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KfW kürzt Förderung: Energetisches Sanieren wird teurer

Wer sein Eigenheim sanieren möchte, sollte das so schnell wie möglich tun, denn ab dem 1. September stellt die KfW-Bank nur noch Fördermittel für Neubauten und Komplettsanierungen zur Verfügung.

Grund für das Streichen der Förderung ist laut KfW die überraschend hohe Nachfrage. Die Mittel seien fast ausgeschöpft.

Auch Wärmepumpen und die sogenannten Nachtspeicherheizungen können in Zukunft nicht mehr gefördert werden.


WebReporter: jukado
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Haus, Sanierung, Förderung, KfW, Renovierung
Quelle: news.immobilo.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.08.2010 14:18 Uhr von MrsHebadesher
 
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Dumm: Erst zig Milliarden in die Förderung der Firmen stecken, die diese Anlagen produzieren bzw. entwickeln und dann am entscheidenen Punkt, dem potentiellen Käufer, sparen.

So wird es mit Sicherheit nichts mit dem Umstieg auf umweltschonende Energieerzeugung.
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23.08.2010 16:27 Uhr von computerdoktor
 
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... "Umweltschonend" und "Wärmepumpe" in einem Satz ist aber auch ziemlich weit hergeholt. Vor allem wenn Luft-Wärmepumpen gefördert werden, die nachweislich im Winter dazu führen, dass das Wasser im Wärmekreislauf zu 100% mit Strom erwärmt werden...

Außerdem ist es ohnehin besser, ein Haus komplett thermisch zu sanieren (dafür gibt es ja noch Fördermittel), als "irgendwo" mal ein paar Dämmplatten anzupappen und dass dann als "thermische Sanierung" zu verkaufen ...
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15.09.2010 08:52 Uhr von mort76
 
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computerdoktor, und wer soll sich das denn bitteschön leisten können, einfach mal das ganze Haus komplett sanieren zu lassen?

Hausbesitzer zu sein, heißt doch nicht automatisch, ein Krösus zu sein, und schon relativ überschaubare Arbeiten kosten ein Heidengeld.

Erst empfiehlt der Staat den Hauskauf als Altersvorsorge und fördert Wohneigentum, um dann wenig später hinzugehen und ein paar nette Gesetze zu erlassen, die alles außer einem Neubau unwirtschaftlich werden lassen und eher der Bauindustrie als der Umwelt nutzen. Das ganze ist so sinnvoll wie die Abwrackprämie: es geht nicht um die Umwelt, es soll einfach nur der Bürger dazu gebracht werden, die "Wirtschaft anzukurbeln".
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15.09.2010 14:13 Uhr von computerdoktor
 
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@mort76: Eigentlich steckt der Quell der Weisheit schon irgendwie in Deinem Nick: aMORTisationsrechnung.

Es ist ganz einfach: Wenn ohnehin eine Renovierung ansteht (Fassaden werden etwa alle 40 Jahre saniert, Fenster etwa alle 30 Jahre), dann ist die Differenz zu einer Komplettsanierung (meistens) nicht so hoch. Und die Diffferenzkosten rechnet man dann gegen die Ersparnisse auf - und bekommt einen Amortisationszeitraum, der tunlichst kürzer sein sollte, als die erwartete Lebensdauer der Investition.

Kleines Beispiel, die Daten habe ich etwas gerundet: Ein Haus, letzter Umbau 1960, muss ohnehin renoviert werden. Aufpreis von "normaler" Putzerneuerung auf ein VWS-System: 14.000 EUR. Fenster (alte Holzfenster), müssten ohnehin getauscht werden. Aufpreis auf "bessere" Fenster (U-Wert 1,1): 2.000 EUR. Macht eine Gesamtinvestition von 16.000 EUR für Fassade und Fenster. Zusätzlich kommt eine Aufdachdämmung dazu, Aufpreis zu einer reinen Neudeckung des Dachs: 10.000 EUR.

In Summe also 26.000 EUR. Aktuell braucht das Haus 5000 Liter Heizöl pro Jahr, errechnete Ersparnis ca. 2000 Liter pro Jahr, macht beim derzeitigen Energiepreis ungefähr 1500 Euro / Jahr, Amortisationsdauer 17 Jahre, also ca. die Hälfte der zu erwartenden Lebensdauer der erneuerten Bauteile, und das OHNE Förderung und OHNE der zu erwartenden Teuerung bei Heizöl in den kommenden Jahren.

Eine zusätzliche Kellerdämmung bzw. Erneuerung der Heizungsanlage habe ich in diesem Fall nicht empfohlen, die Heizungsanlage ist erst 10 Jahre alt, das rechtfertigt noch keinen Austausch, und eine Kellerdämmung bringt bei diesem Objekt auch wenig, weil nur ein kleiner Teil unterkellert ist.

Ich kenne das Problem der Investitionskosten, ohne Kredit lässt sich das meist nicht finanzieren. Aber besser, man renoviert ein Haus "energiesparend" und spart über die Betriebsdauer massiv Brennstoff ein - wie gesagt, solche Kosten müssen sich auch amortisieren.

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