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Steuerreformen seit 1998 haben rund 335 Milliarden Euro gekostet

Im Rahmen eines Sondergutachtens zur aktuellen Finanzpolitik und insbesondere dem Sparpaket der Bundesregierung, haben die Wirtschaftsexperten von der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik festgestellt, dass das Primärkonzept Ausgabensenkung falsch sei. Denn der Staat habe ein Einnahmeproblem.

Die Steuersenkungen seit dem Jahr 1998 haben danach bis heute zu rund 335 Milliarden Euro Steuerausfällen geführt. Die kommenden Jahre schlagen sogar mit jährlich 50 Milliarden Euro Mindereinnahmen zu Buche.

Die Krisenkosten, etwa durch das Einsparen von 1,8 Milliarden Euro bei Hartz-IV-Empfängern oder vier Milliarden bei der Arbeitsagentur, zu bewältigen, wird daher von den Experten kritisiert. Notwendig sei es z.B., in den Bereichen Kapitalerträge, Körperschafts- und Erbschaftsteuer, sowie Finanztransaktionen zu reagieren.


WebReporter: user_1
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaft, Kritik, Steuer, Reiche, Steuersenkung, Ökonom
Quelle: www.fr-online.de

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31.08.2010 10:25 Uhr von frederichards
 
+11 | -0
 
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Glückwunsch - mal eine objektive Betrachtung: Natürlich gab es auch Erleichterungen bei den Masseneinkommen, aber die großen Steuervorteilvolumina liegen ganz klar in der Finanzwirtschaft, dort kann man Geld verdienen ohne wirklich zur Kasse gebeten zu werden, wenn man nicht Normalverbraucher ist, versteht sich. Eine Bank muss man schon haben als Plattfom.

Die Erbschaftssteuer wird eher weniger bringen, da die Menschen ihr Hab und Gut verschachern müssen, um im Alter ein Altenheim finanzieren zu können...da blebt beim Normalerverbraucher nichts übrig. Und nur die oberen 10000 oder die sog. Bürgerschicht zu besteuern ist kaum ausreichend.

Ich würde generell mit der Finanzwirtschaft auch immer die Pharma mit ins Boot nehmen, die haben gegenläufige Erfolge ohne nennenswerte Besserversorgung herzustellen, sondern sogar schlechtere Versorgung der Versichterten zur Folge gehabt.

[ nachträglich editiert von frederichards ]
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31.08.2010 11:10 Uhr von majastick
 
+8 | -0
 
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Schwarz: ist dank diesem Steuersystem meine Lieblingsfarbe geworden und mein Motto lautet dieser Regierung gegenüber "Wenn du keine andre Wahl hast gib ihm, mach was der Staat macht, f.ck ihn!" Egal ob Handwerker, Architekt oder sonstwer....ich gönne es jedem der jeden cent vor diesem Staat in Sicherheit bringt!
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31.08.2010 11:10 Uhr von ptahotep
 
+2 | -1
 
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Wie wäre es: die Steuern zu senken, so das von den Nachbarländer wieder Valuta nach Deutschland gebracht wird und nicht die grenznahen Anwohner ihr Geld ins benachbarte Ausland tragen?
Allerdings muss vorher eine gesetzliche Preisbindung eingeführt werden, so frei nach dem Motto Hersteller und Handel darf im Gegenzug die Preise nicht erhöhen sondern muss die Steuersenkung an die Verbraucher weiter geben...
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31.08.2010 12:04 Uhr von Man1
 
+3 | -1
 
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tja ich würd mal sagen, dass haben sie gefickt eingeschädelt.

Auf Bundesebene regierten SPD und Grüne gemeinsam von 1998 bis 2005.

DANKE für den Mist!
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31.08.2010 12:22 Uhr von a.j.kwak
 
+6 | -1
 
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@Man1: "Die kommenden Jahre schlagen sogar mit jährlich 50 Milliarden Euro Mindereinnahmen zu Buche"
Die Schwarzen hatten 5 Jahre Zeit was dran zu ändern und jetzt wirds noch schlimmer, bedank dich doch mal bei denen...

[ nachträglich editiert von a.j.kwak ]
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31.08.2010 13:02 Uhr von sicness66
 
+4 | -0
 
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Ein hoch auf den Neoliberalismus. Mir kommt das Kotzen wenn gebetsmühlenartig weiterhin Steuersenkungen gefordert werden.

Dass sich die Anzahl der Tafeln seitdem verachtfacht hat, die Kinder- und Altersarmut steigt, der Niedriglohnsektor ausgebaut wird; Schulen, Kindergärten, Spielplätze verelenden, wird am Ende ehh keinen interessieren. Hauptsache wir haben unsere Wettbewerbsposition in Europa ausgebaut...
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31.08.2010 13:11 Uhr von ROBKAYE
 
+9 | -1
 
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@Man1: Das hat mit Rot-Grün-Schwarz-Gelb nichts zu tun... das Problem ist, dass nicht mehr die Politik die Gesetze macht, sondern Finanzelite und Großunternehmen, welche durch massive Lobbyarbeit die Politik unter Druck setzen, was zu Entscheidungen verleitet, welche nicht im Sinne des Volkes sind.
Die Deregulierung der deutschen Finanzmärkte (inkl. Abschaffung von Kapitalertragssteuern) wurde seitens SPD und Grüne nur durchgezogen, weil Herr Ackermann ihnen eingebläut hat, dass die Finanzinstitute von Deutschland abwandern würden, würde die Politik keinen anderen Kurs einschlagen... und genau so läuft es immer ab. Es wird gedroht, es wird schwarz gemalt und schon knicken Politiker, die keine Ahnung oder aber kein Rückgrat haben, ein.

Die wichtigste Aufgabe seitens der Politik wird in Zukunft sein, dem Finanz- und Industrie-Lobbyismus einen Riegel vorzuschieben, sonst blicken wir bald alle in einen tiefen Abgrund. Und CDU / FDP traue ich diesen Schritt mit Sicherheit als letztes zu. Die einzigen Parteien, denen ich abnehme was dagegen zu tun, sind die Grünen und die Linkspartei.

[ nachträglich editiert von ROBKAYE ]
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31.08.2010 14:20 Uhr von meks3478
 
+3 | -0
 
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Das wusste man schon damals! Nur intressiert es keinen Politiker wer was weiß solange derjenige nicht zur Wahl geht!!!

Was ist n eigentlich mit den Unternehmen die damals "Privatisiert" wurden? Die machen jetzt Riesengewinne am Volk vorbei. In die Taschen von wem???

@ROBKAYE
Das wird schwer die sitzen alle in einem Boot und eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Schonmal den "abgehobenen" Lebenstil unserer "bodenständigen" Politiker gesehen?

[ nachträglich editiert von meks3478 ]
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31.08.2010 14:45 Uhr von SXMPanther
 
+3 | -2
 
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Ihr habt es: immer noch nicht ganz verstanden. Wenn die Regierung von Sparen spricht und fordert die Gürtel enger zu schnallen dann läuft das ganz anderst als ihr das vielleicht denkt.
Jeder Normalbürger versteht unter Sparen die Ausgaben zu kürzen während die Einnahmen gleich bleiben. Die Regierung versteht unter Sparen allerdings die Einnahmen zu erhöhen um mehr Ausgaben haben zu können. Bei den Ausgaben wird nicht gespart, und wenn doch werden die gesparten Mittel woanders versenkt (Diätenerhöhung, Milliarden ins Ausland, usw usw). Sparen und Sparen sind 2 unterschiedliche Paar Stiefel.

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