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Digitale Außenseiter - Internet ist nicht allen zugänglich

In Deutschland sind 72 Prozent aller Einwohner, die über 14 Jahre alt sind, online und im Internet vertreten. Dennoch gibt es immer noch viele Bürgerinnen und Bürger, die keinen eigenen Computer zur Verfügung und kaum bis keine Kenntnisse im Umgang mit dem Internet haben.

Unter digitalen Außenseitern versteht eine Umfrage der Initiative D21 jenen Bevölkerungsteil, der nicht oder kaum mit Computern arbeitet. Kennzeichnend für diese Gruppe sind hohes Alter, geringe formale Bildung und überdurchschnittlich oft Arbeitslosigkeit.

Hiergegen helfen kleine lokale Projekte, die Anfänger individuell im Umgang mit Online-Herausforderungen unterstützen. Wer lange arbeitslos war und auf einmal eine Online-Bewerbung ausfüllen soll, ist schnell überfordert.


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WebReporter: woodfox
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Internet, Computer, Alter, Bildung, Umgang
Quelle: www.zeit.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.08.2010 17:20 Uhr von woodfox
 
+19 | -2
 
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Stellen wir uns mal vor, einen Tag ohne Computer, ohne Smartphone oder Netbook. Keinen Zugang zu öffentlichen Rechnern und dann versuchen, sich auf dem laufenden zu halten über offene Stellen, aktuelle Entwicklungen in der Politik oder der entsprechenden Branche. Mehr als schwierig. Das Internet ist ein großer Bestandteil unserer Gesellschaft geworden, da ist es doch mehr als verwunderlich, dass die Bundesregierung findet, Rechner sind für Haushalte nicht zwingend notwendig (Hartz IV-Debatte).
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25.08.2010 17:41 Uhr von shadow#
 
+20 | -7
 
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Das Problem dabei ist aber auch, dass es in den meisten Fällen eine selbstgewählte digitale Isolation ist.
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25.08.2010 17:44 Uhr von woodfox
 
+8 | -39
 
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25.08.2010 17:52 Uhr von ThomasHambrecht
 
+37 | -2
 
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Es gibt auch gebildete Leute mittleren Alters, die Internet, Computer und Handy ablehnen. Die lesen ein Buch - und arbeiten z.B. als Bühnenschauspieler. Es gibt auch Leute, die die Welt anders sehen.
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25.08.2010 17:54 Uhr von shadow#
 
+13 | -1
 
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Die kann man problemlos mit älteren Menschen und solchen die nie in einem Büro gearbeitete haben auffüllen, die dir auf Nachfrage sagen werden dass sie sowas "einfach nicht brauchen".
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25.08.2010 18:01 Uhr von woodfox
 
+1 | -9
 
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thomas: das ist sicher richtig, es geht aber vielmehr darum, dass es einen Unterschied macht, ob man sich bewusst gegen das Nutzen von Internet entscheidet oder ob es nicht erschwinglich für einen ist.
Mit einer höheren Grundbildung ist es leichter, neue Dinge zu lernen und die Hemmschwelle vor unbekannten Herausforderungen ist geringer.
Den Internetfeindlichen Bühnenschauspieler würde ich nicht zur Gruppe der Digitalen Außenseiter zählen. Diese Gruppe ist ja in der News definiert.
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25.08.2010 19:25 Uhr von AnotherHater
 
+1 | -2
 
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Ein Titel: "Unter digitalen Außenseitern versteht eine Umfrage der Initiative D21 jenen Bevölkerungsteil, der nicht oder kaum mit Computern arbeitet. Kennzeichnend für diese Gruppe sind hohes Alter, geringe formale Bildung und überdurchschnittlich oft Arbeitslosigkeit."
Die vermisse ich jetzt nicht unbedingt. Ihr etwa?
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25.08.2010 19:50 Uhr von juelian
 
+5 | -3
 
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Ein gutes Zitat dazu: "Fürs Internet sollte das Baumhaus-Prinzip gelten: Wer zu alt ist, um ohne Hilfe reinzukommen, soll uns darin auch keine Vorschriften machen."
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25.08.2010 20:12 Uhr von JustMe27
 
+9 | -0
 
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Man stelle sich vor ich habe einen Freund, der hat weder Handy, noch Internet, noch PC noch Konsole, noch Fernseher. Nur ein altes Festnetztelefon konnten wir ihm quasi aufdrängen. Aber eine fette Anlage hat er.

Und der ist jetzt nicht so, dass er bei anderen nicht mal ins Netz guckt oder eine Runde Tekken mitspielt, aber für sich daheim braucht er es halt nicht. Er chillt lieber draußen oder spielt mit seinen Katzen oder ließt. Und der ist ganz und gar kein Spießer..
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25.08.2010 23:38 Uhr von d.greenleaf
 
+1 | -0
 
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^^ 3d chillen mit: dem eigenen bio-avatar.
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26.08.2010 00:12 Uhr von Anklaeger
 
+2 | -5
 
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Technophobe Geronten sind Fakt. Die sollen blechen: Die selbstgewählte digitale Isolation ist FAKT.

Eine direkte Nachbarin hätte die Möglichkeit von meinen Eltern das Internet per WLAN mitzubenutzen (einfach so, genau aus solchen Gründen wie diese Projekte).
Auch einen PC hätten wir ihr überlassen können. Auch was ganz kleines zum testen. Auch einen eigenen PC billigst gebraucht kaufen. Das geht doch heute unter €20 Internetfähig mit Monitor. OK, dann ist es nicht Geronten-Wohnoptikanspruch-Kompatibel.

Denn bei "denen" darf der Computer in ihrem Raum nicht auffallen. So wie ein Ferneher immer in den kleinen Schrank mit den Türen passen muss. Auch ein Notebook dass man ihnen anbieten würde (mal ausprobieren), würde die ablehnen.

Und wenn es ein 10"-Tablet-PC mit Stift-Bedienung und Handschrifterkennung wäre... Das wäre für die ja eine bekannte Eingabemethode. Inkl. Dockingstation, Maus und Tastatur. Wäre vorhanden (Stylistic 4121 meine ich).

Die wollen einfach nicht. Für die ist das was unanständiges. Solche Typen wie Ströbele geben ihnen mit der Internet/Computer-Hetze ja noch Beispiele.


Diese technophoben Geronten sollten merklich benachteiligt werden.
Wenn sie Übverweisungsträger ausfüllen wollen sollen sie dafür merklich mehr zahlen als der Onlinebanking-Benutzer.
Das Gleiche für den Wunsch nach einem Schalter-"Beamten".
Was Amtsgänge angeht müssen sie dann halt ein vielfaches von dem bezahlen was einer bezahlt der ohne Wartezeit und Spritverbrauch mal eben online "eGovernment" nutzt.
Wenn ich solche Leute als Kunde einer Bank, oder bei einem Amtsgang mit meinen Geld auch noch subventioniere, ist das klares Parasitentum.


Jaaaaaa, gebt mir Minusse...
Ich bin ja bereit persönlich Zeit in die Technisierung (Z.B. Hardware gebraucht günstig beschaffen, Internetzugang wählen, oder WLAN finden, Einweisung...) von Geronten zu investieren, aber wenn die nicht wollen...



Sie geben sich den Anschein des "kultivierten" Menschen. "Computer und Internet" stehen für sie in ihrer Logik dagegen. Schwer zu beschreiben, aber das Bild des Jugendlichen der den ganzen Tag "Killerspiele" spielt usw..
Und alles Böse was diese Technophoben Hetzer der Politik mit dem Internet in Verbindung bringen.
Und gerade die hier genannte "Faulheit" dürfte für diese Generation die schlimmste Beleidigung sein.
Wenn es in den Nachrichten der ÖR oder der aktuellen Stunde mal regelmäßig thematisiert würde, würde evtl. auch bei dieser Nachbarin das umdenken einsetzen. Oder die aktive Propaganda durch ältere Menschen die ihre Bekannten und Freunde "anfixen".

Zumindest diese Rentner haben nicht den Druck über die Arbeit. Im Privatleben sehen die leider nicht den Bedarf. Auch wenn die den Nutzen theoretisch hätten. Denn "Lesen" passt ja zu ihrem "Kulturanspruch" den "die" sich geben.
Und was die Tagesschau und die aktuelle Stunde angeht (hier kein Klischee), die könnte sie sich ganz einfach in den Mediatheken ansehen wann sie es will. Gleiches gilt für Nachrichten auf den Seiten der Zeitungen und Magazine.
Foren wo (was die Zielgruppe angeht fast) nur alte Menschen sind (ich weiß nicht ob "Feierabend.de" schon ein Extrem ist, aber der Name richtet sich wohl schon an Rentner).

[ nachträglich editiert von Anklaeger ]
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26.08.2010 00:13 Uhr von HansiHansenHans
 
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wasn? was solln das? internetverweigerer! da facebook alle menschen archivieren will, so ist internet zwang. alternativ kann man sein facebook account auch übers telefon pflegen, freundliche mitarbeiter tragen ihr daten für sie ein. wer sich weigert kommt ins gefängnis ^^
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26.08.2010 00:30 Uhr von derBasti85
 
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Wenn ich mir überlege wie das damals war, Fußballergebnisse im Videotext oder Radio, Sachen für die Schule im Lexikon nachschlagen...
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26.08.2010 02:59 Uhr von Mr.Gato
 
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Ich fands eigentlich viel schöner im Internet, als viele noch gar net online waren und es sowas, wie Google und Youtube usw,... noch gar net gab.


[ nachträglich editiert von Mr.Gato ]
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26.08.2010 04:08 Uhr von arne55
 
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@Anklaeger: Du mußt nicht immer so ein billiges Zeug rauchen ...

Oder war Dein Artikel etwa ironisch gemeint? Ich habe nicht den Eindruck.
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26.08.2010 08:31 Uhr von Weroderwasauchimmer
 
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so ein Quatsch So viel Dummfug wie in diesem Thread habe ich selten gelesen. Wer der Meinung ist, vor allen Dingen als älterer Mensch, dass er das Internet nicht braucht, der soll eben darauf verzichten, ich kann doch niemanden zwingen und für alle die esnicht gemerkt haben, man kann sich auch ohne Internet über das Zeit- und Weltgeschehen auf dem Laufenden halten, wer das nicht kann, sollte sich überlegen, was in seiner eigenen Bildung schief gelaufen ist.

Was anderes ist es bei Arbeitslosigkeit, da sollte eine Prüfung wie der europäische Computerführerschein Pflicht sein, vor der Gewährung von Leistungen, denn ohne Pc-Kenntnisse ist man heute meiner Meinung nach nicht mehr vermittlungsfähig.

Einen PC in jedem Haushalt finde ich auch übertrieben. Es gibt immer noch Bibliotheken die Internetzugang anbieten, ebenso wie preiwerte Internetcafes oder öffentliche Terminals zur Arbeitsplatzsuche auf dem Arbeitsamt. Wer das Bedürfnis hat einen eigenen PC zu haben der sollte den auch selber finanzieren (ich beziehe mich auf die Diskussion hartz4 und notwendige Computerausstattung, von der in einer der ersten Postings geschreiben wird).
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26.08.2010 08:33 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Überforderung: Es gibt Leute, die sich bewußt vom Internet fernhalten. Es gibt Leute, die sehen keinen Grund Internet zu haben. Es gibt Leute, die befürchten, überwacht zu werden. Es gibt Leute, denen kostet Internet zu viel. Es gibt Leute, die nicht ständig mit immer neuen Veränderungen umgehen können und auch wollen. Es gibt Leute, die wollen einfach nur Priivatsphäre und die nicht wollen, daß die Welt bei ihnen zuhause ist. Es gibt Leute, denen ist ihr Geld einfach für das Internet zu schade. Es gibt Leute, denen ist ihr Strom abgestellt worden. Es gibt Leute, die wollen sich nicht normieren lassen. Es gibt Leute, die sind internetsüchtig und halten sich deshalb vom Internet fern.

Überfordert werden auch Nichtarbeitslose mit Online-Bewerbungen. Es gibt Dienste, die schneiden Anhänge einfach ab. Entweder sind sie zu groß oder haben nicht das passende Format.

Es gibt viele Gründe, keinen Anschluß zum Internet zu haben.

28 Prozent ist kein Außenseiter-Kriterium.
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26.08.2010 08:38 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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@daim01: Bist Du 49?

Weiterentwicklungs-Druck?

Es geht doch zunächst erst einmal um einen Chancengebungsdruck auf die Arbeitgeber. Dann wird sich der Weiterentwicklungs-Druck von selbst ergeben.
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26.08.2010 11:16 Uhr von JesusSchmidt
 
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ich benutze gern das internet: beruflich und privat.

ABER ich kann auch gut darauf verzichten. das internet wird völlig überbewertet.
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26.08.2010 15:49 Uhr von mitTH_RAW_Nuruodo
 
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Nicht jeder ohne Internet ist ein Außenseiter: Meine Großeltern besitzen auch kein Internet und die haben nie etwas vermisst, oder wissen trotz Rente nichts mit ihrer Zeit anzufangen. Als Außenseiter würde ich sie auch nicht bezeichnen, da sie sich oft mit ihren Bekannten treffen, die ebenfalls älter sind und kein Internet besitzen. Und bei Leuten auf die „geringe formale Bildung und überdurchschnittlich oft Arbeitslosigkeit“ zutrifft, besitzen meines Wissens nach schon oft genug Internet, um sich permanent auf Facebook, Wer-kennt-Wenn usw. herum zu treiben oder Youtube mit dämlichen Videos zu zu müllen. Letztendlich ist mir zwar bewusst, dass das Internet immer wichtiger wird, dennoch glaube ich nicht, dass der Staat Unsummen in Projekte investieren sollte, bei den Leuten, die gar kein Internet brauchen oder wollen, das Internet mehr oder weniger „aufgezwungen“ bekommen.
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28.08.2010 03:59 Uhr von Anklaeger
 
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1. Internetablehner produzieren sich als gebildet: @ Arne 55

Immer die Gleiche hilflose Keule.
Wer noch nie geraucht hat werfe den ersten Stein.
Ich habe noch nie geraucht oder "getrunken" (mag sein dass in Essen ein paar Alkoholmoleküle übrig waren) oder irgendwelche Drogen konsumiert. Nicht mal Kaffee trinke ich.
Ganz ohne moslem zu sein, man muss sich ja heute fast dfür entschuldigen.


Selbstverstänbdlich war das ernst gemeint.
Was war denn besonders "falsch" oder nicht "pc"?
Hey, ich wäre bereit viele Stunden am Tag an solchen Projekten teilzunehmen wenn ich nichts anderes zu tun habe.
Wie viele würden das noch tun?

Dass Die die Kosten verursachen, diese auch selbst tragen sollen? Dass ich es ablehne in Mischkalkulation für Überweisungsträgerausfüller mitzubezahlen?



@ Weroderwasauchimmer

Ich konnte schon vor Jahren einen Internetfähigen PC für unter €20 mit Monitor kaufen.

Ich denke eher die Verschwendung liegt darin dass bei fehlendem Inventar und Geräten wie z.B. Waschmaschine nicht jemand beim Amt eine Gebrauchte Maschine ersteigert, und jemand fährt das Teil mit einem städtischen Wagen holen und bringt es der Person. Eine Festanstellung der Stadt (manche Städte sparen sich einen "Hausmeister pro Haus, und schicken ein paar Leute in alle Einrichtungen), aber auch wenn es ein €1-Jobber wird spart das viel Geld.

Auch bei so etwas würde ich helfen. Egal ob es Anschaffung, Installation, der Versuch ein nutzbares WLAN für Internet anzuzapfen (ganz offiziell, es gibt Anbieter wie Free-Hotspot.com), oder alternativ ein günstiges Internet, evtl. mit monatlicher Kündigungsmöglichkeit zu finden.



@ Sag_mir_Quando_sag
"Es gibt Leute, die wollen sich nicht normieren lassen"

Als das Lesen lernen normal wurde, gab es wohl auch noch ein paar die sich "nicht normieren" lassen wollen.
Wie denken diese Pseudo"unnormalen" wohl über z.B. "Linksalternative" usw.?
Oder "Emos". Sich mit Ablehnung des Internets als "nicht normierter" profilieren zu wollen ist ein trauriger Witz.
Warum leht "ihr" keine Autos ab? Ist ja nicht so dass es nicht ohne geht.
Mir kommt diese Ablehnung wie der Versuch vor, sich durch die Ablehnung selbst als besserer Mensch zu profilieren.
Dahinter steckt dieses evtl. von vielen nicht so bewusst wahrgenommene Bild, das diese Internetablehner wohl sehr "kultiviert" sein müssen. Viel (bedeutende und "schwierige" Literatur) lesen, gebildeter sind. usw..
Auch wenn Die das nicht so bewusst denken, ist das doch der Beweggrund.
Der Glaube als weniger "Kultiviert und gebildet" angesehen zu werden.




"Es gibt Leute, denen ist ihr Geld einfach für das Internet zu schade."

Die gleichen Leute geben aber pro Jahr €200 oder mehr für einen Kabelanschluss aus.
Das ist entweder Dummheit oder Faulheit, oder beides in Kombination. Dafür bekommen die drei komplette Satanlagen.
Oder gleich inkl. Installation. Ich weiß wovon ich schreibe, ich habe sie schon gekauft UND installiert. Für maximal vier Anschlüsse (ein Twinreceiver + 2 Einzelreceiver o.a. Kombis) geht es ohne Qualitätseinbußen beim Empfang unter €50. Beim Digitalempfang gibt es eh nur perfekt und geht nicht (ein ganz kleiner Bereich mit Blockartefakten). Keine "Fische".



"Es gibt Leute, denen ist ihr Strom abgestellt worden."

DAS ist eine gute Entschuldigung, aber hier kein Argument.




"Es gibt Leute, die sind internetsüchtig und halten sich deshalb vom Internet fern."

Es gibt keine "Internetsucht". Genau wie "draußen" (ich vermeide hier die Unterscheidung über "reale" Welt) kann man im Internet vieles machen.
Manche gehen zum Bahnhof um zu fixen (sucht), andere um Züge zu sehen (Unterhaltung), andere um zu verreisen (notwendig), und andere evtl. um zu demonstrieren.
Was ist mit jemand der den ganzen Tag im Internet arbeitet. Ach ja, der macht das ja für Geld, das muss einen Unterschied ausmachen O_0...
Auch wenn er evtl. das Gleiche macht wie der "Internetsüchtige".
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28.08.2010 04:04 Uhr von Anklaeger
 
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2. Internetablehner produzieren sich als gebildet: Wenn der "Internetsüchtige" durchgehend WoW und Co. spielt, dann ist er höchstens "süchtig" (""!) nach diesem einen Spiel.
Und das noch zu definieren. Im Gegensatz zu einer Drogensucht mit körperlichen Folgen (und genau genommen Nachteilen für die Krankenkassen und Beitragszahler), oder einer Spielsucht mit finanziellen Folgen (die ja nicht nur ihn betreffen) gibt es hier keinerlei bedrohliche Folgen. Außer er müsste in der Zeit einer anderen Tätigkeit nachgehen die er vernachlässigt. Mal abgesehen vom theoretischen Tod aufgrund von mangelndem Geld aufgrund nichtarbeitens ;) . Im Gegensatz zum "Bücherwurm" hat er ständig die sozialen Kontakte die die "Internetsucht"-Propagandisten eigentlich bemängeln. Diese Internetsuchtpropagandisten stufe ich aber auch in die Sparte derer ein die viel Lesen als etwas positives einstufen. Hier unterscheide ich aber auch nach Literatur/Beletristik und Fachbüchern. Das schulisch in "Deutsch" solch ein Wert auf Literatur und ihre Interpretation gelegt wird, beruht wohl alleine auf nutzlosem schöngeistigen Anspruch. Gerade dieser Bereich in "Deutsch" ist was die Bewertung angeht nicht objektiv. Die Gleiche Arbeit einmal mit 5, und einmal mit 2 Benotet. So etwas soll es schon gegeben haben (Z.B. Schulwechsel, und dann gleiches Buch bearbeiten müssen). Da steht dann die Lehrerinterpretation vor Gericht noch über der des als Zeugen geladenen Autors! Der Lehrer hat ein subjektives Bild von dem was "richtig" ist, und andere Interpretationen sind falsch. Im Grunde braucht es auch keinen Geschichtsunterricht. Ist meist eh eine Art "Staatsbürgerkunde".....

Zur Zeit des Buches "Don Quichote" war das viele Romane lesen etwas, das heute mit dem Spielen von "Killerspielen" oder MMPORG vergleichbar ist. Die Figur DC ist ein "Spinner" der den ganzen Tag liest und dann seinen Wahnvorstellungen nachgeht. Ich behaupte nicht dass Lesen zu Wahnvorstellungen führt, aber es unterstützt die "Killerspieler". So wie die Figur DC wohl schon geistig vorbelastet sein muss, muss ein amoklaufender "Killerspieler" vorher Probleme gehabt haben.
Heute hätte man scheinbar nichts dagegen wenn jemand den ganzen Tag liest. Viele begrüße es sogar noch.
Was die sozialen Kontakte angeht steht der schlechter da, als der "Killerspieler". Ist der professionelle Schachspieler sozial besser dran, als der sportlich organisierte "Killerspieler"?
Nichts gegen Wettkampfschach, aber das sind sportlich gesehen Einzelspieler. Der "Killerspieler" hat eine Mannschaft ("Clan"). Und für die Kapitalisten: Er verdient evtl. mal §50.000 (Beispiel) in einem Wettkampf.

Besser jemand ist "den ganzen Tag" im Internet, auch wenn es Multiplayerspiele sind, als gar nichts zu tun.
Besser alte Menschen sehen den ganzen Tag fern als auf die Wand zu starren. Das ist alles Beschäftigung für das Gehirn. Es mag anspruchsvollere und weniger anspruchsvolle Inhalte geben. In einem "dunklen Loch" ohne Beschäftigung und Kontakt ist sogar BigBrother und Co. "wertvoll".


"Überfordert werden auch Nichtarbeitslose mit Online-Bewerbungen. Es gibt Dienste, die schneiden Anhänge einfach ab. Entweder sind sie zu groß oder haben nicht das passende Format."

Es wird jemand in einer Firma überfordert eine Bewerbung zu schreiben?
Hat eine Firma als Emfänger dieser Bewerbungen ein zu kleines Postfach oder es fehlt ihnen Software zur Darstellung.
PDF kann heute jeder "Trottel" erstellen. DOC und ODT usw. sollte jede Firma öffnen könen.

Was die Bewerber angeht, wenn die nicht wissen wie man Bewerbungen über das Internet versendet, haben die halt Pech gehabt. Die darf man wegen dieses fehlenden Wissens ganz offen ablehnen. Im Gegensatz zur Herkunft oder dem Alter ist das schließlich keine Diskriminierung.
Wenn der eigene Emailprovider nicht den Versand größerer Datenmengen erlaubt (ich kenne nur Einschränkunbgen beim Empfang), dann muss es halt eine Alternative sein. One-Click-Hoster z.B.. Da hat auch niemand anderes Zugriff der nicht den Link kennt. Und dann kann man die auch noch verschlüsseln, und den Code in der Email mit dem Link versenden.





Ich glaube wenn man den "Alten" das Internet "unterjubelt" ohne dass sie es bemerken, dann nutzen sie es auch.
VoIP wird zunehmend Standard. Bei 1und1 ist es die einzige Möglichkeit zu telefonieren. So ein "Geront" hätte damit auch gleich einen Internetzugang. Wenn ihr Fernseher Inhalte aus dem Internet darstellen kann, ist das für sie so eine Art "neuer Videotext" ;) . Wenn sie über den Fernseher per Videotelefonie mit ihren Enkeln sprechend können, ist das auf einmal eine ganz tolle Sache.
Wenn sie Idiotensicher mit der Fernbedienung die Mediathek benutzen können um ihre Lieblingssendungen und Nachrichten ohne Zeitdruck zu sehen, ist das auf einmal etwas nützliches. Und das obwohl sie evtl. nie erfahren dass das nun "das Internet" ist ;) .


Wieviel Prozent der 28% verweigern sich dem Internet aktiv? Wieviel % davon sind alte Menschen?

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