20.08.10 21:44 Uhr
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Folgen psychischer Trauma könnten an die nächste Generation vererbt werden

Ein Forscherteam der Universität Zürich und der ETH Zürich hat herausgefunden, dass ein Trauma, das man selbst in der Kindheit erlebt hatte, sogar an die nächsten Generationen weitergegeben werden kann.

In Tests bei Mäusen wurden die Schädigungen sogar bis in die dritte Generation weitervererbt. Der Grund liegt zumindest bei den Mäusen im Methylierungs-Profil, das in bestimmten Genen im Hirn und in männlichen Spermien vorhanden ist.

Mäuse, die nach ihrer Geburt von der Mutter getrennt wurden, verhielten sich bis auf drei Generationen hin anders als andere Mäuse. Leider sind die Tests an den Mäusen nicht voll auf die Menschen übertragbar. Um eindeutige Aussagen hierfür machen zu können, müssen die Versuche ausgeweitet werden.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Folge, Generation, Trauma, Vererbung
Quelle: www.austria.com

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.08.2010 22:04 Uhr von MrsHebadesher
 
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Angststörungen: Auch Angststörungen können über mehrere Generationen übertragen werden (Torgsen, 1983). Wieso also nicht ein Trauma? Schließlich sind dessen Folgen auch emotionale Belastungen, die sich zu Störungen weiterentwickeln können.
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20.08.2010 22:31 Uhr von TrangleC
 
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Wundert mich nicht. Mein Vater ist lange nach dem Krieg geboren worden und hat nie hungern müssen, aber irgendwie hat er von seiner Mutter so einen typischen Kriegsgeneration-Hamster-Tick geerbt.
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21.08.2010 02:07 Uhr von DeeRow
 
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MrsHebadesher: Weil es einen Unterschied gibt:

Angststörungen haben sicherlich eine genetische Komponente, Traumata sind passierende Ereignisse, deren physische Einwirkung (auch eine Art "Zellengedächtnis") noch nicht bewiesen wurde.

lg, dr
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21.08.2010 04:27 Uhr von joker89
 
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Hamster-Tick: @TrangleC: Also das hört sich eher nach einer Prägung durch die Mutter an, als nach irgendwas Biologischem. Oder ist er bei einer Pflegefamilie aufgewachsen?
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21.08.2010 09:49 Uhr von -canibal-
 
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diese Erkenntnis: ist zwar nicht neu, aber interressant allemal.
Ob und in welchem Umfang die eine Generation der nächsten Generation ihr Trauma genetisch weitergibt, kann ich nicht sagen. Aber bei Kriegskindern, die später Familien gründen besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass "unverarbeitete" traumatische Kriegs-Erlebnisse dann in Form eines gestörten Sozialverhaltens weitergegeben werden.
Gewalt - Entfremdung - Distanziertheit - Sucht - usw....
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21.08.2010 16:51 Uhr von TrangleC
 
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@ joker89: Nein, keine Pflegefamilie.
Das ganze war sowieso halb scherzhaft gemeint, aber wer weiß, vielleicht ist es ja auch beides, Teil Erziehung/Prägung, Teil Vererbung.
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22.08.2010 01:37 Uhr von MrsHebadesher
 
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Es geht eher darum, dass durch Traumata Ängstlichkeit entsteht/entstehen kann und die wiederum vererbt werden kann.
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02.01.2011 16:25 Uhr von unomagan
 
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Woah: unheimlich, hiess es nicht in einem gebot:

Ich schlage bis in das zweite-dritte glied?

Wenn ich mich nich täusche...
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02.01.2011 19:00 Uhr von H-Star
 
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falls das stimmt: welchen evolutionstechnischen vorteil haben die mäuse dadurch, dass sich die nachkommen anders verhalten, obwohl der grund dazu schon lange vorbei ist?
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02.01.2011 20:56 Uhr von unomagan
 
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Gefunden ;): Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;

BTW: Ich bin Atheist, trotzdem unheimlich...

[ nachträglich editiert von unomagan ]
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02.01.2011 21:17 Uhr von H-Star
 
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nicht unheimlich: zufallstreffer :)
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02.01.2011 23:38 Uhr von Schwertträger
 
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@unomagan: Muss nicht sein, dass sie einen haben.
Die Evolution braucht mitunter lange, bis sie eine Sackgasse "ausmendelt". Da die Mäuse ja trotz anderem Verhalten noch überlebensfähig sind, stirbt diese Variante nicht so schnell aus, und vermehrt sich noch.

Wie die ersten Störungen dieser Art entstanden sind, ist eine andere, interessante Frage. Wer weiss, was vor Millionen Jahren die Hintergründe oder Vorläufer dieser Veranlagung waren.

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