18.08.10 13:51 Uhr
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Fossile Überreste beweisen Parasitismus von Pilzen vor 50 Millionen Jahren

Torsten Wappler von der Universität Bonn konnte nun die Existenz parasitär lebender Pilze vor 50 Millionen Jahren belegen. Für seine Studien analysierte der Paläontologe einige Bissspuren von Ameisen an fossilen Blattüberresten, welche in der Grube Messel in der Nähe von Darmstadt gefunden wurden.

Bei einem Vergleich mit aktuellen Proben aus den asiatischen Regenwäldern stellte der Forscher Gemeinsamkeiten fest. Dort werden Tischlerameisen das Opfer des parasitären Pilzes "Orphyocordyceps unilateralis": Erstmal in den Körper gelangt, zwingt er die Ameise dazu, sich in Bodennähe an einem Blatt festzubeißen.

Nach dem Tod der Ameise beginnt die weitere Entwicklung des Pilzes, die durch die idealen Umweltbedingungen in Bodennähe begünstigt wird. Da die fossilen Bissspuren mit den aktuellen Spuren vergleichbar sind, ist anzunehmen, dass hier ein ähnlicher Parasit vor 50 Millionen Jahren sein Opfer fand.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forschung, Pilz, Überreste, Ameise, Parasit
Quelle: www.scinexx.de

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18.08.2010 13:51 Uhr von alphanova
 
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Dieser Pilz ist nicht der einzige Parasit, der seinem Wirt eine Verhaltensänderung aufzwingt. Relativ bekannt ist ein Parasit, der Schnecken befällt und sie sozusagen zu Zombie-Schnecken macht.
http://www.youtube.com/...

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