Steuerreformen seit 1998 haben rund 335 Milliarden Euro gekostet
Im Rahmen eines Sondergutachtens zur aktuellen Finanzpolitik und insbesondere dem Sparpaket der Bundesregierung, haben die Wirtschaftsexperten von der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik festgestellt, dass das Primärkonzept Ausgabensenkung falsch sei. Denn der Staat habe ein Einnahmeproblem.
Die Steuersenkungen seit dem Jahr 1998 haben danach bis heute zu rund 335 Milliarden Euro Steuerausfällen geführt. Die kommenden Jahre schlagen sogar mit jährlich 50 Milliarden Euro Mindereinnahmen zu Buche.
Die Krisenkosten, etwa durch das Einsparen von 1,8 Milliarden Euro bei Hartz-IV-Empfängern oder vier Milliarden bei der Arbeitsagentur, zu bewältigen, wird daher von den Experten kritisiert. Notwendig sei es z.B., in den Bereichen Kapitalerträge, Körperschafts- und Erbschaftsteuer, sowie Finanztransaktionen zu reagieren.