Uni Bonn: Mit neuer Professur auf den Spuren der "Dunklen Energie"
Eine neu eingerichtete Professur an der Universität Bonn wird sich hauptsächlich mit dem rätselhaften Phänomen der dunklen Energie beschäftigen. Bekleidet wird die so genannte Heisenberg-Professur von Thomas Reiprich, einem 39-jährigen Astrophysiker, der sich schon seit einigen Jahren dem Thema widmet.
Reiprich untersucht in seinen Forschungsprojekten verschiedene sehr alte Galaxienhaufen und deren Wechselwirkungen miteinander. Die dunkle Energie sorgt in der Theorie für eine zunehmende Expansion des Universums, was sich auch auf die Anzahl der Galaxienhaufen und ihre zeitliche Entwicklung auswirkt.
Aus den Beobachtungen leiten die Wissenschaftler dann Angaben über die Menge der vorhandenen dunklen Energie ab. Reiprichs Team wird in den nächsten fünf Jahren auch auf die Daten der 2012 startenden Satellitenmission "eROSITA" zurückgreifen, mit der rund 100.000 Galaxienhaufen analysiert werden sollen.