht selber zahlen, weil mir heutzutage Glas zu teuer ist.
Bald gibts Pillen nur noch am Anfang des Quartals.
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03.09.2010 00:00 Uhr von shadow#
 
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Was haben die Ärzte damit zu tun? Welcher Wirkstoff verschrieben wird ist alleine Sache des Arztes und muss es auch bleiben.
Welches Medikament dann letztlich verschrieben wird, entscheiden jetzt schon in vielen Fällen die Krankenkassen und das ist ok.

Für die Tatsache dass aber teilweise Medikamente und deren Preise für das deutsche Gesundheitssystem zurechtgeschneidert werden, um möglichst viel Geld aus den Gesundheitskassen abzuschöpfen, gibt es eine einfache Lösung:
Wer die Gesetze macht, kann auf ausgenutzte Lücken reagieren - dazu müsste nur ausnahmsweise mal zeit-effektiv gearbeitet werden...
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03.09.2010 07:31 Uhr von frederichards
 
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Die Ärzte bluten also wieder: Die haben sich aber schon oft an den Preisrunden beteiligt auch freiwillig schon - die Pharma und die medizinische Industrie ist jetzt ausschließlich dran.

Wer soll denn den Mob aufhalten, wenn der erstmal expodiert ist, weils keine gescheite Gesundheitsversorgung gibt, nur noch die geldliche Versorgung der Pharma gewährleistet ist.

Die sollen endlich den Wirkstoffblocker bei der Patentvergabe einführen - wenn ein Patent ausläuft und derselbe Hauptwirkstoff in ein neues Medikament kommt - ist das Patent eben ausgelaufen, Ende!

[ nachträglich editiert von frederichards ]

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