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Magmasystem des Laacher-See-Vulkans ist deutlich langlebiger als vermutet

Eine Kooperation von Wissenschaftlern der University of California in Los Angeles und der Universität Göttingen brachte nun neue Erkenntnisse über den Laacher-See-Vulkan zutage: Ihrer Studie zufolge ist das Magmasystem unter dem in der Eifel liegenden Vulkan deutlich langlebiger als bisher vermutet.

Das Team analysierte anhand von diversen Gesteinsproben die Kristallisationsgeschichte des vor 12.900 Jahren ausgeworfenen Magmas. Die Auswertung ergab, dass sich bereits 17.000 Jahre vor dem Ausbruch erste Magmaansammlungen gebildet hatten, die etwa 4.000 Jahre später nochmals stark anwuchsen.

Der Grund für den Ausbruch des Laacher-See-Vulkans ist allerdings bis heute unklar. Als Ursache kommen beispielsweise tektonische Aktivitäten in der Erdkruste oder ein durch vulkanische Gase ausgelöster Überdruck in Frage. Möglicherweise ist das Magmasystem des Vulkans auch heute immer noch aktiv.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, See, Vulkan, Vulkanausbruch, Magma, Laacher See
Quelle: www.uni-goettingen.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.08.2010 06:16 Uhr von alphanova
 
+11 | -1
 
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Die beteiligten Wissenschaftler halten es sogar für sehr wahrscheinlich, dass der Vulkan innerhalb der nächsten Jahrtausende wieder aktiv wird. Davon kriegen WIR nichts mehr mit, aber für unsere Nachfahren dürfte es ein Problem werden... falls sie überhaupt bis dahin überleben und sich nicht selbst vernichtet haben.
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18.08.2010 07:25 Uhr von pippin
 
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Erschreckend: Die Eifel ist für mich ja quasi vor der Haustür.
Da wird mir schon ein wenig mulmig, denn die Aussage, dass der Vulkan innerhalb der nächsten Jahrtausende wieder aktiv wird, muss ja nicht bedeuten, dass es erst am "Ende" dieser Zeitspanne ist.

Letztens war auch eine Doku über die Maare der Eifel im Fernsehen. Da wurde unter anderem gezeigt, dass in den Vulkanseen große Mengen Gas austreten.
Das bedeutet zwar bei weitem noch keinen neuen Ausbruch, aber immerhin zeigt es, dass diese Vulkane definitiv nicht erloschen sind. Da unten ist immer noch "Leben in der Bude".

Klingt paradox, ist aber irgendwie erschreckend faszinierend.

@alphanova:
Wieder mal eine klasse geschriebene News.
Jetzt kann ich ein wenig Truman-Schrott verkraften ;-)
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18.08.2010 11:23 Uhr von Accolan
 
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Ruhig, aber nicht tot: Naja, wenn ich mich richtig erinnere gilt die Eifel zwar gerne als "erloschen" aber darüber wird gestritten, weil der letzte Ausbruch grad mal an die 10.000 Jahre her ist. Viele sprechen lieber davon, dass die Vulkane dort ruhen.

Wenn man bedenkt, dass es Vulkane gibt, die erst nach ein paar Millionen Jahren wieder ausbrechen, glaube ich irgendwie nicht so recht, dass es in der Eifel auf ewig ruhig bleiben wird.
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18.08.2010 12:05 Uhr von pippin
 
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Weitere Infos: http://vulkane.net/...
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18.08.2010 14:25 Uhr von Dark_Apollo
 
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10.000 Jahre muß nichts heißen: Der Vulkan Unzen in Japan hatte vor seinen Ausbruch 1991 eine Ruhephase von 900 Jahren.

Pinatubo 600 Jahre. Sein letzter Ausbruch war sehr explosiv.

Was den Vulkanismus in der Eifel angeht, soll der noch ziemlich "jung" sein. Also kommt da noch was. Bevor das passiert, werden eher andere Kollegen schweren Kalibers hochgehen. Ich nenne nur mal den Yellowstone Park. Vor 40.000 Jahren flog der Golf von Neapel in die Luft, bzw wurde so geformt wie er heute ist. Eine riesige Caldera. Woanders findet man ähnliche Kandidaten. Geht nur einer hoch, werden die globalen Folgen katastrophal sein.

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