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Chef des Motorenöle-Herstellers Liqui Moly verlangt eine höhere Spitzensteuer

Der Chef des Motorenöle-Herstellers Liqui Moly, der Millionär Ernst Prost, hat jetzt gefordert, den Spitzensteuersatz kräftig anzuheben.

Er meinte Hartz IV, die Armut und überall entstehende Lebensmitteltafeln wären eine Schande für Deutschland.

Laut Prost würde es gelingen, durch mehr Einnahmen des Staates "die Schwachen in unserer Gesellschaft mitzunehmen". Er bezeichnete das Bezahlen von Steuern als sexy.


WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Chef, Spitzensteuersatz, Liqui Moly, Ernst Prost
Quelle: www.open-report.de
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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.08.2010 13:47 Uhr von burAK-47
 
+28 | -5
 
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sign: bin ich definitiv auch für, die Manager und überhaupt alle Reichen haben sowieso Geld im Überfluss und werden noch reicher, während die Armen immer ärmer werden...

Aber:
"Er bezeichnete das Bezahlen von Steuern als sexy."
wtf?!?
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22.08.2010 14:51 Uhr von Jlaebbischer
 
+18 | -4
 
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Diese Firma wird mir immer sympathischer... :)
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22.08.2010 14:52 Uhr von ROBKAYE
 
+26 | -2
 
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Es gibt leider zu wenig solidarisch denkende Unternehmer... aus diesem Grund gibt es hier in diesem "hochentwickelten" "demokratischen" Land auch so viele Aufstocker, die von ihrer Arbeit alleine überhaupt nicht mehr leben können...

Das muss man sich mal vorstellen: Diese Menschen arbeiten für einen Hungerlohn für gewisse Unternehmen und wir bezahlen diese Arbeiter auch noch mit unseren Steuergeldern! Man sollte endlich mal eine Verfassungsklage dagegen anstreben!! Gerade für die Leiharbeit wird es Zeit, dass die EU endlich eine Anpassung vornimmt! In Frankreich und Holland bekommen Leiharbeiter mehr Gehalt als Festangestellte! Aber Deutschland als Zugpferd der EU muss ja weiterhin günstig auf Kosten der Arbeitnehmer produzieren können, damit die vielen Beiträge immer schön von Berlin nach Brüssel geschaufelt werden können!

Unsere aktuellen Politiker-Marionetten, sowie ihre arschkriechenden Industrielobby-Parasiten gehören geteert, gefedert und dann auf dem Marktplatz zur Schau gestellt... davor dann einen Korb mit faulen Eiern und Tomaten platziert und dann, lass gehen, Kapelle!

Dieses korruptes Pack!!

[ nachträglich editiert von ROBKAYE ]
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22.08.2010 14:53 Uhr von Faceplant
 
+18 | -2
 
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ENDLICH mal ein Arbeitgeber, der die Zusammenhänge von Wirtschaft und Staat kapiert und nicht nur aufs Gewinnmaximieren aus ist. Wenn jetzt nur noch ausnahmslos alle anderen Arbeitgeber in Deutschland genauso denken, ordentliche Löhne zahlen, keine Leiharbeiter einstellen usw., kann es wieder bergauf gehen.
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22.08.2010 15:14 Uhr von Man1
 
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Also dann auf Herr Prost, überzeugen sie alle anderen Chefs davon und zwar so, dass sie die höhere Steuer nicht gleich wieder auf die Mitarbeiter abwälzt wird.
Glaub nicht, dass hier viele Chefs auf "ihren" Gewinn verzichten^^
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22.08.2010 15:24 Uhr von majastick
 
+8 | -13
 
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So ein Depp: Hartz4, Armut und die soziale Verwarlosung in Deutschland, liegen nicht daran dass man zu wenig Spitzensteuern bezahlt...also sorry. Es liegt an dieser Politik die hier betrieben wird und diesen besch.... Politikern die kein Volk vertreten.

BEzahlen von Steuern in deutschland ist also sexy? Ach ja? wofür gehen diese Horrorsteuern die man hier zahlt denn bitte drauf? Soziale Bereiche? ich lach mich krank.....in der Schweiz zahlt man maximal ein Drittel der Steuern hier und ist dort sowas wie HArtz4, Armut usw auch ein Thema??? Wohl kaum...

Dieser Drecksstaat der sich noch immer Deutschland nennt, zockt dem Arbeiter die Hälfte seiner Kohle ab um danach nochmal fast 20% beim Einkaufen abzuziehen...was ist das denn bitte? Wofür lohnt denn dann arbeiten noch gross? und vor allem...schonmal angesehen wofür die ganzen Horrorsteuern draufgehen? Wir zahlen Milliarden in die scheiss EU, damit Rumänien, Polen und Co unsere Kacke importieren kann...wie toll oder? Wir hauen Milliarden in die EU, mal eben an jemand der ein bissl Hilfe braucht, holen noch Einwanderer die absolut gar nichts bringen und dann erzählt hier wer was, dass die Spitzensteuer zu niedrig ist.....das ist ein Witz sowas!!!

Die Armen werden ebenso nicht immer ärmer weil andere nicht genug Steuern zahlen oder reicher werden, sie werden ärmer, weil dieser Dreckstaat nichts bietet und sogar noch diese staatlich finanzierten Hungerlöhne ermöglicht. Wer bitte will da noch anständig Leute einstellen? Träume verwiklrichen etc.? Die meissten hauen ins Ausland ab weil es hier in Sachen Eigenverantwortung und Selbstverwirklichung nicht mehr auszuhalten ist. Schaut euch mal an was wieder an Steuern und Abgaben drauf geht wenn man einen Arbeiter beschäftigt....da wird einem schlecht!

Sorry aber wenns mit Deutschland und dem Wohlstand wieder aufwärts gehen soll, muss als erstes diese dreckige Regierung weg und Steuern und Abgaben auf ein normales Nivaeu geregelt werden....Ebenso die LEbenshaltungskosten spielen dabei eine Rolle....wer meint es von den reichen weiter nehmen zu müssen und dass das etwas bringt, der hat keinen Plan und bitte dann auch nicht wundern, wenn genau diese Leute bald alle komplett die Koffer packen!
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22.08.2010 15:48 Uhr von Bongolus
 
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@ majastick: "Bei einem alleinstehenden Geringverdiener machen Steuern und Sozialabgaben inzwischen 47,3 Prozent der Arbeitskosten aus, wie die OECD ermittelte. Das ist nach Belgien der zweithöchste Wert aller Industrieländer. Bei einem Ehepaar mit zwei Kindern, das durchschnittlich verdient, liegt die Gesamtbelastung bei 45,2 Prozent. Die Millionäre kommen also billig davon, wenn sie durchschnittlich nur 34 Prozent an Steuern zahlen müssen und sich ab der Beitragsbemessungsgrenze aus der Solidargemeinschaft verabschieden können."

Ist ein schöner Text, sollten alle mal lesen:
http://www.nachdenkseiten.de/...

Aber grundsätzlich gebe ich dir recht, selbst wenn "die Reichen" den gleichen Anteil an Steuern zahlen würden, würde das Geld von diesen inkompetenten Schwachmaten in der Regierung verpulvert werden (man kann ja nicht oft genug erwähnen, dass unser Finanzminister mal 100.000DM in seiner Schublade "vergessen" hat).

[ nachträglich editiert von Bongolus ]
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22.08.2010 16:19 Uhr von majastick
 
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Bongolus: Richtig das Beispiel mit Belgien, aber so könnte man es auch mit Schweden und Co, vergleichen ABER eines sollte man dazu dann auch sagen...in Belgien zahle ich zum Teil 60% weniger Strom und Energiekosten, weniger Versicherung und zwar fast die Hälfte, weniger KRankenversicherung, ebenso knapp die Hälfte und so geht das dann weiter.

Wenn eine "Reicher 34% zahlt" dann tut er dies mit diversen Steuertricks...was legal ist ABER wenn man nun hergeht, statt die Normallöhne zu belohnen, die Hochlöhne zu strafen...was glaubst du wird passieren? Hier wirds keinem Armen und Geringverdiener in diesem Scheiss Staat besser gehen weil man es von den Reichen nimmt...glaubt das bloss nicht! Diese Regierung wird niemanden damit belohnen.....wie auch? Das Fazit wird sein dass sich so mancher 2 mal überlegt hier überhaupt noch Steuern zu zahlen und wenns um Firmengründung etc dann geht, da sagt sich mancher dann...Tschüss ich geh mal nach irgendwo in Europa oder in die Schweiz.....dort sind die Löhne doppelt bis 3 mal so hoch ABER nicht weil die Firmen MEGA viel zahlen, sondern weil der Staat nicht Raubrittermässig wie hier ALLE abzockt!

Wer also auf diese plumpen Parolen von solchen Firmentypen da reinfällt oder gar auf die Politik, der tut mir Leid wenn er meint es ging allen danach besser....Im übrigen lassen sich solche Parolen leicht sagen wenn man schon seine zig Millionen in Immobilien und co investiert hat und nun nur noch zum Vergnügen verdient......
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22.08.2010 16:39 Uhr von Jacques_Mesrine
 
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der mann meint es ernst. er ist kein politiker-spacko, der durch seine aussage ins fernsehen will oder in den vordergrund. ich würde noch einen schritt weiter gehen:

alle deutschen, die im ausland leben, sollen einen (reduzierten) steuersatz nach US-vorbild abdrücken. dann gäbe es weniger verpisser a la schumacher, becker, beckenbauer etc....
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22.08.2010 17:02 Uhr von bigpapa
 
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blödsinn: Höhere Löhne sind das letzte was wir brauchen.

Merke : Geld fällt nicht vom Himmel. !!!

Höhere Löhne -> Höhere Kosten für Arbeitgeber -> höhere Preise des Produkt (das Geld muss ja irgendwo herkommen) -> Höhere Preise im Geschäft.

Ergo : ALLES BEIM ALTEN.

Mit einer Ausnahme.

Im Ausland steigen die Löhne nicht, also wird die Produktion verlagert und das bedeutet mehr Arbeitslose durch höhere Löhne.

Denkt mal drüber nach. Ich will auch mehr Geld :) Aber dafür auch mehr kaufen können.

Gruß

BIGPAPA
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22.08.2010 17:12 Uhr von datenfehler
 
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schöne PR: keine Lösung des Problems. Aber zum Glück gehts hier nicht ums Wohle des Volkes, sondern billige Publicity und Werbung.


UUIIIIII! Der Typ von Liqui Moly ist aber gut drauf und nett und großzüig. Dem kauf ich gleich sein Öl ab! :)

Jaja, das gemeine Volk. Einfach einfach gestrickt. :)
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22.08.2010 17:12 Uhr von Bongolus
 
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@majastick: War mir irgentwie klar, dass du den Punkt nicht kriegst -.-

Der Punkt ist einfach, wenn jeder hier den gleichen prozentualen Anteil an seinen Steuern zahlen würde, würde in der Staatskasse viel mehr Geld sein. Dann wäre es umso schwerer für unsere Regierung so ne "sozial ausgeglichenen" Sparpakete zu verkaufen die dafür sorgen, dass es den Ärmsten in hier noch schlechter geht.
Und wenn unsere Politiker nicht soviel Kohle für die Bankenrettung verbrannt hätten, was letzendlich auch nur den Leuten nutzt von denen sich der Staat das Geld geliehen hat (rate mal wer das ist), würde hier sogar locker Spielraum für Steuersenkungen sein.

So läuft es darauf hinaus, dass Untersticht und Mittelstand ausgeblutet werden, damit die Oberschicht sich dumm und dämlich verdienen kann und dafür auch noch weniger Steuern zahlt.

Und mal ehrlich, zu einer News, wo der "Millionär Ernst Prost" fordert den Spitzensteuersatz anzuheben, zu behaupten, die Millionäre würden aus Deutschland abhauen, wenn der Spitzensteuersatz angehoben wird, ist einfach ... dumm.
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22.08.2010 17:16 Uhr von TeKILLA100101
 
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@bigpapa: naja also wenn ich sehe, dass mein chef mit nem jaguar für 300.000 rumkurvt und sich für den kompletten winter bzw von oktober bis märz eben eine s klasse mietet, könnte er schon was mehr springen lassen... davon abgesehen sehe ich unsere zahlen und weiss was bei uns rumkommt, er könnte also mehr, er will aber nicht, wie jeder chef :)


zu dem spitzensteuersatz. naja ich seh das so, nicht nur millionäre zahlen den satz. schon ab ca 52000 euro jahreseinkommen zahlt man die 42% und das sind wohl keine millionäre, sondern vielleicht handwerksmeister mit eigenem betrieb oder abteilungsleiter oder ähnliches...
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22.08.2010 17:23 Uhr von Weroderwasauchimmer
 
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Sympathisch: Der Mann hat auch einen Verein, Vereinigung oder irgend so was gegründet, der war letztens bei eienr Diskussionsrunde auf Phoenix, und hat genau diese These dort auch vertreten.
Der war mir vorher shcon mal aufgefallen, denn er macht eine Werbung in der die Zuschauer bittet, sein Öl zu kaufen, denn das wird hier in Deutschland hergestellt (na ja, eben verarbeitet) und abgefüllt, und er zahlt alle Steuern hier in Deutschland, und beschäftigt ausschließlich hier Mitarbeiter und sichert Arbeitsplätze, das solle man doch bitte bedenken wenn man Öl kauft.

Die Devise "Buy American" wurde schon vor Jahren ausgegeben und funktioniert bestens, die ach so dummen und angeblich ungebildetetn Amerikaner haben verstanden, dass es gilt die eigene Wirtschaft zu stützen und genau das ist für mich die Aussage dieser deutschen Werbung. Kauft Deutsch! ist also nicht eine braune Ansage, sondern ein volkswirtschaftlich notwendiges Konzept, über das wir nachdenken sollten, wenn wir konsumieren.
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22.08.2010 17:53 Uhr von bigpapa
 
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@TeKILLA100101: Wieso bist du nicht Chef. ?

Ich weiß warum ich es nicht bin. Ich bin zu faul für den Stress und das Risiko. Und viele die sich eine Firma aufbauen oder jahrelang studieren um vielleicht mal so ein Posten zu bekommen, wissen das es nicht mit einer 38 Std. Woche zu tun hat.

Klar hat dein Chef ne S-Klasse. Mach eine Firma auf oder such dir eine die dich als Chef einstellt, und schon hast du auch das Teil.

Ich persönlich bin bereit, für meine Freizeit und den Stress auf eine S-Klasse zu verzichten.

Gruß

BIGPAPA
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22.08.2010 18:32 Uhr von Weroderwasauchimmer
 
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Gerne vergessen: Genau, Big Papa. Das wird auch gerne vergessen, der Stress, mal eben keinen 8 Stundentag zu haben, keine 6 Wochen Urlaub und keine geregelte Lohnfortzahlung (wenn der Chef krank ist muss er schauen dass er so schnell wie möglich wieder an die Arbeit kommt) und das ganze unternehmerische Risiko, zumindest bei Mittelstandsbetrieben und Kleinbetrieben ist das oft so.

aber irgendwie geistert durch die Köpfe der Menschen immer noch das Bild von dem Unternehmer, der es sich täglich gut gehen lässt, weil sie im Betrieb ihr letztes geben.

Steuern sollen sie ruhig zahlen, auch in angemessenem Umfang, und wenn das prozentual mehr ist als der Angestellte zahlt, dann ist das sozial nicht mehr als gerecht. Aber sie anzugreifen, weil sie eben Leistung bringen und es zu mehr gebracht haben, als man selber -aus welchen Gründen auch immer- ist mehr als unfair.
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22.08.2010 20:00 Uhr von TeKILLA100101
 
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@bigpapa: ich bin deshalb nicht chef, weil ich zu denen gehöre die noch studieren, um später einer zu sein.

und ne 38std woche hab ich auch nicht. vertraglich schonmal 40 std, die aber selten unter 50-55 die woche ausgeht...

ich find das argument halt nur schwach als chef immer zu sagen man hat kein geld und leistet sich dann aber alles...
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22.08.2010 22:52 Uhr von BunkerFunker
 
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Hartz4 ist doch gewollt: Deutschlands Führung (also Banken, Wirtschaft und zum Schluss die Politik) wollen Hartz4! Die Leute werden künstlich klein gehalten und ausgenutzt, damit die Elite ein schönes Leben hat. Ist nicht nur in Deutschland so, mittlerweile verfolgt fast der ganze Westen diese Strategie.

Leider merken die meisten Leute nicht was gerade im Gange ist auf der Welt. Viel zu viele Menschen stellen einfach Nichts und Niemanden in Frage und leben ihr Leben so wie immer, weil sie nichts anderes kennen (wollen).

Wer hierzulande noch an "gute Firmen" glaubt, muss echt verrückt sein. Dazu zählt vielleicht noch Maler xyz um die Ecke, aber bestimmt kein großes Unternehmen. Selbst Google mit ihrem Motto "don´t be evil" bringen es mittlerweile fertig die Netzneutralität zu gefährden.

http://www.alles-schallundrauch.blogspot.com
http://www.infokrieg.tv
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23.08.2010 01:00 Uhr von Weroderwasauchimmer
 
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@steffi78: ich glaube du bist da einem Missverständnis erlegen, der Händler in der Fußgängerzone oder im Einkaufszentrum ist kein Mittelständler, sondern ein Kleinunternehmer, wenn der nicht entsprechend mitarbeitet kann der sich gar nichts leisten. Wenn ich heute ein Einzelhandelsgeschäft betreibe, schreibe ich frühestens im dritten Jahr nennenswerte schwarze Zahlen, davor sind meine Privatentnahmen so klein, dass man davon gerade leben kann -wenn ich denn keine anderen Einkünfte habe. Handel ich anders, werde ich das dritte Jahr der Selbständigkeit nicht erleben, dann bin ich vorher insolvent. Dazu kommt, dass ich eine Menge Geld in so einen Laden investieren muss. Das ist das Risiko des Unternehmers. Geht man als Kleiner Einzelhändler pleite, haftet man normalerweise hierzulande mit allem was man hat, das muss ich als Angestellte nicht, in keinem Fall. Ich habe Selbständige in meinem Bekanntekreis, da buttert der Angestellte Ehemann noch jeden Monat ein paar Hundert Euro in den Laden, damit die Startphase überwunden werden kann. Ich weiss ja nicht, in was für Läden du solche Insiderkenntnisse hast, aber das solltest du mal überdenken und vielleicht mal über das offensichtliche hinausschauen.

Ich rede aber eigentlich von Mittelständlern, von Betrieben mit 10 bis max. ca. 500 Mitarbeitern und mit Bilanzsummen von bis zu ca. 50 Mio Euro. Da sind im allgemeinen die Inhabe auch die GF, und sie tragen das Risiko, sie sind verantwortlich und normalerweise habn solche Leute keine geregelte Arbeitszeit und keinen vertraglich festgelegten Urlaub und auch keine Lohnfortzahlung.
In diesem Land gibt es einen unglaublichen Sozialneid. Das ist etwas, dass ich nicht verstehen kann. Denn gerade hier hat man eigentlich gute Möglichkeiten was aus sich zu machen, die Bildung ist immer noch kostenlos und für jedermann zugänglich. Wer aber in jungen Jahren lieber eine Ausbildung macht, damit er vom Azubigehalt feiern gehen kann, oder wer schlichtweg keine Lust hat zum Lernen der darf sich nicht darüber beklagen, dass er nicht das Zeug zum Manager (oder für andere gehobene Positionen) hat.
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23.08.2010 02:03 Uhr von Weroderwasauchimmer
 
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Nachtrag: Natürlich kann ein Land nicht existieren, wenn alle Manager sind, ich wollte mal diesem Argument vorgreifen. Aber offensichtlich gibt es ja genug Leute die sich in normalen Jobs wohl fühlen und den auch sehr gerne machen. Das finde ich gut. Aber was ich so gar nicht mag, sind die Leute, die ihren Arsch nicht hochbekommen, und dann jammern wie schlecht es ihnen geht.
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23.08.2010 08:32 Uhr von Ottokar VI
 
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Guter Ansatz: Noch besser wäre es aber, wenn die Unternehmer gleich den Lohn ihrer Mitarbeiter angemessen erhöhen und mehr Leute einstellen (anstatt immer weniger Leute immer mehr zu belasten). Stattdessen Umsatzsteigerungen im zweistelligen Bereich und Milliardengewinne.

Es ist immer besser, Geld direkt an einen Mitarbeiter zu geben, als es dem Staat zur gerechten Umverteilung anzuvertrauen. Beim Staat versichert die Kohle nur all zu oft in unsinnigen und gewaltigen Verschwendungslöchern.

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