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Ministerpräsident Matthias Platzeck löst Empörung aus: Deutsche Einheit war "Anschluss"

"Die Deutsche Einheit vor 20 Jahren war ein Anschluss", sagte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck gegenüber dem politischen Magazin "Der Spiegel" und löste damit sowohl bei Politikern, als auch bei Wissenschaftlern heftige Empörung aus.

Richard Schröder, Theologe und ehemaliger Fraktionschef der Ost-SPD in der Volkskammer, sieht Platzecks Vergleich als "völlig daneben". Diese Formulierung ziehe Parallelen zwischen dem Beitritt der DDR an den Geltungsbereich des Grundgesetzes, mit dem "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland.

Dieter Dombrowski, CDU-Generalsekretär in Brandenburg, nennt Matthias Platzeck einen "Spalter" und die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock hält die Äußerungen für Stammtischniveau. Der Politologe Eckhard Jesse sieht darin die gewollte Strategie zur Übernahme der Meinung der Partei "Die Linke".


WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Ministerpräsident, Empörung, Anschluss, Deutsche Einheit
Quelle: radioerft.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.08.2010 19:37 Uhr von Teffteff
 
+25 | -3
 
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Der konkrete Passus in dem Interview: "Die westdeutsche "Anschlusshaltung" sei verantwortlich für viele Verwerfungen nach dem Ende der DDR. Damals sei "auf einen schnellen Anschluss statt gleichberechtigter Vereinigung" gedrängt worden." Warum diese Feststellung Empörung auslöst kann ich persönlich nicht nachvollziehen.
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31.08.2010 19:46 Uhr von SXMPanther
 
+33 | -6
 
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Mal wieder: ein gutes Beispiel der Medienhetze die in letzter Zeit immer mehr zunimmt. Platzeck hat mit seiner Äusserung den Nagel auf den Kopf getroffen. Seine Aussage ist aber auch nicht "politisch korrekt" und deswegen wird er jetzt wieder angegriffen. Es läuft wie immer, jedes einzelne Wort wird auf die Goldwaage gelegt und eine nur noch so kleine Aussage die nicht im Sinne der Parteiendiktatur ist wird sofort breitgetreten. Die Medienpropaganda scheint immer besser zu funktionieren.
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31.08.2010 20:38 Uhr von Weltenwandler
 
+11 | -1
 
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wo sind denn da Parallelen? Anschluss ist ein Wort... müssen Zugführer jetzt auch Angst haben das ihnen vorgeworfen wird sie wollen die Züge nur wie Österreich besetzen? Äh, das löst Empörung unter Wissenschaftlern aus? Die Ansprüche ein Wissenschaftler zu sein müssen in den letzten Jahrhunderten drastisch gefallen sein...
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31.08.2010 20:53 Uhr von Venne766
 
+3 | -0
 
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Politisches Magazin? Der Spiegel? Neee!!
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31.08.2010 21:21 Uhr von ptahotep
 
+9 | -0
 
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Grundgesetz: Das gebiet der ehemaligen DDR ist dem Gebiet der BRD mit Wirkung zum 01.09.1990 beigetreten. Von daher stellt es IMHO einen "Anschluss" dar...
Vom Sinn her das selbe, sind nur zwei verschiedene Worte. Es lebe die Rhetorik :/

BTW: Ich bin froh das dieser Beitritt so friedlich verlaufen ist. Es hätte auch passieren können das die Volkspolizei oder die NVA der DDR der Bevölkerung hinter her rennt und dann würde keiner von uns mehr existieren oder hätte je existiert.

---

Artikel 146

Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

----

Artikel 23 (in der Fassung vor dem 31.08.1990)

Dieses Grundgesetz gilt zunächst im Gebiet der Länder Baden, Bayern,
Bremen, Groß-Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen,
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein,
Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern. In anderen Teilen
Deutschlands ist es nach deren Beitritt in Kraft zu setzen.

[ nachträglich editiert von ptahotep ]
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31.08.2010 21:32 Uhr von norge
 
+11 | -1
 
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Was weiss die Grünentussi: die war 1990 ganze zehn jahre alt und kennt das ganze nur von mami und papi.
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31.08.2010 21:52 Uhr von quade34
 
+1 | -18
 
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31.08.2010 22:00 Uhr von anderschd
 
+2 | -1
 
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Klar Anschluß. War das nicht klar bis er es sagte? Wo ist das Problem?
Das am Boden Zerstörte tritt der blühenden Landschaft bei oder schließt sich an. Ich sehe keinen Unterschied, wenn doch das Ergebnis das Selbe ist.
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31.08.2010 22:32 Uhr von Aggronaut
 
+0 | -6
 
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Alter: Spalter ..immer diese ewig gestrigen.
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01.09.2010 07:55 Uhr von majastick
 
+8 | -1
 
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Er hat Recht: bis auf eines.....die DDR wurde nicht an die BRD angeschlossen sondern ich habe das Gefühl es war umgekehrt wenn ich mich in diesem Land umsehe und was die Politik etc. hier so treibt, da wäre sogar die SED und Stasi neidisch.
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01.09.2010 08:52 Uhr von DIDI1980
 
+6 | -1
 
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Interessant: ist der Passus, Platzeck würde mit dieser Aussage linkes Gedankengut übernehmen und sich der Linkspartei "anbiedern"

Für alle Verfechter des deutschen Staates lohnt ein Blick in das GG Art 146, denn da heißt es:
Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

Das ist der aktuelle Text.Vor 1990 hieß es da noch:
Dieses Grundgesetz verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

Natürlich konnte nur ein gesamtes vereinigtes Deutschland eine Verfassung wählen, das wusste die Gründerväter der BRD und der DDR genau. Doch dass das mal Eintritt daran haben doch die Siegermächte nicht im Traum geglaubt.
Also hat man nach Eintritt des Unwahrscheinlichen einfach den Text angepasst und gut. Die DDR wurde an die BRD angeschlossen, genau so wie es Kohl und Co. gesagt bekamen, denn bei einer echten Vereinigung hätte es auch eine Wahl zu Verfassung geben müssen, und wer sollten den wollen. dass ein Volk sich selber eine Verfassung gibt. Das Volk soll dumm und unschuldig bleiben und nicht denken und aktive Beteilung an der Politik fordern, die so schon ohne den Willen des Volkes funktioniert.

http://www.dradio.de/...

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