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Krankenkassen kritisieren das geplante Honorarplus für Ärzte

Die Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbands der Krankenkassen, Doris Pfeiffer, kritisierte jetzt die Regierung wegen den geplanten Honorar-Erhöhungen bei Ärzten im nächstem Jahr. Sie sagte: "Es ist unverständlich, dass in schwierigen Zeiten die Einnahmen der Ärzte weiter steigen sollen".

Bei einem vernünftigen Sparpaket hätte man einen Teil der Mehrbelastung der Versicherten vermeiden können, ohne eine schlechtere Versorgung zu riskieren. So kommen erhebliche Mehrbelastungen auf die Beitragszahler zu, um die Einnahmen bei den Ärzten, Krankenhäusern und der Pharmaindustrie zu finanzieren.

Die Koalition plant, dass zum Beispiel die Krankenhäuser im nächstem Jahr 1,5 und die Ärzte 1,2 Milliarden Euro mehr erhalten sollen. 2009 erhielt ein Hausarzt durchschnittlich 206.000 Euro Jahreshonorar. Ein Facharzt bekam ca. 203.000 Euro. Das sind bis zu sieben Prozent mehr als noch 2008.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Kritik, Arzt, Krankenkasse, Sparpaket, Honorar
Quelle: www.open-report.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.08.2010 11:15 Uhr von Haruhi-Chan
 
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lol: Also das ist ja mehr als lächerlich. Die Krankenkassen kriegen ihren scheiß Hals nicht voll und beschweren sich auch noch, dass die Ärzt, die für unser Land wichtig sind, für unsere Gesellschaft absolut unentbehrlich sind, die einen beschissen Job machen, die ihr Leben selbst nur dem Leben anderer widmen, etwas mehr Geld bekommen sollen, nachdem sie die ganze Zeit wie Dreck behandelt wurden...
Ich versteh die Welt nicht mehr.
Dieser Pfeiffer verdient seinen namen, das ist eine totale Pfeiffe und ich wünsche ihm alles schlechte dieser Welt.
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19.08.2010 11:31 Uhr von wordbux
 
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Krankenkassen kritisieren: Krankenkassen minimieren wäre hier angesagt.
Diese über 200 Wasserköpfe gehören eliminiert.
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19.08.2010 13:12 Uhr von Venturus
 
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Wenn ich mir die Arzthonorare so anschaue

http://www.spiegel.de/...

wundert es mich nicht, daß ich letztens meinen Hausarzt dabei erwischt habe, wie er meine Mülltonne nach Essensresten durchforstet hat. Auch das mein HNO nach Praxisschluß in der Fußgängerzone betteln geht erklärt sich dadurch.
Nur die Schlägerei zwischen dem Internisten und dem Urologen letzte Woche um einen der vorderen Plätze in der Schlange bei der örtlichen Tafel fand ich etwas übertrieben.

Tja, "working poor" ist anscheinend auch mittlerweile bei unseren Göttern in Weiß angekommen.
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19.08.2010 16:56 Uhr von Exilschmoellner
 
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Meine: Freundin hat 2500€ raus und das nach 6 Jahren Studium. Und so ist mein Traum vom Hausmannsleben den Bach runter gegangen :-(
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19.08.2010 18:04 Uhr von realsatire
 
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Umsatz heißt nicht Gewinn, die Kosten für Personal und Geräte etc wollen auch bezahlt werden.
Andererseits, lass doch Mediziner mehr verdienen, wenn dafür mehr Praxen entstehen, auch Fachärzte wieder kurzfristig (unter 6 Monaten Wartezeit) Termine vergeben können UND sich jeder Arzt wieder mit dem Patienten beschäftigt.
Eigentlich kann kein Arzt eine Krankheit erkennen, wenn er sich keine Zeit nimmt um sie zu finden. Selbst wenn das dann doch beim Hausarzt klappt, wird die Behandlung und Heilung verzögert, wenn ein Facharzt dafür aufgesucht werden muß.
Beim Krankenhaus ist es ähnlich, viele müssen auf nötige Operationen wochenlang warten, da Kapazitäten abgebaut wurden und werden.

Warum wird nicht mal richtig überlegt und gerechnet?
Verpflichtung aller Apotheken, Medikamente nur noch als Reimport etc anzubieten, das würde die Preise für alles immens senken. Die Pharmalobby wird das leider mit den üblichen Mitteln wieder verhindern.

Bezahlen müssen wir alle dafür, zahlen immer mehr für KV, bei Nutzung der dann nur noch Grundversorgung, usw.
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19.08.2010 22:39 Uhr von Venturus
 
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@realsatire: In der Quelle wird auch auf den Gewinn eingegangen. Da bleibt immer noch genug hängen.
Und Praxen schießen wie Pilze aus dem Boden. Das Praxensterben ist eine Legende der Kassenärztlichen Vereinigung. Das Problem ist nur die ungerechte Verteilung. Der Landarzt stirbt aus, während in den Großstädten und Speckgürteln sich die Praxen aneinander reihen bzw. in Ärztehäusern stapeln.
Und trotzdem nehmen sich die Ärzte nicht mehr Zeit. Denn je höher die Frequenz an durchgeschleusten Patienten desto mehr kann man nun mal verdienen.

Deutsche Ärzte jammern auf einem sehr hohen Niveau. Ich missgönne ihnen dabei nicht mal ein sattes Honorar, aber die Gier nach immer mehr, bei gleichzeitigem Jammer das man kurz vorm Hungertod steht geht mir einfach gegen den Strich. Es gibt Grenzen. Wer meint in Deutschland nicht genug zu verdienen - nun ja, wir haben hier keine Mauer und wer will kann gerne ins Ausland gehen.

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