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"Stuttgart 21": Spontane Großdemonstration mit 4.000 Teilnehmern

Am heutigen Donnerstag fand eine spontane Demonstration am Stuttgarter Bahnhof statt. Im Anschluss an die Auftaktkundgebung bewegte sich der Protestzug um das Bahnhofsgebäude. Polizei und Veranstalter gaben die Zahl der Protestierer mit etwa 4.000 an.

Bereits am frühen Morgen gab es Blockaden, weil ein Bagger zum Baugelände gebracht wurde. Die Polizei entfernte daraufhin die Abrissgegner. Im Übrigen liefen die weiteren Abrissvorbereitungen unter Polizeischutz ab.

Der Protest richtete sich gegen das Milliarden-Projekt "Stuttgart 21". Dessen Konzept eines unterirdischen Durchgangsbahnhofs werde, so die Kritiker, negative Auswirkungen auf Nahverkehr und Umwelt haben.


WebReporter: SentialS
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Stuttgart, Bahnhof, Stuttgart 21, Milliardenauftrag
Quelle: www.ruhrnachrichten.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.08.2010 00:05 Uhr von sant0sch
 
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20.08.2010 01:44 Uhr von CHR.BEST
 
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Kann die Stuttgarter voll und ganz verstehen.

Unser Land hat eine nie dagewesene, astronomische Staatsverschuldung von 1,77 Billionen Euro und trotzdem wollen unsere Politiker weiterhin das Steuergeld mit beiden Händen ausgeben für solche Milliardengräber ausgeben.

Für dieses Handeln wider besseres Wissen kann es nur einen einzigen Grund geben: Korruption.
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20.08.2010 04:32 Uhr von TrangleC
 
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An der Sache wird nunmal schon seit ca. 20 Jahren herumgeplant. Verschwendung wäre es wenn man es jetzt nnicht durchziehen würde und all das Geld das da bisher reingeflossen ist in den Wind blise.
Ausserdem müsste man den beteiligten Firmen hohe Abstandszahlungen leisten wenn man es jetzt abbrechen würde.

Ich kann ja verstehen dass die Stuttgarter keine Lust auf die Baustelle und die Verkehrsbehinderungen haben, aber grundsätzlich finde ich es gut dass man auch mal ein Großprojekt angeht. Vor lauter Demos, Fortschrittsfeindlichkeit, Feldhamstern und Lurchpopulationen tut sich in diesem Land doch garnichts mehr. Es gibt keinen Fortschritt mehr, abgesehen davon dass die Leute immer größere Flachbildfernseher im Wohnzimmer stehen haben.
Uns ist als Nation der Glaube und das Interesse an der Zukunft abhanden gekommen.
Nichts Großes wäre jemals geschaffen worden wenn schon immer und überall die strikpullovertragenden Protest-Spontis das Sagen gehabt hätten.

Abgesehen davon ist in Stuttgart sowieso immer Baustelle, nur dass dabei sonst nie was ausser geflickten Strassen heraus kommt.

Jeder der schonmal in Stuttgart war hat gesehen dass praktisch die halbe Innenstadt nur aus einer einzigen, staubigen, grauen Betonwüste von Bahnhof und Gleisbett besteht.
Wenn man diese riesige Fläche die momentan nur sinnlos von Gleisen und Weichen bedeckt ist für die urbane Entwicklung zurückgewinnen könnte, dann könnte aus Stuttgart vielleicht mehr werden als nur "das größte Kuhdorf Deutschlands".
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20.08.2010 09:05 Uhr von CHR.BEST
 
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@TrangleC: Fortschritt bedeutet aber auch, Fehler zu vermeiden und jedes Schulkind weiß, daß man sparen muss, wenn man viele Schulden hat.
Aber stur etwas zu tun, nur weil man es tun kann, hat mit echtem Fortschitt (als realem Zugewinn für die gesamte Gesellschaft) ungefähr genausoviel zutun, wie Fruchtzwerge mit gesundem Essen.

Wenn Bahn & Bund wirklich was Gutes, für die Infrastruktur tun wollen, dann sollen sie mal ein paar Millionen in die vielen, total heruntergekommenen Kleinbahnhöfe stecken. Einige davon sehen aus, als hätte man seit dem letzten Weltkrieg nichts mehr daran gemacht.

Viele Wagons sind außerdem uralt, klappern und scheppern an allen Ecken und Enden. Viele Strecken sind nur eingleisig, sodaß es ständig zu Streckenüberlastungen kommt. Viele Loks fallen aufgrund überlanger Wartungszyklen aus und strapazieren damit den ohnehin - wegen der fehlenden Gleise - angespannten Fahrplan zusätzlich.
Von den Klimaanlagen in den ICE´s will ich hier erst garnicht reden, weil das ja nur die Spitze des Eisbergs und eigentlich eine Schande für ein High-Tech-Land wie Deutschland ist.

Das alles könnte die Bahn VOR Stuttgart 21 anpacken, wenn sie denn wirklich meint, umfangreich investieren zu müssen (und zu können).
Außerdem explodieren die Kosten dieses Giganto-Projekts. Bis es abgeschlossen ist, würde es bestimmt etwa 10 Mrd. Euro bei geringem Nutzen pro Euro (also weitestgehend sinnfrei) verbraten haben.

Das wäre genauso, wie wenn z. B. ein Arzt zum Brandopfer sagen würde, es müsse warten, weil ein Patient mit eingewachsenem Zehennagel zuerst versorgt werden muß.

[ nachträglich editiert von CHR.BEST ]
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20.08.2010 11:19 Uhr von zoc
 
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Eigentlich tolle Aktion aber seit wann interessiert es Politiker was das Volk will ??!!?

Es gibt Dinge, die sollten vom Bürger entschieden werden.
Aber von so einer Demokratie, sind wir leider weit weg.

Und Politiker sind selten Fachleute, lobbyabhängig und korrupt.
Das ist so, was war so und wird immer so sein (Ausnahmen gibts aber auch immer).
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20.08.2010 19:21 Uhr von TrangleC
 
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@ CHR.BEST: Was den Ausbau von Bahnstrecken angeht widerspreche ich dir ja garnicht, aber du führst die Diskussion auf einer völlig theoretischen Ebene.

Realität ist dass die Planungen vor 20 Jahren angefangen haben, als man noch nicht "total verschuldet" war.

Realität ist was ich schon vorher gesagt habe, nämlich dass all das Geld das in den letzten 20 Jahren in das Projekt gesteckt wurde ohne Gegenwert futsch wäre wenn man es jetzt stoppen würde PLUS man müsste noch Unsummen an Abstandszahlungen und Entschädigungen an die Firmen leisten die man beauftragt hat und die Material angeschafft und Leute eingestellt haben um es durchzuziehen.
DAS wäre Verschwendung.

Realität ist ausserdem dass dieses Projekt relativ wenig mit dem Ausbau von Bahnstrecken oder Klimaanlagen im ICE zu tun hat, weil es zu größem Teil von der Stadt Stuttgart und dem Land Baden-Wuerttemberg finanziert wird und nicht nur von der Bahn. Die Idee dass man das Projekt einfach streichen und das Geld in Bahnprojekte die nichts mit Stuttgart zu tun haben stecken könnte, ist also falsch.

Abgesehen davon ist es ein ganz allgemeines Problem dass die Bahn den Regionalverkehr vernachlässigt und nur die langen ICE Strecken ausbaut. Das hat nichts mit Stuttgart 21 zu tun und wenn das Projekt jetzt doch noch abgeblasen würde, würde das für die Bahn freiwerdende Geld (vorausgesetzt die Abstandszahlungen und Entschädigungen bleiben alle an der Stadt, am Land und am Bund hängen) sicher nicht plötzlich in irgendwelche "Ar*** der Welt"-Strecken fliessen die vorher niemanden in der Chefetage der Bahn interessiert haben.

Und hinzu kommt noch dass man bezüglich dem Ausbau internationaler Bahnstrecken Abkommen und Verpflichtungen mit den Nachbarländern hat und dass der Stuttgarter Sackbahnhof dem nicht gerecht wird.

[ nachträglich editiert von TrangleC ]
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20.11.2010 22:49 Uhr von b2oldskool
 
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lol: boar die 4000 idioten sollen doch lieber zuhause bleiben !!!!die polizei sollte mit allerhärte gegen dieses asozialpack vorgehen:)

[ nachträglich editiert von b2oldskool ]

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