31.08.10 09:34 Uhr
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Forscher rätseln über den Sinn von Krankheiten

Atul Butte von der Stanford-Universität und sein Team wollen in Erkenntnis bringen, was für einen Sinn Krankheiten haben. Krankheiten laufen nämlich gerade dem normalen Ablauf der Evolution entgegen. Denn laut den Regeln der Evolution sterben krankhafte Lebewesen einfach aus.

Beim Diabetes Typ I zum Beispiel kann man erkennen, dass die Krankheit immer häufiger auftritt, obwohl sie nur mit Medikamenten beherrschbar ist. Bei dieser Form der Erkrankung glauben die Forscher nun, bereits einen sekundären Nutzen gefunden zu haben.

Menschen, die gut mit Insulin eingestellt sind, sind meist unempfindlicher gegenüber anderen Krankheiten wie Parasitenbefall, Bakterien und Viren. Allerdings ist noch unklar, ob die Krankheitsgene selbst oder Vorgänge, die durch die Gene ausgelöst werden, diesen Schutz verursachen.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Gesundheit, Krankheit, Forschung, Gen, Diabetes, Sinn
Quelle: www.welt.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.08.2010 09:50 Uhr von Jlaebbischer
 
+47 | -12
 
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Hätte da eine Theorie: Wie wäre es mit einem Regulierungsmechanismus der Natur, wenn das Gleichgewicht der Arten nicht mehr besteht.

Wenn eine Art "zu mächtig" wird, müssen halt Krankheiten dafür sorgen, dass die Population auf einer gesunde Grösse geschrumpft wird.
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31.08.2010 10:00 Uhr von GatherClaw
 
+23 | -3
 
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Wie wäre es wenn man es ganz natürlich betrachtet. Schlechtes Erbgut wird ausgesondert, durhc was auch immer. Wir greifen mit unseren Medikamenten in diese Regulierung ein. Somit bleibt schlechtes Erbgut erhalten was dann weiter gegeben wird.

Thats Nature ...
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31.08.2010 10:02 Uhr von -canibal-
 
+6 | -4
 
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Jlaebbischer: hm...möglich...
Das könnte die, oder ein Teil der Wahrheit sein, warum wir krank werden...
Meine Überlegung geht in eine etwas andere Richtung. Krankheit hat meiner Meinug nach etwas mit innerer "Entwicklung" und "Wachstum" zu tun. Vergleichbar mit konstanter Evolution, da nie irgendetwas stillsteht. Stagnation gibt es eigentlich nicht wirklich. Alles entwickelt sich immer rirgendwohin. Die Bücher von Rüdiger Dahlke sind da sehr interressant, da er die These vertritt, dass Krankheit und Krise zur (persönlichen) Entwicklung dazugehören.
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31.08.2010 10:02 Uhr von -canibal-
 
+1 | -1
 
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hoppla: 2 mal...?!

[ nachträglich editiert von -canibal- ]
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31.08.2010 10:18 Uhr von kirkpatrik
 
+12 | -6
 
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Welcher: Schafzipfel hat den für die ersten drei Antworten ein Minus gegeben.
Sie haben doch recht. Ausserdem ist der Mensch auch nur ein Tier. Mit dem Unterschied, dass er meint, über allem Anderen zu stehen.
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31.08.2010 10:21 Uhr von Dimi369
 
+5 | -2
 
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Zufall! Irgendwie klingt es so, als versuche man einen Plan dahinter zu finden ... oO

Es ist einfach Zufall, dass es Teilchen gibt die sich mit anderen Teilchen nicht verstehen!
Tierarten kommen und gehen und zum Glück haben wir ein Bewusstsein entwickelt und können dadurch mitpfuschen!
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31.08.2010 10:33 Uhr von chitah
 
+5 | -0
 
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Mal ne dumme Frage:

Hieß es nicht immer das gerade Diabetiker bei Grippe gefährdet sind? Gelten die nicht immer bei Pandemien als Risikogruppe mit Grunderkrankung?

Wie paßt das jetzt mit dieser Aussage zusammen: "Menschen, die gut mit Insulin eingestellt sind, sind meist unempfindlicher gegenüber anderen Krankheiten wie Parasitenbefall, Bakterien und Viren."?
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31.08.2010 10:34 Uhr von Sneik
 
+2 | -4
 
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...genau Krankheiten regulieren die Überpopulation. Aber wenn ich sage dass das mit der Homosexualität wohl von der Natur aus genauso gewollt ists heißts ich bin ein Schwulenhasser und Intolerant...
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31.08.2010 10:42 Uhr von Nebelfrost
 
+0 | -10
 
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31.08.2010 11:06 Uhr von -canibal-
 
+6 | -1
 
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nagut Nebelfrost: [...]krankheiten sind ein regulierungsmechanismus der natur, damit eine bestimmte art nicht zu zahlreich wird und damit das ökologische gleichgewicht aushebelt[...]

könnte in bestimmten Bereichen zutreffen, keine Ahnung.
Aber erklär mir mal, wieso z.B. Kinder generell sehr oft krank sind. Sie haben Schnupfen, sie haben Masern...sie haben Fieber...sie haben Durchfall...und und und...dauernd ist irgendwas los, aber will da die Natur per Auswahlverfahren dagegen halten oder uns aus dem kollektiven "Ihr seid zu viele auf dem Planeten geworden" herausdezimieren...?? Komisch...diese These passt so irgendwie nicht, denn die Menschen werden ja seltsamerweise auch wieder gesund...und nichts mit Dezimierung..!! Auch Krebs ist mittlerweile sehr heilbar geworden...sogar Aids...! Und "degenerative" Krankheiten, die aus ungesunder Ernährung, Stress und zuwenig Bewegung entstehen sind "hausgemacht" und nicht die Rache der Existenz...

also!...warum werden wir dann krank und erholen uns wieder davon...? Eigentlich ne gute Frage.
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31.08.2010 11:06 Uhr von -canibal-
 
+1 | -0
 
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sorry: wieder 2 mal

[ nachträglich editiert von -canibal- ]
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31.08.2010 11:28 Uhr von -canibal-
 
+1 | -0
 
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aspartam_gift: eigentlich unfreiwillig...
meine Maus ist nicht mehr die jüngste...:-)) ich merkte seit ein paar Wochen, dass bei nur einem "klick" sowas wie en "Doppelklick" passiert...der Grund dafür liegt wohl in der (verschmutzten) Mauselektronik...sollte sie vielleicht mal reinigen

:)
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31.08.2010 11:54 Uhr von chefcod2
 
+3 | -0
 
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@canibal: Das Problem mit den Doppelklicks htte ich mit meiner Razer Copperhead schon zweimal gehabt.. mit der neuen Maus passiert das mit dem Doppelpost aber auch.

Zum Thema:
Muss eig. immer alles einen Sinn ergeben? Meiner Meinung nach sind das alles Zufälligkeiten, das Leben ist für jede Spezies hart, wobei wir Menschen mit unserer ausgeprägten Intelligenz nun ein Level erreicht haben, an dem fast nichts unmöglich scheint.
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31.08.2010 12:04 Uhr von Nebelfrost
 
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@-canibal-: also krebs ist noch immer die geisel der menschheit. jeder dritte todesfall in deutschland, der nicht auf bloße altersschwäche zurück zu führen ist, wird mittlerweile durch krebs verursacht. und selbst aktuelle behandlungsmethoden verprechen oftmals nicht wirklich eine heilung, häufig zögern sie das fortschreiten der erkankung nur hinaus. richtig wirksame mittel, die krebs zu einer harmlosen krankheit machen, gibt es noch nicht. wäre schön wenn es so wäre.

von aids wurde offiziell noch kaum jemand geheilt. es gibt weltweit nur einige wenige offiziell dokumentierte fälle, in denen ein patient von aids geheilt wurde. das risiko an aids irgendwann zu sterben liegt bei 99,9%.

und wenn die menschen viele der schlimmeren krankheiten überleben, dann liegt das in einem großen prozentsatz der fälle an den heutigen medizinischen bahandlungsmöglichkeiten, den guten hygienischen verhältnissen und medikamenten, die es früher nicht gab, weswegen z.b. im mittelalter viele menschen menschen an krankheiten starben, die heute als harmlos oder als nahezu ausgerottet gelten. der mensch hat sich in diesem punkt also über die natur gestellt und trotzt diesem regulierungsmechanismus immer mehr.

es gibt natürlich auch krankheiten die generell und auch ohne behandlung harmlos sind und die chance daran zu sterben gleich null, wie z.b. eine erkältung. doch auch hier kommt es auf das immunsystem an. selbst eine erkältung ist normalerweise tödlich. es kommt nur darauf an, ob die körpereigenen abwehrkräfte die viren erfolgreich bekämpfen können bzw ob der körper eine gewisse immunität gegen die erreger aufweist. ist dies nicht der fall, kann auch eine erkältung tödlich enden. dies konnte man im 16. jhd. erleben, als in europa als harmlos geltende infektionskrankheiten, die von den ersten siedlern in nordamerika eingeschleppt wurden, zum teil ganze indianerlager auslöschten, da die erreger für das immunsystem der indianer unbekannt waren und daher keine natürliche immunität bestand. ähnliches ist bei immunsupressiven menschen bekannt. auch diese können an für andere harmlosen erregern sterben.

zuden wird auch hier wieder deutlich: dessen imunsystem die erreger erfolgreich abwehren kann, der überlebt und wird wieder gesund. die bei denen das immunsystem nicht widerstandsfähig genug ist, sterben daran.
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31.08.2010 12:12 Uhr von Nebelfrost
 
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@getschi: lies mal meinen beitrag von eben ;-)
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31.08.2010 12:13 Uhr von stitch
 
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@canibal: Gerade Masern sind eine Krankheit, gegen die sich die Resistenz erst nach der Geburt bildet und die nicht vererbt wird. Nach der einmaligen Infektion ist man gegen Masern lebenslang immun. Wenn man die Infektion überlebt... Wenn das keine Auslese ist, dann weiß ich ja auch nicht. ;-)

Ich glaube, es ist Quatsch einen sekundären Nutzen von Diabetes zu suchen. Da die Krankheit auch erst nach der Geburt ausbricht ist es wahrscheinlich, daß früher ein Großteil der Betroffenen daran gestorben ist, ergo: natürliche Auslese. Und heute sind sie nur resistenter gegen andere Dinge weil sie sich in den allermeisten Fällen zwangsweise erheblich gesünder ernähren.
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31.08.2010 13:40 Uhr von ProHunter
 
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es ist doch ganz logisch: Stellt euch vor die Menschen wären noch in der Steinzeit und jetzt bekommen einige von denen diabetes... es gibt keine medikamente also können sie ihr erbgut nicht weitergeben und dadurch verbreitet sich diabetes nicht so stark.... soo wenn man sich die menschheit jetzt ansieht dann erkennt man das Medikamente mittlerweile Millionen vielleicht sogar milliarden menschen am Leben erhalten und ohne sie würden sie schon garnicht mehr leben... dass ist ja eigentlich auch ein problem dass wir in mehreren Jahrtausenden haben werden wenn die rate der Behinderten, Kranken(erbkrnakheiten) Menschen ins unermessliche steigt... man hat auch die Technologie soetwas mittlerweile zu verhindern(genpool vermischen, also das die Medizin den richtigen Partner, bzw den Vater aussucht usw...) darum sollte man (ich weiß das wäre irgendwie eingrenzung der freiheit usw...) festlegen wer Kinder griegen darf und wer nicht! es muss nicht jetzt sein aber später irgendwann wird das noch sehr große probleme machen, falls wir bis dahin noch existieren

[ nachträglich editiert von ProHunter ]
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31.08.2010 18:59 Uhr von snfreund
 
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von: haus aus wird der mensch nicht krank, durch umgebungseinflüsse welcher art auch immer wird der organismus regelrecht gezwungen, krankheiten oder krank machende einflüsse zubekämpfen, ....mehr oder weniger erfolgreich

[ nachträglich editiert von snfreund ]
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31.08.2010 19:38 Uhr von hofn4rr
 
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ernährung: diabetiker stellen ihre ernährung auf gesündere nahrung um.

sie stopfen sich keine süßigkeiten mehr in den mund, oder futtern unkontrolliert tierische eiweise.

die umgestellte ernährung klingt in dem zusammenhang für mich daher am plausibelsten.


>> Sinn von Krankheiten <<

wenn man krankheiten (symptome) vermehrt als warnung verstehen würde, wäre der schritt zur heilung oftmals kleiner als man denkt.



[ nachträglich editiert von hofn4rr ]
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01.09.2010 01:31 Uhr von wildmieze
 
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@hofn4rr: Och .. als Typ-I-Diabetiker kann ich Dir sagen, daß die modernen Insuline durchaus mit Süßigkeiten fertig werden .. und wenns man richtig berechnet, auch mit größeren Mengen. Besonders dann, wenn die Süßigkeit auch noch gut fetthaltig ist (Schokolade zB) .. Ist aber vom Einzelfall abhängig, wie der Körper und das Insulin auf welche Mengen in welchem Zeitraum reagieren, das muss man austesten .. aber ich persönlich kann zB besser ne Tafel Schokolade essen als ne handvoll Weintrauben ;)

.. und auf tierisches Eiweiss müssen Typ-I-Diabetiker normalerweise auch nicht achten. Höchstens in Verbindung mit der Gewichtskontrolle, aber für den Zuckerspiegel isses wurscht. Der letzte Typ-I-Diabetiker, den ich kenne, der zusätzlich zu den Brot-Einheiten noch Fett- und Eiweiss-Einheiten einhalten musste, war meine Oma, und die ist vor fast 30 Jahren mit knapp 80 gestorben ;)

Zum Thema:
Klar fragt man sich, warum man krank wird. Chronisch Kranke wie ich vermutlich sogar recht häufig .. ich denke, daß wir einfach nicht perfekt sind.. da treten zwangsweise bei irgendjemandem "Fehler" auf. Und wenn man älter wird und der Verschleiß dazu kommt, sind solche Fehler halt häufiger ..
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01.09.2010 01:34 Uhr von cheetah181
 
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ohje: Es geht hier nicht um Krankheiten allgemein, sondern ausschließlich um genetisch vererbte Krankheiten.

Der "Sinn" von Viren und Bakterien ist nämlich klar: Sie existieren, weil ihre Vorfahren gut im vermehren waren, genauso wie andere Lebewesen.

Die Natur braucht auch keinen Regulierungsmechanismus, falls eine Spezies sich zu stark vermehrt. Den gibt es schon, er heißt verhungern.

Dass Diabetes Typ II gerade in Schwellenländern wie Indien jetzt verstärkt auftritt, liegt imo daran, dass es zu ärmeren Zeiten von Vorteil war, Nahrung besonders gut zu verwerten. Jetzt, wo der Reichtum steigt, werden dadurch Zivilisationskrankheiten ausgelöst.
Das mit Diabetes Typ I war mir allerdings nicht bekannt. Erinnert etwas an zystische Fibrose, da vermutet man auch, dass die Krankheit noch nicht ausgestorben ist, da die leichte Form einen Schutz vor Tuberkulose bietet.
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01.09.2010 10:36 Uhr von JesusSchmidt
 
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warum muss immer alles einen sinn haben? welchen sinn hat denn das leben ansich? außer 42 nicht viel. :)
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01.09.2010 17:49 Uhr von unomagan
 
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Vielleicht: ist das "große" Plan der Natur. Wenn wir in das Weltall fliegen würden ohne je Krank gewesen zu sein. Würden wir wohl dort sterben wie die Fliegen :)

[ nachträglich editiert von unomagan ]
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02.09.2010 09:57 Uhr von aaargh
 
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Weil der Molekülverbund "Virus" oder "Bakterium" auf einem niedrigeren Energieniveau liegen als ohne Verbund.

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