Kuba: Fidel Castro gesteht, nichts gegen die Verfolgung von Homosexuellen getan zu haben
Am Dienstag erschien in der mexikanischen Tageszeitung "La Jornada" ein Interview mit Kubas Revolutionsleiter Fidel Castro (84). In dem Interview gibt er zu, für die Verfolgung homosexueller Bürger mitverantwortlich gewesen zu sein. Erst seit den 90er-Jahren wird Homosexualität nicht mehr bestraft.
Mit dieser Aussage verweist er auf die Anfangsperiode seiner Herrschaft (1959). Homophobie war damals an der Tagesordnung und Schwule wurden angegriffen und boykottiert. Castro gibt an, damals unfähig gewesen zu sein, darauf angemessen zu reagieren.
Castro meint, dass sowohl er als auch seine Regierung nach dem Sturz der Diktatur einfach überfordert waren. Man habe sich ständig mit Krieg, Krisen und politischen Themen befassen müssen. Persönlich habe Castro übrigens nichts gegen Homosexuelle, so seine Aussage im Interview.