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Borderline-Syndrom: Ritzen macht unempfindlich gegenüber Gefühlen

Deutsche Forscher haben herausgefunden, warum sich Borderline-Patienten ritzen, wenn sie emotionalen Stress haben. Generell machen Schmerz und Wärmereize unempfindlich gegenüber Gefühlen, da sie Reaktionen im Gefühlszentrum dämpfen.

Borderline-Patienten ritzen sich meist die Haut auf, trinken aber auch gefährliche Substanzen oder verbrennen sich mit einer Zigarettenglut. In der entsprechenden Studie untersuchten Wissenschaftler vom Mannheimer Zentralinstitut für seelische Gesundheit der Universität Heidelberg 49 Personen.

Ausgewertet wurden Bilder einer Magnetresonanztomografie. Dort wurde festgestellt, dass bei Borderline-Patientinnen bestimmte Hirnabschnitte aktiv wurden, wenn sie negativen Bildern ausgesetzt wurden. Diese Hirnarreale wurden durch Wärme und Schmerz (Hitze bis zur Schmerzgrenze) beruhigt.


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WebReporter: Susi222
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Verletzung, Gehirn, Untersuchung, Gefühl, Psychologe, Ritzen, Borderline-Syndrom
Quelle: www.focus.de

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34 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.09.2010 09:01 Uhr von Bluti666
 
+21 | -7
 
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Borderline ist eine sehr komplexe psychische Krankheit, die sich nicht nur auf selbstverletzendes Verhalten beschränkt. Ich selbst hatte schon 2 Freundinnen mit Borderline-Syndrom, NIE WIEDER sage ich...

http://www.borderline-borderliner.de
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01.09.2010 10:31 Uhr von honey_js
 
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Hilfe: Das ist echt verwirrend. Also das "sich wehtun" ist in der Hinsicht dann quasi gut??? Wahnsinn...was es alles gibt auf der Welt
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01.09.2010 10:37 Uhr von Earaendil
 
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01.09.2010 10:41 Uhr von DarkTranquillity
 
+14 | -0
 
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@honey_js: "Also das "sich wehtun" ist in der Hinsicht dann quasi gut???"
Ja, da gibt es verschiedene Theorien und Ansätze, warum Borderliner sich schneiden bzw. warum auch wieder nicht (Selbstverletztendes Verhalten tritt nicht nur bei dieser Krankheit auf bzw. ist kein Indikator dafür, da es auch BPSler ohne SVV gibt).
Beispielsweise die Endorphin-Theorie, dabei wird davon ausgegangen, dass BPSler sich schneiden um eine Endorphinausschüttung zu erreichen, die ihren Stress bzw. das Schmerzgefühl im Kopf zu dämpfen. Es gibt sogar Medikamente, die eine solche Ausschüttung blockieren, was zu einem Abfall im selbstverletztenden Verhalten führt.
Aber diese Ausschüttung ist oft nicht der einzige Grund, da SVV durch viele Faktoren asusgelöst werden kann.

Übrigens find ich die Überschrift leicht irritierend. Borderline fühlen natürlich, mehr als andere Menschen. Hier suggeriert die Überschrift meiner Meinung nach, dass solche Menschen abstumpfen. Tatsächlich ist es aber so, dass Ritzen eine "überschießende (negative) Reagion des Gefühlszentrum" in dem Moment gedämpft wird. Das hilft dann oft dazu, diesen Moment des Stresses, Trauer etc zu überwinden.

@simonsteR
Kenne selber noch mindestens drei weitere Borderliner und bin selber auch einer. Meine Ex hatte damals selber das Problem, weiß also wie sich so eine Beziehung "anfühlt". Wenn es aber soweit kommt, dass der andere Partner durch die Krankheit soweit geschädigt wird, dass er selber darunter zu Grunde geht, ist der Kontaktabbruch natürlich das beste. Irgendwann muß man auch an sich denken. Da geb ich dir recht.

Edit:
@Earaendil:
Sorry, aber du hast schlicht und weg keine Ahnung von psch. Erkrankungen und deren Ausprägung. Eine "Entschuldigung" ist sowas keinesfalls und ich würde niemanden, wirklich niemanden wünschen so eine Erkrankung zu bekommen. BPS ist echt eine grausige Krankheit und du stellst das so da, als wären diese Menschen Lügner und und Idioten.
Manipulativ sind sie, ja. Das begründet sich aber in der Krankheit und ihren Symptomen. Lies dich besser mal in die Thematik ein.

[ nachträglich editiert von DarkTranquillity ]
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01.09.2010 10:55 Uhr von Aggronaut
 
+8 | -5
 
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Earaendil: "das wird mir jetzt wieder viele minusse einbringen,aber..

borderline ist keine "krankheit"!

ich halte diese krankheit für die entschuldigung von schlecht erzogenen leuten"

was isses denn nu??

minusse bekommste dafür wirklich zu recht
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01.09.2010 10:55 Uhr von DeusExChao
 
+4 | -0
 
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@honey_js: sei froh das du niemanden kennst. kannst dir nich vorstellen wie belastend das für familie/freunde/bekannte is.

meine beste freundin hats...
zum glück hat sie endlich wieder nen freund und is deswegen happy
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01.09.2010 10:56 Uhr von Earaendil
 
+2 | -15
 
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01.09.2010 11:01 Uhr von Seridur
 
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Earaendil: ich denke schon, dass es leute gibt die wirklich krank sind, allerdings weiss ich was du meinst. "ritzen" und vor allem das ganze zur schau stellen sind speziell seit einigen jahren "in". wer sich in bestimmten musik und kulturkreisen auhaelt sieht das ganze besonders bei jungen menschen die sich wichtig tun muessen indem sie ihre schnitte stolz unverdeckt zeigen oder ihre selbstdiagnostizierte krankheit gerne direkt zur sprache bringen. wenn ich sowas sehe kommt mir auch die kotze hoch und ich koennte direkt eine reinhauen, und das ganze wirkt sich natuerlich darauf aus, dass die mit echten problemen auch nur als "modeerscheinung" wahrgenommen werden. wenn ich ein goer mit rosa ritzern auf dem arm sehe weiss ich auch, dass das kein wirklich krankes wesen sondern nur ein aufmerksamkeitshaschendes blag ist.
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01.09.2010 11:07 Uhr von DarkTranquillity
 
+7 | -2
 
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@Earaendil: Richtig ich bin betroffener (hab ich ja auch offen geschrieben). Ich denke ich kann das dennoch objektiv betrachten, da ich diese Personen im Freundeskreis habe und auch eine Beziehung mit solchen Leuten eingangen bin. Zumindest versteh ich die Abläufe und Symptomatik besser als jemand wie du.

Ja, ich denke, dass diese Menschen mehr und intensiver fühlen. Das ist auch der Grund, weswegen sie oft mit diesen Gefühlen überfordert sind. Wie die Psychologen in der Studie geschrieben haben, empfinden diese Personen negative Gefühle sehr stark. Bei BPSlern ist es auch oft ein Gefühlswechsel von total toll bis zu Tode betrübt.
Ich will nicht sagen, dass sie "richtiger" Fühlen, aber ich denke, dass sie intensiver fühlen, als andere Menschen.
Damit will ich ebenfalls nicht sagen, dass sie toller sind! Denn gerade diese intensiven Gefühlszustände sind ja Auslöser für die Problematik, die hinter Borderline steht.

Dieses "wahnsinniger seelischer Schmerz"-Gelaber (sorry, aber anders kann ich das nicht nennen) ist schlichtweg Blödsinn. Es geht hier nicht um Mimosen, sondern um fehlgesteuerte biochemische Abläufe. Warum haben denn bitte sehr auch Affen SVV? Die sind nun wirklich nicht mit Jobsuche etc konfrontiert. Deine Aussagen sind schlichtweg blödsinn und ich werde auch auf keine weiteren Kommentare von dir mehr eingehen. Mit dir hat es scheinbar keinen Sinn zu disutieren, du bist festgefahren in deiner Meinung und versuchst nur zu provozieren.

Was das mit dem Armeaufschneiden angeht: Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten SVV zu betreiben. Das steht auch im Artikel. Vielleicht solltest du wirklich mal lesen und dich informieren, bevor du solche Zeilen schreibst. Etwas nachdenken sollte man vor einem Kommentar.

So, an dich werd ich keine Worte mehr richten ;) Denke du kannst das nachvollziehen, wenn du dir deinen Text nochmal durchliest.
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01.09.2010 11:22 Uhr von Earaendil
 
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01.09.2010 11:28 Uhr von DarkTranquillity
 
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*an eigenen kopf klatsch*: oh man...du scheinst echt ein Problem zu haben.

"Betreiben", wie soll man es sonst schreiben? "Machen", "Ausführen"? Sorry, aber du hängst dich an Kleinigkeiten auf weil dir die Argumente ausgehen.
Was kann man denn bei Depressionen betreiben? Depressionen hat man, da führt man keine Handlung zu aus. Und bei Shizophrenen, die gerade einen Anfall haben würde ich ebenso von "betreiben" sprechen, wenn sie gerade einen Anfall haben und dabei Schizo-typische Handlungen "betreiben".

Natürlich macht man sich übrigens Gedanken um die anderen Opfer, die durch "uns" leiden. Ich habe irgendwo nirgends das Gegenteil behauptet oder angedeutet. Wie schonmaöl geschrieben: Lies und versuch zu verstehen.

Wegen "Leuten" wie dir, schreib ich hier echt wenig. Einfach nur provozieren ohne sich mit der Thematik wirklich auseinander zusetzen.

ciao

Edit: Im Übrigen werden Schizos und Depressionen bei der Sub-Differenzierung von Borderline ebenfalls betrachtet. Aber BPS ist ja deiner Meinung keine Krankhgeit. Und auch bei Depressionne kann es zu SVV kommen. Aber informier dich besser selber.

[ nachträglich editiert von DarkTranquillity ]
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01.09.2010 11:33 Uhr von xenonatal
 
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@Earaendil: Es soll schon einmal vorgekommen sein, dass sich die eigenen geistigen Ergüsse, die man sich aufgrund fehlender Fakten und falscher Vermutungen zusammen reimt, völlig
jeder Grundlage entbehren.
"ich mache mir die Welt, wieddewieddewie sie mir gefällt"
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01.09.2010 11:34 Uhr von Earaendil
 
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ignorant: ich habe mir jahrelang ansehn müssen wie meine beste freundin sich für ihr leben lang verunstaltet hat,ich habe partner gehabt die borderliner waren und ich habe eine schwägerin,die es zu huase so weit getrieben hat,daß ihr verzweifelter mann ihr gedroht hat,sich jedes mal mitzuritzen,damit sie sieht was sie tut...

ich hab sehr wohl ne menge erfahrung damit,und darum kotzt mich das ganze auch so an!

und im übrigen hast du MICH nicht verstanden!
genau so meinte ich es ja:eine krankheit kann man nicht betreiben!!!!unter der leidet man...aber ausser in diesem fall gibt es genau NULL krankhieten,die die eigene mutwillige selbstzerstörung beinhalten!!!!

und nochbesser:ja,du weisst,wie es den anderen geht...UND MACHST ES DENNOCH??????


wie kommt ihr eigentlich darauf,man hätte keine ahnung....nur weil man angeblich diese krankheit akzeptieren und anerkennen muss und ich das nicht tue?das tun viele menschen nicht,auch viele wissenschaftler..aber ihr lest warscheinlcih immer nur die positiven artikel,damit ihr weiter eure tour fahren könnt!



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01.09.2010 12:30 Uhr von Earaendil
 
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@getschi: ich habe nicht von spektakulär geredet,sondern davon,daß diese menschen damit auf sich aufmerksam machen!das ist ein unterschied ,und hat nichts mit "laut " zu tun...die dame,von der du da berichtest ist dir ja auch immer noch im gedächtnis..vor allem wegen ihrer erkrankung oder?und genau das meine ich...

und ich behaupte nicht,die menschen sind "böse"..das will ich richtig verstanden wissen.

ach ja..die spezialisierung kommt daher,daß diese erkrankung ja heute alltäglich ist bald und es immer emhr leute gibt,die diese verhaltensweisen an den tag legen...da lernt man durch miterleben/miterleiden schon ne ganze menge,da brauchste garnicht so spöttisch daher zu kommen ;)

[ nachträglich editiert von Earaendil ]
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01.09.2010 13:39 Uhr von Earaendil
 
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ja,eigentlich haste recht...ich zieh in der hinsicht so ziemlich jeden über den selben kamm der meint,daß man sich so verhalten darf..denn diese menschen schaden in erster linie ihrer umwelt und nicht sich selber,daß wird hier immer wie ich finde sehr ausser acht gelassen,oder man kommt mit dem argument,man könnte ja gegen den drang nix tun,sich selber zu verletzen..jaja,daß ist genau so gelogen,wie die typen ,die behaupten,sie wären betrunken gewesen und hätten deshalb die alte oma überfallen...

es scheint mitlerweile eine riesige masse an menschen zu geben,die ihre verantwortungen im leben lieber auf krankheiten,drogen oder schlechte kindheit schieben,als sich mit den regel und umgangsformen in unserer gesellschaft auseinander zu setzen.
klar gibt es eine krankheit die wie borderlinie verläuft..nur sind das AUSNAHMEN,sehr wenige..ähnlich wie es auchz sehr wenige WIRKLICHE selbstmörder gibt,aber mehrere 10k "erfolglose" selbstmordversuche jedes jahr in allein in deutschland!
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01.09.2010 13:43 Uhr von Strange00
 
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@ Earaendil: Ich frage mich auf was für eine Schiene Du fährst....
Diese menschen sind krank. Klar gibt es leider oft diese "Trittbrettfahrer" die das ganze machen um Aufmerksamkeit zu bekommen. Auch gibt es Betroffene die nur Symtome bei anderen sehen müssen und schon "haben sie diese"...
Aber nicht jeder BL aggiert wie von Dir beschrieben...
Es gibt halt auch jene, der man das nie (ausser als Fachmann) anmerken würde...

Auch ich habe Borderline und verfluche es... Ich habe mich über 10 Jahre heftigst geschnitten mit nähen etc.. (meine AUSSENWELT hat es aer erst Jahre später bemerkt), habe alles aber immer verheimlicht. Es wurde erst sichtbar, als ich mit nem Epileptischen Anfall ins KKH kam...
Jedenfalls habe ich es geschafft und am 25.9. ikst es 3 jahre her, das ich das letzte mal geschnitten habe. Und darauf bin ich stolz...
Das Schneiden habe ich immer dann gemacht, wenn ich mir selber zu viel war und ich mich bestrafen wollte... Von direkten Äusserlichen Dingen wurde ich jedoch nie beeinflusst.
Klar mit meinen Emotionen ist es manchmal schon noch schwer, aber das ist nix ausgedachtes oder künstlich übertriebenes... Das bin halt ich!
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01.09.2010 14:22 Uhr von xevii
 
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Bin seit Jahren hier auf Shortnews als Leser, war auch mal eine zeitlang angemeldet und hab ein bisschen kommentiert aber die letzten 6 Monate nicht. Doch zu diesem Thema möchte ich mich auch gerne äußern, hab sogar mir mein Passwort wieder zuschicken lassen ;)

Meiner Freundin wurde ebenfalls Borderline diagnostiziert. Ursprung waren negative Erfahrungen in der Vergangenheit, das soll aber auch gar nicht das Thema meines Beitrags werden, sondern viel mehr dass dieser Vorfall viele Jahre zurückliegt und immernoch bei - in my eyez - Kleinigkeiten zum Schnitt gegriffen wird.

Grob gesehen gebe ich Earaendil übers Thema hinweg Recht, teilweise ist er bisschen zu hart gewesen in seinen Kommentaren, da fehlte ein bisschen das Feingefühl wie man mit "Erkrankten" redet, andererseits spricht er Klartext über die Verhältnisse wie es für einen rüberkommt wenn man selbst nicht "leidet". Ich glaube jeder wird mir Recht geben wenn ich sage dass es nicht in der Natur des Menschen liegt sich selbst zu verletzen, also ist es ein nicht normales Verhalten soetwas zu tun. Für mich ist es keine direkte "Krankheit", eher eine psysische Störung. Eine Krankheit ist für mich Aids, H5N1, Grippe.. diese ganzen Sachen an denen ich mich anstecken kann. Dies Ritzen wird ausgelöst und ist ein Ausweg aus Situationen in denen man nicht mehr rational Denken kann / will.

Meiner Erfahrung nach ist das Problem, dass die Leute nicht mit ihrem Problem offen umgehen, mit Freunden über das Erfahrene sprechen und es somit -> verarbeiten <-, vergessen kann bei Situationen welche soetwas auslösen nicht der richtige Weg sein.

Ich selbst bin immer zutiefst traurig wenn ich diese Verletzungen entdecke, es passiert nicht häufig aber gelegentlich. Ich mache mir manchmal selbst Vorwürfe, aber ich kann es nicht Verhindern. Man kann nicht rund um die Uhr bei jemanden sein um es zu verhindern.

Offene Gespräche mit der Person, Offenheit den Problemen des Anderen gegenüber, Einfühlvermögen.. diese ganzen Sachen sind ein Lösungsweg, keine Klapse wo man aus Tintenklecksen Schmetterlinge interpretieren soll oder so ein Quatsch.

Auch wird viel zu vielen Borderline bescheinigt, gibt ja sehr viele Mitläufer in bestimmten Szenen wie schon gesagt wurde.. Glaube gibt sehr viel weniger Ritzer in der MetalSzene im Vergleich zur Emo-Szene.. Einzelfälle bestätigen selbstverständlich die Regel.

So, Danke an jeden der mein Text gelesen hat. :)
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01.09.2010 14:43 Uhr von Earaendil
 
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@strange00: ich habe sehr aufmerksam gelesen,was du geschrieben hast.du sagst,dein umfeld hat lange nichts mitbekommen von deiner selbstzerstörung...kann es vieleicht(!) sein,daß es schon der ein oder andere mitbekommen hat aber 1. nicht wusste,daß es eine krankheit ist oder 2. es gesehn hat,aber nicht wusste,wie man mit solchen menschen umgehn kann/muss?
wie kann das nähere umfeld,also familie,partner,kinder,selbstverstümmelungen,die so stark sind,daß man genäht werden muss,nicht mitbekommen?
vlt hat sich dein umfeld garnicht in der hinsicht an dich herran getraut,und im nachhinein sagt man natürlich man hat nichts gemerkt...ich komme auf diese gedanken,weil es mir ähnlich ging:man steht vor einem phänomen,daß man selber ganz schwierig nur nachvollziehn kann,man ist hilflos und ja in der regel auch kein ausgebildeter psychologe...kannst du dir vorstellen wie hilflos und entsetzt man als partner ist,mit was für ängsten sowas einher geht?..wenn ich mir vorstelle meine tochter würde so etwas tun..omg -.-

mich würde sehr interessieren,was dich dazu veranlasst hat,damit aufzuhören?gab es da eine spezielle situation?
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01.09.2010 15:01 Uhr von DarkTranquillity
 
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@Earaendil: Da du jetzt ja recht versöhnlich klingst will ich dir mal erzählen wie das bei mir war. DAnn hast du vielleicht mal zwei "kleine" Erfahrungsbericht, wenn dir strange00 auch noch antwortet.

Auch bei mir wußte niemand was davon, bis ich mich irgendwann mal wem "anvertraut" hatte, da ich mit der Situation vollkommen überfordert war. SVV muß nicht sichtbar sein, im Gegenteil, viele BPLer schämen sich dafür und verstecken ihre Wunden. Bei Alk/Drogenkonsum sieht man äußerlich oft ja auch nichts, deswegen bleibt sowas im Anfang oft unentdeckt.
Aber BPS ist ja nicht nur schneiden, sondern noch weitaus mehr und auch sehr sozial schädlich durch die Störung der Persönlichkeit und deren Ausprägung.

Ich habe mich beispielsweise immernur am Oberarm geschnitten, so dass T-Shirts selbst im Sommer die Wunden verdeckt haben. Da waren auch viele, sehr starke dabei. Andere (gerade Frauen) verstecken sowas mit Stulpen oder ziehen auch im Sommer noch Pullis an, nur damit sie niemand drauf anspricht oder mißbilligende Blicke ernten müssen. Natürlich gibt es auch andere, die sowas als Hilferuf "nutzen" oder wiederum andere, die das nur machen um auf sich aufmerksam machen wollen.

Natürlich sind die Angehörigen bei einer solchen Sache meist überfordert und wissen nicht wie sie darauf reagieren sollen bzw. verdrängen diese Problematik um sich selber nicht zu schaden.

Ich kann mir vorstellen welche Ängste und Sorgen du hattest. Kenne das selber. In solchen Situationen kann man nur versuchen sich mit anderen Angehörigen auszutauschen (Beispielsweise Foren). Ich hoffe aber, dass du das mittlerweile durchgestanden hast und nicht mehr darunter leidest.
Zum Thema "eigene Kinder und entsprechende Krankheiten": Ich habe auch die Sorge, dass meine (zukünftigen) Kinder irgendwann vielleicht sowas bekommen könnten. Sei es nun BPS, Depressionen o.ä.

Naja, ist jetzt wohl eher mehr wirr-warr als hilfreich, aber vielleicht beantwortet es dir ja die eine oder andere Frage.

[ nachträglich editiert von DarkTranquillity ]
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01.09.2010 15:03 Uhr von xevii
 
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Spiegel Nr. 35 / 30.8.10
"Die Dagegen-Republik"

Seite 17 "Schrecklich unausgegeoren" heißt der Bericht.

"Der Essener Psychiater Norbert Leygraf, 57, einer der renommiertesten Gutachter in deutschen Strafprozessen, über den Kompromiss zur Sicherungsverwahrung gefährlicher Straftäter"

Geht nur um eine Aussage von Herrn Leygraf in der 2.ten Spalte:

"Im Einzelfall mag die Unterscheidung mal schwer sein, an sich ist das aber klar zu trennen. Wenn sich etwa erwachsene Männer zu jungen Frauen hingezogen fühlen ist das ganz normal. Bezieht sich das auf 14- oder 13-jährige Mädchen, ist das gestört. Hört der Mann Stimmen, die ihm befehlen, über die Tochter des Nachbars herzufallen, ist es krank."

Einfach mal auf die Situation übertragen - bissl sacken lassen - ist es eine Krankheit oder Störung? MMn eine Störung - keine Krankheit.
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01.09.2010 16:10 Uhr von Ray71
 
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Borderliner: empfinden NICHT STÄRKER als andere, sondern ANDERS. Die meisten Borderliner können nur schwarz (absolut negativ) oder weiß (absolut positiv) empfinden und viele haben nicht die Möglichkeit, Ihre Gefühle "raus zulassen", wodurch sie einen immensen inneren Druck aufbauen und verspüren. Durch das Ritzen können sie diesen Druck (vor allem Aggressionen und ein Gefühl der "Leblosigkeit" etwas abbauen. Viele verstecken diese Wunden und Narben und reagieren abweisend und aggressiv, wenn man sie darauf anspricht.

Dieses Krankheitsbild ist sehr unterschiedlich ausgeprägt, was eine Diagnostizierung teilweise sehr schwierig macht. Auch eine Behandlung ist dadurch extrem erschwert, da sich die meisten Borderliner weigern, diese mögliche Erkrankung zu akzeptieren oder der Meinung sind, dass die Therapie „eh nix bringt“.

Viele, die mit Borderlinern zusammenleben (Familie, Partner, etc.) sind anschließend selbst psychische Wracks und benötigen dringend psychologische Hilfe.
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01.09.2010 17:52 Uhr von Honigbanause
 
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hart: Da sollte man sich doch wirklich fragen, ob man noch auf die "emos" schimpft, wenn sie ja teilweise nichtmal was dafür können
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01.09.2010 20:34 Uhr von Earaendil
 
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naja: emo sein und unter selbstzerstörerischen tendenzen leiden ist dann doch noch was anderes,oder?..."emo" ist doch mehr ne klamotten und stylefrage...

@dark:danke für deine ausführungen.
wie mir deine erläuterungen den ein oder anderen denkanstoss geben,hoffe ich,daß auch für dich was bei dieser diskussion rauskommt...
ich hoffe für dich,daß du einen weg findest,dir nicht mehr zu schaden..und deinem umfeld!
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01.09.2010 21:24 Uhr von HellBoy999
 
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Ich habe: mir die gesammte Diskussion durchgelesen und muss sagen, das ich nie darüber nachgedacht habe.
Dies liegt vermutlich daran, das von der allgemeinheit nur Emos rüberkommen. Leute die schwarz gekleidet sind und komisch geschminkt ritzen sich und zeigen das auch .
Ich denke dadurch entstehen vorurteile und Falschaussagen.

Aber ich kann beide Seiten verstehen. Sicherllich ist es sehr schwer, Bekannte darauf anzusprechen und sie daran zu hindern, aber es mag auch genauso schwer sein, in solch Emotionalen momenten noch an andere zu denken. Ich denke daher es ist ein allgemein sehr schweres Thema und man kann dies nicht so klären, da beide Seiten recht haben. Aber Fakt ist :
-Es gibt die "Bilderbuch- Emos"
-Es gibt die Krankheit (bewiesen)
-Es ist sehr schwer für angehörige und freunde

Durch die Leute, die einfach nur Aufmerksamkeit wollen und es Hip finden, sich zu ritzen, entsteht der glaube, alles sei nur ein Lüge.
Das gibt es überall nicht nur hier.

Ich persönlich denke, man kann auch nichts machen, ausser ALLE Menschen zu informieren und ne Not-Hotline Public zu machen, wie 112 , dann kann jeder sich melden, wenn er einen kranken Verwanten hat .

Mfg HellBoy
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01.09.2010 21:33 Uhr von DarkTranquillity
 
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@Earaendil:
Schön, dass wir uns noch auf einem Nenner treffen konnten :) Natürlich kann ich die Personen verstehen, die damit als Angehöriger schlechte Erfahrungen gemacht haben. Wirklich! Deswegen kann ich auch deine Gedanken auch nachvollziehen.
Es ist halt ein Spiel mit dem Feuer. Wie hier schon gesagt wurde, müssen oft auch die ANgehörigen nach einer solchen Beziehung erstmal entsprechende Hilfe in anspruch nehmen.

@HellBoy999:
nur eine kurze, wichtige Anmerkung: Die 112 ist nicht dazu da! Sie ist dazu da um in schlimmen Fällen den Notarzt zu rufen aber nicht für besorgte Verwandte. Im schlimmsten Fall kannst du wegen Mißbrauch des Notrufs belangt werden.
In solchen Fällen sollten die Angehörigen das Gespräch mit dem Betroffenden suchen. Im Notfall natürlich die 112 wählen. Aber wenn der Betroffende keine Therapie oder Hilfe möchte, dann kann man da leider nichts machen, außer in schlimmen Situationen, in denen er eine Gefahr für sich oder andere ist eine Zwangseinweisung versuchen zu veranlassen (dann natürlich 112).
Ansonsten stimm ich deinem Beitrag zu

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