Wahlkampf in Weißrussland: Stürzt der Kreml den "letzten Diktator Europas"?
Mehr als zehn Jahre ist es her, dass Russland sich mit seinem kleinen Nachbarn Weißrussland auf eine Vereinigung und eine gemeinsame Währung geeinigt hatte. Von guten Beziehungen zwischen dem Kreml und Minsk kann aber nicht die Rede sein - eine Dauerfehde trübt seit jeher deren Verhältnis.
Nach nunmehr 16 Jahren Amtszeit des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko, den Condoleezza Rice einst den "letzten Diktator Europas" nannte, soll er sein Amt abgeben - zumindest wenn es nach dem Kreml geht. Russische Medien bemühen sich derzeit, den Autokraten beim Volk unbeliebt zu machen.
Nach enormer wirtschaftlicher Unterstützung durch Moskau hatte man mit der Intergration des Brudervolkes gerechnet. Stattdessen zeigt sich Lukaschenko unkooperativ, er sei "parasitär" und "inkonsequent". Nach Kirgisien und der Ukraine könnte nun ein weiteres Land in diesem Jahr von pro-russischen Kräften regiert werden.