28.08.10 14:09 Uhr
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Sonnenflecken beeinflussen die Tageslänge auf der Erde

Es sind mittlerweile einige Faktoren bekannt, welche die Tageslänge auf der Erde beeinflussen. Zu ihnen zählen beispielsweise Unterschiede in Wind- und Wasserströmungen, die den Drehimpuls der Erde geringfügig verlangsamen oder beschleunigen, wodurch Abweichungen im Millisekundenbereich entstehen.

Ein Team um Jean-Louis Le Mouël vom Institut für Geophysik in Paris hat nun herausgefunden, dass Sonnenflecken ebenfalls Einfluss auf die Tageslänge nehmen. Die Auswertung von Daten, die im Zeitraum von 1962 bis 2009 gesammelt wurden, zeigt einen Zusammenhang mit dem elfjährigen Sonnenfleckenzyklus.

Le Mouël untersuchte die Auswirkung der Sonnenflecken auf die saisonalen Windströmungen. Demnach haben die Winde einen größeren Einfluss auf die Tageslänge, wenn wenig Sonnenflecken vorhanden sind und umgekehrt. Verantwortlich dafür ist vermutlich die Aufheizung der Stratosphäre durch UV-Strahlung.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Tag, Erde, Sonne, Sonnenfleck
Quelle: www.newscientist.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.08.2010 14:09 Uhr von alphanova
 
+18 | -3
 
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Für den Alltag sind die geringen Abweichungen natürlich relativ unbedeutend. Trotzdem können die Ergebnisse unser Verständnis von den komplexen Wechselwirkungen zwischen Sonne und Erde vertiefen.
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28.08.2010 14:18 Uhr von Marknesium
 
+11 | -8
 
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gut zu wissen: aber mal ehrlich, die paar millisekunden unterschied ?

ich will gar nich wissen wieviel millionen €/$ wurden da reingesteckt :/
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28.08.2010 15:32 Uhr von Sev
 
+10 | -3
 
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@Marknesium: Es gibt nichts wichtigeres als Forschung. Ohne Forschung gibt es keinen Fortschritt, ohne Fortschritt werden wir niemals unsere gesellschaftlichen Probleme überwinden.

Auch wenn du den direkten Bezug zwischen Sonnenfleckenforschung und Hungersnöten sicher nicht herzustellen imstande bist, so ist die Erforschung unseres Universums doch ein essenziell wichtiger Bestandteil zur Fortexistenz unserer Spezies.

Sonnenflecken haben Einfluss auf unser Klima und wie du dir vielleicht vorstellen kannst, hat unser Klima Einfluss auf unsere Ernten. Und von unseren Ernten, wer hätte das gedacht, hängt unser Überleben ab.

Ich find´s witzig, dass bei jedem Artikel über Forschung irgendwelche Leute aufkreuzen und nach dem Sinn fragen und was das denn alles gekostet hat. Das ist doch völlig belanglos!

Wenn wir unsere gesamten Kapazitäten auch nur auf irgendetwas wirklich konzentrieren sollten, dann auf unsere Weiterentwicklung. Denn eines ist klar. Irgendwann ist dieser Planet erschöpft. Irgendwann reicht der Platz hier einfach nicht mehr aus. Alles was uns dann hilft, Alternativen zu finden, kann doch nur von Vorteil sein. Und dafür brauchen wir nichts auch nur ansatzweise so dringend wie die Grundlagenforschung.
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28.08.2010 17:03 Uhr von Marknesium
 
+1 | -6
 
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@ Sev: ich glaube du hast mich nicht ganz verstanden, und steigerst dich gleich mit deiner unötigen meinung rein.


gut wenn du meinst das du mich kennst:
herzlichen glückwunsch.


Forschung ist gut und wichtig, das is 1 grund weshalb ich biochemiker wurde.

aber die "forschung" für drehimpuls und etc. finde ich geldverschwendung.

[ nachträglich editiert von Marknesium ]
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28.08.2010 17:11 Uhr von alphanova
 
+5 | -2
 
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@Marknesium: Das ist letztendlich auch immer eine Frage der eigenen Interessen.
Ebenso wird es Wissenschaftler geben, die biochemische Forschungen für Geldverschwendung halten, weil ihr Gebiet beispielsweise die Mathematik ist.
Die "Wichtigkeit" verschiedener Forschungsgebiete lässt sich nicht objektiv miteinander vergleichen. Jedes ist für sich selbst genommen wichtig.
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28.08.2010 17:25 Uhr von Marknesium
 
+0 | -0
 
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@Alpha: ja natürlich, geb dir darin auch vollkommen recht.

aber es gibt ja auch grenzen.

es wird. zb. ein chemiker alleine schon wegen den reagenzien mehr kapital brauchen, als ein mathematiker
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28.08.2010 17:53 Uhr von alphanova
 
+3 | -1
 
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@Marknesium: jepp, das Beispiel sollte nur die unterschiedliche Sichtweise verdeutlichen.

Ich glaube sogar, dass speziell dieses Projekt nicht so teuer war, wie andere Projekte, die ebenfalls vermeintlich unbedeutende Thematiken behandeln, weil der komplette Datenbestand ja schon vorhanden war. Es mussten keine "neuen" teuren Beobachtungen durchgeführt werden.
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29.08.2010 01:44 Uhr von EdwardTeach
 
+0 | -0
 
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Also vor: ein paar Jahren wurde gesagt dass die Abweichung pro Jahr ca 6/1000000 Sekunden beträgt. In dieser Zeit könnte man versuchen mal seine Weisheit zu steigern. Wäre bei einem Großteil der Menschheit mal an der Zeit meine ich.

Interessant wäre zu wissen ob auch diese Abweichung pro Jahr höher wird oder ob diese Länge konstant bleibt.

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