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Neue Erkenntnisse über den Tod von Ötzi

Der bisher vorherrschenden Meinung zufolge starb Ötzi vor mehr als 5.000 Jahren in den Bergen der Ötztaler Alpen. Er konnte sich noch bis zu seinem Fundort schleppen, nachdem er im Tal verletzt wurde, vermutlich im Verlauf einer heftigen Auseinandersetzung. Nun kommt eine andere Theorie ins Gespräch.

Alessandro Vanzetti von der Universität Rom vertritt die These, dass Ötzi bereits im Tal starb. Anschließend soll er in kühler Umgebung konserviert worden sein, bevor man ihn in die Berge transportierte und dort mit Grabbeigaben bestattete. Um seine Vermutung zu untermauern, führt er mehrere Belege an.

Beispielsweise deuten Analysen seiner letzten Mahlzeit darauf hin, dass Ötzi im Frühjahr starb, als der Gletscherpass wegen des Schnees unpassierbar war. Außerdem könnte es auch seine funktionsunfähigen Waffen erklären: Der unvollständige Bogen und die Pfeile hätten demnach nur als Grabbeigaben gedient.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Tod, Wissenschaft, Archäologie, Alpen, Mumie, Ötzi
Quelle: diepresse.com

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.08.2010 06:41 Uhr von alphanova
 
+5 | -0
 
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Der Artikel gibt auch den Grund an, warum so beharrlich an der gängigen Theorie festgehalten wird: Vanzetti bezeichnet den Grund als "Pompeji-Prämisse", in der archäologische Funde oft für exakte, von äußeren Einflüssen unberührte Konservierungen gehalten werden.
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26.08.2010 07:29 Uhr von Doloro
 
+5 | -11
 
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Aso: Naja klingt weniger spektakulär aber eher realistisch.
Aber irgendwie interessiert mich das auch gar nicht.

Der ist doch eh wieder auferstanden. Sein Vorname ist DJ. Höhö
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26.08.2010 09:35 Uhr von Klecks13
 
+10 | -1
 
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Wirklich klären wird sich das wohl nie lassen.

Es könnte genauo gut sein, dass der arme Kerl im Frühjar den Berg hinauf gejagt wurde und sich an seinem späteren Fundort versteckt hatte. Die dort gefundenen Pollen aus dem Spätsommer können auch nach seinem Tod dort hin gelangt sein, als der Schnee abgetaut war.

Zu den Waffen: Lediglich der Bogen und einige Pfeile waren nicht ganz fertig gestellt. Da die Herstellung eines guten Bogens damals wie heute einen imensen Aufwand bedeutete (und dieser dann entsprechend wertvoll war), ist es nur logisch, dass die halb fertige Waffe auf der Flucht mit genommen wurde. Wahrscheinlich wollte er den Bogen später fertig stellen.

Gegen die Theorie der Waffen als Grabbeigaben m.E. vor allem drei Punkte:
1. Waffen als Grabbeigaben wurden zwar oft absichtlich unbrauchbar gemacht, die bei Ötzi gefundenen waren jedoch lediglich nicht ganz fertig gestellt aber nicht vorsätzlich zerstört worden. Derartige halb fertige Waffen oder Gegenstände hat man noch in keiner anderen Grabstätte als Beigaben gefunden.
2. Lediglich der Bogen und einige Pfeile waren noch nicht fertig. Die meisten Pfeile sowie alle anderen Gegenstände -darunter ein damals sehr wertvoller Kupferdolch- waren gebrauchsfähig. Hätte man absichtlich unbrauchbare Waffen beigelegt, müssten auch die fertigen Pfeile und der Dolch zerstört sein.
3. Für eine Bestattung lag er aufföllig offen in der Landschaft: Lediglich durch einen Fels nach hinten geschützt, ansonsten unbedeckt (es gibt keinerlei Anzeichen für einen evtl. früher vorhandenen Überbau oder sonstige Abdeckung).

Wirklich plausibel ist diese neue Theorie für mich nicht.

[ nachträglich editiert von Klecks13 ]
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26.08.2010 10:54 Uhr von bluecoat
 
+2 | -5
 
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..mein gott was für ne these: als nächstes behauptet er ötzis reinkarnation ötzis zu sein oder wie ???

..völlig wurscht wie und wo er gestorben ist !

TOT
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26.08.2010 12:31 Uhr von farm666
 
+2 | -1
 
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These und erkenntnis: zweierlei paar schuhe
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26.08.2010 20:31 Uhr von kurti11
 
+1 | -0
 
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Da sollten sich die Gerichtsmediziner mal mehr um kürzlich Verstorbene (Mordopfer) kümmern.
Da gibts sicher mehr Erkenntnisse zu gewinnen, wenn sie ihre Arbeit genauso akribisch wie bei Ötzi führen würden.
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28.08.2010 00:36 Uhr von Katü
 
+0 | -0
 
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Und jedesmal Auf neue die Hoffnung: das entlich der DJ gemeint ist.

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