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Erlkönig-Unfall: Daimler-Mitarbeiter fährt Mann zu Tode - Gericht fällt Bewährungsurteil

Nach einem Unfall im April stieg ein 26-Jähriger auf der A 81 bei Rottweil aus seinem Auto, als ihn ein Erlkönig mit 170 Stundenkilometern erfasste und tötete. Wegen fahrlässiger Tötung wurde gegen den Daimler-Mitarbeiter ermittelt. Nun fiel das Urteil.

Weil er die nächtlichen Sichtverhältnisse und die unklare Verkehrslage grob außer Acht gelassen hatte, wurde eine einjährige Bewährungsstrafe ausgesprochen. Ein Gutachten hatte ergeben, dass die Unfallstelle schon von gut einem halben Kilometer Entfernung aus zu sehen war.

Da der 52-Jährige jedoch mit über 200 Stundenkilometern über die Autobahn gefahren war, konnte er nicht schnell genug reagieren. Zwei Ersthelfer des ersten Unfalls konnten sich knapp vor dem herannahenden Erlkönig retten. Der 26-Jährige hingegen war auf der Stelle tot.


WebReporter: seeinfos
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Unfall, Gericht, Fahrer, Bewährung, Erlkönig
Quelle: www.suedkurier.de

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31.08.2010 16:45 Uhr von seeinfos
 
+1 | -0
 
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In der Quelle Näheres zum Unfall, zum laufenden Verfahren und zum Urteil. Außerdem gibt es eine Bildergalerie von der Unfallstelle.
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31.08.2010 17:29 Uhr von RMK
 
+4 | -2
 
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Meiner Meinung nach: war das auch fahrlässige Tötung, nur viel zu milde bestraft!
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31.08.2010 17:30 Uhr von stufstuf
 
+8 | -2
 
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@ ImmerNurIch: Nicht unbedingt. Die Tochter einer Arbeitskollegin meiner Mutter wurde bei einem Autounfall getötet. Mit ihr noch das ungeborene Kind und die Beifahrerin. Auf der Rückbank saß noch ein Mann, der zwar überlebt hat, aber seitdem gelähmt ist.

Grund für den Unfall: einer anderen Frau ging es nicht schnell genug und sie durch ein waghalsiges Überholmanöver den Unfall verursacht hat (natürlich hat sie keinen Kratzer abbekommen).

Urteil: Augenblicksversagen

Strafe: 900 €!!! Das war´s. Kein Führerscheinentzug, nix! 900 € für zwei Tote (drei, wenn man das Baby mitzählt) und einen Mann, der nie wieder laufen kann.
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31.08.2010 17:39 Uhr von Johnny Cache
 
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Huh? Wenn die Unfallstelle aus 500m erkennbar gewesen ist hätte er selbst bei dieser Geschwindigkeit noch rechtzeitig zum stehen kommen können müssen. Von daher kann man eigentlich nicht von nicht angemessener Geschwindigkeit reden sondern vielmehr davon daß er mal richtig gepennt hat.
Nicht daß es das Ergebnis besser macht, aber überhöhte Geschwindigkeit war jedenfalls nicht die Ursache.
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31.08.2010 17:42 Uhr von dr.b
 
+3 | -2
 
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@immernurich: "Führerschein des 52-Jährigen bis auf weiteres eingezogen"

bedeutet erstmal auf Lebenszeit...., sicherlich wird er den theoretisch mal neu machen dürfen...irgendwann mit entsprechenden Hürden, MPU etc.
Man kann darüber streiten ob in Deutschland schuldhafte Unfälle zu milde bestraft werden oder nicht, aber das er als Daimlermitarbeiter besser davon gekommen wäre oder ist wie andere ist Unsinn.
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31.08.2010 17:43 Uhr von Starbird05
 
+3 | -3
 
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Ich möchte den Fahrer des Erlkönig´s: jetzt nicht in Schutz nehmen.....

Aber wenn ihr schon mal so ca. 250 km/h drauf hattet, wisst ihr wie schnell alles an einen vorbei geht.

Da sind zb. 100m Entfernung ein Witz und wie es sich aus der News raus hört, wurde der 26 Jährige "Nur" mit 170 km/h getroffen. Also hat er gebremst und wollte das alles gut läuft.

In Deutschland gibt es eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h bei alles was höher ist, kann es probs geben und das ist jetzt hier passiert.

Aber bedenkt die schlimmste Strafe die der Fahrer des Erlkönigs jetzt hat. Er hat einen Menschen auf dem Gewissen.... er kann bestimmt nicht mehr gut schlafen
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31.08.2010 17:43 Uhr von fallobst
 
+0 | -5
 
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@ immernurich: das hat diesmal nichts mit bevorzugung zu tun. das hat einfach mit der tatsache zu tun, dass autounfälle mit todesfolge, also fahrlässige tötung mit dem auto, total lasch bestraft werden. und das gilt für alle. das ist die schweinerei an der ganzen sache. wer wie eine sau (und sei es noch unter drogen, oder was auch immer für einen einfluss stehend) fährt und dann was verbockt, sollte genau so verurteilt werden wie einer, der mit einer waffe durch die gegend schießt. es ist dann nämlich absehbar, dass über kurz oder lang leute zu schaden kommen können und werden.

aber das wird in deutschland nicht passieren. hier kannst du auch weiterhin im suff ganze familien zu tode fahren ohne auch nur ansatzweise hart bestraft zu werden. gab ja diesbezüglich schon genug urteile.

[ nachträglich editiert von fallobst ]
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31.08.2010 17:57 Uhr von dr.b
 
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@Starbird05: Stimmt, wenn der mit 130 gefahren wäre....und hätte dabei einen Mann der Nachts ohne Warnweste auf der Autobahn steht überfahren, dann wäre die Strafe nochmal deutlich milder ausgefallen.
Natürlich zieht allein das Wort Erlkönigfahrer wieder viele Hasstriaden an, aber im Grunde kann sowas in abgeschwächter Form jedem leicht passieren. Wenn es Nachts regnet, kann schon laut einem Gutachter 80 schon zu viel sein...doch wär von denen die schreien hält sich selber daran?
Und wenn dann ist da eine Unfallstelle, gut die mag man sehen...die Autos und fährt dran vorbei....mitten über den Typen der auf der Straße stand den man nicht sah.
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31.08.2010 18:11 Uhr von DTrox
 
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Also mal ehrlich: Ich bin eine Zeit lang viel gefahren, auch Nachts. Und wenn die Autobahn frei ist und die Begrenzung aufgehoben, dann fahren da nicht gerade wenige 200 km/h. Ich gehöre da ebenso zu. Aber dann, genau dann, hefte ich doch meinen Blick erst recht penibel auf den Horizont und stell mich schon fast aufs Bremsen ein! Wie kann man denn bitte Nachts ganze vier Autos mit Warnblinker übersehen.

Wer bei ein solchen Geschwindigkeit so grob fahrlässig handelt, und davon gehe ich mal aus, wenn man sowas nicht sieht, dann sollte man über mehr als eine Bewährungstrafe nachdenken. Wenn ein Gutachten 500 Meter ergibt, und das kann ich mir bei Nacht und Warnblinker auf einer Autobahn ohne Begrenzung sehr gut vorstellen, dann hatte er immer noch gute 5 Sekunden um mal ordentlich auf die Bremse zu treten (500 - 200 m Bremsweg bei Vollbremsung = 60 m * 5 Sek).

[ nachträglich editiert von DTrox ]
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31.08.2010 18:34 Uhr von mario_o
 
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Schade, dass über den Unfallhergang des vorausgegangen Unfalls so wenig bekannt ist. Ich frage mich, ob der 26-jährige denn zwangsweise auf der linken Spur anhalten musste oder ob er sie nicht doch noch hätte räumen können... schließlich heißt es ja, dass man auf der BAB möglichst das Fahrzeug nach einem Unfall auf dem Seitenstreifen abstellen sollte, um die Gefährdung weiter Verkehrsteilnehmer auszuschließen.
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31.08.2010 23:26 Uhr von Dracultepes
 
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Wie sagte mir mal jemand:" Wenn du ein Unfall baust, dann bist du nicht angepasst gefahren".

Und nachher war die Beleuchtung schon vor dem Unfall im arsch. Möglich wäre es.
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02.09.2010 13:52 Uhr von HeeHoo
 
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Strafe: Die Strafe geht in Ordnung, letztendlich ist und bleibt es ein Unfall, glaube kaum das er den Typ mit absicht Totgefahren hat. Shit Happens

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