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USA: Falsche ADHS-Diagnosen bei Kindern nehmen drastisch zu

In den USA wird immer häufiger fälschlicherweise die Diagnose ADHS gestellt. Forscher der University Michigan vermuten bereits über eine Millionen falsch diagnostizierte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktiv-Syndrome bei Kindern.

Sehr auffallend ist dabei, dass das Syndrom immer häufiger bei Kindergarteneinsteigern gestellt wird. Oft wird die Diagnose dann auch nicht vom Fachmann gestellt, sondern auf Anraten der Erzieherinnen von einem dafür nicht qualifizierten Arzt.

Die Forscher vermuten, dass die Diagnose ADHS oft fälschlicherweise gestellt wird, wenn das Kind einfach noch nicht reif für den Kindergarten und für eine größere Kindergartengruppe ist. Umgerechnet gibt das US-amerikanische Gesundheitswesen ungefähr 390 Millionen Euro für Fehldiagnosen aus.


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WebReporter: Susi222
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: USA, Arzt, Diagnose, ADHS, Konzentrationsstörung
Quelle: www.welt.de

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25 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.08.2010 12:34 Uhr von Win7
 
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Lol: erinnert mich irgendwie an "den dessen Namen man nicht schreibt"

:-)

[ nachträglich editiert von Win7 ]
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19.08.2010 13:11 Uhr von pippin
 
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Ist generell völlig übertrieben diese Krankheit.

Ich will ja nicht ausschließen, dass es AD(H)S gibt, aber nicht in den momentanen Dimensionen. In vielen Fällen verlangen auch hierzulande quasi nach dieser Diagnose, wenn die Kinder mal auf die Nerven gehen.
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19.08.2010 13:15 Uhr von Maverick Zero
 
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Simpsons: Diese Entwicklung ist eigentlich schon länger bekannt.
Auch wenn es ein wenig Richtung Off-Topic geht: Eine Simpsons Folge hat vor Jahren dieses Thema auf die Schippe genommen...
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19.08.2010 13:20 Uhr von Nr.47
 
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medikamente: wird diese diagnose lediglich gestellt und fertig oder werden die betroffenen kinder dann auch medikamentös behandelt? war da net auch mal der zusammenhang zwischen solchen medikamente und amokläufen im gespräch?
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19.08.2010 13:22 Uhr von NetCrack
 
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19.08.2010 13:32 Uhr von Shik
 
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@Nr. 47: Also hier in Deutschland ist es zumindest so, dass die Kinder fast immer medikamentös behandelt werden, es sei denn die Eltern verweigern sich strikt dagegen. Das Medikament das meist zur "Behandlung" von ADHS eingesetzt wird ist Retalin, was du wahrscheinlich meinen wirst.
Ob ein zusammenhang zwischen Ritalin und Amokläufen im gespräch war kann ich nicht sagen, aber nunja... da waren so einige Dinge im Gespräch, zumeist hat dann eine "Ursache" die andere im Wochentakt abgelöst.
Ich selber glaube das es dort keinen wirklichen zusammenhang gibt.
Wer als gesunder Mensch schon einmal Ritalin genommen hat weiß was für eine ich nenne es mal Merkwürdige reaktion beim Konsumenten ausgelöst werden, diese hatte aber weder bei mir noch den Leuten in meinem Bekanntenkreis irgentwelche Merkmale die man mit Amoklauf oder gar Aggresiven verhalten in verbindung bringen würde.
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19.08.2010 13:47 Uhr von pippin
 
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@NetCrack: Die Folge von Southpark ging mir auch den Kopf :-)
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19.08.2010 14:14 Uhr von Alice_undergrounD
 
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die frage an sich ist, ob es adhs eigentlich überhaupt wirklich gibt? xD
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19.08.2010 14:52 Uhr von Dracultepes
 
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@Alice_undergrounD @ Maverick Zero: Die Symptome gibt es.

@ Maverick Zero

Ja an die Folge musste ich auch denken. Auch wenn sie viele ziemlich übertreibt.

Man muss sich überlegen was man will. In dieser Gesellschaft muss man als Menschn nunmal funktionieren und wenn man was erreichen möchte muss man gute Abschlüsse haben.

Bart Simpson in der Folge hätte, ohne diese konstruierte Nebenwirkung, wahrscheinlich ziemlich gute Abschlüsse gemacht. ^^
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19.08.2010 14:59 Uhr von T¡ppfehler
 
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Die Diagnose beruht oft nur aus den Aussagen: der Mutter, die dem Kind nicht gewachsen ist. Die Kinder werden nicht richtig untersucht. Wenn man als Vater die Diagnose ADHS aus gutem Grund in Frage stellt, und die Tabletten wegen der starken Nebenwirkungen absetzen will, bekommt man das Sorgerecht entzogen. Ich weiß, wovon ich Rede, denn ich habe bereits zwei Sorgerechtsprozesse deswegen hinter mir.
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19.08.2010 15:01 Uhr von Dracultepes
 
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@T¡ppfehler: Welche Nebenwirkungen?
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19.08.2010 15:22 Uhr von T¡ppfehler
 
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Nebenwirkungen: - Untergewicht (gab es schon vorher, aber wurde immer schlimmer)
- verschiedene Tics, z. B. das Gesicht, die Hände, Arme und Beine aufkratzen
(- Teilnahmslosigkeit sehe ich dabei noch nicht mal als das größte Problem. Das Kind stand völlig neben sich.)

Es war nicht nur Medikinet (= Methyphenidad = Ritalin), sondern auch noch diverse andere Psychopharmaka im Einsatz.
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19.08.2010 15:27 Uhr von Shik
 
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@Dracultepes: Ritalin hat nicht zwangsläufig nebenwirkungen, aber es gibt viele berichte über Leute die welche haben und die können ganz massiv sein:

Im medizinischen Sinne-

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10:
Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit.

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100:
Symptomverstärkung, Asthenie, Hypertonie, Übelkeit, Erbrechen, Dyspepsie, Gewichtsverlust, Muskelzucken (Tics), Benommenheit, emotionale Labilität, Schläfrigkeit, Ängstlichkeit, Depression, Nervosität, Feindseligkeit, Exanthem.

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000:
Brustschmerzen, Fieber, versehentliches Verletzen, Unwohlsein, Schmerzen, Suizidversuch, Migräne, Tachykardie, Diarrhoe, Stuhlinkontinenz, gesteigerter Appetit, Muskelkrämpfe in den Beinen, Apathie, anormes Denken, anormes Träumen, Halluzinationen, Verwirrtheit, Hyperkinesie, Schlafstörungen, Sprechstörungen, Schwindel, vermehrtes Husten, Nasenbluten, Haarausfall, Pruritus, Urtikaria, Diplopie, veränderte Miktionsfrequenz, Hämaturie, Harndrang
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19.08.2010 15:31 Uhr von PakToh
 
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Pfft: ADHS ist schnell mal "diagnostiziert" wenn ein Kind einfach mal was lebendiger ist oder aber der/die Erzieher(in) unfähig.

Gerade in Amerkia, aber auch hierzulande zunehmend, ist man ja gerne bereit Probleme mit ein paar Pillchen zu beheben,s tatt wirklich waszu machen...

Überarbeitet doer Burnout? - Einfach Pillen schlucken damit man noch schneller ein Wrack, ähhh noch produktiver wird!

Und was Papa und Mama hilft, hilft auch den Kiddies - mehr Alkoho, ähhh Pillen, Pillen mein ich...


</irony>
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19.08.2010 15:34 Uhr von totseinmachtimpotent
 
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das war doch klar: ich meine die haben doch nur wegen dem geld und den pillen bei jedem der etwas mehr energie hatte, unerzogen war oder in der schule nicht aufgepasst hat direkt ADHS diagnostiziert -.- praktisch hatte jeder 2te mensch das, irgendwann musste ja jemand zur besinnung kommen.
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19.08.2010 15:35 Uhr von Dracultepes
 
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@T¡ppfehler: Ich hab nur nachgefragt weil man sonst oft einfach nur hört:" Ja das Kind war total ruhig gestellt.". Und das wars dann. Oft auch noch:" Das Kind wird total abhängig".

Andere Psychopharmaka gegen AD(H)S ? Oder noch was anderes?
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19.08.2010 15:47 Uhr von T¡ppfehler
 
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@Dracultepes: Wegen der Tics bekam er dann noch zusätzlich
Tiapridex und Risperdal
Leider wurde damit alles noch viel schlimmer.

Immerhin haben die Ärzte nach ein paar Jahren dann doch eingesehen, dass diese Medikamente nicht gut sind, dafür bekommt er jetzt Strattera.
positive Wirkung = 0.
Wenigstens sind die (meiner Meinung nach) Nebenwirkungen der anderen Medikamente etwas zurückgegangen.
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19.08.2010 16:07 Uhr von Susi222
 
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Ihr: habt oft veraltete Infos:

Das typische Ritalin wird meist nicht mehr gegeben. Inzwischen gibt es neuere Produkte und ein richtig gut eingestelltes Kind ist kein zugedoptes Etwas,sondern ein Kind mit ganz normalen Vorlieben und Abneigungen, Problemen und Hobbies, denn bei dem wird eine echte Krankheit behoben. Heute gibt es viele neuere Produkte, die auf den ganz persönlichen Alltag oder Schulalltag abgestimmt sind. Und die vorgefertigten Altmeinungen schüren nur irgendwelche Ängste. Meist setzen die sowieso nur diejenigen in die Gegend, die weder Ahnung von ADHS noch sonstetwas haben.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich bin absolut gegen eine Medikamenteneinnahme, wenn ein Kind einfach ein "paar Schwierigkeiten" macht und etwas aufgeweckter ist... Aber es gibt das ADHS und das ist eine Krankheit, die nur vom Facharzt erkannt, behandelt und eingestellt werden kann. Und bei weitem nicht jeder ADHS Patient braucht Medikamente. Zumal die gängigen Medikamente wirklich harte Nebenwirkungen haben können. Aber es gibt Kinder, die ohne keine Chance haben, ein halbwegs normales Leben zu führen und es ist eine Schande, dass sich die Kinder, nach einem langen Leidensweg mit vielen Therpien und Maßnahmen (ADHS Kinder sollten zum Beispiel nie länger als eine halbe Stunde am Tag Fernsehen ODER Computer spielen, während der Rest ihrer Klasse meist irgendwelche coolen Sendungen sieht oder Wii spielt) wie Aussätzige fühlen müssen. Oft darf man nicht mal erwähnen, wenn ein Kind Medikinet nimmt, um nicht vollkommen abgestempelt zu werden.

Und noch ein Paar falsche Gerüchte aus dem Weg geräumt:

* Klar, wirkt das Ritalin bei gesunden Menschen echt heikel. Nicht umsonst wird es fälschlicherweise oft missbraucht, um in der Disco durchzuhalten. Oder 24 Stunden auf Prüfungen zu lernen. Bei ADHS felht aber ein Transmitter für Botenstoffe im Hirn. Und im Gegensatz zu gesunden Menschen macht das Ritalin die Kinder ruhig.

* Studien belegen, dass immens viele ADHS PAtienten OHNE medikamentöse Einstellung Suchtprobleme in der Pupertät bekommen.

*Kein Kind bekommt von einem Facharzt Medkinet oder Ähnliches verschrieben, weil es zu hektisch ist (Die Betonung liegt auf Facharzt, denn Allgemeinärzte denke ich verschreiben das Medikament tatsächlich viel zu oft nach gutdünken). Meist sind es auch nicht nur Konzentrationsstörungen, sondern Dinge, die das ganze Leben teilweise sogar gefährlich beeinflussen. Zum Beispiel fehlt den Kindern oft die eigene Körperwahrnehmung und sie rennen bei minus zehn Grad ohne Jacke raus. Oder es passieren ständig Unfälle durch die Hippeligkeit. Machnmal verdrehen sich Wörter im Kopf so, dass kein richtiges Wort ohne Buchstabenverdrehung geschrieben werden kann oder keine Rechnung ohne Zahlendreher geschrieben werden kann. Das ist meist schon am ersten Tag nach Medikamenteneinnahme komplett weg.

Ich glaube, dass viele Falschdiagnosen gestellt werden und dass viele Kids Medikamente unnötig bekommen. Aber in einigen Fällen ist es notwendig und da ist es unmöglich beschämend, wenn Leute, die noch nie damit konfrontiert wurden "dummen Senf" zum besten geben, so wie es häufig der Fall ist.
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19.08.2010 16:10 Uhr von Susi222
 
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Ach ja: nochwas.

Kein Kind wird heutzutage durch Medikinet abhängig. Man kann es in den Ferien gut einfach weglassen. Es gibt genug Eltern, die so verfahren und das Medikament nur in der Schulzeit geben, um ihrem Kind die Schulbildung zu ermöglichen, die es erreichen kann, wenn ihm seine Krankheit nicht ständig einen Strich durch die Rechnung macht.

Die Abhängigkeits Horrorgeschichten gab es bestimmt. Aber das war in einer Zeit, in der die Medikamente noch viel zu hoch dosiert wurden und die Präparate noch nicht so ausgereift waren.

[ nachträglich editiert von Susi222 ]
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19.08.2010 17:49 Uhr von Fischgesicht
 
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kind sein wird: heutzutage als krankheit bezeichnet.
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20.08.2010 08:13 Uhr von pippin
 
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@Fischgesicht: Den Eindruck hab´ ich manchmal auch.

Unsereins ist früher nach draußen geschickt worden mit Mamas Worten "Geh´ spielen!".
Und dann wurde halt gespielt.
Man hat sich mit Freunden getroffen, wir haben Fangen, Verstecken und Cowboy & Indianer gespielt.
Wir waren also meist auf den Beinen und sind oft gerannt.
So konnnte man halt seine überschüssigen Energien ganz natürlich abbauen.

Das scheint heute nicht mehr so häufig der Fall zu sein.
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20.08.2010 09:15 Uhr von Azrael_666
 
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Wie hierzulande: Hab schon seit langem den Eindruck, dass auch hierzulande allzuschnell die Diagnose ADHS bei einfach etwas sehr lebhaften Kindern gestellt wird... oftmals auf Druck der überforderten alleinerziehenden Mama. Ritalin als Problemlöser... ich fürchte die Spätfolgen.
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20.08.2010 11:13 Uhr von McK4y
 
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Es gibt bestimmt Kinder die wirklich ADHS haben (ich kenn eins - und der ist der lebende Beweis, dass es diese Krankheit gibt), aber trotzdem glaube ich, dass es bei WEITEM nicht so viele Kinder sind und dass das einfach eine Methode ist, sich dem Stress, den Kinder nun mal bedeuten, auf einfache Art und Weise zu entledigen!
Nach dem Motto: Kind nervt, ist laut...des hat bestimmt ADHS! Also, Ritalin her und Problem gelöst!
Die Pharmakonzerne freut´s bestimmt!!!
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27.08.2010 14:43 Uhr von MerlinsDaughter
 
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ADHS ist kein Märchen! Aber die Diagnostik sollte wirklich von Fachärzten vorgenommen werden.
Wir waren für sechs Wochen in der Kinder und Jugendpsychiatrie und dort wurden alle Tests gemacht. Das gesamte Umfeld des Kindes wurde mit einbezogen und befragt.
Das ist jetzt 7 Jahre her und meinem Sohn geht es mit Medikamenten wunderprächtig. Er hat nie irgendeine Nebenwirkung gehabt! Er ist propper und gesund. Auch nach der ganzen Zeit gibt es keine Zeichen von Abhängigkeit. Er hat jetzt in den Ferien wieder keine Tabletten genommen und am Wochenende lassen wir sie auch weg. Er nimmt sie für die bessere Konzentration während des Unterrichts und für die Hausaufgaben, weil sonst ein lernen für ihn garnicht möglich ist.
Was viele Eltern aber leider vergessen ist, dass die Medikamente allein nur ein Unterdrücken der Symptome ist und dem Kind nur wirklich geholfen wird wenn nebenbei andere Sachen laufen, wie Verhaltenstherapie, Ergo-Therapie, Eltern Training usw. Die Tabletten helfen in der ersten Zeit immens um aus einer Negativspirale heraus zu kommen, aber dann muss knallhart gearbeitet werden, sonst helfen die Tabletten nämlich auch nichts. Ziel soll es ja sein, die irgendwann zu reduzieren oder ganz ab zu setzen, was ohne entsprechende begleitende Maßnahmen kaum möglich ist. Wenn diese auffälligen Kinder keine alternativen Verhaltensweisen lernen, werden sie auch ohne die Tabletten wirder auffällig sein!
Unserem Sohn (er wird 14) merkt man bis auf die Konzentrationsstörung nicht mehr an das er ADHS hat und das in einer ziemlich krassen Form.
Die Dosis die er heute erhält ist gemessen an seinem Gewicht und Größe grad noch als Erhaltungsdosis zu betrachten und das ist der Lohn für viele Jahre Therapie.

Mal für Leute die sich das nicht vorstellen können.....
Die Filter im Gehirn die einem gesunden Menschen sagen worauf er gerade akut reagieren sollte funktionieren bei ADlern nur bedingt oder garnicht.
Wenn unsereins in einem Raum sitzt und ein Gespräch führt dann nimmt er Geräusche wie Verkehrslärm, das ticken einer Uhr, Radio oder TV im Hintergrund zwar wahr, aber er kann ganz natürlich selektieren das der Gesprächspartner am wichtigsten ist. ADS Kinder können das nicht. Jeder dieser Reize ist gleich stark und zwingt ihn zu einer Reaktion.
Wenn dazu noch die taktile Wahrnehmung gestört ist wie bei vielen ADlern der Fall, und ein Poster hier schon ganz richtig geschrieben hat, häufen sich auch in diesem Bereich die Impulse auf die das Kind reagieren muss. Und dazu kommt noch die soziale Komponente! Das ist Riesenstress für die Kinder!

Noch ein Wort zu den Medikamenten....
Straterra wirkt nicht bei allen ADHS Kindern und ist obwohl es im Gegnsatz zu Ritalin und Co., nicht auf BTM Rezepten verschrieben wird, nicht weniger mit Vorsicht zu genießen!
Allein schon die Einstellzeit von mindestens 6 Wochen ist eine schwierige Phase und keinesfalls eine Garantie dafür sein Kind nun irgendwie "gesünder" zu behandeln!
Wir haben vor vier Jahren auch mal versucht auf Straterra um zu stellen und mein Sohn war die ganzen sechs Wochen durch den Wind. Zu nichts zu gebrauchen und entwickelte Symptome die man normalerweise dem Ritalin nachsagt. Und am Ende der Tortur hieß es dann Straterra wirkt bei ihm nicht.
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21.09.2010 10:52 Uhr von HansiHansenHans
 
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Amis halt: Das nennt man in Europa - "spielende Kinder". Diese haben folgende Eigenschaften.

- rennen rum
- machen unsinniges Zeug
- spielen Streiche
- kreischen rum
- u.v.m.

und wenn dann eine Erzieherin überfordert ist, gleich nach ADHS schreien das dat kind nit still sitz und gehorcht und betet? Dann mit Medikamenten voll pumpen damits ruhig ist NAJA evtl. seh ich das auch falsch.

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