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Hartz-IV-Studie: Die Hälfte der Empfänger geht einer nützlichen Tätigkeit nach

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) ging in einer jetzt veröffentlichen Studie der Frage nach, was Hartz-IV-Empfänger in ihrer freien Zeit tun. Dazu wurden in einer repräsentativen Umfrage 10.000 Betroffene befragt. Die Ergebnisse widersprechen im Ganzen gängigen Vorurteilen.

Über die Hälfte der fünf Millionen ALG-II-Empfänger im arbeitsfähigen Alter betätigt sich mindestens 20 Stunden pro Woche in der Kindererziehung, der Pflege von Angehörigen, Weiterbildungen oder Fördermaßnahmen. Laut IAB sind nur etwa 60 Prozent davon zur Arbeitssuche verpflichtet.

Mehr als 80 Prozent der 15- bis 64-Jährigen Hartz-IV-Empfänger weisen Arbeitsmarkthemmnisse auf: Sie sind gering qualifiziert, bei schlechter Gesundheit, alleinerziehend oder haben einen Migrationshintergrund. Laut der Studie sind die meisten bereit, auch eine gering bezahlte Arbeit anzunehmen.


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WebReporter: ismael13
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Studie, Hartz IV, Empfänger, Vorurteil, ALG II
Quelle: www.iab.de

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42 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.08.2010 13:43 Uhr von ismael13
 
+35 | -8
 
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Wenn man´s ausrechnet, bleiben nur ca 800.000 HartzIV-Empfänger, bei denen die Arbeitsmotivation nicht nachgewiesen werden konnte, das sind also ca. 1% der Gesamtbevölkerung. Noch mehr Druck über die Grundsicherung zu machen, dürfte also gar nichts bringen, das macht die Lage der übrigen knapp 6 Millionen nur noch schwieriger, was etwa Gesundheitszustand und Qualifikation angeht, denn beides wird ja mit weniger Geld in der Tasche bekanntlich auch nicht besser. Geschweige denn die Kindererziehung
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27.08.2010 13:51 Uhr von Showtek
 
+22 | -31
 
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...Kindererziehung, der Pflege von Angehörigen...das war vor ein paar Jahren noch selbverständlich! Alles nur Sachen um die Zahlen schöner hinzustellen!
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27.08.2010 13:57 Uhr von Klassenfeind
 
+28 | -13
 
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Das man, um das: festzustellen, auch noch eine Studie braucht..-.

Peinlich !!


Einfach maln die Betroffenen befragen.....
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27.08.2010 13:58 Uhr von derNameIstProgramm
 
+11 | -13
 
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Auch: wenn eine Umfrage bei 10.000 Personen nunmal eine Umfrage unter 10.000 Personen ist und ich daher nicht der Meinung bin, dass man dadurch auf Millionen von Menschen hochrechnen kann (siehe Wahlprognosen), so sehe ich das Thema eigentlich genauso wie der Autor. Mehr Druck auf die Grundsicherung sollte nicht mehr sein.

Was aber die vom Autor genannten 800.000 Personen angeht, so sollte man Methoden finden gegen diese vorzugehen ohne die restlichen Empfänger zu benachteiligen. Denn diese 800.000 sind auch Schuld daran, dass die restlichen Hartz IV Empfänger nicht etwas mehr bekommen können.

[ nachträglich editiert von derNameIstProgramm ]
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27.08.2010 14:21 Uhr von DTrox
 
+7 | -3
 
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@Klassenfeind: Die Betroffenen fragen? Was meinst du, was bei dieser Umfrage wohl gemacht wurde?

Peinlich.
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27.08.2010 16:31 Uhr von BoltThrower321
 
+12 | -7
 
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@Perisecor: Halt einfach mal deine rassisten Finger bei dir!!!!

Zitat: ""Mehr als 80 Prozent der 15- bis 64-Jährigen Hartz-IV-Empfänger weisen Arbeitsmarkthemmnisse auf: Sie sind gering qualifiziert, bei schlechter Gesundheit, alleinerziehend oder haben einen Migrationshintergrund."

Oder, anders gesagt, Ballast für die Gesellschaft. "

Also sind deiner Auffassung nach alleinerziehene oder Ausländer Ballast??? Junge...hau von hier ab!!!! Deine scheiss drecks Hetze würde die in der Realität richtig schmerzhafte Probleme bereiten!

Deinen Beitrag hab ich angezeigt....mal gucken wie der Springer Verlag mal reagiert.
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27.08.2010 17:04 Uhr von Perisecor
 
+8 | -12
 
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@ BoltThrower321: Oh ja, ich böser Rassist (?). Gegen welche Rasse bin ich denn? Ist "faul und dumm" mittlerweile eine eigene Rasse oder wie begründest du deinen Vorwurf?

"Also sind deiner Auffassung nach alleinerziehene oder Ausländer Ballast?"

Ach, ich kenn genug Alleinerziehende die kein Hartz4 benötigen und Ausländer, der kein Hartz4 benötigt (nicht, dass ich Anspruch auf welches hätte), bin ich selbst.

"Junge...hau von hier ab!!"

Warum? Damit die Sozialschmarotzer die Plattform für sich alleine haben? Und auch noch weiter denken, sie wären im Recht?

"Deine scheiss drecks Hetze würde die in der Realität richtig schmerzhafte Probleme bereiten!"

Achwas, ich kann mir nämlich gutes und nahrhaftes Essen leisten :P Aber da sieht man halt auch die Unterschiede; Leute wie ich diskutieren und tragen Probleme mit Worten aus, deinesgleichen droht immer mit körperlicher Gewalt.

"Deinen Beitrag hab ich angezeigt."

Ich habe nichts anderes getan, als Teile der News zu zitieren. :)

Aber natürlich finden das Leute, die Hartz4 beziehen, nicht gut. Sehen sie doch immerhin ihr gutes Leben ohne einen Finger krumm zu machen in Gefahr.


Edit: Nicht vergessen darf man natürlich die Leute, die irgendwie ungerechtfertigt in Hartz4 geraten sind. Diese kleine Minderheit muss natürlich weiterhin voll unterstützt werden, keine Frage. Aber sowas sollte selbstverständlich sein.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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27.08.2010 17:11 Uhr von snfreund
 
+2 | -9
 
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****Mehr als 80 Prozent der 15- bis 64-Jährigen Hartz-IV-Empfänger weisen Arbeitsmarkthemmnisse auf: Sie sind gering qualifiziert, bei schlechter Gesundheit, alleinerziehend oder haben einen Migrationshintergrund.****

alleinerziehend sollte kein hemmnis sein, dem kann man durch einen kita platz entgegenwirken, von seiten der arge
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27.08.2010 17:17 Uhr von ismael13
 
+6 | -2
 
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@snfreund: Kindergartenplätze gibts in Deutschland ja bekanntlich auch nicht allzu viele...
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27.08.2010 17:20 Uhr von Perisecor
 
+5 | -12
 
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@ snfreund: Oder halbtags arbeiten etc.

Da gibt es viele Möglichkeiten.

Natürlich handelt es sich bei den meisten in dieser Statistik um die Mädels, die mit 14 oder 15 schwanger wurden und schon vorher keinerlei Aussicht auf einen erfolgreichen Job hatten.

Aber sowas darf man ja auch nicht sagen ;)

Alle "anständigen" Frauen und Männer, die alleinerziehend sind, werden das auch schaffen. Die Mutter meines besten Freundes hier in Deutschland hat damals, obwohl alleinerziehend, ein Floristikgeschäft besessen. Klar wurde da richtig viel gearbeitet und mein Freund musste viel helfen, er meint heute auch, dass es keine leichte Zeit war.

Aber mal ehrlich, was ist denn schon eine leichte Zeit?

@ ismael13

Ka was dieses Gerede immer soll. Zumindest hier in Süddeutschland ist das überhaupt kein Problem. Das Städte wie Berlin mit 600.000 Hartz4-Beziehern bei 3.6 Millionen Gesamtbevölkerung da vielleicht eher Probleme haben, mag ja sein, aber dann kann man ja noch immer umziehen und die allgemeine Lebensqualität erhöhen.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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27.08.2010 18:01 Uhr von ismael13
 
+9 | -3
 
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@perisecor: "Oder halbtags arbeiten etc."
Läuft auf Aufstockung hinaus, zumindest im Osten, und die sind in der Statistik schon mit erfasst

"Natürlich handelt es sich bei den meisten in dieser Statistik um die Mädels, die mit 14 oder 15 schwanger wurden und schon vorher keinerlei Aussicht auf einen erfolgreichen Job hatten."
Natürlich! *rofl*

"Aber sowas darf man ja auch nicht sagen ;)"
Man darf´s sogar begründen, sofern man Ahnung hat...

"... Die Mutter meines besten Freundes hier in Deutschland hat damals, obwohl alleinerziehend, ein Floristikgeschäft besessen. Klar wurde da richtig viel gearbeitet und mein Freund musste viel helfen, er meint heute auch, dass es keine leichte Zeit war."
Was soll das?! Willst Du Floristikgeschäfte an H4ler verteilen? Oder wo sollen die sowas hernehmen?

"Aber mal ehrlich, was ist denn schon eine leichte Zeit?"
H4 z.B. nicht.

@ ismael13

"... Zumindest hier in Süddeutschland ist das überhaupt kein Problem. Das Städte wie Berlin mit 600.000 Hartz4-Beziehern bei 3.6 Millionen Gesamtbevölkerung da vielleicht eher Probleme haben, mag ja sein, aber dann kann man ja noch immer umziehen und die allgemeine Lebensqualität erhöhen."
Die Versorgungsquote mit Kindergarten- und Kinderkrippenplätzen beträgt Deutschlandweit an die 90%, das ist schon gut, oftmals (länderspezifisch) ist der Rechtsanspruch auf dieselben aber nur für Eltern gegeben, die berufstätig sind, wo sich bspw. mal wieder die Katze in den Schwanz beißt.
Ferner: Haste schonmal versucht, der ARGE zu erklären, daß Du umziehen willst?
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27.08.2010 18:10 Uhr von Haecceitas
 
+7 | -2
 
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Ich bekomme Hartz4 und solange ich noch keinen neuen Job habe, helfe ich ehrenamtlich in der Kirche. Ist für mich aus zwei Gründen sinnvoll: Zum Einen sitze ich nicht den ganzen Tag zuhause rum und zum anderen kann ich so ein wenig helfen...
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27.08.2010 18:13 Uhr von biertrinker23
 
+13 | -1
 
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Peinlich: Eine Studie, basierend auf Selbstauskunft des Studienobjekts, ist wohl kaum als ernst zu nehmende Quelle zu akzeptieren.

Das IAB ist eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit.

Wer glaubt denn ernsthaft, dass bei einer Selbstbefragung von Hartz IV-Empfängern dieses Institut ehrliche Antworten erhält? Zum einen belügt sich doch der eine oder andere auch selbst und zum anderen werden viele befürchten, dass der Fragebogen auch bei "falschen" Antworten zu Repressalien durch die Bundesagentur für Arbeit führen wird. Selbst wenn die Befragung als anonym ausgewiesen worden ist, werden viele, wenn nicht die meisten, doch befürchten, dass irgendwelche Rückschlüsse auf die antwortende Person gezogen werden können.

Frage: "Arbeiten Sie schwarz?"
Antwort Hartz4-Empfänger: "Nein, natürlich nicht."

Ergebnis der Studie: Hartz4-Empfänger arbeiten fast nie schwarz. Beweis erbracht!
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27.08.2010 18:17 Uhr von Perisecor
 
+4 | -10
 
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@ ismael13: "Läuft auf Aufstockung hinaus, zumindest im Osten, und die sind in der Statistik schon mit erfasst"

Gibt sicher auch im Osten nicht nur ungebildete Frauen in miesen Berufen.

"Natürlich! *rofl*"

Ingeneurinnen werden wohl eher keine solche Probleme haben.

"Man darf´s sogar begründen, sofern man Ahnung hat..."

Na dann mach doch mal.

"Was soll das?! Willst Du Floristikgeschäfte an H4ler verteilen? Oder wo sollen die sowas hernehmen?"

Das war ein Beispiel dafür, dass man immer Wege finden kann, wenn man möchte. Oder dazu gezwungen wird. Aber Hartz4 ist viel zu viel um Leute zu Alternativen zu zwingen.

Natürlich soll jetzt nicht jede Alleinerziehende einen Floristikladen eröffnen.

Ich dachte halt, ich könnte durch ein Beispiel die Leute zum Mitdenken animieren. Hat ja nicht geklappt, man muss anscheinend wirklich jeden Scheiß bis ins kleinste allerletzte Detail ausformulieren. Übrigens etwas, was bei der Chefetage (also Leuten wie mir) ganz schlecht ankommt und durchaus dafür sorgt, dass man entsprechende staatliche Zahlungen in Anspruch nehmen muss.

"H4 z.B. nicht."

Na offensichtlich schon, zumindest kann man sich davon Wohnung, Essen, Fernseher, PC+Internet und so von leisten. Offenbar stellen auch Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten kein Problem dar...

"Ferner: Haste schonmal versucht, der ARGE zu erklären, daß Du umziehen willst? "

Wenn ich zur ARGE gehe und sage, ich kann/will nicht mehr arbeiten, dann schicken die mich in meine Heimat zurück. Und dort bekommen Leute, die nicht arbeiten wollen, garnichts. So richtig überhaupt nichts.

Und das finde ich durchaus gut. Für´s Überleben gibt´s Suppenküchen und für den Rest kann man arbeiten oder halt nicht.
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27.08.2010 18:25 Uhr von HeltEnig
 
+4 | -2
 
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OMG! Mein Weltbild ist vollkommen erschüttert!
Ich dachte das wären alles nur saufende und rauchende Schmarotzer gewesen... das gibts ja nicht...

Aber Ironie off warten wir mal bis die großen Hetzer wieder hier rumtönen werden.
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27.08.2010 18:57 Uhr von ismael13
 
+10 | -1
 
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Hallo Chef: Ich freu mich ehrlich, perisecor, dass Du´s aus deiner Heimat, wo es keine soziale Sicherung gibt, in eine deutsche Chefetage geschafft hast, und dass Du darauf stolz bist, ist nur gerechtfertigt. Meine Bewunderung!

Daraus, dass es in Deiner Heimat kein Sozialsystem gibt, kann ich aber sofort schließen, dass dort die Arbeitsproduktivität sehr viel geringer ist als in Deutschland, und dass dort demzufolge insgesamt weniger zu holen ist - sonst wärst Du ja nicht hier, oder ;) Ich könnte mir daher auch vorstellen, dass Du die Höhe von H4 einfach an anderen Maßstäben misst.

Stell Dir vor, Du bist hochqualifiziert, kannst umständehalber aber gerade nicht in deinem Beruf arbeiten. Das ist nicht nur frustrierend, wenn das 3-4 Jahre so geht, kannst Du deine Qualifikation übers Klo nageln, denn H4 reicht gerade so, um leise weinend vorm Fernseher zu verblöden.

Es gibt im Osten nicht nur ungebildete Frauen in miesen Berufen, es gibt aber sehr viele miese Berufe. Es gibt Ingenieure und Hochschulabsolventen, die bei Amazon oder im Supermarkt für 5,11 Euro Regale einräumen.

Und natürlich gibt es einen Brain Drain nach Westen. Daher wird man bspw. in brandenburgischen Dörfern vermutlich vergeblich nach jemandem mit Hauptschulabschluss suchen. Und das heißt, dass diese Region tot ist, abgehängt, Schluss, vorbei, da passiert nichts mehr. Denen brauchste auch nicht mehr mit einem Floristikladen zu kommen, wird nicht funktionieren, weil keine Kundschaft.

In den Städten ist das freilich besser, aber auch hier ist es schwer, mit einem Geschäft Umsatz zu generieren, weil einfach zu wenig Geld unter den Leuten ist. Das wissen auch die Banken, und entsprechend schwer ist es, eine Geschäftskredit zu bekommen, zumal, wenn man da seinen H4-Bescheid vorlegt. Ich habe selber einen Laden aufgemacht, der mittlerweile auch richtig gut läuft, und von dem man halbwegs leben kann, aber es hat nun mal nicht jeder einen Kumpel, den man mal eben um 20.000 Euro anpumpen kann, davon gibt´s einfach zu wenige hier.

Warum man soviel Geld braucht, um einen kleinen Laden aufzumachen? Weil es in Deutschland schlicht verboten ist, in einer Wellblechhütte eine Suppenküche zu betreiben. In anderen Worten: Hier wurden im Laufe der Zeit gewisse Standards eingeführt, und gesetzlich verankert, deren Umsetzung halt teuer ist. Diese Standards sind an sich gut, aber sie müssen auch von jedem Einzelnen immer mit bezahlt werden.

(Die Überarbeitung betraf nur die Orthografie.)

[ nachträglich editiert von ismael13 ]
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27.08.2010 19:18 Uhr von Perisecor
 
+2 | -5
 
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@ ismael13: "dass dort die Arbeitsproduktivität sehr viel geringer ist als in Deutschland, und dass dort demzufolge insgesamt weniger zu holen ist - sonst wärst Du ja nicht hier, oder ;) Ich könnte mir daher auch vorstellen, dass Du die Höhe von H4 einfach an anderen Maßstäben misst."

Es gibt ein Sozialsystem, aber nicht unbegrenzt und nicht in dieser Höhe.

Weniger zu holen? Nunja, das bezweifle ich. Die Produktivität dürfte in Deutschland in vielen Bereichen höher liegen. In manchen vielleicht nicht, aber gut, da kann sich kein Land mit euch Deutschen messen, deswegen haben wir euch ja auch so lieb :o)

Hier bin ich, weil mich die Auslandserfahrung weiterbringt bzw. ich diese benötige, um weiter aufsteigen zu können.

Aber zur Sache; Mir ist der Wert der Hartz4 Zuzahlungen bewusst. Ich habe oft mit deutschen Studenten zu tun und kenne die Bedingungen, unter denen viele Leben müssen, nur zu gut. Dafür, dass Hartz4 eigentlich nur dafür sorgen soll, dass man nicht erfriert oder krepiert, ist es wirklich sehr sehr großzügig bemessen.

"Stell Dir vor, Du bist hochqualifiziert, kannst umständehalber aber gerade nicht in deinem Beruf arbeiten."

Was für Umstände? Wenn ich so hochqualifizert bin sehen das die Personaler und wissen, wer sich einmal hochgearbeitet hat, der schafft das wieder.

"Es gibt Ingenieure und Hochschulabsolventen, die bei Amazon oder im Supermarkt für 5,11 Euro Regale einräumen. "

Dann haben sie entweder einen miesen Abschluss oder irgendwas sinnloses (= nicht zum Brötchenerwerb geeignet) studiert. Wir suchen jedenfalls gute deutsche Ingenieure und wären glücklich, wenn wir die Stellen endlich besetzen könnten...

Das mit dem Laden war nur ein Beispiel... hack doch bitte nicht so darauf rum. Ich wollte damit sagen, dass man immer einen Weg finden kann.

Das du einen Laden hast, gefällt mir, generell steh ich mehr auf kleine Läden als auf große Konzerne. Gut, ich arbeite für einen, aber welcher kleine Laden baut schon Flugzeuge und Schiffe :)
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27.08.2010 20:14 Uhr von maniistern
 
+5 | -5
 
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ACHTUNG TROLLGEFAHR!!!! AN ALLE wenn nun wieder hetze gegen H$ etc.. kommt, diese USEr sind automatisch als FORENTROLL einzustufen, nicht daruf eingehen dann wirde denen langweilig sind halt arme winzigkleine PIMMELS
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27.08.2010 20:23 Uhr von biertrinker23
 
+4 | -6
 
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@maniistern: wie bist du denn drauf?

Wenn du linke Meinungsmonokultur möchtest, dann geht doch in ein ausgewiesen linkes Forum.
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27.08.2010 20:28 Uhr von ismael13
 
+6 | -0
 
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@persicor: Dafür, daß man nicht krepieren soll, ist H4 tatsächlich großzügig bemessen, aber in einem hochentwickelten Industrieland reicht es für eine Arbeitskraft nicht, einfach noch nicht krepiert zu sein. Wenn Du hierzulande gerade so nicht krepiert bist, bist Du praktisch trotzdem tot.

Die Personaler greifen noch viel lieber auf Leute zurück, die schon oben sind. Richtig gute Jobs kriegt man eigentlich nur über Papa, aber auch für weniger gute möchte man jemanden kennen, man braucht immer einen Türöffner. Auf Bewerbungen kriegst Du höchstens Anstellungen, aus denen Du dich hocharbeiten _musst_ - und auch das nur, wenn Du dem Chef nicht hochqualifiziert genug erscheinst, um das auch zu können. Andere Umstände können sein: Du bist gerade alleinerziehend oder hast einen Verwandten in Pflege und könntest daher nur halbtags arbeiten, oder Du hattest Dich nach dem Studium auf eine Karriere in unbezahlten Praktika eingelassen und hängst nun in H4 fest, oder Du hast dich nach dem Studium selbständig gemacht, mußtest aber dein Geschäft wieder aufgeben, und nun stellt Dich keiner mehr an, weil jeder weiß, dass ehemalige Selbständige schwierige Angestellte sind, oder Du bist eben tatsächlich einfach auf den Schweinezyklus reingefallen.

Grundsätzlich geb ich Dir recht, es gibt eigentlich immer einen Weg, aber man muss dazu die Möglichkeit haben, Kontakte zu knüpfen. Und ohne Geld ist es nunmal schwer, einen potentiellen Geschäftspartner/Auftraggeber/Türöffner mal eben zu einem Geschäftsessen einzuladen und dazu in angemessener Kleidung zu erscheinen, oder auch nur mal mit jemandem ein Bier trinken zu gehen. Ist sicher nicht völlig unmöglich, aber ich kann verstehen, wenn mancher angesichts der Sachlage irgendwann das Handtuch wirft.
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27.08.2010 21:14 Uhr von 0wnZ
 
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Meine Geschichte Ich selbst bin mitte zwanzig, habe Abitur und eine Ausbildung in einem technischen Beruf (dessen Tariflohn bei über 15€/Stunde liegt) mit Note 1,8 abgeschlossen, da mein Ausbildungsbetrieb sehr klein war konnte ich am Ende doch nicht wie vereinbart übernommen werden. Mein Berufsfeld ist nicht gerade breit gefächert und da es letztes Jahr eine "Finanzkrise" gab, habe ich nach gut 25 Bewerbungen in 5 Wochen ersteinmal aufgegeben und mich am Handel orientiert, um überhaupt Arbeit zu haben.

Auf 400 Euro Basis, laut Chef mit der Aussicht auf eine Vollzeitstelle, habe ich Waren verräumt, Regale geputzt und Paletten im Lager von A nach B gefahren... Nach etwa 4 Monaten fielen auf einen Schlag 3 Vollzeitkräfte dauerhaft aus und ich fragte den Chef, ob es möglich wäre nun in Vollzeit übernommen zu werden, da ich ja schon Erfahrung gesammelt hätte, die Antwort war "Nein, wir holen uns lieber ausgebildete Kräfte aus anderen Märkten unserer Kette." Völlig demotiviert nach diesem gebrochenen Versprechen arbeitete ich weiter für knapp über 6 Euro/Stunde...

Etwa 2 Monate später wurde ich während meiner Arbeit von einem Kunden angesprochen, ob ich nicht Lust hätte woanders (Discount) zu arbeiten. Man steckte mir ein Kärtchen mit Namen, Telefonnummer und der Bezeichnung "Verkaufsleiter" zu. Ich bewarb mich auf Empfehlung des Herrn als Stellv. Filialleitung, da ich ja Abitur und eine abgeschlossene Ausbildung habe.
Einen Monat später wurde ich tatsächlich eingestellt, in Teilzeit, unbefristeter Vertrag, hoher Mindestlohn, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, bezahlte Überstunden...
Ganze 10 Wochen später wurde ich während der Probezeit gekündigt, mit der Begründung "Sie sind zu kundenorientert, freundlich und beratend, deshalb passen Sie nicht in unser Konzept."

Nun ist das Ende meiner Ausbildung mittlerweile 1 Jahr her, ich wurde 3 mal nicht wie versprochen übernommen, trotz bester Noten, Freundlichkeit und Benehmen. Ich bin fit, will arbeiten, was erreichen, helfe jedem den ich kann, doch nun habe auch ich einen ALG 2 Antrag stellen müssen und schon nach der Abgabe das Gefühl gehabt jetzt weniger wert zu sein.

Wollte ich einfach mal los werden, denn nicht jeder ALG 2 Empfänger ist, wie die Studie schon sagt ein fauler, dummer Jogginghosenträger, der Oettinger trinkt und Kippen selbst dreht.
Achja falls jemand einen Job für mich hat im Raum Norddeutschland, hinterlegt mir eine E-Mail Adresse.
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27.08.2010 21:40 Uhr von floridarolf
 
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peter hartz 4: schulabgänger arbeitslos kinder werden mit hartz 4 groß das kanns nicht sein :(
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27.08.2010 23:08 Uhr von maniistern
 
+2 | -3
 
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@biertrinker: du solltest bevor du mich anschreibst deinem namen nicht alle ehre machen OK!!!
Ansonsten scheint di rnicht zu passen wenn man euch Trolle offenlegt?? aber es ist nun schluss mit eurem MÜLL, Ihr werdet einfach nicht mehr beachtet, LOL, nun wirds langweilig für eure dümmlichen kommentare
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27.08.2010 23:29 Uhr von biertrinker23
 
+3 | -2
 
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@mani: "du solltest bevor du mich anschreibst deinem namen nicht alle ehre machen OK!!!"

OK!

"Ansonsten scheint di rnicht zu passen wenn man euch Trolle offenlegt?? "

Mist! Ertappt!

"aber es ist nun schluss mit eurem MÜLL, Ihr werdet einfach nicht mehr beachtet"
Oh meine Gott. Nun hat mein leben keinen Sinn mehr. Der Manni beachtet mich nicht. Heul!

"LOL, nun wirds langweilig für eure dümmlichen kommentare"

Stimmt. Das ist die gerechte Strafe für uns bösen Trolle.

Entschuldigung! ich hoffe, du kannst mir noch einmal verzeihen. Ich sehe jetzt ein, dass du mir intellektuell weit überlegen bist. Jeder Widerstand wäre zwecklos.

[ nachträglich editiert von biertrinker23 ]
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27.08.2010 23:46 Uhr von derNameIstProgramm
 
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Studien: "Politiker Studie enthült: Mehr als 99% aller Politiker machen einen guten Job und gehen vernünftig mit Steuergeldern um."

Der Bund der Steuerzahler ging in einer jetzt veröffentlichen Studie der Frage nach, ob Politiker verantwortungsbewusst mit Steuergeldern umgehen. Dazu wurde in einer repräsentativen Umfrage alle Politiker aus Bundestag und Bundesrat befragt. Die Ergebnisse widersprechen im Ganzen gängigen Vorurteilen.

Über 99% der Politiker gehen sinnvoll mit Steuergeldern um. Laut Bund der Steuerzahler entspricht dies genau dem Prozentsatz an Politiker, die dazu verpflichtet sind.

Mehr als 80% der Politiker weissen jedoch Image-Probleme auf: Sie sind zwar gut qualifiziert, können jedoch ihre Fähigkeiten nicht ggü. dem Volk demonstrieren. Laut der Studie sind die meisten bereit, auch bei geringeren Lohnzahlungen ihren Dienst für das Land weiterhin zu leisten.

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