Neue Studie stellt gängiges Modell zum Ursprung der kosmischen Strahlung in Frage
Alexander Kusenko von der University of California in Los Angeles untersuchte mit seinem Team die energiereiche kosmische Strahlung, die tagtäglich auf der Erde gemessen werden kann. Seine Ergebnisse machen möglicherweise eine Neubewertung des gängigen Modells über den Ursprung der Teilchen notwendig.
Die aktuelle Theorie geht davon aus, dass die energiereichsten Protonen aus den Kernen weit entfernter Galaxien stammen, wo sie von supermassiven Schwarzen Löchern beschleunigt wurden. Die Strahlung enthält jedoch große Mengen Atome, die während des intergalaktischen Fluges eigentlich zerstört werden sollten.
Beobachtungen mit dem argentinischen Pierre-Auger-Observatorium deuten nun darauf hin, dass ein nicht unerheblicher Teil aus unserer Milchstraße stammt. Demnach werden die Atome etwa durch Strahlungsausbrüche beschleunigt, bleiben aber im galaktischen Magnetfeld gefangen - und treffen irgendwann auf die Erde.